Swaro 8,5x42 EL, Zeiss 8x42 FL, Leica 8x42

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JoachimSchmolke

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Liebe Fernglasfreunde,
am vergangenen Wochenende habe ich mir wieder einmal Ferngläser mit nach Hause genommen um zu testen. Um es kurz zu machen: Das Swaro 8,5 ist ein wahres Traumglas, es ist sehr nahe der Perfektion. Die im Forum häufig geäußerte Kritik an der Preispolitik von Swarowski kann ich nicht nachvollziehen. Das 8,5x42 ist auf jeden Fall seinen Preis wert! Das Glas hat ein sehr großes Gesichtsfeld und verfügt über eine exellente Randschärfe.
Das Bild ist hell und brilliant. Das ganze Gesichtsfeld kann man sehr gut überblicken - auch den Randbereich. Das Einblickverhalten ist ebenfalls super. Lediglich die Farbkorrektur ist im Zeiss etwas besser. Übrigens, ein EL kann man auch mit Handschuhen sehr gut halten (Fingerhandschuhe). Ich habe das 10x42 EL drei Jahre lang gehabt.

Gruß
Joachim
 
Hallo Joachim,

danke für die Beobachtung. Was mich noch interessieren würde: Hast Du, im direkten Vergleich, nennenswerte Unterschiede dieser 3 Ferngläser im Streulichtverhalten festgestellt? Hast Du eventuell auch Gelegenheit gehabt, den Mond zu beobachten und dabei die Intensität der Reflexe vergleichen können?

Gruss,
Holger
 
Hallo Joachim,

eins verstehe ich nicht:
Swaro 8,5x42 EL, Zeiss 8x42 FL, Leica 8x42
und dann kommt fast ausschließlich eine Lobrede auf das Swarovski. Beim Zeiss erwähnst Du nur die bessere Farbkorrektur und zu Leica schreibst Du gar nichts, außer dem Namen im Titel. Ist das Swaro sooooooo gut? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

> Die im Forum häufig geäußerte Kritik an der Preispolitik von Swarowski kann ich nicht nachvollziehen.

Na ja, wenn ich beim Victory FL die bessere Farbkorrektur und wohl auch die modernere Optik für 250 Euro weniger bekomme, dann wüßte ich, wo ich zuschlage. Das sind immerhin rund 500 DM Preisdifferenz und das wegen des extravaganten Designs? Da kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein ...

Frank.
 
Hallo Joachim,

auch ich bin etwas verwirrt, hatte ich mich doch angesichts des Titels Deines Postings auf einen echten "Dreikampf" gefreut.

Du verheimlichst uns auch, welches Leica teilgenommen hat. Ultravid oder Trinovid?

Bei welchem Händler kann man denn diese drei Gläser mal für ein Wochenende ausleihen, hier in Frankfurt kenne ich nur einen, der alle 3 führt, und der läßt mich maximal vor die Tür <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Ich hoffe nicht, daß der einseitige Lobgesang und die Verniedlichung der Preisdifferenz des Swaro zu anderen High-end-Gläsern auf den Erwerb desselben zurückzuführen ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

carpe noctem
Matthias
 
Hallo Holger, Hallo Frank,
das Streulichtverhalten am Mond habe ich nicht getestet. Was mich etwas betrübt ist die Tatsache, das das 8,5x42 schon ca. 4 Jahre auf dem Markt ist. Zeiss und Leica hatten also genug Zeit um zumindest etwas Gleichwertiges auf den Markt zu bringen. Doch das El 8,5x42 ist klar das bessere Fernglas, es ist einfach saugut, eine Klasse für sich - ich meine hier die Optik. Über die Mechanik und das Design kann man natürlich geteilter Meinung sein. Allerdings ist das 10x42 EL deutlich schwächer als das 10x42 FL von Zeiss. Das 8,5x42El ist also die Rosine.

Gruß
Joachim
 
Hallo Mathias,
natürlich hat an diesem Wettbewerb das Leica Ultravid teilgenommen. Habe ich leider vergessen anzugeben - Entschuldigung.
Nun zum Eigentlichen Deiner Antwort:
Im Laufe von mehr als dreißig Jahren habe ich ca. 15 Ferngläser gekauft. Niemals habe ich aber ein Fernglas gekauft, ohne es mit anderen zu hause zu vergleichen.
Im Laden Ferngläser zu vergleichen bringt nicht viel. Ich wohne außerhalb eines Dorfes und habe sehr gute Möglichkeiten die Gläser miteinander zu vergleichen. Gibt es ein besseres Glas auf dem Markt, wird das "alte" wieder verkauft. Das Swarowski hätte ich auch noch nach ein paar Wochen ohne Verlust zurückgeben können. Hätte ich mich für das Zeiss FL entschieden, wäre ich um 300€ reicher gewesen. Ich kann jedem nur raten, nur zu jenen Händlern zu gehen, die es gestatten, ein Fernglas mit nach Hause zu nehmen. Hat man, wie ich, schon viele tausend DM/Euro für Optik bei bestimmten Händlern ausgegeben, so gibt es überhaupt kein Problem mehrere Gläser übers Wochenende mit nach Hause zu nehmen. Empfehlen kann ich zB. die Firma Knappworst und Optik-Bock in Braunschweig. Bis zu drei Ferngläser kann ich dort mit nach Hause nehmen.
Übrigens fühle ich mich an keine Marke gebunden. Das Glas muß einfach das beste sein. Wer dieses Glas gebaut hat, ist mir egal. So hatte ich schon Gläser von Optolyth, Docter, Hartmann, Swarowski und auch sechs Gläser von Zeiss waren dabei.
Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Gruß
Joachim
 
Hallo Holger,
bei aller Begeisterung für das 8,5 EL von Swarowski liegt mir noch folgendes auf dem Herzen:
Wie ich schon früher erwähnt habe, besitze ich noch ein Hartmann Porro 8x40 Weitwinkel. Leider ist schon etwas Staub ins Innere des Glases gelangt, so daß der Falschlichtanteil sehr stört. Trotzdem muß ich sagen: Hätte dieses Glas eine moderne Vergütung und eine bessere Abdichtung, würde ich es dem Swarowski 8,5x42 EL vorziehen. Das Bild wirkt schärfer und die Konturen sind härter als bei den Dachkantgläsern. Außerdem macht das räumlichere Bild - bis zu einem km - das Bild irgendwie lebendiger. Bei den Dachkantgläsern wirkt das Bild "steriler". Das Hartmann hat ein größeres Gesichtsfeld als das Zeiss, trotzdem hat es eine bessere Randschärfe. Dieses Glas hatte ich auf Wunsch des damaligen
Zeiss-Entwicklungschefs vor etlichen Jahren zu Zeiss geschickt. Wie mir der Entwicklungschef dann später mitteilte, hat dieses Glas im Vorstand heftige Reaktionen hervorgerufen. Passiert ist leider nicht viel.
Gruß
Joachim
 
> Was mich etwas betrübt ist die Tatsache, das das 8,5x42 schon ca. 4 Jahre auf dem Markt ist. Zeiss und Leica hatten also genug Zeit um zumindest etwas Gleichwertiges auf den Markt zu bringen.

