Suche Sternkartenprogramm + evtl. Beob.planer

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Kay

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Hallo Leute,
nachdem ich lange mit Karkoschka und der alten Uranometria auskam, bin ich für den ersten Blick mit dem Star Guide Atlas sehr zufrieden.
Aber manchmal reicht der nicht (die alte Uranometria auch nicht):
Es fehlen Dunkelnebel, zum Aufsuchen von kleinen bzw. schwachen PN oder Galaxien(-haufen oder -gruppen) ist der Maßstab natürlich nicht mehr optimal und es fehlen dann auch schwächere Sterne.

Deshalb habe ich mir einige Programme schon angesehen:
Mit Redshift 5 bzw. 6 kam ich gar nicht klar, das erschien mir wie Spielzeug. So ein Starry Nighr Pro war es, glaube ich, das mich auch überhaupt nicht begeisterte, weil m.E. ziemlich wenige DS-Kataloge enthalten waren.

CdC finde ich nicht schlecht, aber die Benennung der Offenen Sternhaufen sowie die nervigen Ringe, wenn man mal mehrere Kataloge angeklickt hat, finde ich unpraktisch. Dann scheinen ja Nebel keine Umrisse zu haben, was nicht das Schlimmste ist - aber schöner wäre es. Man muss jedenfalls ziemlich basteln, um sich mal eine schöne Karte zu erstellen.

Eye & Telescope habe ich in der 1.3er Testversion ausprobiert, ist denn die 2.0 ein handliches Sternkartenprogramm? Nebel haben da ja auch keine Umrisse, wie ist es sonst so zu gebrauchen? Der Bonus, einen tollen Beobachtungsplaner dazuzubekommen, reizt mich schon. Aber ich will auch gut Karten...

Wie sind denn The Sky oder Guide einzuordnen von Bedienbarkeit und Katalogen her?

Findet man dort auch "abgelegenere" OHs, wie King, Berkeley, Dolidze usw.? Und kann man mit den Benennungen "jonglieren", wenn man z.B. mal ein Arp- oder Hicksonprojekt zu laufen hat (und sonst immer erst gucken muss, welche NGC nun zu welcher Hicksongruppe gehört oder welche Arpnummer hat)?
Bei CdC ist das ja so eine Sache mit den schwächsten angezeigten Sternen, je nachdem, welche Kataloge man benutzt. Gibt es Programme, wo ich diese meinem Himmel anpassen kann und nach der ungefähren Grenzgröße meines Teleskops bzw. Fernglases auswählen, also z.B. zwischen den 9 mag des Ster Guide, 12 mag (Tycho-Katalog) und ca. 15 mag (GSC)?

Ein Tipp war ja mal Megastar, aber das scheint es in Deutschland gar nicht zu geben, oder?

Na, vielleicht ist mir noch zu helfen...
 
Hallo Kay,

Zitat von Kay:
CdC finde ich nicht schlecht, aber die Benennung der Offenen Sternhaufen sowie die nervigen Ringe, wenn man mal mehrere Kataloge angeklickt hat, finde ich unpraktisch.

a) Die Sternhaufen werden nach ihren Namen in den Katalogen benannt.
b) Wenn du mehrere Kataloge auf einmal für das selbe Field of Vision (FOV) angeklickt hast, werden die Objekte natürlich auch alle gezeichnet. Wenn ein Objekt dann in mehreren Katalogen auftaucht, kommt es zu dem von dir geschilderten Effekt. Tipp: Arbeite mit der "Field Number min/max" - hier kannst du einstellen, unter welchen Bedingungen welcher Katalog gezeichnet werden soll.


Dann scheinen ja Nebel keine Umrisse zu haben, was nicht das Schlimmste ist - aber schöner wäre es.

Was meinst du mit Umrisse?
Ganz exakt bekommt man es natürlich dann hin, wenn man sich die Deep Sky-Objekte als Photos einbindet.

Man muss jedenfalls ziemlich basteln, um sich mal eine schöne Karte zu erstellen.

