Super-Weitfeld-Selbstbau-Bino 10 x 60 Idee

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schischi

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Habe da eine Idee für ein kleines Selbstbau-Bino mit sehr großem Gesichtsfeld (ca. 6.5°):

Objektiv wäre z.B. ein 60/420 (habe ich schon mal irgendwo gesehen). Wenn der Tubus- und Objektivdurchmesser nicht viel größer werden, könnte man so zwei Tuben ohne Umlenkung direkt nebeneinander montieren.

Ans andere Ende kämen dann TS WA 42 mm Okulare, weil diese erstens meines Wissens die maximale Feldblende von 2“ ausnutzen, zweitens 6 mm Austrittspupille liefern würden und drittens glaube ich noch schlank genug sind, damit sie nebeneinander passen. Bei der Gelegenheit könnte sie ja vielleicht mal jemand nachmessen.

Bei F/7 dürften sie auch noch recht randscharf sein.

Und wenn man einen 90°-Einblick haben möchte, montiert man einfach noch zwei Zenitspiegel dazwischen.

Was haltet ihr davon?

Kennt eigentlich noch jemand Optiken mit diesen Daten: Durchmesser 60 mm (mehr geht ja aufgrund des Augenabstands nicht), Brennweite ca. 400 – 500 mm.

Grüße
Michael


 
Hallo Michael,

schau mal hier:
Link zur Grafik: http://www.skyviewer.de/selbstbau/BINO/bino2.jpg

Näheres unter:
mein Selbstbau-Bino

Für Astro sollte Deine Idee funktionieren, wenn Du die Objektive
nahe genug aneinander bekommst (Fassung nicht vergessen).
90° Einblick ist fast ein "Muss". Mit den Zenitspiegeln geht das
auch für Astro, da ist's ja nicht so schlimm wenn Alles auf dem
Kopf steht und "vorne" mit "hinten" vertauscht ist ;) (das wäre
dann nämlich terestrisch so).
Ich habe große Amici's verbaut um aufrechte und seitenrichtige
Abbildung zu bekommen sowie den Augenabstand zu realisieren,
die waren aber recht teuer.

Schöne Grüße und CS,
Reinhard (Nähe Aachen)
 
Hallo Reinhard,

interessant... Vor allem wusste ich gar nicht, dass man über Amici-Prismen die Strahlen enger zusammenbringen kann!

Mit den 60 mm könnte es tatsächlich knapp werden, weil die Fassungen ja doch noch ein bisschen breiter sind. Ich hatte das sogar mal mit zwei 55 mm Fluorite Objektiven vor, aber selbst hier waren die Fasssungen noch zu breit. Bei 50 mm sollte es wohl gehen, aber ich wollte eigentlich etwas mehr...

Grüße
Michael

PS: Wo hast du denn die Amicis her und was haben die gekostet?
 
Hallo nochmal,

wenn man einen Strahl seitlich versetzt ins Amici einkoppelt,
dann kommt er an der anderen Fläche versetzt zur anderes Seite
wieder raus, das macht auch der Mittelstrahl (optische
Achse) so, sehr praktisch ;) .
Die Prismen habe ich damals bei BW-Optik bekommen, waren die
letzten Beiden :biggrin:. Den Preis weiß ich nicht mehr, war
aber heftig ... hat sich aber gelohnt. Die Teile haben 38mm
Kantenlänge, wovon ich aber nur 22mm für's Bild nutze, der Rest
geht für den Strahlversatz drauf.

Noch'n Gruß & CS,
Reinhard
 
Hallo,
also ich habe mir gerade günstig ein 10x60 Glas von TS ergattert. Ich werde die 2 Objektive (in Plastikfassung) in ein 70x5mm Alurohr einsetzen. Also ausdrehen auf in dem Fall 64mm. Tief genug, so das noch eine Taukappe dabei entsteht. Beide Rohre längs anfräsen auf meine 67mm Augenabstand. Die Objektive haben eine Brennweite von ca. 210mm, also sehr öffnungskritisch. macht nix, ich habe 2 13mm Nagler T6, die ich eh dazu nehmen will. Zur Umlenkung 2 kleine Zenitspiegel mit 99%, Wolfi hat da welche im Angebot. Nur wie mache ich die Einzelfokussierung? Die Okus rein und rausschieben ist nicht der Hit, geht aber für Normalaugen. Ergibt 16 fach bei 5° Gesichtfeld. Ohne lichtschluckende Prismen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

das gibt sicher ein ultrakompaktes Teil.

Aus einem alten Spiegelreflexobjektiv habe ich mal einen Drehfokusierer gebaut. Der gab ca.5mm Weg her, was auch in Deinem Fall mehr als ausreichend sein dürfte. Allerdings baut das auch gleich wieder um die 20mm hoch.

