Suche mein erstes Teleskop

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

sakyra

Neues Mitglied
Hallo Astronomie.de Community,

mein Name ist Henning, ich bin 19 Jahre alt und derzeit dabei mein Abitur zu machen. In der letzen Zeit habe ich mich intensiver mit dem Thema Astronomie beschäftigt, unteranderem habe ich mir z.b. die Planetarium Software Redshift 7 Premium gekauft.

Ich bin nun auf der Suche nach einem passenden Teleskop für den Anfang (am besten natürlich eines, was sich dann auch mit der oben genannten Software kombinieren lässt). Ich habe hier im Forum schon ein bisschen gestöbert und mir auch schon diverse Sites durchgelesen, die das Thema "Erst-Teleskop" behandeln und auf was man beim Kauf achten sollte; dennoch habe ich natürlich grundsätzlich noch keine Ahnung von den wirklichen Qualitäten die ein Teleskop mitbringen sollte.
Ich hatte mir bei Amazon spontan einmal dieses ausgeguckt:
Bresser Teleskop von Amazon

Ich als kompletter Laie kann eigentlich nur sagen, dass ich mir dieses spontan ausgeguckt habe, weil es "nach was ausschaut" (ich denke dann steckt auch was dahinter?!) und weil schon mehrere Okulare dabei sind (ob die natürlich jetzt was taugen, weiß ich nicht.)

Mir ist beim durchblätteren diverser Forenthreads auch aufgefallen, dass die richtige Montage teilweise mehr kosten kann, als das eigentliche Teleskop; die Montage bei meinem Vorschlag sieht mir allerdings etwas dürftig aus ~.~ deshalb bin ich mir auch wie gesagt unsicher.




- Mich persönlich würde einfach interessieren (ich setzte jetzt mal voraus, dass ich mich hier unter eingefleischten Hobby Astronomen befinde, die den "Durchblick" haben) welches Teleskop IHR euch kaufen würdet. Basierend auf EUREM Wissen und EURER Erfahrung.
Würde mich hier über jeglichen Vorschlag freuen!

Mein Budget reicht bis: Naja sagen wir mal 600€, auf ein paar Euro mehr oder weniger käme es aber dann auch nicht an.
Würde mich auch über eine kurze Begründung freuen, wieso ihr gerade diesen Teleskop-Vorschlag für besonders passend haltet.

Und ich will das Teleskop bei mir zuhause relativ fest aufbauen, also es muss nicht auf Tragekomfort geachtet werden.


Bedanke mich schonmal im voraus für eure Antworten,
Gruß Henning

ps. Bitte macht eure Vorschläge nicht auf der Basis "Für einen Laien ist das zu schwer zu bedienen etc.", normalerweise komme ich auch mit etwas kniffeliger Technik schnell zurecht.
 
Moin, Henning,

willkommen im Forum!

es gibt so viele verschiedene Geräte, je nach Einsatzzweck und Vorlieben, da wird man trotz deiner bisherigen Ausführungen noch mehr Infos brauchen:

- Willst Du gucken oder Fotos machen?
- Was willst Du dir ansehen (ich nehme mal an, Alles :-)
- Willst Du sicher nur am festen Ort beobachten (Transportabilität)?
- Willst Du auch mal auf GoTo umschwenken oder reicht die manuelle Bedienung?

Das Angebot, welches Du herausgesucht hast, ist leider nix. Die Montierung ist viel, viel, viel, viel zu schwach.

Mit meinem heutigen Kenntnisstand hätte ich mir damals einen 6"-Newton F/5 mit kleinem Fangspiegel (eher seltene Kombi) auf einer GoTo-Montierung (z.B. Celestron CAM) gekauft und zwei, drei (hochwertige) Okulare. Und ich hätte auf JEDEN Fall Gebrauchtware gekauft, da Du da sehr viel sparen kannst.

Aber: Das kann bei dir, je nach deinen Vorlieben ganz anders aussehen, ob Dobby oder Parallaktisch oder was auch immer.

Wo in der BRD findet man dich denn? Es würde nicht schaden, wenn Du vorher mal durch ein par Geräte durchschaust. Außerdem kann die Antwort auch schon für die Findung eines passenden Gerätes von Nützen sein.

Grüße,
Pascal
 
Zitat von pacolov:

Angucken reicht mir da völlig.

