Superpolhöhenwiege LX200GPS 12"

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Lutzman

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Hallo,
hier gleich meine erste Frage: Ich habe mir das LX200GPS 12" gegönnt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Wenn ich die Beiträge hier so lese, ist der SPHW klar der Vorzug gegenüber dem Derotator zu geben. Jetzt ist das Ding aber [zensiert] teuer (auch hier in den USA wo ich z.Z. wohne), besteht aber eigentlich nur aus ein paar Platten Alu. Wer hat Erfahrung im Selbstbau? Das der Schwerpunkt vom Teleskopaufbau möglichst über dem Stativmittelpunkt liegen sollte ist klar, und sonst? Toleranzen? Mindestplattenstaerke?
 
Hallo Lutzman,

schau Dir mal die Seite >>www.petersonengineering.com<< an. Da findest Du viele Anregungen zur Ertüchtigung Deines 12"-Systems. Mr. Peterson ist kompetent und bestimmt in der Lage, Dir eine verstellbare Polhöhenwiege zu einem moderaten Preis zu bauen. Achte darauf, dass Du die Polhöhenwiege sowohl auf einem Stativ als auch auf einer Säule befestigen kannst. Die Aufnahme zwischen Polhöhenwiege und Gabelgrundkörper sollte selbstjustierend sein, d.h. V-Profile in Länge und Höhe haben, denn Du willst ja bestimmt nicht mehrere Semester Bodybuilding studieren, um Stativ und Fernrohr zu koppeln. So nun schau Dir erst mal die obige Homepage an und skizziere dann mal Deine Vorstellungen. Diese mailst Du dann zu Peterson und lässt Dir einen Kostenvoranschlag machen. Den Rest kannst Du dann mit Peterson telefonisch klären.
Die originale Polhöhenwiege ist wegen der vielen Durchbrüche nicht superstabil. Die Materialstärken sollten bei ALU >25mm sein und zwar ohne Ausbrüche, bei Stahl etwas weniger.
Vergiss die Justiermöglichkeit zwischen Polhöhengrund-und verstellplatte nicht (Gewindestange und zusätzliche Kontermöglichkeit am Einstellbereich der beiden Platten).
Nun Versuch mal dein Glück.

Gruss von Palge5 aus Berlin.
 
Hallo Palge5,
danke für die Tips, es sollte damit einfacher werden. Mir schwebt da schon etwas vor, ob sich die Konstruktion allerdings verwirklichen lässt, wird sich dann noch herausstellen müssen. Aber wie gesagt, mit guten Ratschlägen geht alles schneller und einfacher! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Gruss aus Milwaukee <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Lutzman,

mir fällt gerade ein, dass Du einen Probeaufbau in Holzbauweise durchführen solltest. Dazu besorgst Du dir zwei Rechteckplatten geeigneter Groesse aus Holzmultiplex ( z.B. Birkenmultiplex ). Die Platten sollten 35 bis 40mm stark sein. Beide Platten verbindest Du mit einem Hightec-Tuerscharnier moeglichst rostfrei und mit einem Bolzen >10mm. Die beiden Klappbuegel des Scharniers sollten eine Staerke von minimal 6mm haben und etwa 80 bis 100mm lang sein. Am gegenueberliegenden Ende verwendest Du ein U-foermig gestaltetes Rundprofil evtl. mit Gewinde zum Einstellen der Polhoehe. An der waagerechten Unterplatte bringst Du die Stativaufnahme an. An der Oberplatte bringst Du eine Schwalbenschwanzaufnahme an (siehe Vixen GP-Montierung). Im Unterschied zur Vixen-Montierung mit ihrem parallel ausgerichteten Schwalbenschwanz, verwendest Du einen V-foermigen Schwalbenschwanz (Oeffnungswinkel etwa 10 Grad). Das Gegenstück kommt unter den Azimutantrieb des LX200. Denke daran, dass Du genuegend Materialstaerke in Laenge, Hoehe und Breite hierfuer zur Verfuegung stellst, damit nichts ausreisst.
Zum Funktionsablauf ist zu bedenken: Stativ ausrichten, Polhoehe einstellen und fixieren und anschliessend das LX200 auf der Polhoehenwiege in die V-Aufnahme einrasten lassen. Dazu musst Du das Fernrohr etwas weiter anheben, bis beide Teile des Schwalbenschwanzes koppeln koennen, anschliessend senkst Du das LX200 geringfuegig ab, bis alle zugehoerigen Flaechen anliegen.
Zum Transport des LX200 solltest Du dir aber auf alle Faelle Petersons Handgriffe besorgen. Die Originalgriffe zerreissen einem die Pfoten. Ich habs selbst ausprobiert.
Und nun viel Spass bei dem Wunderwerk der Ingenieurskunst.

Gruss von Palge5 aus Berlin.
 
Vorweg: Ich nutze selber eine 12"-LX200 und die Meade Superpolhöhenwiege, allerdings auf einer Säule. Ich kann nicht über mangelnde Stabilität klagen, die Zuladung wird eher durch die Antriebsmotoren / Getriebe des LX200 begrenzt, nicht durch die Stabilität der SPHW. Ich habe im Internet (www.mapug.com) damals viele Bauanleitung für Polhöhenwiegen gesehen und studiert (brauchte die Maße der Bohrungen bevor das Teleskop da war).

Gruß
Ralf
 
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