Das bringt eine große Anzahl an Einstellungsmöglichkeiten so mit sich. Dafür lässt sich die Einstellung leicht speichern, unter Setup -> Save Configuration Now
Wenn man das Programm also ein mal seinen Bedürfnissen angepasst hat, kann man seine Fähigkeiten ohne große weitere Einstellungen genießen.

Bei CdC ist das ja so eine Sache mit den schwächsten angezeigten Sternen, je nachdem, welche Kataloge man benutzt.

Du kannst bei CDC für jeden Katalog das FOV festlegen. Siehe oben bei b) und unten die Kurzanleitung, funktioniert auch bei den Sternenkatalogen.

Gibt es Programme, wo ich diese meinem Himmel anpassen kann und nach der ungefähren Grenzgröße meines Teleskops bzw. Fernglases auswählen, also z.B. zwischen den 9 mag des Ster Guide, 12 mag (Tycho-Katalog) und ca. 15 mag (GSC)?

Das kannst du mit Cartes du Ciel alles einstellen:

1. Unter Setup -> Configure the Program
2. Den Katalogen unter 4-Catalog -> 2 CdC Stars eindeutig FOV-Klassen zuordnen.
3. In 3-Chart, Coordinates -> 4-Objectfilter wechseln.
Wenn du dort "Filter Stars" markierst und "Automatic" demarkierst, kannst du für jede FOV-Klasse die Grenzgröße bestimmen.

Ich kenne kein weiteres Programm, welches so detailierte und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten bietet. Das sehe ich als Vorteil - auch wenn dies die Bereitschaft des Anwenders voraussetzt, sich mit dem Programm auseinanderzusetzen.

Insofern:

CdC scheint deinen Ansprüchen zu genügen. ;)


Gruß, Euklid
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kay,

Zitat von Kay:
Eye & Telescope habe ich in der 1.3er Testversion ausprobiert, ist denn die 2.0 ein handliches Sternkartenprogramm? Nebel haben da ja auch keine Umrisse, wie ist es sonst so zu gebrauchen? Der Bonus, einen tollen Beobachtungsplaner dazuzubekommen, reizt mich schon. Aber ich will auch gut Karten...
Seit 1.3 ist viel Wasser diverse Flüsse runtergelaufen. Die Karten der aktuellen Version 2.8 sehen ganz anders aus und zeigen mehr. Du kannst eine aktuelle Demoversion immer noch bei Oculum herunterladen, aber die Software ist ausverkauft bis auf wenige Restexemplare bei Händlern. Im Oktober soll 3.0 kommen, aber dort wird sich bzgl. der Karten nichts gegenüber der aktuellen Version ändern.

In E&T gibt es einen Aufsuchkartenmodus: eine dreiteilige Karte (Auge, Sucher, Teleskop) und die Möglichkeit "Stapeldruck", für eine von Dir zusammengestellte Menge von Objekten einen Satz von Karten auszudrucken, wobei die Objekte auf möglichst wenige Druckseiten verteilt sind. So erspart man sich das manuelle Finden von Bildauschnitten und hat ruckzuck die Karten zum Mitnehmen parat.

E&T bietet keine "perfekten" Karten mit einer Million Konfigurations- und Darstellungsmöglichkeiten. Statt dessen versuche ich, eine zweckmäßige Bedienung und ordentliches Kartenbild ohne minutenlanges Fummeln an zig Parametern anzubieten (es soll ja auch am Teleskop mit klammen Fingern funktionieren). So nach dem Motto "Relevanz statt Masse" oder "Weniger ist mehr". Das gefällt zwar nicht jedem, aber es hat schon viele Anwender überzeugt. Programme für Frickler gibt es eh schon genug...

Toni Mayer hat einen Satz von Aufsuch- und Sternbildkarten mit E&T erzeugt. Schau' mal hier , unter "AK" bzw. "SK". Das gibt einen Eindruck davon, wie die Karten aussehen (könnten).