Zitat von pacolov:
- Was willst Du dir ansehen (ich nehme mal an, Alles :-)

Am liebsten natürlich, aber ich weiß selbst das manche Dinge utopisch sind, z.b. jeden Mond von Saturn erkennen können oder soetwas; also alles sehen können im Bereich des möglichen und im Bereich der 600 € :)

Zitat von pacolov:
- Willst Du sicher nur am festen Ort beobachten (Transportabilität)?

Wie haben einen relativ großen Garten, vielleicht würde ich es dann mal in die Gartenmitte tragen wollen, mehr aber nicht.

Zitat von pacolov:
- Willst Du auch mal auf GoTo umschwenken oder reicht die manuelle Bedienung?

Sofern ein solcher Zusatz sich nicht radikal auf den Preis niederschlägt, hätte ich den natürlich auch gerne.


Zitat von pacolov:
Wo in der BRD findet man dich denn? Es würde nicht schaden, wenn Du vorher mal durch ein par Geräte durchschaust. Außerdem kann die Antwort auch schon für die Findung eines passenden Gerätes von Nützen sein.

Ich wohne im Iserlohn (NRW); genauer gesagt etwa 8km außerhalb von Iserlohn.

Danke erstmal für deine Tipps, ich sehe mir deinen Vorschlag mal an.

bis dann, henning


edit. Hättest du eventuell mal einen Link zu deinem Teleskop Vorschlag? Unabhängig davon, wie teuer das jetzt genau ist.
Würde mich freuen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich würde mir, wenn ich nochmal anfangen würde als erstes das hier kaufen:
http://www.teleskop-express.de/shop...-FlexTube-Dobson---Parabol-Optik---ab-6J.html

Dazu noch einen Justierlaser und ein paar okulare.

Zu dem Teleskop kann ich nur sagen, dass selbst wenn du später mal auf was größeres unhandlicheres umsteigen willst, es immer ideal zum schnellspechteln oder verreisen bleiben wird.
Die Vorteile:
- Preis-Leistungstechnisch unschlagbar
- verbraucht enorm wenig Platz
- es ist leicht
- es zeigt schon ganz schön viel
- einfach zu bedienen
Mit nem Laptop kannst du im Programm dir was schönes raussuchen und dann mit dem Teleskop versuchen es einzufangen. So lernst du dich am Himmel auskennen und musst dich nicht mit Dingen rumplagen wie das Einordnen des Teleskop

Gruß
Deadlock
 
Hallo Henning,

ich besitze selbst nur einen 70/700 Refraktor. Wenn ich einen Garten unter dunklem Himmel hätte, mit freiem Blick in alle Richtungen, würde ich mir einen Dobson kaufen. Da bekommst Du einfach die größte Öffnung für Dein Geld, da wenig Geld in die Montierung fließt. Mit 19 Jahren kannst Du so ein Ding auch in den Garten stellen und wieder ins Haus tragen ohne das der Rücken schmerzt.
Ein Teleskop im Haus und aus dem Fenster spechteln, macht aus meiner Erfahrung wenig Sinn. Ich habe einen Balkon in Richtung Süden. Das ist schon mal fein. Aber der komplette Norden geht verloren...
Sicher macht es Sinn, verschiedene Teleskope vor dem Kauf auszuprobieren.

CS,
Marcus
 
Zitat von Deadlock:
Mit nem Laptop kannst du im Programm dir was schönes raussuchen und dann mit dem Teleskop versuchen es einzufangen.

Hi!

Mit dem Laptop Sterne gucken hat einen Nachteil, wenn Du nicht mitten in der Stadt beobachtest: In der Regel wirst Du das Display nicht so dunkel kriegen, dass es nicht mehr blendet. Da muss schon eine rote Folie drüber. Und nicht nur im Herbst ist's draußen feucht, am Ende einer Beobachtungsnacht hatte ich schon häufiger ein triefnasses oder rauhreif-überzogenes Teleskop - das will ich einem Laptop nicht unbedingt antun.

