Super-Resolution in der Astrofotografie

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fuetti

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Super-Resolutionsaufnahmen gibt es bereits seit über 10 Jahren in der Mikroskopie und hat unter anderem zu einem deutschen Nobelpreis (Stefan Hell) geführt.
Das bedeutet, dass man den harten, physikalisch bedingten abbeschen Limit durch unkonventionelle Aufnahmenmethoden umschifft, um eine höhere Auflösung zu erreichen, als es konventionell möglich wäre.
Endlich werden solche Methoden auch in der Astrofotografie diskutiert und entwickelt - siehe Anhang.
Vielleicht können die Astrofotografen bald auch mit kleinen Teleskopen Auflösungen der großen erreichen?
Es ist jedoch zu erwarten, dass die Aufnahmezeiten dafür erheblich länger werden.
Aber Zeit haben wir Hobbyisten im Unterschied zu den Profis ja reichlich ;-)
 

Anhänge

Ich fantasiere mal, dass unter dieser Prämisse die Benutzung zweier Objektive in DWARF II und III Sinn macht ;-)

Principle of AMIEAs shown in Fig. 1(a), the principle of AMIE can be briefy described as follows: (1) A sequence of images areobtained with the same imaging system but diferent aperture sizes;

Gruß,
Peter
 
Hallo,

Danke für den Artikel, klingt sehr interessant! Ähnliches müsste ja eigentlich funktionieren wenn man mit gleichen Setup und unterschiedlichen Binning Einstellung aufnimmt, wäre mal einen Versuch Wert.

Grüße
Stefanie
 
Howdie,
nun, ich denke, ganz so einfach wirds nicht gehen. Binning entspricht im Grunde einem einfachen Box-Filter, während die PSF realer Optiken um einiges komplexer ist. Dennoch lädt die Idee zum Experimentieren ein, m.E. muss man aber schon den vollen Weg gehen, d.h. eine Öffnung stufenweise abblenden, und dann die Bilder zusammenrechnen, inkl. entsprechender Zwischen-Aufbereitung (Denoising, das scheint wohl eine grosse Rolle zu spielen).
Im Grunde ist das Verfahren eine Extrapolation, nur das man wohl etw. mehr Information hineinsteckt als z.B. bei normalen Schärfungs-Algorithmen (LR Decomvolution, Unsharp masking, Wavelets). D.h. man wird am Ende auch Gefahr laufen (können), Artefakte zu generieren.
Aber spannend ist's allemal, und ich bin auch schon am überlegen, wie man den Ansatz mal praktisch ausprobieren könnte :geek:
VG CptB
 
Das einfachste wären wohl zwei Optiken mit ähnlicher Brennweite und unterschiedlicher Öffnung.

Das Problem sehe ich jedoch an anderer Stelle: Die Auflösung ist im Amateurbereich in aller Rege nicht durch die Öffnung limitiert, sondern meist durch das Seeing. Da nützt es dann nichts, wenn ich halt eine grössere Öffnung "simuliere", weil der begrenzente Faktor immer noch das Seeing ist.

CS, Daniel
 
Das ist in ein interessanter Ansatz.

Die Frage ist, ob man das bei den im Amateurbereich üblichen Öffnungen überhaupt sieht. Man müßte ja die Datengewinnug zweimal mit unterschiedlichen Setups machen, um überhaupt eine Aussage dazu machen zu können.

Was im Labor auf dem optischen Tisch messbar ist, ist noch lange nicht im Feldeinsatz machbar. Allein die die verschiedenen Störfaktoren wie Wind, Ausrichtung der Instrumente, Temperaturschwankungen, Tubusseeing, Vibrationen durch Motoren und Schritte, kann man schwerlich vermeiden.

Für die großen Teleskope, die ja auch oft adaptive Optiken haben, ist das sicher eine andere Frage.

CS,

Günther
 
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