Suche nach was Grösserem, Vorab-Info!

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Alex_D

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Hallo Astrovolk,

ich bin ja noch ziemlicher Neuling was Astronomie betrifft, dennoch schaue ich mich schon nach einem grösseren Teleskop als meinem bisherigen (Skywatcher Refl. 114/900) um. Es könnte aufgrund Preis-Leistung ein Dobson werden, schlüssig bin ich mir da aber noch nicht. Es soll lediglich ein bisschen vorab Info sein, bevor ich mir was kauf.

Nun habe ich schon des öfteren durch 8" Öffnungen geschaut, die mir sehr gefielen. Auch ein 12"er war dabei, der allerdings ausserhalb meiner finanziellen Möglichkeiten liegen sollte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />

Nun denke ich an 8" - 10" Dobsons. Wie liegen da die Preise, was ist empfehlenswert? Lohnt sich wirklich der Mehrpreis für 10"? Des öfteren hört man "Massenware aus China", was dagegen wäre ein gutes Gerät? Es soll auch praktischerweise noch transportabel sein, logisch. Daher fällt ein 12"er eigentlich gleich raus.

Freu mich auf eure Antworten, Tips, Links und Erfahrungen.

Gruss und CS

Alex
 
Hallo Alex,

der Sprung von 8" auf 10" lohnt sich m.E. nur dann, wenn auch das Geld für die besseren Okulare,
die ein meist erhältlicher 10" F/5 gegenüber dem üblichen 8" F/6 nun mal benötigt, von Anfang an drin sind.
Nicht dass die guten Okulare dem 8" F/6 schlecht stehen würden, aber der F/5 braucht sie in der Übersicht
für die Randschärfe und im Hochvergrößerungsbereich auch schon für die Achsschärfe wesentlich
nötiger als der F/6.

Während der F/6 noch mit üblichen Erfle-Designs für 2" WW-Übersicht (um 100 €) recht gut harmoniert,
und mit einfachen guten Plössl-Okularen gute Planetenschärfe zeigt,
müssen für ähnliche oder bessere Ergebnisse an F/5 in der Übersicht schon Panoptik und Co ran
(über 300 €)und Plössl im Hochvergrößerungsbereich brauchen eine gute Barlow oder man steigt gleich
auf teurere Designs um, wobei am Dobson m.E. immer WW-Okulare des besseren Job machen oder man
denkt über eine EQ-Plattform bzw. einen Dobdrive nach.

Eigentlich setzt sich das Thema in der Qualitätsfrage fort, denn über die gängigen "Low Budget"
Dobsons hinaus gedacht, ist schnell mehr Geld für einen guten 8-Zöller ausgegeben als für einen
12-Zöller aus der vorgenannten Kathegorie und immer noch nicht klar, ob mechanische und optische
Qualität Dir den Mehrpereis wert sind, denn wenig mehr wird oft erheblich teurer und so manches lässt
sich mit wenig Geld und geschickten Händen richten.
Gängig und auch im "Low Budget" bereich inzischen als durchgängig haltbares Versprechen zu haben,
ist eine beugungsbegrenzte Spoegelqualität, was 0,8 Strehlpunkten entspricht und für sehr
erfreuliche Beobachtungen taugt. Die Überprüfung solcher Aussagen, ob mit oder ohne (teures)
Zertifikat, ob Billigspiegel oder hochgelobtes Qualitätsprodukt, nimmt Dir aber letztlich niemand ab.

Mehr als eine Marke odert ein Verkaufslabel empfehle ich Dir den Händlerkontakt zu suchen und
dort zu kaufen wo Du dich gut beraten und wohl fühlst.

CS
*entfernt*
 
Ich habe einen 10" Dobson, den ich aber seltener verwende als meine 6" Geräte ... Neben den von Günther angesprochenen Punkten sollte man auch immer die Transportabilität im Auge behalten. Ein 12" ist schon ein gewaltiges Teil und im Vergleich zu einem 8" dann auch gewichtsmäßig schon eine andere Liga. Wenn man den immer erst ein Stück tragen muss, überlegt man sich schon sehr genau, ob man den rausstellt oder nicht. 8" sind unproblematisch.