Vieleicht ist die einfachste Möglichkeit einfach eine Gewindehülse zwischen Zenitspiegel und Okularstutzen, allerdings dreht das Okular dann mit und das mag auch nicht jeder.

Noch eine Idee, frag doch mal bei TS nach ob es die Okularstutzen einen Billigbinos auch einzeln gibt, die könnte man doch irgendwie auf die Zenitspiegel aptieren. Vieleicht gibt es so ein Bino ja auch zum ausschlachten.

Gruß
Hans
 
Moin Hans,
das mit der Gewindehülse scheint mir geeignet, drehen der Okulare macht nix. Werde mal durch den Baumarkt streifen und nach was brauchbarem ausschau halten.

Übrigens, das Ganze wird Pulverbeschichtet, dan kann man es auch anschauen :/. Farbe???
 
Hallo Stefan,

der Strahlengang dieses Fernglases geht durch die Porroprismen, die bei Deinem Umbau wegfallen. Ich gehe davon aus, daß die Objektive für den vorhandenen Glasweg gerechnet wurden. Wenn der Glasweg nicht mehr vorhanden wäre, hätte dies sphärische Aberration zur Folge. Ob diese so stark ist, daß sie störend in Erscheinung tritt, kann ich nicht beurteilen. Ich empfehle Dir einen Test, bevor Du in einen Neubau investierst.

Gruß

Kurt
 
Hallo Kurt,
Danke für den Hinweis. Ich werde erst mal mit einem Objektiv probieren. Ich habe auch ein Zenitprisma da, eventuell gehts damit.
 
Also ich bleibe bei meiner Idee von oben.

Also:

1. Max. Öffnung, mit der die Tuben gerade noch nebeneinander passen (dürfte bei 60 mm liegen)

2. Max. Feld mit 2 Zoll

3. AP so um 5 bis 6 mm

Sollte möglichst randscharf sein, daher besser ca. F/7.

Geradsicht oder Schrägeinblick kann man dann noch wählen.

Passte also prima mit dem o.g. 60/420 in Verbindung mit den TS WA 42.

Grüße
Michael
 
Hallo Stefan,


das hier wäre eine Möglichkeit unter http://www.baader-planetarium.de/sektion/s08/s08.htm unter #8 /Nr. 245 8100 die ClickLock Okularklemme ohne Klemmschrauben, mit Fokussierring zum Scharfstellen 5mm Hub.

Dafür gibt es im Adaptersortiment z.B. T2/innen auf M 36,4mm /aussen, so konnte ich eine extrem kurze Feinfokussierung direkt an einem Vixenprisma realisieren.

Wenn man die Okularklemmhülsen an den Amiciprismen entfernen kann, gibt es bestimmt eine Anschlussmöglichkeit für die Klicklock Okularklemmen.

Gruß Günter

 
Moin,
natürlich kann man die verwenden, am besten gleich die passenden T2 Spiegel. Bestückt mit den beiden 13mm Naglern ergibt sich ein Preis, der die Optiken um ein vielfaches übersteigt. Reizen würde es mich schon.
 
Moin,
Ich habe jetzt ein Objektiv aus dem 10x60 Glas ausgebaut und nur mit einem Zenitspiegel betrieben. Erst mal die Daten, freie Öffnung 59mm, Brennweite 220mm also F 3,7. Mit dem 13mm Nagler ist es am Mond ganz gut scharf (17 fach), da es provisorisch war, wahrscheinlich nicht ganz genau zentriert (3,7 ist da ja äußerst empfindlich). Kann nur besser werden. Farbfehler ist erstaunlich gering, eine Randschärfe gibt es auch nicht im Nagler, aber die 82° kann man bei Binobetrieb eh nicht überblicken. Die wissen schon, warum das Gesichtsfeld orginal bloß so 50-55° hat :D. Egal, ich habe da 2 günstige Zenitspiegel und das Alurohr dafür ist auch vorhanden. Also steht dem Binobau nichts im Wege. Ich werde einen extra Tread vom Bau aufmachen, so das ein Nachbau möglich ist. Die Tuben werden nebeneinander verbaut, die Objektive sind klein genug.
 
Moin,
nach zerlegen dieses 10x60 habe ich mal genau nachgemessen. In einer Entfernung von 86mm hinter dem Objektiv ist der Durchlass 30mm. Bei 220mm Brennweite ergibt das einen Durchlass von eff. 49mm. Soviel zum Thema 10x60.
 
Hi Stefan,

macht F 4,5, das ist der Trick für den man zu viel Glas schleppt!
:schwitz:
Gruß und CS
*entfernt*
 
Ich werde heute Abend dann nochmal am Mond testen, es war ja noch in der "Vignettierungshülse". Dann wirds ja noch kritischer....
 
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