Super Luminanz als kombiniertes Stacking aller Kanäle

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Nebenaspekt: interessant, dass die o.g. Astronomik Deep Sky RGB Filter nochmal deutlich andere, v.a. steilere Transmissionskurven haben als das Standard RGB Set (z.B. Typ 2c). Wieder 'was dazugelernt. Ist schon alles ziemlich 'sophisticated' ...
 
"...die Einzelaufnahmen sollten bei L kürzer sein als bei R,G und B..."
"...Aktuell schieße ich bei f/4-5.5 60s Luminanz und 180s RGB...."
"...Für die Gesamtbelichtungszeit sagt die Fachliteratur eindeutig: Für Deep Sky (Nebel) L genau so lang belichten wie RGB. Also 1:1 (binning 1x1 bei allen Filtern vorausgesetzt)..."
"Der L-Filter lässt doch mehr Licht durch, also erreicht man schneller seine Hintergrundlimitierung...."
"Manche Leute belichten L länger, andere RGB, aber wisschenschaftlich begründen können sie das nicht...."
"""-..und ja, die Einzelaufnahmen sollten bei L kürzer sein als bei R,G und B...."
"...Die Hintergrundhelligkeitswerte und FWHM Werte der RGB Aufnahmen sind wegen dem engeren Durchlass besser...."
...usw.
Das sind ja interessante Theorien. Da habe ich bisher wohl immer alles komplett falsch gemacht, was man falsch machen kann :(.
Dann bin ich mal lieber ab jetzt still :rolleyes:. Schönen Abend noch, Leute.
 
Das sind ja interessante Theorien. Da habe ich bisher wohl immer alles komplett falsch gemacht, was man falsch machen kann :(.
Nun das sind wie geschrieben keine Theorien sondern Empfehlungen aus der Fachliteratur. Dahinter stehen namhafte Astrofotografen mit Erfahrungswerten aus der Praxis. Dann ist man eben geneigt das zu glauben..

Anders geht wohl immer, nur hast du dann eben nicht das Optimum heraus geholt.

CS, Daniel
 
Dass L mehr Licht durchlässt als RGB ist keine Theorie, sondern Fakt.
Und dass ich nach 60s im Luminanzkanal bestenfalls Speicherplatz spare, eben auch.

Aber Peter, deine Bilder sprechen für sich: Du machst verdammt viel richtig. :love:
 
Ja ich finde auch, dass Peter gute Fotos macht.
Und dank deiner Tipps hier im Forum funktioniert auch endlich die Autofokus Routine in NINA bei mir :) Viele Leute profitieren von deiner Erfahrung und deinen Tipps. Aber zurück zum eigentlichen Thema ... Ich bin weiterhin der Meinung, dass man die Belichtungszeit, die man in die einzelnen RGB Kanäle gesteckt hat, am Ende mit den Luminanzaufnahmen zusammen stacken kann, um ein rauschärmers SuperLuminanz Bild zu erhalten, sofern die RGB Aufnahmen kein Mist sind. Insofern gebe ich dir Recht Peter. Aber wenn man gute RGB Rohdaten hat, verschlimmbessert man mit der Methode doch nichts. Das erkennt man ja an dem hier von mir eingestellten Vergleich. Das mag für andere Motive und Aufnahmeparameter, wie du sagst, vielleicht anders sein. Weitere Versuche an anderen Motiven werden es mit der Zeit zeigen. Ach übrigens ... ich sortiere alle meine Aufnahmen mi schlechten (hohen) Himmelshintergrundwerten und schlechten FWHM Werten vor dem Stacken aus. Die Hintergrundhelligkeit wird weitgehend von der Lichtverschmutzung des Standorts und der Objekthöhe sowie der aktuellen Mondphase beeinflusst. Zu hohe Werte versauen mir das Endresultat und sorgen oftmals auch für Gradienten im Bild. Dafür hätte ich auch zahlreiche Vergleiche parat. Aufkommende Böen, schlechtes Seeing, nicht getroffener Fokus etc. führen zu schlechten FWHM Werten und damit zu unschönen Sternabbildungen. Die fliegen bei mir auch raus. Hab mich da wohl missverständlich ausgedrückt.

CS
Sharif
 
Den Königsweg wird es da schlicht nicht geben. Dazu ist einfach die Dynamik der Objekte die wir fotografieren zu groß. Einerseits müssen wir relativ lange belichten um auch in den dunkleren (Nebel-)Bildteilen vernünftige Abstufungen zu haben. Andererseits brennen dann die helleren Sterne aus. Ausbrennen im RGB führt zu "falschen Farben". Ausbrennen in L führt "nur" zu unstrukturierten Bildbereichen. Wir sind technisch nicht in der Lage die "echte Wirklichkeit" absolut genau abzubilden. Alles was wir bei der Bildbearbeitung machen ist doch eigentlich "mogeln". Wir strecken Histogramme, färben Bildteile ein (wenn auch mit "echten" RGB-Daten, oder eben mit Fake-Farben bei Schmalbandaufnahmen), gleichen Farbstiche aus, drehen an der Sättigung, entrauschen, schärfen.... Alles "Mogelei" ;-)

Wie lange man die Einzelbelichtungen anlegt und wie lang die Gesamtbelichtungszeit ist gehört halt auch ein Stück zum kreativen Prozess. Es hängt von den Bedingungen (Zeitbedarf, Wetter, Lichtverschmutzung etc.), dem Objekt (Sternhaufen, Dunkelnebel, Emissionsnebel etc.), der gesamten Aufnahmetechnik (Nur LRGB? Zusätzliche Schmalbandfilter?) und eben der Intention des Fotografen ab. Was will man zeigen? Kurzbelichtete Plejaden in denen man "nur" die Sterne sieht? Längere Belichtung mit dem Nebel? Sternhaufen mit "bunten" Sternen? Sternhaufen eingebettet in galaktischen Zirrus? Schwache Jets an einer Galaxie? H-Alpha-Knoten? Oder lieber ein möglichst kontrastreiches Zentrum der Galaxie?

Je nach gewählten (oder umwelttechnisch vorgegebenen) Parametern kann das Ergebnis völlig unterschiedlich aussehen - und das nicht erst durch die Bildbearbeitung. Man hat eben schon bei der Aufnahme Einfluss darauf wie das Bild später aussieht. Da wird Jeder für sich (und eben auch für jedes anvisierte Ziel) seine eigene Vorgehensweise finden müssen. Das ist halt der Bereich der Astrofotografie der über das simple "Handwerk" hinaus geht. Sonst sähen ja alle Astrofotos gleich aus - das wäre doch total langweilig....

Ciao, Udo
 
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