Mehr als 8" dürften ohnehin ausschließlich dem "Licht-Sammeln" dienen. Mehr sehen im Sinne von höherer Auflösung wird wohl in den seltensten Fällen möglich sein, da die Atmosphäre in Deutschland durchschnittlich nur eine Auflösung von 2" (Bogensekunden) ermöglicht. Das würde bei 8" Öffnung schon ausgeschöpft werden. Mehr Licht sammeln heißt i.d.R. auch, dass man einen entsprechend dunklen Standort braucht. Alles in allem spricht mehr für "nur" 8" Öffnung.

Meint zumindest
Adson
 
Schließe mich ebenso an. Ich habe beide, den 8" f:6 und den 12" f:5 von Galaxy (ICS).
Daß ich den 12 Zöller häufig nehme, liegt nur daran, daß er in der Sternwarte steht. Für transportabel halte ich ihn kaum noch, jedenfalls nicht ganz so einfach.
Der 8 Zöller ist sicherlich das universellere Gerät und ich war überrascht, was man darin alles sehen kann. Und selbst, wenn irgendwann später doch der Wunsch aufkommt, es könnte noch größer sein, dann wirst Du mit Sicherheit den 8", sollte er optisch gut sein, behalten. Und sei es nur für das "schnelle" spechteln, wenn der Himmel gerade mal für eine Stunde aufgeht. - Da ist man nämlich meist zu faul, "den Großen" rauszutragen.

Gruß
Winfried
 
Hallo Alex,

wie meine Vorredner schon gesagt haben: 12" Volltubus sind schon nicht mehr so einfach zu transportieren, so ein Teil sollte man vor dem Kauf mal live gesehen haben.

Ein 10" Tubus dagegen kann man noch gut transportieren. Ein 10" f/5 ist höchstens 5cm länger als ein 8" f/6. Beide kann man alleine noch gut handhaben und beide passen quer auf einen Autorücksitz. Wenn es Geldmäßig passt, kannst du also ruhig zu 10" tendieren.

Das f/5 bessere Okulare braucht als f/6 ist richtig, allerdings erachte ich f/5 noch als nicht all zu kritisch. Mit mittelteuren Okularen kann man da schon recht ordentliche Bilder bekommen.

Generell rate ich beim Aufrüsten immer mind. 50% mehr Durchmesser im Vergleich zum vorherigen Teleskop zu nehmen, (z.B. 4 1/2" zu 8", 6" zu 10" oder 10" zu 15") damit man auch den Sprung wirklich merkt.

viele Grüße

Carsten
 
Hallo Alex,
ich revidiere...
wie Carsten sagt, 10" gehen auch noch gut. Vielleicht hast Du ja Zeit, zwischen dem 14 und 19. Mai auf das ITV nach Gedern zu kommen (internationales Teleskop Treffen). Ist in der Nähe von Fulda. Dort ist die allerbeste Gelegenheit, sich alles mal in Ruhe anzuschauen (und natürlich durchzuschauen).
Damit Du vorab einen Vergleich hast, in Anlage meine beiden (8" und 12"). - So zum Größenvergleich.

Gruß
Winfried
 
Hallo Alex,

tja von 8" zu 10" ist der Unterschied nicht allzu riesig beim Durchschauen. Was aber nicht heisst dass der 10er nicht für Dich zu empfehlen wäre.
Du hast ja schon durch einige Teleskope geschaut und da Du ja bereits einen 114er hast und etwas grösseres haben möchtest denke ich mal Du bist kein Anfänger, der mal das Hobby "Astronomie" nur ausprobieren möchte, sondern Du weisst dass Du bei dem Hobby dabeibleiben möchtest.

Unter dieser Annahme würde ich Dir zu 10" raten, wenn Du die Grösse noch entsprechend transportieren kannst.
Du kannst ja hier mal mit der Suche schauen welche Geräte empfohlen werden, in der Regel ist die Qualität bei GSO oder bei einem Galaxy Dobson in Ordnung, auch wenn es Chinaware ist.
Zum Thema Okulare und F5 ist zu sagen, dass es wirklich teurere Okulare benötigt um eine gute Randschärfe zu haben. Allerdings würde ich an Deiner Stelle versuchen, erstmal am Anfang ein gebrauchtes TSWA 32 zu bekommen, was bei F5 nicht mehr optimal ist aber noch den besten Kompromiss bei den eher preiswerteren Okularen darstellt. Mit der Zeit kannst Du ja immernoch bessere Okulare kaufen.

Dann noch: ich hatte bisher nur ein 8x50 Sucher am Teleskop. Nun habe ich seit kurzen einen Leuchtpunktsucher, und das empfinde ich als echte Offenbarung, viel einfacher als mit einem Sucher. Ich würde daher bei einem neuen Dobson gleich mit dem Händler aushandeln dass kein Sucher sondern ein Rigel o.ä. dran ist.

Ciao,
Thomas
 
Hallo Thomas,
n der Regel ist die Qualität bei GSO oder bei einem Galaxy Dobson in Ordnung, auch wenn es Chinaware ist.
Das ist so nicht Richtig.GSO kommt aus Taiwan(China besteht zwar darauf,daß Taiwan eine Chinesiche Provinz ist,die meisten Taiwanesen sind da aber andere Meinung...)
Und soweit ich weiß kommt die Optik der ICS Galaxies auch von GSO.
Aber das nur so nebenbei Bemerkt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Grüße Rainer
 
Ein 10er ist ein schönes Gerät 'für immer'. Läßt sich noch vernünftig transportieren, passt auf die Rückbank der meisten Autos. Und Goethes letzte Worte sind nicht zu unterschätzen: Auch an Planeten lohnt sich eine Lichtreserve, wenn man Filter einsetzt.
 
GSO und Galaxy stammen aus der gleichen Schmiede, werden aber in unterschiedlichen Konfigurationen ausgeliefert. Im direkten Vergleich schneidet das Galaxy etwas besser ab. Wird geliefert mit Sucher, Justierokular, 9 mm und 32 mm Plässer Okularen. Die reichen am Anfang schon mal gut aus. Okulare kommen mit der Zeit so und so noch hinzu. Das Galaxy hat übrigens saudicke Teflonpads und einen entsprechenden Teller, der das gesamte Azimutlager abdeckt. Dadurch läuft er absolut ruckelfrei. Es macht einfach Freude, damit zu beobachten und selbst beim 12" mit dem 4,7 UWA von Meade (320 x) ist das Nachführen ein Kinderspiel. Meine Empfehlung wäre das Zwischenstück, der 10" f:5, das ist dann das Gerät "für`s Leben".
Beide kommen, das ist nicht unwichtig, wie schon geschrieben, aus Taiwan

Gruß
Winfried
 
Hallo zusammen,

vielen Dank schonmal für eure Tips und Ratschläge. Mittlerweile habe ich auch eine Anzeige aufgegeben und warte nun auch mal ob sich dort etwas tut.
Dennoch habe ich mich, trotz eines sehr sehr guten Angebots für einen 10"er doch für 8" f/6 entschieden. Ich bin als Anfänger noch nicht dazu bereit mir ein etwas grösseres Gerät zuzulegen (auch wenns gerade günstig wär) doch anschl. Equipment in Form von Okularen kaufen zu müssen, die meine Geldbörse zu streng strapazieren.
Und was man so liest sind die Unterschiede von 8 zu 10 nicht soo enorm als das ich als Beginner einen Unterschied merken würde.

Ich denke mit 8" werde ich schon glücklich, eine wesentliche Verbesserung zu meinem 4,5"er ist es allemal.

Gruss Alex
 
Hallo Alex,

guter Plan. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Genau den Sprung vo 4,5" (1x F/4 und 1x F/8) zum 8" F/6 Dobson habe ich gemacht
und ich kann Dir sagen, dass Staunen angesagt ist.

Ein paar Okulare wirst Du vom 114er haben und die funktionieren schon Mal gut.
Dann schaust Du was beim Dobson dabei ist und baust Schritt für Schritt, nach erkanntem
eigenem Bedarf Dein Zubehör aus.