Hallo Joachim,

wenn man in anderen Foren schmökert, kann man durchaus den Eindruck gewinnen, daß Zeiss mit dem 8x42 FL sogar was besseres auf den Markt gebracht hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. So ein Swarovski EL mit dem großen Loch in der Mitte ist halt nicht jedermanns Geschmack. Ich hatte das 8,5x42 auch schon in den Händen. Kaufen würde ich es mir auch dann nicht, wenn es "nur" so teuer wie das Zeiss FL wäre. Ich sehe für mich keinen Vorteil beim Handling und so muß ich die komplizierte Mechanik auch nicht teuer bezahlen. Allerdings hatte ich noch keinen direkten Vergleich was die Optik betrifft, da Swarovski in unserer Gegend praktisch nicht mehr verkauft wird. Mit der Preispolitik von Swarovski kann ich mich leider nicht anfreunden. Für das Geld, wo ich bei Zeiss ein 8x42 Victory FL kaufen kann, bekomme ich bei Swarovski nicht mal ein 8x32 EL! Also was soll's?

Frank.
 
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Hallo Frank,
es geht hier nicht um die Mechanik, sondern um die Optik.
Im direkten Vergleich sehen das Zeiss 8x42 FL und das Ultravid 8x42 gegen das Swarowski 8,5 EL etwas alt aus. Wenn ich schon weit über 1000€ für ein Fernglas ausgebe, dann kaufe ich mir doch nicht das zweitbeste oder drittbeste Fernglas - ich kaufe mir das Beste. Um festzustellen welches das beste Fernglas ist, gibt es nur eines: Den direkten Vergleich! Fast jeder Optiker wird Dir auf Wunsch das gewünschte Fernglas zur Ansicht kommen lassen. Versuch es z.B. bei Fielmann. Ich hatte in dieser Hinsicht jedenfalls noch keine Probleme.
Noch etwas zum Preis des 8,5EL: Für dieses Glas hätte ich auch noch etwas mehr bezahlt, weil es nahezu perfekt ist.


Gruß
Joachim
 
> Um festzustellen welches das beste Fernglas ist, gibt es nur eines: Den direkten Vergleich! Fast jeder Optiker wird Dir auf Wunsch das gewünschte Fernglas zur Ansicht kommen lassen.

Hallo Joachim,

mit dem direkten Vergleich hast Du natürlich recht. Nur bei uns bestellt mir kein Händler ein Swarovski ohne Kaufabsicht. Und meinen Stammhändler will ich nicht verschaukeln, nur um mal im Vergleich durchzusehen und er muß das Ding dann loswerden. In den letzten paar Jahren hat er wohl ein einziges Swarovski als Sonderbestellung verkauft und das war ein Habicht. In unserer Gegend kaufen die Ornithologen und Jäger in der Regel entweder Zeiss oder Leica. Zumindest solange, wie Geld in der Kasse ist. Ansonsten ist Docter-Optik eine sehr gute Adresse und dann war es das so ziemlich. Zeiss und Leica sind ja nun wirklich teuer genug und so locker sitzt den Leuten das Geld auch nicht. Dazu kommt, daß ich mit meinem Fotohändler bei Zeiss und Leica in vernünftigem Rahmen über den Preis reden kann, was die Preisdifferenz zu Swarovski bestimmt nicht verringert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Daher werde ich kaum Gelegenheit zu einem Vergleich finden. Da man aber auch gegenteilige Meinungen zum Vergleich El vs. FL liest, bleibe ich auf jeden Fall dran. Irgendwann finde ich mal die beiden Gläser nebeneinander und dann sollte es mich wundern, wenn Zeiss mit seinem 8x42 FL optisch unterlegen ist. Das Glas hat mich nämlich so begeistert, daß ich bei jedem Besuch im Fotoladen 10 Minuten vor dem Schaufenster stehe und beim Anblick des FL in der Vitrine in Gedanken den aktuellen Kontostand abfrage <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Schaun wir mal.

Viele Grüße, Frank.
 
Hallo,

noch ein paar Anmerkungen zum 8,5x42 EL Swarovski. Ich kenne dieses Glas recht gut und habe mir im Frühjahr natürlich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, dieses mit dem 8x42 Zeiss FL zu vergleichen. Das Zeiss FL hat tatsächlich die bessere Farbkorrektur aber auch die bessere Mittenschärfe und Bildhelligkeit bei mindestens gleich starkem Kontrast. Weiterhin bildet das FL farblich neutral ab, während das EL eine Tendenz in Richtung gelbgrün aufweist, was ich aber nicht unbedingt als Nachteil bezeichnen würde. Das ist insofern interessant, als dass das Bruderglas, das 10x42 Swarovski farblich ganz anders ausgerichtet ist. Dieses ist farblich eher bläulich ausgerichtet. Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Swarovski ELs ist der Austrittspupillenabstand. Beim 8,5x beträgt er nach Angaben von Swarovski 18 und beim 10x 15mm, wobei sich diese Werte ab letzter Glasfläche und nicht ab Auflagefläche der Augenmuscheln im eingeschraubten Zustand ergeben. Ich nehme an, dass dies zusammen mit der größeren Austrittspupille zu dem beim 8,5 angenehmeren Einblickverhalten beiträgt. Ein Problem beim Vergleichen des 8,5 EL mit seinen 8x Konkurrenzmodellen, das viele Tester m.E. nicht ausreichend berücksicht haben, ist die unterschiedliche Vergrößerung. Die unscheinbaren 0,5 mehr führen selbstverständlich zu einer erhöhten Detailauflösung beim Swarovski. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser unscheinbare kleine Coup von Swarovski einen nicht ganz unbedeutenden Anteil am Erfolg dieses Glases hat, denn mit was soll man dieses Glas vergleichen als mit den 8x vergrößernden Modellen der Konkurrenz. Man muss sich dies vor dem Hintergrund der Tatsache vor Augen halten, dass die 8x42 Gläser für alle Fernglashersteller der meist verkauften Modelltyp ist und damit - um es im Marketingjargon auszudrücken - die Cash Cow im Angebotskatalog bildet.

