Swarovski Habicht 8x30 Wer kennt das?

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binofan

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Guten Tag Gemeinde,

mein neuester Zugang ist ein klassisches Swarovski Habicht 8x30 (Porro) in belederter Ausführung, das eigentlich als Geschenk dienen sollte...
Das Glas ist sehr leicht und handlich, zudem ist es wasserdicht. Am Nachhimmel bildet es Details punktförmig, scharf ab und auch bei Mondbeobachtungen zeigt es keine Reflexe. Es ist für ein 8x30 erstaunlich leistungsfähig und auch bei Tagbeobachtungen hell, scharf und konrastreich. Das Bild ist um einiges heller als bei meinem 8x32 Leica Trinovid, es ist also ein ideales "Immerdabeiglas". Einziger Nachreil, Lichtreflexe bei grellem Sonnenlicht, bzw. tiefstehender Sonne und nur 12mm AP Abstand. Da mit diesem Glas nicht mit Brille beobachtet wird störts nicht sehr, bleiben noch die Reflexe und hier stellt sich mir die Frage ob ich ein Montagsglas erwischt habe das prismenbedingte Reflexa aufweist..
Hierzu folgende Fragen an die Experten:
Beim Beobachten muss ich hier peniebel darauf achten das Glas immer sehr nahe an die Augen zu halten, da sonst sofort im Gesichtsfeld Spiegelbilder der links und rechts befindlichen Umgebung zu sehen sind. Ebenso spiegeln sich bei seitlicher Lichteinwirkung zwei Sonnen links und rechts im Gesichtsfeld. Halte ich das Glas sehr nahe an die Augen verschwinden diese Pänomene, es ist aber dann außen am Gesichtsfeldkreis ein hell erleuchteter Rand zu sehen.
Weder bei Mondbeobachtungen moch der Blick auf eine Straßenlaterne zeigt aber diese Phänomene?

Ist es die fehlende Blendentechnik die dieses Phänomen verurscht, sind die Prismen nicht richtig abgeschirmt oder hat das Glas ganz einfach einen Defekt?

Ich bin um jeden Hinweis dankbar!

Gruß

Robert
 
Hallo Robert,

was Du da in einigen Details beschreibst sind verschiedene Formen von Streulicht, wie sie, mehr oder weniger ausgeprägt, in praktisch allen Ferngläsern auftreten.

> ...es ist aber dann außen am Gesichtsfeldkreis ein hell erleuchteter Rand zu sehen...

Dies ist Streulicht durch Reflexion an den Tubeninnenseiten. Eine hochwertige, matte Lackierung und Blenden können diesen Effekt fast verschwinden lassen (Beispiel: Hensoldt 8x30 DF). Um das Fernglas schlank zu halten, sparen sich einige Hersteller aber den extra Platz für die Blenden. Das schön schlanke, aber Streulicht-anfällige CZJ 8x30 Jenoptem ist ein Beispiel dafür.

> da sonst sofort im Gesichtsfeld Spiegelbilder der links und rechts befindlichen Umgebung zu sehen sind

Dies sind vermutlich Effekte von Nebenpupillen, die sich nahe an der Austrittspupille befinden. Fan Tao nennt diesen Effekt 'prism leaks', was angemessen ist, denn er entsteht durch Licht, das durch einen schrägen Winkel seitlich in das Prisma eindringt und über irgendwelche wilden Spiegelungen Richtung Okular gelenkt wird. Man sieht dann Objekte, die sich ausserhalb des Sehfeldes befinden. Diese Nebenpupillen sind vermeidbar, indem man die Prismen vernünftig abschirmt oder schwarz lackiert. Aber selbst teure Ferngläser sind nicht immer frei davon. Mir scheint, dass die Optik-Designer heute zu sehr ihren Ray-tracing Programmen vertrauen, die natürlich brav alle Strahlenwege durchrechnen, die man ihnen vorgibt und die in die Austrittspupille führen. Was ausserhalb der Austrittspupille schief gehen kann, das wird dann schon mal übersehen.

Gruss,
Holger
 
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