Sinnvoller ist eine drehbare Sternkarte (von Kosmos oder Oculum) zusammen mit einer dimmbaren Rotlichtlampe. Die darf dann auch mal runterfallen:-)

Das beste Seherlebnis in der Preisklasse hast Du mit dem berühmten 8"-Dobson - mit 600 Euro kriegst Du da auch die Vollausstattung mit Okularen, Telradsucher und Sternkarte. Zu den Okularen siehe hier, allgemein zu Filtern siehe hier. Ab acht Zoll Öffnung zeigen die meisten Deep-Sky-Objekte deutlich mehr Details als in kleineren Öffnungen. Von daher: Fang mit der größten Öffnung an, die du noch bereit bist zu tragen, und achte auf ein entspanntes Öffnungsverhältnis von f/6 oder langsamer - viele Newtons gibt's mit f/5 oder gar f/4, aber da brauchst Du ziemlich teure Okulare, wenn du bis zum Rand vom Gesichtsfeld scharfe Sterne sehen willst.

Nachteil vom Dobson ist, dass Du noch einen Stuhl brauchst, sonst wird's zu niedrig - andererseits hat die entspannte Beobachtung im Sitzen auch ihre Vorteile.

Der oben erwähnte 130er Skywatcher Heritage ist nett, braucht aber einen Tisch oder eine sonstige hohe Unterlage, wo du ihn drauf stellen kannst.

In einem Monat ist in Essen übrigens der ATT als größte Astro-Messe (http://www.att-boerse.de/), Teleskoptreffen findest du u.a. unter http://www.teleskoptreffen.info/, und Sternwarten in deiner Nähe unter http://www.astronomie.de/gad

Gruß,
Alex
 
Hallo Henning,

willkommen im Forum.
Bei 600 EUR Budget muss man nicht mit Spielzeug anfangen und wenn visuelles Beobachten im Vordergrund steht, ist eine parallaktische Montierung nicht erforderlich - oder wie du es selbst formuliert hast: es schlägt sich radikal auf den Preis nieder.
Alex hat die Alternative schon genannt. Evtl. wäre auch ein gebrauchter 10" Dobson drin. Unter 8" würde ich jedoch nicht gehen.
Schau dir die Geräte auf dem ATT an. So bekommst du einen Eindruck von Größe und Gewicht.

Viele Grüße
Chris
 
Hallo Henning,

Mal zu dem oben genannten 130er Teleskop : Das ist einfach Klasse! Ich hab mir das vor einem viertel Jahr gekauft und finde es einfach super.
Es ist klein, leicht, gut transportabel und dazu noch extrem günstig.
Da es mir auch ein wenig zu niedrig war habe ich mir einfach einen zerlegbaren Kasten aus Holz gebaut. Den nehme ich, wenn ich am Beobachtungsort keinen Tisch habe, auch einfach mit.

Hast du dir auch mal ein paar Refraktoren angeschaut?

CS
Felix
 
Zitat von Darth_Vader:
Mal zu dem oben genannten 130er Teleskop : Das ist einfach Klasse! Ich hab mir das vor einem viertel Jahr gekauft und finde es einfach super.
Hi!

Nichts gegen den 130er (ich hab kleinen 76er auch zuhause), aber solange Transportabilität kein besonderes Kriterium ist und das Budget es zulässt, gibt es keinen Grund, zu einer kleineren Optik zu greifen. Und beim Refraktor muss einiges Geld in Montierung und Stativ gesteckt werden, dazu kommt, dass kaum noch echte Fraunhofer gibt - also entweder Farbwerfer oder EDs.

Ich bleib dabei: Für den Einstieg geht nichts über die größte noch handhabbare Öffnung. Der ED80 ist bei mir das (bzw. ein) endgültiges Teleskop, die kleine Öffnung würde ich für den Einstieg in der heutigen Zeit aber nicht empfehlen.

=> Henning: Der Blick ins Biete-Board von A.de empfiehlt sich immer. Bei gebrauchten Optiken kannst Du einiges sparen, und evtl. ist das Gerät auch schon optimiert (Velours-Auskleidung u.ä.). Bei f/5-Geräten immer an die Okularkosten denken - wenn du billig kaufst, kaufst Du früher oder später zweimal.

Gruß,
Alex
 
Hallo Henning.

Mich würde zu Anfang einer weiteren Beantwortung deiner Frage interessieren, in wie weit du Erfahrungen mit den hier grundsätzlich unterschiedlichen Beoabachtungskonzepten der Teleskope gesammelt hast.

Sprich: Dobson, also von Hand azimutale Nachführung, in beide Richtungen die ein Gestirn am Himmel mit sich zieht
und
paralaktisch montiertes Telekop, elektr. Nachführung möglich, aber auch von Hand-hier nur in eine Richtung.

Sind dir diese nun nur aus dem Katalog und dem INet oder auch schon rein "NATURA gesehen - probiert" bekannt?