Swarovski hatte bei der Einführung der EL Modelle also im wesentlichen 3 neue Ideen: 1. 8,5 statt 8x, 2. dielektrische Vergütung der Spiegelfläche im Schmidt-Pechan Prisma zur Erhöhung der Reflexion und 3. der Durchgriff. Die Daumenmulden waren zuvor schon von den SLC Modellen bekannt. Ich persönlich komme damit meist recht gut klar. Doch weiß ich von verschiedenen anderen Benutzern, dass sie mit der Platzierung dieser Mulden nicht glücklich sind, weil ihre Daumenposition nicht mit der von Swarovski vorgegebenen Mulde übereinstimmt. Natürlich ist das 8,5 Swarovski EL optisch ein tolles Fernglas. Ich sehe aber nicht, dass es über die Konkurrenzmodelle von Leica oder auch Nikon (HG) wirklich herausragt. Zeiss ist es mit den Victory FL Gläsern vielleicht zum ersten Mal gelungen, die Stärken einer Abbe-König Dachkantkonstruktion voll auszuspielen. Jedenfalls sehe ich diese Gläser optisch jetzt vor Swarovski EL. Ich muss allerdings sagen, dass ich diese Eindrücke bisher nur mit den handgefertigten Prototypen der Zeiss FL sammeln konnte, die auf den von mir hier im Forum erwähnten Optikmessen zur Verfügung gestellt wurden. Ich hoffe, dass die Gläser aus maschineller Produktion diesen in der Qualität nicht nachstehen.

Gruß

Steve

P.S. Wie man hört, erscheint demnächst eine überarbeitete Fassung der EL Gläser. Die Änderungen sollen im wesentlichen den Mitteltrieb (Fokussierung) betreffen. Von vielen Ornithologen wurde die zu langsame Fokussierung kritisiert. Gute 4 Umdrehungen sind bei den 42er Modellen nötig, um die Schärfeneinstellung von 2,5 m bis unendlich zu erreichen. Wie bei den 32er EL Modellen soll der Fokussweg demgegenüber ca. um die Hälfte verkürzt werden. Zum Vergleich: Bei Leica (Trinovid und Ultravid) und Zeiss Victory FL sind es gut 1 Umdrehung und bei Nikon HG gar nur ca. eine 3/4.
 
Re: Swaro 8,5x42 EL, SLC

Noch ein kleiner Hinweis. Meiner Meinung sind die Modelle der SLC Baureihe von Swarovski (8x42 und 10x42) optisch gleichwertig mit den EL Modellen (von Kleinigkeiten wie dem Nahpunkt einmal abgesehen), sofern sie bereits über die Swarobright (das ist die von mir angesprochene Vergütung der Spiegelfläche im Dachkantprisma) Vergütung verfügen. Ohne diese Vergütung können die SLC z.B. nicht ganz mit Leica Trinovid mithalten, mit sind sie mindestens gleichwertig. Allerdings habe ich festgestellt, dass immer noch, auch Jahre nach der Einführung von Swarobright, bei einigen Händlern die Altmodelle herumstehen. Auf der Verpackung des Fernglases sollte sich der Hinweis auf Swarobright finden. Wer ganz sicher gehen will, sollte sich noch einmal beim deutschen Importeur , der Fa. Alberts nach den betreffenden Seriennummern erkundigen.
Für astronomische Zwecke sind sicher die 50er und 56er SLC Modelle besonders interessant. Selbst das 15x56 SLC ist immer noch preisgünstiger als ein EL und da bekommt man eine Menge optischer Leistung mehr! Also: bei den SLC Gläsern stimmt für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis. Nun ratet mal, wovon Swarovski mehr verkauft - wesentlich mehr. Natürlich EL <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> . Für mich ist dies eines der typischen Beispiele für irrationales Käuferverhalten. Mich verwundert außerdem, dass ich noch nie einen Vergleichstest moderner SLC gegen EL gesehen habe. Holger, wenn Du da wirklich einen Test planst, solltest Du Dich dieses Themas einmal annehmen. Da würdest Du wirklich Neuland betreten, wie mir scheint.

Gruß

Steve
 
Re: Swaro 8,5x42 EL, SLC

Hallo Steve,
nun muß ich noch etwas konkreter werden. Von den Zeiss Fl
Gläsern ist das 10x42 das beste, 8x42 und 7x42 fallen dagegen ab. Das 10x42 FL ist sicherlich das beste 10x42 auf dem Markt, klar besser als z.B. das 10x42 EL (darum habe ich mein 10x42 EL auch verkauft).Bei den Gläsern achtfacher Vergrößerung ist ganz klar das 8,5 EL das beste Glas. Schon beim ersten Durchsehen Verblüffung. Beim 8x42 FL etwas Enttäuschung. Das FL hat zwar eine sehr gute Mittenschärfe, ein sehr helles Bild und ein gute Farbkorrektur, aber es hat für mich ein paar entscheidende Mängel: Die Randschärfe ist schwach. Es hat nur einen sehr kleinen zentralen Bereich der scharf ist. Schon ca.ein halbes Grad vom Zentrum entfernt konnte ich den Schriftzug eines Schildes in ca. 200m Entfernung kaum mehr lesen. Mit dem El konnte ich das fast bis zum Rand, obwohl der subjektive Sehwinkel beim EL deutlich größer ist. Der Randbereich "knickt" beim FL etwas ein. ER ist nicht so gut zu überblicken wie beim EL. Beim El ist das ganze große Gesichtsfeld sehr gut zu überblicken. Das Bild wirkt wie aus einem Guß, sehr gleichmäßig ausgeleuchtet, einfach perfekt. Von den Fluorithaltigen Gläsen der FLs hatte ich mir eigentlich noch etwas mehr versprochen. Die Farbkorrektur ist nur etwas besser geworden.
Bei dem 7x42 muß ich auch die für mich unbefriedigende Randschärfe bemängeln. Hier war das alte 7x42 Classic deutlich besser.
Noch kurz zum Leica 8x42. Es ist merklich dunkler als das Zeiss, hat ein kleiners Gesichtsfeld und eine deutlich schlechtere Farbkorrektur. Trotzdem ist der optische Gesamteindruck des Leicas nicht schlecht. Es hat eine bessere Randschärfe, ein besseres Einblickverhalten und auch im Handling ist es für mich angenehmer.
Eigentlich wollte ich mir gar kein 8x42 kaufen, sondern ein 10x42. Aber weil im Laden auch das 8,5x42 EL herumstand, habe ich mal durchgeschaut und war beindruckt. Also nahm ich es mit zwei anderen Gläsern (10x42FL und 10x42 Ultravid) mit nach Hause. Das 10x42 FL ist sehr nahe an dem EL 8,5x42 dran. Letztlich gab aber das harmonischere Gesamtbild des EL den Ausschlag. Es geht also nichts über den direkten Vergleich. Sicher setzt jeder seine Prioritäten ganz individuell. Deshalb kann ich jedem nur empfehlen zu vergleichen bevor er kauft, damit es später keine Enttäuschung gibt.

Gruß
Joachim
 
Swarovski Brille?

Hallo Joachim,

also hier muß ich mich nochmal melden. Bist Du sicher, daß Dir Dein Händler diesmal das richtige Victory mitgegeben hat? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Wenn Du schreibst:

> Es hat nur einen sehr kleinen zentralen Bereich der scharf ist. Schon ca.ein halbes Grad vom Zentrum entfernt konnte ich den Schriftzug eines Schildes in ca. 200m Entfernung kaum mehr lesen.

dann muß ich Dir zumindest widersprechen. Dein 8x42 FL muß ja eine Katastrophe gewesen sein, wenn Du ein halbes Grad vom Zentrum Schwierigkeiten mit der Lesbarkeit von Schrift hast. So schlecht sind ja nicht mal meine billigen Chinagläser von Nikon. Ein halbes Grad vom Zentrum entfernt würde bedeuten, daß gerademal 1 Grad vom 7,7 Grad messenden Sehfeld wirklich scharf ist. Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Folgende Skizze zeigt, was nach Deiner Einschätzung beim FL wirklich scharf wäre, nämlich der innere Kreis:

Link zur Grafik: http://212.80.228.216/sites/f.schaefer/0fglvictory.jpg

Bei dem 8x42 FL was ich probieren durfte, war das Bild über einen deutlich größeren Bereich scharf! Und zwar wirklich scharf. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, daß ich mich so verguckt habe. Aber ich werde die nächste Gelegenheit nutzen und mal Schilder lesen gehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Schwächen im Randbereich sehe ich auch, aber diese halten sich in erträglichen Grenzen. Das Leica Ultravid erweckt den Eindruck einer besseren Randschärfe, es hat aber auch weniger Sehfeld.

> Von den Fluorithaltigen Gläsen der FLs hatte ich mir eigentlich noch etwas mehr versprochen. Die Farbkorrektur ist nur etwas besser geworden.

Auch hier kann ich Dir nicht folgen. Nimmt man ein normales Victory 8x40 und das 8x42 FL, dann ist der Unterschied mehr als offensichtlich! Die deutlich farbreinere Abbildung zeigt sich auch in deutlich verbesserter Schärfe und satterem Kontrast. Das Bild ist beim FL einfach knackiger und es zeigen sich feinste Details, wo man beim normalen Victory schon beinahe zweimal hingucken muß. Deine Einschätzung von "etwas besser" ist aus meiner Sicht wohl etwas untertrieben.

> Bei dem 7x42 muß ich auch die für mich unbefriedigende Randschärfe bemängeln. Hier war das alte 7x42 Classic deutlich besser.

Auch hier findet man andere Meinungen. Wenn ich mir nochmal den fundierten Bericht von Wolfgang Henseler und seine Antworten auf weitere Fragen im Forum von Werner Jülich durchlese, dann komme ich zu dem Schluß, daß das 7x42 FL nicht nur in Sachen Transmission und Kontrast eine positive Weiterentwicklung des Dialyt ist. Die Randschärfe war beim Dialyt nicht so toll und hier scheint nach Einschätzung von Wolfgang Henseler das FL besser zu sein.

Ich habe keine Zweifel, daß Dein Swarovski ein feines Fernglas ist! Aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, ich muß mir alle drei FL's mal mit nach Hause nehmen, um mir ohne Swarovski Brille eine eigene Meinung zu bilden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Hoffentlich habe ich dann nicht die Zeiss Brille auf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Swarovski Brille?

Hallo Frank,
Deiner Meinung nach habe ich also ein schlechteres Fernglas gekauft und dazu noch 300€ mehr dafür ausgegeben, obwohl ich übers Wochenende in aller Ruhe alle Gläser miteinander vergleichen konnte. Ich muß ja wirklich ein richtiger [zensiert] sein.
Mir ist es ziemlich wurscht welches Firmenlogo auf dem Fernglas prangt. Es muß einfach nur das beste sein.
Eine weitere Diskussion halte ich für sinnlos. Du kennst doch sicherlich den Spruch von dem Blinden und der Farbe
- ist nicht frech gemeint - . Ich meine, ehe Du nicht selber diese Gläser miteinander verglichen hast, ist keine fundierte Aussage deinerseits möglich.

Gruß
Joachim
 
Re: Swarovski Brille?

Hallo Joachim,

ich wollte Dir keinesfalls auf den Schlips treten oder das Swarovski herabsetzen. Hast Du meinen Beitrag von heute früh nicht gelesen?

> Ich meine, ehe Du nicht selber diese Gläser miteinander verglichen hast, ist keine fundierte Aussage deinerseits möglich.

Ich habe gar nichts von einem Vergleich geschrieben. Ich habe auch nicht behauptet, daß Du das schlechtere Fernglas gekauft und 300 Euro mehr ausgegeben hast. Ich habe nur über das Victory FL geschrieben, ich habe mich etwas über Deine Beobachtungen gewundert und diese mit meinen eigenen in Gedanken verglichen. Auf Dein Swarovski bin ich gar nicht eingegangen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Also nichts für ungut. Wie ich schon schrieb, Du hast sicher ein feines Fernglas. Und da solche Einschätzungen wie immer individuell sind, zweifle ich auch nicht, daß es in Deinen Augen das beste ist.

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Swarovski Brille?

Na, Joachim, nachdem was Du über die 10x50 von Leica und Swarovski vor einiger Zeit hier gesagt hast, habe ich schon den Eindruck, dass Du ein bisschen dazu neigst, durch die Swarovskibrille zu blicken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich habe auch von einer anderen Stelle Berichte über einen relativ kleinen Bereich hoher Schärfe (im Vergleich zu 8,5 Swarovski EL und Nikon 8x32 SE) beim 8x42 Victory FL gehört. Bei den von mir getesteten Prototypen war dies aber definitiv nicht der Fall bzw. nicht auffallend. Zwar schien mir der Unterschied zwischen den 10x42 EL und Zeiss FL größer als der zwischen 8,5 EL und 8x Zeiss FL, doch war auch dort aus den schon von mir genannten Gründen das FL recht klar vorne. Die erwähnten Berichte bezogen sich auf Ferngläser aus der aktuellen Serienproduktion. Wenn ich voraussetze, dass wir alle unsere Eindrücke korrekt beschreiben, dann kann das darauf hindeuten, dass es einen qualitativen Unterschied zwischen Geräten aus der Serienproduktion und Vorführgeräten gibt.

Dies erinnert mich an die Zeit als Zeiss das Spektiv Diascope 85 FL herausbrachte, wo es ähnliche Phänomene gab einschließlich einer hohen "Gurkenrate" bzw. Serienstreuung bei Geräten aus der Anfangszeit der Produktion. Auch bei den 8x40 und 10x40 Victory Gläsern der ersten Generation gab es ähnliche Probleme. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass eine neu aufgebaute Fertigung immer mit gewissen Anfangsproblemen zu kämpfen hat, hoffe ich doch sehr stark, dass man sich bei Zeiss darüber bewusst ist, welche bleibenden Eindrücke qualitativ minderwertigere Geräte beim Kunden hinterlassen. Eine hohe Serienstreuung bei Produktionsbeginn kann den Ruf einer ganzen Produktreihe ruinieren. Wenn diese Überlegungen zutreffen, dann sollte man beim Testen der FL Gläser einmal mehrere z.B. 8x42 FL miteinander vergleichen und darauf achten, ob Unterschiede in der Optik auffallen. Je kleiner die Seriennummer (befindet sich auf der Unterseite in Brückennähe), desto "älter" ist das Glas. Ich werde dies bei Gelegenheit auch tun und ggf. noch einmal hier berichten.

Gruß

Steve

 
Testverfahren stossen an ihre Grenzen

Hallo Frank und Joachim,

diese Diskussion bestätigt meine These: Ferngläser in dieser Preisklasse sind schon so perfekt, dass subjektive Parameter beginnen, dominant zu werden. Solange die Geräte völlig offensichtliche Mängel zeigen, ist man sich einig und hat klar definierte Angriffspunkte. Werden diese Geräte dann nahezu perfekt, was bei den Zeiss genauso der Fall ist wie bei den Swaros, dann sind es schwer in Begriffe zu fassende Eindrücke, die ein Gefallen oder Missfallen verursachen. Hier stossen auch meine Testmethoden an ihre Grenzen: Ob eine helle Strassenlaterne in der Nacht nun einen sehr schwachen oder einen sehr-sehr schwachen Reflex erzeugt - in wieviel % der Beobachtungssituationen spielt das noch eine Rolle? Dagegen stehen fest eingefahrene Gewohnheiten der Beobachter, die dazu führen, dass ihnen ein Fernglas besser 'liegt' als das andere. Manche Leute regen sich über den feinsten Farbsaum auf, andere sehen den nicht und wollen lieber ein weites Sehfeld, die einen wollen einen warmen Farbton, die anderen einen Durchgriff. Ich stimme daher der generellen Weisheit zu: In diesem Preisbereich ist das Ausprobieren viel wichtiger als jeder Testbericht! Das gilt nicht so sehr für billige Ferngläser, bei denen ein Test die wichtigsten Schwachpunkte lokalisieren kann und der einem potentiellen Käufer daher eine gute Orientierung liefern kann. Bei sehr guten Ferngläsern habe ich inzwischen meine Zweifel, ob der Fernglastest noch wirklich aussagekräftig ist. Egal, ob man ein Swaro hat oder ein Zeiss, falsch machen kann man da ohnehin nichts mehr. Und was den Preis anbetrifft: Wenn ich den Eindruck habe, dass mir das Swaro besser gefällt, und ohnehin genug Kohle herumliegen habe (was bei mir nicht der Fall ist :-), dann nehme ich das Swaro.
Momentan teste ich das Fujinon 7x50 FMT-SX gegen das 8x50 Nobilem und das 8x50 Zeiss (Oberkochen). Das Fujinon ist in den meisten Testkriterien das überlegene Fernglas, aber trotzdem sehe ich lieber durch die 8x50er, einfach weil sie ein weiteres Sehfeld liefern und sich ansonsten so nahe an der Perfektion bewegen, dass mich auf den ersten Blick nichts mehr stört.

Gruss,
Holger
 
Re: Testverfahren stossen an ihre Grenzen

Hallo Holger,

Du hast schon recht. Bei den tollen Gläsern der Oberliga spielen andere und vor allem recht subjektive Faktoren die ausschlaggebende Rolle. Wenn die Gummierung einen eher abstoßenden Eindruck macht (damit meine ich nicht das Wasser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />), dann bleibt das Glas halt im Schaufenster liegen. Ich denke nur an das Nobilem mit dem von hanz so schön betitelten "Gummientendesign". Da kann einer sagen was er will, die Gummierung ist eine Katastrophe. Und wenn Swarovski Nutzer beim Victory FL keinen Durchgriff finden, dann nützt die schönste Optik nichts. Ist eben alles sehr individuell.

> Ob eine helle Strassenlaterne in der Nacht nun einen sehr schwachen oder einen sehr-sehr schwachen Reflex erzeugt - in wieviel % der Beobachtungssituationen spielt das noch eine Rolle?

Hast Du Deine Testprozedur schon mal auf den nicht allzu hoch stehenden zunehmenden oder Vollmond ausgedehnt? Ich habe mich kürzlich regelrecht erschrocken, wie manch teures Fernglas unter solchen Bedingungen kläglich versagt. Wenn der Mond so in 20 oder 30 Grad Höhe über den Horizont schleicht, mußt Du mal versuchen in Richtung Mond am Horizont zu beobachten. Das entspricht dann dem Laternentest mit dieser weit außerhalb vom Bildfeld. Ich könnte mir vorstellen, daß Beobachtungen bei Mondlicht nicht sooooo unrealistisch sind. Mein Nikon 8x30 zeigt in dem Fall so viel Streulicht, daß man vermutet, jemand hat die Vergütung geklaut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Den Test am besten bestanden hat übrigens ein altes Leitz Trinovid 7x42. Im Vergleich dazu könnte ich Nikon, Dekarem und Nobilem in der Tonne versenken. Ein Glück, daß man Deep-Sky ohne Vollmond guckt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Swarovski Brille?

Hallo Steve,

die Geschichte mit Serien-, Vorserien- und Vorführmodellen ist ein interessanter Aspekt. Als ich das 8x42 FL ausprobieren durfte, hatte der Zeiss Vertreter ein Vorserienmodell dabei. Ich kann mir auch gut vorstellen, daß Hersteller ganz allgemein bei Messen und dergleichen nicht mit "Gurken" auf Reisen gehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Nur sollten wir hier keine Gerüchte in Umlauf setzen. Ich gehe eigentlich davon aus, daß man bei Zeiss oder Leica keine "Einlaufmodelle" verkauft. Aber abwarten kann ja nicht schaden. Es soll Sachen geben, die reifen mit der Zeit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

> Wenn diese Überlegungen zutreffen, dann sollte man beim Testen der FL Gläser einmal mehrere z.B. 8x42 FL miteinander vergleichen

Das sagst Du so einfach. Also mein Fotohändler hat von den teuren Ferngläsern in der Regel immer nur ein Exemplar im Lager. Und die liegen meist auch ziemlich lange. Scheinbar geht das Nachbestellen beim Hersteller in diesen Zeiten deutlich schneller wie das Verkaufen an die Kundschaft. Unter solchen Umständen hat man schlechte Karten, wenn man vergleichen will.

Frank.
 
Re: Swarovski Brille?

Hallo Frank,

nein, keine Gerüchte. Doch im Interesse eines verlässlichen Qualitätsstandards kann es nicht schaden, den Herstellern genau "auf die Finger zu sehen". Beim Diascope war es nämlich tatsächlich so. Unabhängig von diesem konkreten Fall habe ich festgestellt, dass öfter konträr geäußerte Meinungen über ein bestimmtes Fernglas in Foren wie diesem durchaus Hinweise über eine gewisse Serienstreuung geben können (Beispiel: Canon 15x50 IS). Es ist schade, wenn Händler einen solchen Vergleich nicht ermöglichen (können oder wollen?). Vielleicht findest Du bei anderer Gelegenheit ja einmal die Möglichkeit dazu. Tester aus Vogelbeobachterkreisen, die ich als sehr erfahren schätze, berichten jedenfalls herstellerunabhängig immer wieder über sichtbare Qualitätsunterschiede einzelner Optikprodukte auch bei den Topmarken. Für Vergleichtests, die dann auch veröffentlicht werde sollen, gehen sie dieses Problem auf verschiedene Weise an. Entweder sie bitten den Hersteller um ein Testexemplar. Dieser wird schon dafür sorgen, dass es sich ein Topmodell handelt. Die häufiger (vielleicht, weil die Hersteller nicht so kooperativ sind?) angewandte Methode besteht darin, mehrere Exemplare eines Modells von einem Händler gegeneinander zu testen und hiervon das jeweils beste für den Test gegen andere Hersteller auszuwählen.

Mir geht es also nur darum, hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen, mehr zu erfahren über Produkte und Zusammenhänge, die aus verschiedenen Gründen (Verfügbarkeit, Preise etc.) eine genaue Beurteilung schwer machen, nach dem Motto: gemeinsam sind wir stark <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> oder ganz einfach: je mehr Informationen und Erfahrungen über eine Frage vorliegen, desto besser.

Steve
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Testverfahren stossen an ihre Grenzen

Hallo Frank,

was Du beschreibst ist doch ein Spezialfall des Tests 'Reflexe bei Mond ausserhalb des Sehfeldes', nämlich der, bei dem der Mond oberhalb des Sehfeldes steht. Dieser Test ist ähnlich wie mein Test 'Waldrand nach Sonnenuntergang mit hellem Himmelshintergrund', d.h. diffuses Streulicht dringt von oben in das Gerät ein und beleuchtet die untere Innenseite der Objektivtuben. Das führt in den meisten Gläsern zu einem 'white out', d.h. Kontrastminderung durch einen weissen, diffusen Schimmer. Derselbe Effekt dürfte auch in der Nacht sichtbar sein, wenn der Mond einstrahlt. Ursache für diesen Effekt ist übrigens nicht so sehr die schlechte Vergütung, sondern mangelnde Abschirmung des Prismeneingangs durch geeignete Blenden, oder auch (zumindest beim Porro Typ) fehlende Abdeckung der Prismenflanken bzw. der Rückseite des okularseitigen Prismas (hier eindringendes Licht kann Nebenpupillen erzeugen, die zwar ausserhalb der Austrittspupille liegen, in der Dämmerung aber die erweiterten Pupillen des Beobachters treffen können). Das Docter Nobilem 10x50, das ich mal getestet hatte, war hier aber relativ gut gerüstet (mein 8x50 Nobilem komischerweise nicht!).

Gruss,
Holger
 
Re: Testverfahren stossen an ihre Grenzen

> Dieser Test ist ähnlich wie mein Test 'Waldrand nach Sonnenuntergang mit hellem Himmelshintergrund'

Hallo Holger,

genauso ist es, nur einen ganzen Zacken schärfer. Deinen "Waldrand nach Sonnenuntergang" habe ich mir auch schon vorgenommen. Der war aber beinahe harmlos im Vergleich zum Mond von schräg vorn <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. In dem 8x30 E II sieht das Bild dann aus wie London im Nebel ...

> Das Docter Nobilem 10x50, das ich mal getestet hatte, war hier aber relativ gut gerüstet

Das kann gut sein. Das Exemplar was ich zum Vergleich hatte, war das Original von CZJ. Docter hat in punkto Streulichtbremsung wohl einiges verbessert.

Frank.
 
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Zeiss 8x42 Victory FL - ein erster Eindruck

Das schlechte Abschneiden des 8x42 Victory FL in Joachim's Beiträgen hat mich nicht schlafen lassen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Ich bin also zu meinem Fotohändler gegangen und habe mir das Fernglas ausgeliehen. Es ist kein Vorführmodell sondern eins aus der aktuellen Serie. Dabei ist mir folgendes aufgefallen:

Tagbeobachtung

Schärfe und Kontrast sind beeindruckend! Die Mittenschärfe ist tadellos und auch die Schärfe über die zentralen 50% vom Sehfeld (bezogen auf den Sehfelddurchmesser) ist hervorragend. Von da an schleicht sich zunehmend Unschärfe ins Bild, erst ganz leicht und dann recht deutlich. Für die alleinige Nutzung am Tag ist das aus meiner Sicht kein Problem. Ich habe das FL dann mit meinem Nikon 8x30 E II verglichen und mußte für mich ganz privat feststellen, den Aufpreis von 1000 Euro würde ich nie und nimmer zahlen, wenn die Nutzung am Tag im Vordergrund steht (ich habe das Nikon für 345 Euro bekommen). Bis eine halbe oder dreiviertel Stunde nach Sonnenuntergang mußte ich schon genau hinsehen, um einen Unterschied zu bemerken. Das Nikon wirkt mit seiner Vergütung etwas kälter, ansonsten ist es dem Zeiss beinahe ebenbürtig. Übrigens ist mir dabei aufgefallen, daß das Victory FL abseits vom direkt wahrgenommenen Teil des Sehfelds noch leichte Farbsäume zeigt. Da wo das Nikon an einer Dachkante (die von einem Haus, nicht vom Prisma <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />) einen rötlichen Saum zeigt, findet man einen solchen auch im FL. Nicht so ausgeprägt, aber er ist da. Da man beim normalen Beobachten eh mittig guckt, stört das in der Praxis nicht.

Dämmerung

Wenn es zunehmend dunkler wird, dann zeigt sich mehr und mehr die Güte der Zeiss Optik. Bis hinein in die tiefe Dämmerung konnte ich mit dem Victory FL Details in der Nachbarschaft sehen, wo ich ansonsten zum 10x50 Dekarem greifen müsste. Dem kleinen Nikon geht natürlich bei solchen Zuständen das Licht aus - logisch. Und allmählich zeigt auch die sehr gute Streulichtunterdrückung beim FL Wirkung. Wenn in der Nachbarschaft reihenweise die Laternen angehen, zeigt sich das FL nahezu unbeeindruckt von der Lichterflut. Das Nikon 8x30 sieht in der Streulichtbremsung deutlich schlechter aus und das Bild hüllt sich in der Nähe heller Lichtquellen in zarten Nebel. Stellt man im Zeiss FL eine helle Laterne direkt neben die Sehfeldbegrenzung, dann wird es schlagartig dunkel. Keine Reflexe, kein Streulicht und nach kurzer Zeit zeichnet sich die Landschaft ab. Ich denke, die sehr gute Transmission in Verbindung mit einer ausgeklügelten Streulichtunterdrückung bringt hier die Punkte. Ein älteres Leitz 7x42 sieht deutlich schlechter aus. Das Leitz zeigt mehr Streulicht, der Kontrast ist schlechter und das Zeiss 8x42 FL ist klar überlegen. Schwenkt man das Fernglas in einigem Abstand um eine sehr helle Lichtquelle, dann zeigen sich ein paar Reflexe, wenn die Lichtquelle ziemlich weit entfernt von schräg unten die Landschaft beleuchtet. Da der Fall eher selten ist, würde ich sagen: Streulichttest mit sehr gut bestanden. Außerdem dürfte es sehr schwer sein, ein Fernglas zu bauen, was überhaupt nicht auf helle Lichtquellen in dunkler Nacht reagiert. Gemessen an der praktischen Nutzung in kritischen Situationen macht das Zeiss FL eine sehr gute Figur.

Nachts der Sternhimmel

Nach einer halben Stunde Dunkeladaption zeigte das Victory FL, was es drauf hat. Der satte Kontrast am Tag zeigt sich genauso am Sternhimmel. Atair wird auf einen sehr kleinen Lichtklecks reduziert und ansonsten gibt es an der Punktförmigkeit der Sterne im direkt wahrgenommenen Bereich des Sehfelds überhaupt nichts zu meckern. Die Schildwolke und M24 habe ich schon lange nicht mehr so schön gesehen, wie letzte Nacht. Die Kontrastleistung des Zeiss FL ist einfach genial. Es gibt eben zwei Wege, um in Stadtnähe einen dunklen Himmelshintergrund und so ein ästhetisch ansprechendes Bild zu bekommen. Man kann ein Glas mit kleiner AP nehmen (um die 3-4mm) oder man nimmt ein Fernglas mit etwas größerer AP (um 5mm), welches eine tadellose Kontrastleistung verspricht. Mit Variante 1 fährt man zweifellos günstiger, Variante 2 ist verdammt teuer. Sieht man eine Unzahl schwach schimmernder Sterne inmitten der Milchstraße auf samtschwarzem Grund, so ist das schon ein tolles Erlebnis! Ein Fernglas mit 3 oder 3,5mm AP vermittelt zwar ein ähnlich schönes Bild, schwache Deep Sky Objekte sind aber im Zeiss deutlich besser zu sehen. Und genau das ist der feine Unterschied zwischen einem Mittelklasse und einem Top Fernglas.

Nun kommt der Schwachpunkt des Zeiss FL, die Randschärfe. Um zum Aufhänger meines Beitrags zurückzukommen, das halbe Grad von Joachim, wo die Schärfe nachläßt, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe meine Skizze vom 6.9. erweitert:

Link zur Grafik: http://212.80.228.216/sites/f.schaefer/0fglvictoryneu.jpg

Links das halbe Grad, was Joachim angesprochen hat, rechts mein Eindruck am Sternhimmel. Im inneren Bereich (etwa die Hälfte des Sehfelds auf den Durchmesser bezogen) ist die Sternabbildung tadellos bis sehr gut. Ich muß schon mehr als zweimal hingucken, um eine Verschlechterung zu bemerken und wenn, dann nur bei sehr hellen Sternen. In der hellgrauen Zone schleicht sich allmählich Unschärfe ein. Im Übergang zum äußeren, dunkelgrauen Bereich ist die Unschärfe schon sehr deutlich und in der dunkelgrauen Zone sind Sterne echte Strichspuren. Zwar nicht so extrem wie beim Zeiss Jena Dekarem oder einem Minolta Activa, aber schon ziemlich auffällig. Hier muß ich noch erwähnen, ich gucke in der Regel ohne Brille, bin aber Brillenträger. Mit aufgesetzter Brille hatte ich den Eindruck, daß die Abbildung im Randbereich ein klein wenig besser wird. Das kann aber täuschen. Ich würde sagen, das Zeiss 8x42 FL schneidet bei der Randschärfe deutlich schlechter ab wie ein altes 10x40 Dialyt und es ist immer noch schlechter wie ein 10x50 Leica Ultravid. Das Ultravid kenne ich noch aus der Erinnerung von einer gemeinsamen Testaktion mit Holger. Habe leider kein so schönes Glas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />.

Es könnte also gut möglich sein, daß Leica mit seiner Ultravid Serie bei der Randschärfe die besseren Karten hat. Die ziemlich ausgeprägte Randunschärfe im äußeren Bereich gefällt mir nicht. Klar guckt man vorwiegend im Zentrum und da gibt es nichts zu meckern. Aber das Zeiss FL kostet laut Liste 1450 Euro und das sind immerhin beinahe 3000 DM! So schön wie das FL auch ist, die Randunschärfe ist bei dem Preis in meinen Augen ein Schwachpunkt, den ich nicht akzeptieren würde. Tagbeobachter mag das nicht stören, hier überwiegen der satte Kontrast, das helle, brillante und farbreine Bild und die sehr gute Streulichtunterdrückung. Ich nutze mein Fernglas 50/50 am Tag und für Astro. Und an der Stelle ist mir der Preis für das Victory FL zu hoch. So werde ich das Fernglas wohl schweren Herzens von der Wunschliste streichen.

Abschließend möchte ich anmerken: dies ist kein Test. Es ist kein Vergleich mit anderen Ferngläsern und schon gar nicht mit Swarovski <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Es sind einfach meine ersten Eindrücke vom 8x42 FL.

Frank.
 
Re: Zeiss 8x42 Victory FL - ein erster Eindruck

Hallo Frank,

danke für den kompetenten Überblick! Mir scheint, es ist schwieriger, ein sehr gutes 8x40 zu bauen, als es mit dem 10x40 der Fall ist. Warum? Keine Ahnung! Vielleicht liegt es am weiteren Sehfeld des 8x40 und die dann zum Rand hin zunehmenden Aberrationen? Zeiss hat ja trotz allem mal ein super 7x42 gebaut - aber das scheint auch einmalig gut gelungen zu sein und wurde später kaum wieder erreicht.

