Solche Fernglaskonstruktionen hat es von einigen Firmen gegeben, ich habe auch noch so ein Teil rumfliegen.
Man nahm eine vorhandene 8X30 Porrofernglas-Konstruktion und ersetzte darin die eingebauten 30mm-Objektive durch Tuben mit 50mm-Objektiven. Heraus kam, je nach verwendetem Okular, ein handliches und sehr leichtes Fernglas 7x50 mit viel Tunnelblick, oder ein 10x50 mit mäßigem Tunnelblick.
Die kleinen Prismen beschränken den Lichtdurchlass, und die Objektive haben in der Regel nur 15cm Brennweite, was zu einer ziemlichen Bildfeldkrümmung und merklicher Randschärfe führt. Farbsäume zeigt mein kleines 10x50 auch. Die Mittenschärfe ist annehmbar, die Spielfreheit der Mechanik und die Steigkeit der Knickbrücke sind unbefriedigend, wenn man beide Tuben beim Beobachten fester anpackt, verschieben sich die optischen Achsen beim Durchgucken merklich.
Streulicht wird durch die matte Schwärzung der Tubusinnenseiten, des Prismengehäuses und durch Blechverkleidungen recht wirksam unterdrückt, aber das nützt dem Fernglas nichts, da ich das Gerät wegen seines engen Gesichtsfelds und seiner schlechten Randschärfe nicht benutze.
Wenn man ein Fernglas mit 50mm-Objektiven kaufen will, sollte man besser eines mit großen Porro-Prismen wählen.
Grüße,
Günther