Es geht mir nicht um was ist besser oder schlechter, sondern, was passt zu dir?

Diese Systeme bringen Handhabungen mit sich, die nicht jeder bewerkstelligen will oder kann. Von der Seite her betrachtet gilt es m.E. festzustellen, welcher Beoabachtungstyp du bist. Zur Zeit beobachte ich z.B. mit meinen Kollegen mit einem 8" Galaxy Dobson und zwei paralaktisch montieren Teleskopen. Hiervon ein Newton und der andere ein Refraktor. Soll heißen: Ich habe Erfahrungen mit dem "SCHUPPSEN" von dem Dopson und auch die mit der elektrischen Nachführung. Beides hat seine Berechtigung und seine Vor-und Nachteile. Welche das nun sind? Ja, dass gilt eben herauszufinden, da sie individuell von der Person abhängen. Ich sage dir nun nicht welche ich wie beurteile, dass sollte dich nun auch nicht interessieren. Nur, ohne diese Filterung wirst du nicht auf das DICH zugeschnittene Teleskop finden.

Deshalb mein Rat: Geh mit in deiner Region oder vor Ort ansessenden Hobbyastronomen auf´s Feld, in den Garten oder sonst wohin, ansonsten kann das fürchterlich in die Hose gehen. Dann ist das Geld futsch, der Frust da. Und wenn ich mir noch eine Bemerkung erlauben darf. Öffnung ist gut, je größer desto besser, so die weitläufige Meinung. Meine Erfahrungen gehen da in eine andere Richtung, soll aber nichts heißen. Nur, ein Teleskopsystem abgestimmt auf deine Bedigungen kann am Ende weniger ist mehr bedeuten. Ich wohne im Ruhrgebiet, von dir zu uns sind es ~50km, soll heißen - wenn du magst - komm vorbei. Mit den gesammelten ersten Berührungspunkten kommst du schon somit zumindest in die Richtung, in der dein Geld den Weg einschlägt, der am Ende zufriedenstellend sein sollte. Evtl. findest du ja auch beide Systeme absolut gleichwertig, dass ist dann auch schon was. Ohne diese Erkenntnis liegen die Chancen daneben zu greifen im Moment bei 50:50!
 
Zitat von sakyra:
Hättest du ganz spontan mal einen Link zu einem solchen Teleskop? Also ich meine einen direkten Link zu einem Shop mit Preis etc.

Hi Henning,

hier einige Beispiele:

GSO 10"
Skywatcher 10"
Galaxy 10" (= GSO)

Gebraucht sollten die zwischen 300 - 350 zu haben sein.
Wenn Du neu kaufen möchtest, nimm einen 8". Dann wird die Auswahl beim Zubehör größer. Die Set-Okulare würde ich z.B. gegen bessere einhandeln.
10% Rabatt sind auch meistens drin und auf dem ATT geht auch mehr.
Aber wie gesagt: erst anschauen und die Teile mal bewegen.

Viele Grüße
Chris
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi, Henning

ich bin einfach der meinung, dass eine gewisse öffnung vorhanden sein muss, denn sonst kommt es vielleicht zu einer enttäuschung, wenn man nicht das tolle objekt im okular sieht, wie man es sich erhofft hat.

Guck am besten mal unter teleskop-express.de mal da gibt einiges.

es soll nicht passieren, dass du mit deinem 600€ teuren gerät im garten stehst und dann voller frust nach 30 minuten wieder abbaust.

es ist immer wichtig etwas tolles zu sehen und dann nach einer 4 stunden langen beobachtungsnacht zu sagen, einfach genial, was ich da gerade gesehen habe...

später kann man natürlich auch an einer kleinen öffnung viel spaß haben

am anfang braucht man einfach ausreichend licht, um was zu sehen

hier ist der dobson wohl die günstigste möglichkeit zu einem großen teleskop zu kommen. denn nicht nur deep- sky lässt sich mit mehr licht schöner beobachten, auch planeten sind mit höher auflösung präzieser anzuschauen. es gilt also schon in gewisser form: je größer, desto besser.

es kommt aber auch auf die beobachtungssituation an, also rate ich dir auch mal aufs freie feld zu fahren, um eine gute beobachtung zu machen. das okularzubehör schlingt auch sehr viel geld ein, also nicht alles für den dobson ausgeben.