CS
*entfernt*


http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/512876/an/0/page/6#512876
Das wäre m.E. ein heißer Tip.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Alex,

eine vernünftige Entscheidung. Mit 8" wirst du völlig neue Erlebnisse am Nachthimmel haben. Als Aufstieg ist der Sprung von 4,5" zu 8" völlig ausreichend.

Und wenn du dann irgendwann die 8" völlig ausgereizt hast (ich weiß garnicht ob das geht), dann kannst du dir immer noch nen richtig großen Lichteimer kaufen. Wobei hier zu sagen ist, dass alles über 10" nur noch als Gitterrohrvariante einigermaßen transportabel sein wird.

Mit den Okuklaren brauchst du dir nicht so viele Gedanken zu machen. f/6 ist da ziemlich unkritisch.

Viele Grüße

Carsten
 
Schon lustig zu lesen wie selbstverständlich hier ein Zugewinn von über 50% Licht und 25% Auflösung unter die Rockerbox gekehrt wird. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Schon lustig zu lesen wie selbstverständlich hier ein Zugewinn von über 50% Licht und 25% Auflösung unter die Rockerbox gekehrt wird. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Hallo und allen einen schönen Feiertag.

@ osho: Entschuldige, aber kannst Du dein o.a. Zitat für mich mal erläutern, ich versteh nicht was damit gemeint ist.

Mein Hintergrundgedanke zum Dobson ist, das ich erst ein schönes (zukunftsicheres) Gerät zum "beobachten" suche. Das kann man dann allemal ausbauen was Equipment betrifft.

Da ich aber schon an meinem parallaktisch montierten 114er mit WebCam-Aufnahmen begonnen habe und ein Dobson eher sehr eingeschränkt dafür tauglich ist, dachte ich mir erst ein Gerät zum finden und beobachten der Objekte zu kaufen und später dann (wenn ich mit meinem 114er die Astrofotografie noch ein bisschen geübt und Spass daran efunden habe), vielleicht einen 6"er parallaktisch montiert auf EQ5 (Zukunftsmusik) zu erwerben. Das soll es dann gewesen sein.

So stehen meine Pläne mit dem Dobson beginnend. Wie und wann ich das realisier ist noch nicht in trockenen Tüchern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

gruss Alex
 
Moin Alex!

>> Schon lustig zu lesen wie selbstverständlich hier ein Zugewinn von über 50% Licht und 25% Auflösung unter die Rockerbox gekehrt wird.

> ich versteh nicht was damit gemeint ist.

Gemeint ist damit, daß ein HS von 250 mm Durchmesser (genau) 56% mehr Licht sammelt als ein 200 mm-Spiegel. Das entspricht einem Zugewinn von etwa einer halben Größenklasse.
Das theoretische Auflösungsvermögen (0,46" zu 0,58") im größeren Spiegel ist natürlich höher (genau: 26%).

Ich selbst besitze zwei Achtzöller und habe parallel dazu auch schon durch Zehnzöller geguckt - "viel" Unterschied ist da nicht. Ich sehe das so: Wenn es machbar ist, dann sollte man von 4,5" gleich auf 10" aufrüsten. Wenn 8" vorhanden sind, lohnen 10" nicht - nächster Sprung wären für mich 4" mehr, also bspw. von 8" auf 12".
 
Hallo,

vielen Dank für die Aufklärung. Ein 10"er hat sich für mich mittlerweile erledigt, auch wenn er fast diegleichen Maße (Transport) aufweist wie ein 8"er. Entscheidungskriterium sind die teureren Okulare die ich mir zulegen müsste um diese Optik optimal nutzen zu können. Randunschärfe soll ab 10" ein Thema werden ... (aber bitte jetzt keine Diskussion darüber, ich hab nun lang genug überlegt ob nun 10" oder 8" und deren Vor- und Nachteile <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> )
Ein Sprung von 4,5" auf 8" ist für mich schon ein rechter Schritt nach vorn.

Gruss
 
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