Achim
Aktives Mitglied
FIRST LIGHT für meinem Suchernewton!!
Ausrüstung:
Newton-Teleskop , Öffnung 106mm, Brennweite 439 mm, (f/4,14) auf Fotostativ
verwendete Okulare: 26mm Plössel (Skywather); 25mm TAL-Plössel; 7mm Siebert; 2-fach Barlow
Ort: Emskirchen auf der Terrasse, Mond ca. im 11?. Tag, 3450 m üNN
Seeing: 2 - 3
Wetter: den ganzen Tag bewölkt, mit Einbruch der Nacht mehr und mehr Wolkenlücken
Objekte: (Reihenfolge der Beobachtung)
Hallo Leute, erst etwas zu dem Teleskop. Der Spiegel ist selbstgeschliffen, es handelt sich um eine von den 4 beim letzten ITV angefangenen kleinen Scheiben. Für den Spiegel habe ich einen kleinen Gitterrohr-Tubus gebaut, das Teleskop soll bei mir als Sucher für meinen 14-Zöller (PHOENIX, Nachfolgespiegel des Unglücksteils welches in Scherben zersprang) dienen. Hierfür ist keine sonderliche optische Qualität notwendig, doch man hat ja eine Ehre.
Heute war es soweit, ganz unverhofft. Dank des Befestigungsgewindes an der Spiegelbox lässt sich der Newton wunderbar leicht auf dem Fotostativ befestigen, das Teleskop wiegt ohne Okular 930g, bei PHOENIX ist wird ganz nahe am Schwerpunkt montiert (wie bei Stathis).
Einen richtigen Fokussierer verwende ich nicht, es kommt eine kleine Metallhülse mit Nylonschraube zur Klemmung (danke Patrick!). Ich peile zunächst auf den Mond. Wow, riesig hell!, den Brennpunkt habe ich genau richtig gelegt, bei allen verwendeten Okus ist dieser gut zu treffen, nahe dem inneren Anschlag. Glasklar sind die Krater und Maare zu sehen. Greife gleich zu meinen kurzbrennweitigsten Oku, dem 7er Siebert. Fokussieren wird schwierig, das Stativ ist nicht ganz steif, mit einer Hand das Oku schieben, mit der anderen die Schraube anziehen, da wackelt das Bild. Es gelingt dann doch gut, ja sehr gut! Nehme noch die Barlow dazu: 125-fach. Immer noch gut hell, nach ein paar Anläufen auch sehr ordentliches Bild, Seeing-Wabern ist aber meist zu erkennen.
Zunächst gleich mit dieser Vergrößerung versuche ich Jupiter zu finden, klappt aber nicht, nun nehme ich das 25er TAL-Plössel. Damit ist auffinden ein Kinderspiel. Zurück bei 125fach kann ich gut die Hauptbänder erkennen, ebenfalls 3 der Galileiischen Monde links des Gasriesen. Weiter zu Saturn, der zu dem Zeitpunkt fast auf identischer Höhe steht, ich muss nur azimutal schwenken. Recht gut. Cassini? Hmmm, nicht defenitiv. Bin mir auch nicht sicher, ob ich den Fokus ganz exakt getroffen habe.
Peile hoch, auf Kapella zum Startest. Der geht heute wunderbar. Ganz deutlich erkenne ich Interferenzmuster sowohl Intra- als auch Extrafokal. Extrafokal mit deutlich ausgeprägtem äußerstern Ring, Intrafokal ist der innerste Ring vor der FS-Abschattung am stärksten, dann wenige blassere, klar definierte vor einem etwas stärkeren äußersten Ring. Gut sind auch zarte Interferenzringe innerhalb der FS-Abschattung erkennbar. Es bestätigen sich tendenziell meine Messungen, der Spiegel ist etwas überkorrigiert.
Ich fokussiere so sauber es mir am Stern gelingt, zurück zu Saturn. Ja, nicht dauernd, auch nicht umlaufend, aber eindeutig. Für die Cassiniteilung reicht der Spiegel bei den heutigen Bedingungen. Jo! Nicht schlecht, für einen Sucher!
Nun peile ich tiefen, in den Orion. Im 25er TAL-Oku kann ich Alnitak und Mintaka gleichzeitig im GF sehen, das effektive GF dürfte ziemlich genau 3 Grad sein. M42 wirkt im Mondlicht recht blass, mit dem Siebert ist das Trapez dann schnell in 4 Komponenten getrennt. Genug getestet.
Ich bin rundum zufrieden. Der Newton hat einen Namen verdient, heute abend gibt es noch Proseco zum anstoßen: REITERLEIN soll der Newton heißen und zukünftig auf PHOENIX Schulter reiten und diesen den Weg weisen.
Alles Gute zum Namenstag !
Achim
Ausrüstung:
Newton-Teleskop , Öffnung 106mm, Brennweite 439 mm, (f/4,14) auf Fotostativ
verwendete Okulare: 26mm Plössel (Skywather); 25mm TAL-Plössel; 7mm Siebert; 2-fach Barlow
Ort: Emskirchen auf der Terrasse, Mond ca. im 11?. Tag, 3450 m üNN
Seeing: 2 - 3
Wetter: den ganzen Tag bewölkt, mit Einbruch der Nacht mehr und mehr Wolkenlücken
Objekte: (Reihenfolge der Beobachtung)
Hallo Leute, erst etwas zu dem Teleskop. Der Spiegel ist selbstgeschliffen, es handelt sich um eine von den 4 beim letzten ITV angefangenen kleinen Scheiben. Für den Spiegel habe ich einen kleinen Gitterrohr-Tubus gebaut, das Teleskop soll bei mir als Sucher für meinen 14-Zöller (PHOENIX, Nachfolgespiegel des Unglücksteils welches in Scherben zersprang) dienen. Hierfür ist keine sonderliche optische Qualität notwendig, doch man hat ja eine Ehre.
Heute war es soweit, ganz unverhofft. Dank des Befestigungsgewindes an der Spiegelbox lässt sich der Newton wunderbar leicht auf dem Fotostativ befestigen, das Teleskop wiegt ohne Okular 930g, bei PHOENIX ist wird ganz nahe am Schwerpunkt montiert (wie bei Stathis).
Einen richtigen Fokussierer verwende ich nicht, es kommt eine kleine Metallhülse mit Nylonschraube zur Klemmung (danke Patrick!). Ich peile zunächst auf den Mond. Wow, riesig hell!, den Brennpunkt habe ich genau richtig gelegt, bei allen verwendeten Okus ist dieser gut zu treffen, nahe dem inneren Anschlag. Glasklar sind die Krater und Maare zu sehen. Greife gleich zu meinen kurzbrennweitigsten Oku, dem 7er Siebert. Fokussieren wird schwierig, das Stativ ist nicht ganz steif, mit einer Hand das Oku schieben, mit der anderen die Schraube anziehen, da wackelt das Bild. Es gelingt dann doch gut, ja sehr gut! Nehme noch die Barlow dazu: 125-fach. Immer noch gut hell, nach ein paar Anläufen auch sehr ordentliches Bild, Seeing-Wabern ist aber meist zu erkennen.
Zunächst gleich mit dieser Vergrößerung versuche ich Jupiter zu finden, klappt aber nicht, nun nehme ich das 25er TAL-Plössel. Damit ist auffinden ein Kinderspiel. Zurück bei 125fach kann ich gut die Hauptbänder erkennen, ebenfalls 3 der Galileiischen Monde links des Gasriesen. Weiter zu Saturn, der zu dem Zeitpunkt fast auf identischer Höhe steht, ich muss nur azimutal schwenken. Recht gut. Cassini? Hmmm, nicht defenitiv. Bin mir auch nicht sicher, ob ich den Fokus ganz exakt getroffen habe.
Peile hoch, auf Kapella zum Startest. Der geht heute wunderbar. Ganz deutlich erkenne ich Interferenzmuster sowohl Intra- als auch Extrafokal. Extrafokal mit deutlich ausgeprägtem äußerstern Ring, Intrafokal ist der innerste Ring vor der FS-Abschattung am stärksten, dann wenige blassere, klar definierte vor einem etwas stärkeren äußersten Ring. Gut sind auch zarte Interferenzringe innerhalb der FS-Abschattung erkennbar. Es bestätigen sich tendenziell meine Messungen, der Spiegel ist etwas überkorrigiert.
Ich fokussiere so sauber es mir am Stern gelingt, zurück zu Saturn. Ja, nicht dauernd, auch nicht umlaufend, aber eindeutig. Für die Cassiniteilung reicht der Spiegel bei den heutigen Bedingungen. Jo! Nicht schlecht, für einen Sucher!
Nun peile ich tiefen, in den Orion. Im 25er TAL-Oku kann ich Alnitak und Mintaka gleichzeitig im GF sehen, das effektive GF dürfte ziemlich genau 3 Grad sein. M42 wirkt im Mondlicht recht blass, mit dem Siebert ist das Trapez dann schnell in 4 Komponenten getrennt. Genug getestet.
Ich bin rundum zufrieden. Der Newton hat einen Namen verdient, heute abend gibt es noch Proseco zum anstoßen: REITERLEIN soll der Newton heißen und zukünftig auf PHOENIX Schulter reiten und diesen den Weg weisen.
Alles Gute zum Namenstag !
Achim