willst du später mal fotografieren musst du dir dann halt noch ne parallaktische monti kaufen. die bei einem 10" allerding schon extrem stabil sein muss, weshalb sie auch entsprechend viel wiegt und teuer ist.

ein wichtiger tipp kommt jetzt aber noch, ich würde erst mal bei sternenfreunden in der nähe durch die einzelnen aufbauten gucken und mir meinen eigenen eindruck machen, dann ist die entscheidung bestimmt einfacherer zu fällen.

als dobson beispiele könnte ich empfehlen:
GSO Dobson 200/1200mm
Skywatcher Skyliner-200PX
GSO Dobson 250/1250mm
Skywatcher SKyliner-250PX

cs, gruß
dominik
 
Zitat von Dominik_NGC1365:
Hi, Henning

......................
es soll nicht passieren, dass du mit deinem 600€ teuren gerät im garten stehst und dann voller frust nach 30 minuten wieder abbaust.

es ist immer wichtig etwas tolles zu sehen und dann nach einer 4 stunden langen beobachtungsnacht zu sagen, einfach genial, was ich da gerade gesehen habe...

................
.................. es gilt also schon in gewisser form: je größer, desto besser.

...............


Zitat von Henning:
Wie haben einen relativ großen Garten, vielleicht würde ich es dann mal in die Gartenmitte tragen wollen, mehr aber nicht.

Hallo Namensfetter :) Dominik

Da ihr die besseren Erfahrungen hinsichtlich der AUSKÜHLZEIT eines der hier angeratenen Offnungen für Dobson habt, wäre Henning sicherlich für diese wohl vermutend auf seinen in den Häuserfronten liegenden Garten dankbar.
Denn Frust kann auch nach x Min/Stunde(n) Wartezeit auftreten und Henning sollte dann hierdurch wissen, dass diese mit in die Beobachtung eingerechnet werden muss.
Bleibt die Frage an Henning, wie einsatzspontan soll das Gerät sein?
Dies soll auch eine ernst gemeinte Frage menerseits sein, bitte nicht als Kritik deiner Vorschläge deuten.
 
Moin Henning,

wenn ich jetzt ein Teleskop in der von Dir angedachten Preisklasse kaufen wollte würde ich z.B. auf dieses Angebot: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/710951/8_f_6_Dobson_fur_schlappe_200#Post710951 zurückgreifen. Dann bleiben 400,- Euro für Okulare und Kleinkram wodurch man um die Billigklasse von Anfang an einen Bogen machen kann. Gerade bei Okularen sollte man nicht zu sparsam sein, sonst kauft man immer wieder neue bis man wirklich zufrieden ist.

Sehr empfehlenswert ist die Homepage von Sven, da kannst Du Dich mal in Ruhe ins Thema einlesen: http://www.svenwienstein.de/

Wenn Dir rund 600,- Euro zur Verfügung stehen wäre ein gebrauchter 8" oder mit etwas Glück ein gebrauchter 10" ein Einstieg mit fast schon garantiertem Spaßfaktor, ein 8" unter halbwegs dunklem Himmel beschäftigt einen Jahre bis man alles was es damit zu sehen gibt entdeckt hat. Es spricht auch nichts gegen Neigeräte, aber bei pfleglichem Umgang verschleißt eine Optik nicht durchs durchsehen, ich würde also lieber gebraucht kaufen und etwas mehr Budget für die Okulare retten.


Viele Grüße Felix


P.S.. Was Du auch bedenken solltest: ein 8"f6 ist mit etwas preiswerteren Okularen ausrüstbar als der 10" mit schnellerem Öffnungsverhältnis, mehr Licht sammelt der 10er...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo! Ich meld mich dann doch nochmal.
Große Öffnungen sind natürlich verlockend. Aber:
Wenn du einsteigst, weißt du noch nichtwohin die Reise gehen soll. Welches Teleskop würde am besten zu dir passen?
10", berichtigt mich wenn ich falsch liege, ist auch stark vom Seeing abhängig um einen Mehrgewinn gegenüber meines Teleskopvorschlags zu haben.
Wenn du mal bemerkst das die Lichtverschmutzung und das seeing doch ungünstig ist, kannst du mit dem Heritage einfach schnell umziehen.
Bei nem Dobson dieser Größe, es sei denn du hast ein Auto, ist das nicht so einfach möglich.
Ich hatte bevor ich mir ein 10" auf einer EQ6 gekauft hab noch kleinere und dazu schrottige Geräte, aber ein Teleskop is ja besser als kein Teleskop.
Trotzdem hab ich mir noch den Heritage gekauft, da ich bemerkt habe, dass gerade zum schnellspechteln der Aufwand viel zu groß war das große Teleskop rauszuholen um dann doch am seeing zu scheitern.