Zitat von Kay:
Wie sind denn The Sky oder Guide einzuordnen von Bedienbarkeit und Katalogen her?
TheSky 6 Pro: Myriaden von Einstellungen sind möglich, die man in einem TreeControl aber relativ übersichtlich verwaltet vorfindet. Es gibt zwei Kartenmodi: einen "realistischen" mit der Möglichkeit, ein Rasterbild aus der DSS in den Hintergrund zu legen oder die vielen mitgelieferten Detailbilder darzustellen und einen Kartenmodus für den Ausdruck oder Export als WMF. Zunächst musste ich verstehen, dass man den Kartenmodus benutzen und dort z.B. Sterne am besten ohne Spektralfarben darstellen muss, um zu "schönen" Karten zu kommen. Ich finde das Programm fast schon zu mächtig: ich habe es lieber wenn ich nicht so viel einstellen muss, um brauchbare Aufsuchkarten zu bekommen. Aber unter'm Strich ist TheSky 6 für mich schon sowas wie das "ultimative Kartenprogramm".

Guide 8: mein Liebling für den Feldeinsatz (in Ergänzung zu E&T) und auch das präziseste der Programme wenn es um Ephemeriden und die korrekte Darstellung von Ereignissen geht. Die Bedienung hat ihre "DOS-Tradition": es gibt viele Tastenkombinationen, von denen man aber mit wenigen in der Mehrzahl der Fälle ans Ziel kommt. Die Menüstruktur und Oberflächengestaltung ist gewöhnungsbedürftig, aber auch Guide "leidet" unter der Vielzahl seiner Möglichkeiten. Es kann "fast alles", aber manchmal muss man sich erst durchfragen um zu erfahren wie dies und jenes funktioniert. Immerhin ist die Dokumentation ordentlich und der Support durch den Hersteller vorbildlich.

Zitat von Kay:
Ein Tipp war ja mal Megastar, aber das scheint es in Deutschland gar nicht zu geben, oder?
Du kannst MegaStar direkt bei Willman-Bell bestellen. Es gibt auch eine Demo dafür. An MegaStar beeindruckt mich vor allem die Geschwindigkeit des Kartenaufbuas und die feingranulare Konfigurierbarkeit. MS bietet keine "fotorealistischen" Grafiken und bei den Nebelumrissen ist Guide 8 m.E. viel besser. Das Datenmaterial ist umfangreich und tw. einmalig. Für Freaks mit richtig dunklem Himmel und großer Öffnung gibt es wahrscheinlich nichts Besseres.

Ich empfehle Dir, die Programme mal bei naderen Sternfreunden anzuschauen bevor Du Dich für eines entscheidest. Denn was dem einen gefällt, findet der andere schauderhaft. Featurelisten vergleichen führt auch nicht zum Ziel, denn Optik und Bedienung der Software sollen Dir ja auch gefallen. Man muss eine Software auch mögen. Falls Du einen guten Kompromiss zwischen praxistauglichem Funktionsumfang und guter Bedienung suchst, ist auch Skymap Pro eine gute Wahl. Allerdings wird es m.W. nicht mehr weiterentwickelt (was aber auch nicht erforderlich ist!). Für Skymap Pro gibt es einen deutschen Vertrieb (TS).

Zuletzt noch eine Anmerkung zur Katalogthematik: auch heute noch organisieren die meisten Kartenprogramme ihre Objekte nach Katalogen. Dies geschieht in erster Linie deswegen, weil die Erstellung einer bereinigten Datenbasis aus vielen heterogenen Quellen ein enormer Aufwand ist! Hier arbeiten manche Entwickler mehr mit Rücksicht auf ihr eigenes Zeit- und Nervenbudget als nach dem Bedarf der Anwender.
Folgen: man fragt sich, warum ein bestimmtes Objekt nicht dargestellt wird und muss erst den passenden Katalog aktivieren. Sofern "Planungsfunktionen" existieren, riskiert man damit u.U. mehrfache Einträge. Hat man viele Katalog an, sieht man hässliche Mehrfacheinträge oder -labels auf den Karten. Meiner Meinung nach reden sich hier viele Anwender nur die Situation schön: so etwas ist einfach nur schlecht und selbst dann inakzeptabel, wenn eine Software kostenlos ist.

Gruß und clear skies,
Tom
 
Hallo Euklid und Tom,
vielen Dank!

Euklid:
Die OHs tragen teilweise diese, glaube ich, OCL-Nummer. Nebelumrisse findet man in vielen Sternkarten bei größeren Nebeln. In CdC nur diese Quadrate. Fotos sind natürlich gegenüber dem visuellen Eindruck trügerisch.
Die schwächsten Sterne lassen sich nur durch die Wahl der Kataloge einstellen, Zwischenstufen gibt es keine...
Natürlich werde ich in einer ruhigen Stunde (haha, mit 10 Monate alter Tochter) nochmal genauer gucken, was sich machen lässt.

Tom:
Oh, eine neue Version? Auch wenn sich die Karten nicht ändern, was wird es denn neues geben? Oder darfst du noch nix verraten?

Wie hast du denn die Frage nach Katalogen bzw. Objekten gelöst? Eine Bezeichnung und Position für jedes Objekt? Und sind die ganzen unbekannteren OHs auch drin? Na, beim nächsten Dresdner Astrostammtisch bringt ein Sternfreund sein Notebook mit und zeigt mir das Programm - es dauert halt nur noch 4 Wochen, weil wir erst gestern zusammensaßen.

Falls mir noch Fragen einfallen, melde ich mich nohmal, das wäre es erstmal...

Viele Grüße
 
Hallo Kay,

Zitat von Kay:
Oh, eine neue Version? Auch wenn sich die Karten nicht ändern, was wird es denn neues geben? Oder darfst du noch nix verraten?
Dazu habe ich im Anwenderforum bereits folgendes geschrieben:

E&T 3.0 wird eine zweisprachige Bedieneroberfläche in Deutsch und Englisch anbieten. Den Anwendern mit deutschen Sprachkenntnissen wird dies zwar keinen wertvollen Zusatznutzen bringen, aber E&T wird damit hoffentlich auch international zu einem geschätzten Werkzeug für aktive Deep Sky Beobacher. Dies wiederum wäre ein wichtiger Beitrag dazu, das XML-Datenformat für den Austausch von Beobachtungen besser zu etablieren und nach Möglichkeit auch internationale Softwarehersteller dazu anzuregen, den COMAST XML Standard zu unterstützen.

E&T 3.0 wird mit einer großen Anzahl von Bildern (u.a. der meisten NGC-Objekte) und einem eingebauten Bildbetrachter ausgestattet sein. Damit bekommt man schnell und bequem einen Eindruck, wie die Objekte aussehen. Die Bilder lassen sich sogar in den HTML-exportierten Beobachtungsplänen als Vorschaubilder ausgeben, auf Wunsch in gleicher Größe und Orientierung wie der simulierte Okularanblick. Wegen des Platzbedarfs für die Bilder wird E&T voraussichtlich auf DVD ausgeliefert werden.

Der Katalog (die Objektdatenbank) wurde mit neuesten Daten von Wolfgang Steinicke aktualisiert. Ronald Stoyan stellte weitere (geprüfte) Daten bereit, um die Qualität des Katalogs weiter zu verbessern und Fehler in 2.x zu beheben.


Weitere funktionale Erweiterungen (wie etwa den längst überfälligen ortsabhängigen Horizont) werde ich in Form von kostenlosen Updates bereitstellen. Ich kann verstehen, dass mancher Anwender (und auch ich selbst!) gerade dieses Feature nun endlich in 3.0 erwartet hätte. Leider würde die Zeit bis zur geplanten Auslieferung der Version 3.0 aber höchstens für eine halbherzige Lösung reichen - dann lieber später und richtig als nie oder verkehrt ;-)


Exotische OCs: da wirst Du in 3.0 sicherlich gut bedient werden. Es gibt zwar keine Vollständigkeitsgarantie, aber Ronald Stoyan hat die bisherigen Daten komplett durchgeforstet und auch viele Ergänzungen bereitgestellt. Neben den Offenene Haufen kennt E&T 3.0 auch Sternmuster (wie z.B. M 40 oder Cr399, die bisher fälschlicherweise als OC klassifiziert sind) und Sternwolken (z.B. in M 33).