Gruss,
Holger
 
Re: Zeiss 8x42 Victory FL - ein erster Eindruck

> Mir scheint, es ist schwieriger, ein sehr gutes 8x40 zu bauen

Hallo Holger,

das scheint mir auch so. Das alte 10x40 Dialyt war in der Randschärfe klasse. Warum man ein 8x42 nicht so hinbekommt, weiß ich auch nicht. Man sollte das aber nicht zu eng sehen. Allein für Beobachtungen bei Tag und in der Dämmerung würde ich das FL sofort kaufen. Das Glas hat genug andere Qualitäten. Besonders die deutlich verbesserte Korrektur bezüglich chromatischer Abberation und damit das knackscharfe Bild mit einer Detailerkennbarkeit, wie ich sie selten gesehen habe, beeindrucken. Wozu braucht man am Tag die perfekte Randschärfe? Ich brauche sie nicht. Bei Astro brauche ich sie eigentlich auch nicht. Nur wenn das Fernglas fast 3000 Mark kostet, schaue ich schon genauer hin. Wenn ich dann sehe, was Fujinon drauf hat, dann werde ich wohl verzichten. Momentan könnte ich mir das FL ohnehin nicht leisten. Und selbst wenn ich es könnte, dann wäre wohl nur Geld für ein Fernglas da. Und das sollte Tag und Astro so abdecken, daß keine Wünsche nach weiteren Ferngläsern aufkommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />.

Daher werde ich mich bis Weihnachten gedulden. Wenn das 8x32 FL mit 140m/1000m Sehfeld das perfekte Tagglas sein sollte, dann werde ich vielleicht schwach. Sterne gucken kann ich auch weiterhin mit dem guten alten Dekarem und ein 8x30 Dialyt hat mir mal gezeigt, daß eine so kleine Öffnung unter einem richtig guten Himmel auch nicht zu verachten ist.

Frank.
 
Okularproblem?!

Hallo Holger,

Mir scheint, es ist schwieriger, ein sehr gutes 8x40 zu bauen, als es mit dem 10x40 der Fall ist. Warum?
ich glaube daß es ein typisches Okularproblem ist.
Wenn man sich die Situation bei den Weitwinkelokularen vor Augen hält
zeigt sich meiner Ansicht nach etwas ganz ähnliches:

Ein 21mm Pentax XL hat auch mehr Probleme mit der Randschärfe als die
kurzbrennweitigeren Okulare der gleichen Serie.So kann ich es aus eigener
Ansicht sagen.
Andere Sternfreunde berichten ähnliches über andere Okularserien,etwa die
Antares Speers Waler.

Ich denke,durch die größere Feldblende greift das langbrennweitigere Okular
einfach einen größeren Teil des vom Objektiv in der Brennebene erzeugten
Gesichtsfeldes ab.Dieses hat zum Rand hin natürlich mehr Fehler als in der
Mitte.Bildfeldwölbung zum Beispiel,die ein Nachfokussieren nötig machen
würde.
Auch andere Aberrationen nehmen zum Rand hin zu.

Durch de größere Feldblende könnte ich mir auch vorstellen,daß Streulicht
eine größere Chance hat sich bemerkbar zu machen,sofern auf entsprechende
Blenden verzichtet wird.

Vielen Dank auch an Fran und Steve für ihre Beiträge.
Die Schilderungen der FEhler von höchstwertigen Ferngläsern macht es mir
leichter über die Schwächen meines neuen Glases großzügig hinwegzusehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Viele Grüße,Karsten
 
Re: Zeiss 8x42 Victory FL - ein erster Eindruck

Hallo Frank,

=> "Momentan könnte ich mir das FL ohnehin nicht leisten."

Aber wenn Du die drei Gläser im Biete-Forum losgeworden bist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Das Nikon 8x30 E II hat's mir ja angetan (im Austausch für das Deltrintem). Wenn ich mir nur nicht das 20x77 Miyauchi gegönnt hätte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> Wünsche Dir viel Erfolg beim Verkauf!

Bevor ich es vergesse: Dein kleiner Testbericht über das 8x42 FL war mal wieder erste Sahne und echt informativ!

carpe noctem
Matthias
 
Re: Zeiss 8x42 Victory FL - ein erster Eindruck

Hallo Herr Schäfer,

Ich habe gelesen, sie haben ein 15*60 Miyauchi Fernglas. Ich hoffe sie werden ihre erfahrungen und erlebnissen oder tests in ihrem Homepage schreiben und uns wieder glücklich machen.

Ihre tests sind ein Genuß für feinschmecker.

Mit freundlichem Grüßen

Cihan
 
Re: Okularproblem?!

Die Schilderungen der FEhler von höchstwertigen Ferngläsern macht es mir
leichter über die Schwächen meines neuen Glases großzügig hinwegzusehen
Hallo Karsten,

das ist ein Problem. Das Zeiss FL ist ein so gutes Fernglas, daß kleinere Macken wie die Randunschärfe recht deutlich auffallen. Bei einem typischen Durchschnittsglas von besonderem Preis-Leistungs-Verhältnis <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> würde die Randunschärfe wahrscheinlich nicht so stark auffallen. Da kommen andere Eigenschaften hinzu und die relativieren die Sache. Da hat man dann eine echte MC Vergütung, die so toll nun auch wieder nicht ist. Dann stimmt die Justierung vielleicht nicht ganz. Reflexe hat man auch, Streulicht sollte ebenfalls auffindbar sein und in der Summe hat man ein wunderschönes, preiswertes Fernglas, was in allen Eigenschaften gleich gut ist. Man könnte auch gleich schlecht schreiben, aber das macht man nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Eigentlich ist die Randunschärfe beim Victory FL kein "Fehler". Bei normalen Ferngläsern für Freihandbeobachtungen braucht man keine solche Randschärfe wie bei Astro. Wozu auch? In der normalen Anwendung bei Tag stört etwas Unschärfe im Randbereich wenig bis gar nicht. Es sei denn, man kauft sein Fernglas, um es an Testtafeln zu testen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Es gibt andere Eigenschaften, die wichtiger sind. Transmission, Kontrast, Farbwiedergabe, Streulichtunterdrückung, ... Bei Zeiss oder Leica baut man keine Astrogläser. Will man ein spezielles Astroglas mit hervorragender Randschärfe, kann man immer noch bei Nikon oder Fujinon einkaufen gehen.
ich glaube daß es ein typisches Okularproblem ist.
Kann sein, wird wohl auch so sein, muß aber nicht sein. Dazu müsste ein und dieselbe Person alle drei FL Modelle am Sternhimmel vergleichen. Da man von anderer Seite hört, daß das 7x42 aus der neuen Serie eine sehr gute Randschärfe hat, sollte man abwarten, ob das 8x42 wirklich ein "Ausreißer" aus der Serie ist oder nicht. Die Beurteilung ist immer eine sehr individuelle Angelegenheit. Ich würde in der Beziehung auf meine Aussagen gar nichts geben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
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