ws_mak12
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Hallo Leute,
mich wundert, dass noch niemand so recht von gestern berichtet hat, oder habe ich da etwas übersehen...? Gestern war DER Tag für Jupiter. Um es in einem Satz zu sagen: Aus meiner Sicht einer der besten überhaupt, die ich jemals gesehen habe.
Ich kann das durchaus vergleichen mit einem Ereignis vor gut 4 Jahren als ich das Glück auf der Emberger Alm hatte, den besten Jupiter bis dahin in meinem Leben zu bewundern. Es war gestern gegen 23:00 Uhr einfach unbeschreiblich. Doch der Reihe nach:
Schon gegen 19:00 Uhr habe ich vermutet, dass es ein ganz großer Abend werden könnte, denn Jupiter stand für diese Zeit schon recht ruhig am Himmel und ich konnte den GRF schön erkennen. Es zeigten sich auch andere weiße Ovale relativ einfach und auf Ganymed konnte man schon da die ersten Strukturen ausmachen. Ein guter Indikator für annehmbare Bedingungen. Aber es war noch nicht ganz optimal, zumal auch das Teleskop erst wenige Minuten stand.
Dann wurde das Seeing erst einmal schlechter und ich erwartete nichts mehr ungewöhnliches. Noch kurz das Verschwinden von Europa hinter der Scheibe im Bino bei ca. 300x bewundert und dann recht plötzlich beruhigten sich die Turbulenzen und es wurde danach immer, immer besser. Es stand der Austritt von Kallisto aus dem Schatten von Jupiter an. Schon davor gab es nur ein Objekt den ganzen Abend: Jupiter, sonst nix... :smiley47:
Inzwischen waren bereits Io und Ganymed dermaßen scharf gezeichnete kleine Kügelchen, dass Ganymeds Strukturen schon richtig ins Auge stachen und mit einer Leichtigkeit erkannt werden konnten, dass ich es kaum glauben wollte, was ich sah. Keine Schwänzchen, so gut wie kein Gewaber mehr, zeitweise wie eingefroren. Jupiter war einfach nur überwältigend. Was soll ich denn da schreiben? Kann man nicht in Worte fassen. Muss man einfach gucken und sehen.
Dann das Highlight: Kallisto trat aus dem Schatten von Jupiter und ich konnte wunderbar die Phasenänderung von Kallisto sehen. Er stand erst als kleine Sichel da, dann ein "Halbkallisto" und dann vervollständigte sich dieser zu einem runden Bällchen mit grau/braunfarbenen Tönungen darauf. Das Ganze dauerte ca. 13 Minuten von der ersten Sichtung an. Im Anschluß daran standen die beiden Möndchen unweit voneinander entfernt und entzückten einem beide mit sooo leicht erkennbaren Strukturen. Ich habe dann das Bino rausgenommen und monokular bei ca. 610x die beiden Möndchen weiterbeobachtet. Einfach nur schön...Ich meine, selbst Io war kein ganz homogenes, völlig strukturloses Scheibchen mehr.
Zu schade, dass ich die darauf folgenden Events mit dem Austritt von Europa aus dem Jupiterschatten und die Bedeckung von Kallisto durch Ganymed nicht mehr mitnehmen konnte, da es mir einfach zu spät wurde. Musste ja morgens raus. Ein wenig leichter ist mir der Abbau dann doch gefallen, zumal nach 23:15 Uhr das Seeing ohnehin wieder etwas schlechter aber immer noch brilliant war...leider. Grrrr :teufelgrr:
Mal sehen, ob auch andere gestern Glück hatten und womöglich manche Ereignisse fotografisch festgehalten haben.
Viele Grüße
Werner
mich wundert, dass noch niemand so recht von gestern berichtet hat, oder habe ich da etwas übersehen...? Gestern war DER Tag für Jupiter. Um es in einem Satz zu sagen: Aus meiner Sicht einer der besten überhaupt, die ich jemals gesehen habe.
Ich kann das durchaus vergleichen mit einem Ereignis vor gut 4 Jahren als ich das Glück auf der Emberger Alm hatte, den besten Jupiter bis dahin in meinem Leben zu bewundern. Es war gestern gegen 23:00 Uhr einfach unbeschreiblich. Doch der Reihe nach:
Schon gegen 19:00 Uhr habe ich vermutet, dass es ein ganz großer Abend werden könnte, denn Jupiter stand für diese Zeit schon recht ruhig am Himmel und ich konnte den GRF schön erkennen. Es zeigten sich auch andere weiße Ovale relativ einfach und auf Ganymed konnte man schon da die ersten Strukturen ausmachen. Ein guter Indikator für annehmbare Bedingungen. Aber es war noch nicht ganz optimal, zumal auch das Teleskop erst wenige Minuten stand.
Dann wurde das Seeing erst einmal schlechter und ich erwartete nichts mehr ungewöhnliches. Noch kurz das Verschwinden von Europa hinter der Scheibe im Bino bei ca. 300x bewundert und dann recht plötzlich beruhigten sich die Turbulenzen und es wurde danach immer, immer besser. Es stand der Austritt von Kallisto aus dem Schatten von Jupiter an. Schon davor gab es nur ein Objekt den ganzen Abend: Jupiter, sonst nix... :smiley47:
Inzwischen waren bereits Io und Ganymed dermaßen scharf gezeichnete kleine Kügelchen, dass Ganymeds Strukturen schon richtig ins Auge stachen und mit einer Leichtigkeit erkannt werden konnten, dass ich es kaum glauben wollte, was ich sah. Keine Schwänzchen, so gut wie kein Gewaber mehr, zeitweise wie eingefroren. Jupiter war einfach nur überwältigend. Was soll ich denn da schreiben? Kann man nicht in Worte fassen. Muss man einfach gucken und sehen.
Dann das Highlight: Kallisto trat aus dem Schatten von Jupiter und ich konnte wunderbar die Phasenänderung von Kallisto sehen. Er stand erst als kleine Sichel da, dann ein "Halbkallisto" und dann vervollständigte sich dieser zu einem runden Bällchen mit grau/braunfarbenen Tönungen darauf. Das Ganze dauerte ca. 13 Minuten von der ersten Sichtung an. Im Anschluß daran standen die beiden Möndchen unweit voneinander entfernt und entzückten einem beide mit sooo leicht erkennbaren Strukturen. Ich habe dann das Bino rausgenommen und monokular bei ca. 610x die beiden Möndchen weiterbeobachtet. Einfach nur schön...Ich meine, selbst Io war kein ganz homogenes, völlig strukturloses Scheibchen mehr.
Zu schade, dass ich die darauf folgenden Events mit dem Austritt von Europa aus dem Jupiterschatten und die Bedeckung von Kallisto durch Ganymed nicht mehr mitnehmen konnte, da es mir einfach zu spät wurde. Musste ja morgens raus. Ein wenig leichter ist mir der Abbau dann doch gefallen, zumal nach 23:15 Uhr das Seeing ohnehin wieder etwas schlechter aber immer noch brilliant war...leider. Grrrr :teufelgrr:
Mal sehen, ob auch andere gestern Glück hatten und womöglich manche Ereignisse fotografisch festgehalten haben.
Viele Grüße
Werner
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