Gruß Deadlock
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Deadlock:
10", berichtigt mich wenn ich falsch liege, ist auch stark vom Seeing abhängig um einen Mehrgewinn gegenüber meines Teleskopvorschlags zu haben.
Hi!

Das halte ich für einen Mythos - bei gleicher Vergrößerung zeigt die größere Öffnung mehr Details, und in den ruhigen Momenten kannst du mit dem größeren Teleskop doch noch höher gehen. Wenn nicht mal 100x drin ist, macht's eh keinen Spaß. Und im 14-Zöller seh ich aus der Innenstadt Galaxien, im 6-Zöller am selben Standort nicht - size matters, auch wenn der Schritt zugegeben etwas größer ist.

10" würde ich wegen den teureren Okularen aber nicht unbedingt nehmen; und ein 8"-Tubus mit ca. 25cm Durchmesser und etwas über 1m Länge ist auch noch tragbar (im Zweifelsfall einen Griff dranschrauben oder einen Gurt drum rumspannen). Aber wie gesagt: Mal auf der ATT in echt anschauen, da kannst du dir selber ein Bild machen.

Ein durchdachtes Verpackungskonzept lohnt sich aber immer - ich hab bei mir Teleskop, Okulare, Stativ und Montierung auf einen Koffer und eine Tasche verteilt. Das ist zwar schwer, aber noch gut auf einmal zu tragen (wenn auch nicht unbedingt kilometerweit). Das beste Teleskop ist das, was auch benutzt wird...

Zum Größenvergleich verschiedener Teleskope verweise ich mal auf http://www.taunus-astronomie.de/art_scopes.html

Gruß,
Alex
 
Tach Henning,

ich habe mir unlängst mein erstes "gescheites" Teleskop zugelegt. Dabei habe ich mich für ein 10"/1200mm Volltubus-Dobson eines preiswerten asiatischen Herstellers entschieden. Ein 32mm und ein 20mm Okular habe ich als Beilage erhalten, ein "besser als die Beigaben" 8mm Okular habe ich dazugekauft und bin 608,- Euro losgeworden. Weiterhin war der Händler so nett mir ohne Aufpreis das Sucherfernrohr gegen einen Telrad Sucher auszutauschen. Weil das Ladengeschäft des besagten händlersbei mir in der Nähe ist, habe ich mir die Versandkosten gespart.

Warum Dobson? Weil ich auch mal was anderes als Mond und Planeten sehen wollte. Okok, das klappt auch mit anderen Geräten, aber mehr Öffnung für's Geld bietet kein anderes Desgin.

Warum 10"? Weil so ein Gerät 56% mehr Licht als ein 8" sammelt und ich die Unschärfe am Rand des Gesichtsfeldes von Otto-normal-Okularen nicht sooo schlimm finde. Weiterhin lässt sich ein 10 Zöller ganz gut handeln, der Tubus passt in vielen Autos auf die Rückbank.

Ich wohne übrigens auch in der Gegend von Iserlohn und habe die Sternenfreunde Menden als nächstgelegenen Astronomie-Verein ausfindig gemacht. Besucht habe ich den Verein noch nicht, habe aber am Tag der offenen Tür des Teleskophändlers meines Vertrauens schon sehr nett mit einem Vereinsmitglied geplauscht.

Bislang habe ich nur aus dem Garten heraus beobachtet, aber ich werde demnächst mal einen Platz mit besseren Lichtverhältnissen auskundschaften. Im Internet gibt's eine "Lichtverschmutzungskarte". Die zeigt nicht allzuweit von mir ein paar Ecken, wo es spürbar weniger Lichtschmutz als bei mir zu Hause geben soll. Ma gucken was da dran ist. Den Aufstellplatz meines teleskops habe ich mit ein paar Randsteinen, die bei mir noch rumlagen, dekoriert. Ein Dobson steht nicht so gern auf der Wiese, da wackelt's schonmal.

Tja, auch wenn ich wohl nur wenig bis nix mehr als Du über die Materie weiß hoffe ich, Dir ein bissl weitergeholfen zu haben.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben