Suche Teleskop für meinen Sohn (und mich)

Spätestens beim Sonnensystem schon – auch wenn da viele zuerst das Handy ans Okular halten, bevor sie selber durchschauen. Und damit haben sie sogar ein eigenes Bild zum posten statt nur dem von uns. Da brauchen die gar kein Smartscope für :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Alex, du kannst mir doch aber nicht weis machen, dass ein 90/1000 im direkten Vergleich mit einem SmartScope bei jungen Leuten/Kindern „gewinnt“.
Aber ich vielleicht, der an der Grundschule eine Astro-AG macht: DOCH! Kinder wollen machen, nicht nur sehen. Die ersten (!) Ergebnisse sind dabei absolut zweitrangig. Das gilt in ganz besonderem Maße auch für die gefürchteten achromatischen Farbschleudern; einem 10-Jährigen ohne jede Beobachtungserfahrung sind blaue Farbsäume völlig Latte.

Glaub's mir - erlebe ich regelmäßig.

Einen schönen Tag,
Urs
 
Aber ich vielleicht, der an der Grundschule eine Astro-AG macht: DOCH! Kinder wollen machen, nicht nur sehen. Die ersten (!) Ergebnisse sind dabei absolut zweitrangig. Das gilt in ganz besonderem Maße auch für die gefürchteten achromatischen Farbschleudern; einem 10-Jährigen ohne jede Beobachtungserfahrung sind blaue Farbsäume völlig Latte.

Glaub's mir - erlebe ich regelmäßig.

Einen schönen Tag,
Urs
Hallo Urs,

Das kann ich bestätigen. Als meine Kids ( in dem Fall die 2 größeren Jungs 7, 9) letztes Jahr zum ersten mal den Mond mit dem Novalux anschauten (für die, die die Daten der "Farbschleider" nicht kennen - alt, 60mm, Brennweite 415mm, f7, mit den alten HM Okukaren 0,965", 70fache Vergrößerung) waren die total begeistert. Ich musste sie erst auf den Farbsaum aufmerksam machen. Danach habe ich auf 1,25" Okukare umgebaut und mit den Plössl war der Farbfehler geringer.

Generell kann hier natürlich jedes Kind anders sein.

Das Objekt ist auch entscheidend. Für einige von uns ist der Mond vielleicht langweilig (für mich zB noch nie).
Ich drückte meinen Kindern eine Mondkarte in die Hand, erinnerte sie daran, dass das Bild seitenverkehrt ist und sie verglichen das gesehene mit der Karte.

So, wir sind schon wieder etwas abgedriftet vom Thema, sorry

Viele Grüße Mark
 
Hallo,
ich mache "Schlußlicht", "gg". Angefangen mit altem Dierke-Schulatlas, später der dicke Bertelsmann Atlas. Alle Ansichten bezogen auf Sternbilder finden, 1963 "Welcher Stern ist das" und dazu einen 7x50 Bino, Stativbau vom Vater.
Ich freue mich noch heute, wie man nach und nach die Sternbilder aufsuchen konnte mit den Objekten, z.B. M 13, Andromeda-Nebel.
Ein 87-jähriger "Sterngucker" sagte mir kürzlich, heute will jeder nur noch GOTO haben, ja, ja die gute alte Zeit.....

Gruß Günther
Hallo

Alte Hasen können dazu einiges sagen.

Muss nicht alles von Anfang an Hi Tec sein.

Angefangen Tasco Refraktor 60mm mal 600mm
Sternwarte und vom Bertelsmann, Welcher Stern ist das.
Und ein Fernglas von Quelle.

Gekauft von meinem Lohn im erstem Lehrjahr ich war gerade 16 Jahre.

Habe damsls 1979 klein angefangen.

Manfred
 
Zuletzt bearbeitet:
Finde ich nicht. Einige ja, aber diejenigen, die selbst Kinder/Enkel in dem Alter haben bzw. regelmäßig mit Kindern in dem Alter astronomisch unterwegs sind, sind sich doch ziemlich einig.

Barbara muss sich allerdings auch selbst an die Nase fassen, dass der Thread entgleitet, da sie praktisch kein Feedback auf unsere Fragen gibt. Um wirklich einen sinnvollen Ratschlag geben zu können, fehlen mir immer noch ein paar Randbedingungen. Wenn die nicht da sind, dann schreibt halt jeder seine Meinung. Wenn es dann halt einer nicht schafft, die Meinung eines anderen einfach stehen zu lassen, geht es drunter und drüber.

Das sinnvollste ist sicher das Angebot von der Sternwarte anzunehmen. Dort kann man in fünf Minuten mehr Antworten erhalten als hier in fünf Wochen. Und erst danach, wenn man entschieden hat, wo es konkret hingehen soll, kann man nochmal hierher kommen und frage was in der Ecke am sinnvollsten ist.

Sind in den Foren nur die Nerds der Nerds vertreten?
In den Foren sicher. Die halbwegs aktiven Leute hier haben im Schnitt mehrere tausend € in dieses Thema investiert. Unabhängig davon, ob sie visuell beobachten, EAA machen oder klassische Astrofotografie. Das ist definitiv nicht normal. Auch sowas wie der Seestar ist nicht normal. Das ist viel Geld für etwas, dass man eigentlich nie braucht. Die Leute kapieren nicht mal, was sie da sehen. ZWO versucht hier zwar eine größere Basis zu erschließen, aber letzten Endes sind das Kleinserien. Die meisten, die das kaufen, haben den Stall zu hause sowieso schon voll stehen. So aus dem Bauch raus hätte ich geschätzt, dass in Deutschland vielleicht 100 Leute eine gekühlte Astrokamera besitzen. Rechne das mal hoch auf die Anzahl der Leute weltweit, die einen entsprechenden Wohlstand haben. Der Mark ist übersichtlich. Das einzige, was einigermaßen Volumen hat, ist der Einsteigersegment bzw. Kinderteleskope.

Bei den Normalos freut sich der Einäugige unter den Blinden auf Facebook, dass er im Gegensatz zu den anderen wusste, dass das da neben dem Mond vor paar Tagen nicht Jupiter sondern die Venus war. Ja, Smartphones haben die alle, die haben da alle auch irgendeine App für sowas drauf. Deren Welt bewegt sich aber zwischen Sternbilder erkennen und Supermond. Was das ist, hinterfragen die meisten nicht. Und selbst wenn bleibt es bei der Frage.
 
Hallo Joachim,

die Schätzung, dass in Deutschland nur 100 Leute eine gekühlte Astrokamera besitzen, würde ich aber mindestens um den Faktor 10 erhöhen, die Szene ist zwar klein, aber so klein auch nicht. An Deiner richtigen Grundaussage ändert das allerdings gar nichts.

LG Olaf
 
Hi,

ich finde der Thread hat sich weit vom Ausgang entfernt und sich,
dank Provokationen und anderem zu einem in Teilen unsinnigen Thread entwickelt.

Der Teil in dem es um die Wahrnehmung der Entwicklung in der Astronomie geht, ist für die Threadstarterin evtl. wenig gewinnbringend, aber insgesamt durchaus interessant und nicht immer so, wie es hier kolportiert wird.

Einer der wesentlichen Punkte sind die unterschiedlichen Erfahrungswerte, Ansätze was Astronomie ist und die Erwartungshaltungen und Bewertungen von manchen Dingen. Das ist mitunter ja auch Thema der gesamten Gesellschaft.