Immerhin kann man im Bedarfsfall weitere Daten manuell erfassen. Ein Import von Objektdaten aus ASCII-Dateien steht auf meiner Wunschliste für 3.x, ist aber komplex und wird daher wohl noch eine Weile auf sich warten lassen. Das liegt in erster Linie daran, dass es nahezu beliebig viele Arten gibt, wie man Objektdaten in Textdateien auflisten kann. Die Importfunktion wird nicht "alles" schlucken können, aber sie sollte schon flexibel genug sein, um mit dem Meisten klarzukommen, was einem im Netz an Datensätzen so über den Weg läuft.

Zitat von Kay:
Wie hast du denn die Frage nach Katalogen bzw. Objekten gelöst? Eine Bezeichnung und Position für jedes Objekt? Und sind die ganzen unbekannteren OHs auch drin?
Ein Objekt hat in der Datenbank einen "Rufnamen", mit dem es in Listen angezeigt wird (das ist i.d.R. und hoffentlich der populärste Name, also M, dann NGC u.s.w.). Zusätzlich kann es grundsätzlich beliebig viele Aliasnamen haben, unter denen es beim Nachschlagen ebenfalls gefunden wird. Die Eigenschaften des Objekts (Position, Helligkeit, Größe,...) sind dann natürlich nur einmal vorhanden.

E&T setzt somit konsequent durch, dass Namen eindeutig sind. Das ist einerseits schön, hat aber auch den Nachteil, dass sich damit historisch bedingte mehrdeutige Namen nicht darstellen lassen: es gibt im NGC etliche Objekte, die zwei gleiche Bezeichnungen haben. Aber wegen der Eindeutigkeitsforderung kann dieser Name dann nur bei einem der beiden Objekte eingetragen sein. Ich denke aber, dass die Vorteile der Regelung die Nachteile überwiegen.

Gruß,
Tom
 
Hi,

ich habe das Programm "Das Planetarium" (bin allerdings Anfänger) und denke, das Programm hat einiges, was man braucht!

Guckst Du hier!

Man kann ja einwandfrei den eigenen Standort mit den GPS-Daten eingeben und dann kann man wählen, in welche Richtung beobachtet werden soll. Ekliptik, Sternbilder, Sterne, Himmelsäquator, Azimut und Höhe der Planeten und Sterne u.s.w. kann man alles anwählen.

Wie findet Ihr das Proggi?

Gruß,
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michael,

wenn Dir diese Software gefällt und Du damit zurechtkommst, dann kann es nicht falsch sein.

Zur Orientierung am Himmel wird gerne Stellarium empfohlen.

ABER: wenn es um's Kennenlernen des Himmels geht, dann ist das beste Hilfsmittel dafür immer noch die (stromlose) Drehbare Sternkarte, z.B. die von Kosmos oder Oculum. Man begreift beim Hantieren mit so einer Karte schnell, wie der Himmel "funktioniert". Zum Rausnehmen nach draussen hat sie auch Vorteile, denn sie ist klein und leicht, brraucht keinen Strom und schont die Dunkelanpassung der Augen (verwende eine Rotlichtlampe zum Beleuchten der Karte). Mit einer "Drehbaren" findest Du auch ruckzuck heraus, wann es dunkel wird oder die Sonne aufgeht u.v.m.

Sobald Du aber mit einer Optik (Fernglas oder Teleskop) beginnst, nach schwachen Objekten zu suchen, brauchst Du einen Himmelatlas oder eine gute Software die auch zeigt, was Du sehen kannst bzw. suchen willst. Und dann merkt man schnell, dass manche Software für den Nachteinsatz am Fernrohr ungeeignet ist, obwohl sie zuhause am Schreibtisch einen guten Eindruck macht. Wenn man mit klammen Fingern bei Kälte arbeitet oder dünne Handschuhe trägt, merkt man schnell wie lästig es ist, viel rumklicken oder einstellen zu müssen um zu bekommen was man sehen will. Gute Software soll "mitdenken" statt dass Du sie bedienen musst. Die Software soll Dir dienen und nicht umgekehrt ;-)

Clear skies,
Tom
 
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