So lese ich hier etwas über die Normalität der Ausgaben. Diejenigen, die sich lange und intensiv damit beschäftigen, haben z.T. über viele Jahre eher mehr als ein paar Tausend EUR ausgegeben und finden es normal. Obwohl ich quasi nicht (mehr) fotografiere und nur eine EQ1 als parallaktische Montierung habe, liegen meine Ausgaben ohne die Fotoausrüstung zu aktuellen NP sicher bei 15 TEUR.
Damit bin ich bei Sternfreunden, die ich besser kenne bzw. aus meinem Umfeld, irgendwo in der Mitte. Spitzenausgaben dürften bei dem ein oder anderen - vor allem den Fotografen - eher bei 30-50 TEUR liegen. Und doch habe ich auch einen Sternfreund, dessen Equipment nur aus einem meiner ehemaligen Ferngläsern besteht, das ich ihm für 70 EU verkauft habe.

Astronomie erleben: Für mich ist Teil der Astronomie das draußen sein und mit Leuten selbst kucken, fachsimpeln und probieren. Das kann hoch wissenschaftlich sein, muss es aber nicht - in jedem Fall ist es aber etwas was mit Gesellschaft zu tun hat.
Insofern kann ich den Weg von manchen, die auf dem Sofa sitzend die Remotesternwarte betreiben in der alles vollautomatisiert abläuft incl. der Datenübertragung per WLAN und die obendrein durch Wolken inzw. Regensensoren die Fotosession selbst beendet, verstehen aber nicht anfreunden.

Erwartungen:
Die Älteren und Erfahrenen unter uns haben die Astronomie nicht digital und auf einem anderen Wissenstand begonnen und sich vieles erarbeitet. Ich habe die Mondlandung als Kind erlebt und Raumschiff Enterprise von Anfang an - 1972 - verschlungen und kurz danach gab es das erste Fernrohr zu Weihnachten. Es brauchte ne Weile bis ich Mond und auch Jupiter fand und sah, weil mich niemand anleiten konnte. Dementsprechend gering waren auch die Erwartungen. Jeder Anblick wurde gefeiert.
In der heutigen Informationsflut ist das Gegenteil der Fall. Hier werden durch Netz und Marketing etc. Erwartungen geschürt, die oftmals viel zu hoch sind. Zudem, und das erscheint mir fast wichtiger, wird Astronomie zu Konsum; zu etwas das man mal gesehen haben will, ohne tiefer einsteigen zu wollen. Die Grundlagen können heute viel weniger Leute als früher. Allerdings erwarten sie viel mehr und das für möglichst wenig Geld. Die älteren setzen sich anders mit dem Thema und den Basics auseinander als die jungen Leute oder gar Kids. So erlebe ich das in bald 3 Jahrzehnten öffentlicher Astronomie, ganz gleich ob es private Astroveranstaltungen oder die der Sternwarten, wie Fernrohrsprechstunden etc. sind.

Elektronik:
Es mag der Zeitgeist sein, das Smartphone zu seinem Leben zu machen, aber ich halte die Entwicklung für bedenklich. Goto, EAA, Seestar und Co. machen den Sternenhimmel konsumierbar, aber erlebbar ist was anderes. Das sieht man an den Blicken derer, denen Du erklärt hast wie das Suchen funktioniert, die Sternkarte und das Teleskop verwendet wird und die danach selbst etwas gefunden und gesehen haben. Das sind die besten Momente und der größte Dank.

Kinder:
Kinder begegnen dem Thema Astronomie irgendwann immer. Aber zu nachhaltigem Interesse und aktiver Hobbyausübung kommt es letztlich doch eher selten. Ü
 
Hallo,
Barbara muss sich allerdings auch selbst an die Nase fassen, dass der Thread entgleitet, da sie praktisch kein Feedback auf unsere Fragen gibt
finde ich nicht.
Wir haben einen großen Garten auf einem Hügel gelegen, also transportieren muss ich das Teleskop nur rein und raus aus dem Haus.
Transportieren und durch die Gegend fahre, werde ich wahrscheinlich nicht,
Mein Sohn ist sehr geduldig, ruhig und ausdauernd.

Ich glaube nicht, dass der Barbara inzwischen wirklich klarer geworden ist, was sie machen soll.
Das sehe ich auch so. Ihr ist fast alles empfohlen worden was es am Markt gibt.

Gruß Uwe
 
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