michaelmargos
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gestern abend, es war noch der erste april, klarte es abends nach dramatischen wolkendurchzügen im sonnenuntergang doch noch dauerhaft auf. also nochmal zum atelier und den babytak einladen: FSC 60 auf wolf-hartholzstativ mit dreiwege neiger stativkopf. ein 25er tal plössel eine 3er barlow und ein 10er eudiaskopisches okular.
schon in der stadt ein toller himmel und im eckigen hinterhof-horizont mal schnell den saturn getestet, alpha geminorum, kastor, und gamma leonis, algieba, beide deutlich getrennt - super.
im hülser bruch, einem nahen waldgebiet, war mal wieder, wie jedes jahr im frühling, mein schnellspechtelplatz wegen krötenwanderung gesperrt. dennoch: die mondsichel stand verheissungsvoll am westhimmel, saturn wartete und selbst jupiter gab sich schon die ehre. also weitersuchen nach einem ausweichplatz. nach zwanzig minuten irrfahrt endlich am egelsberg segelflughafen angekommen. eigentlich suboptimal beleuchtet - aber gute horizontsicht, wegen großer flugfeldwiese und angrenzender heide mit birkenbewuchs. als erstes den mond anvisiert bevor er sich verabschiedet - aber wow - welch ein anblick mit dem 25er und 3 grad gesichtsfeld. die mondsichel mit der dunkelen hälfte und gleich daneben die plejaden. großartig. einfach fantastisch. das ganze in horizontnähe in gelboranges licht getaucht und mit wabernden luftschlieren durchzogen, die den mondrand langsam deformiernd, weiterziehen. die blinkenden lämpchen eines düsenfliegers hintelassen einen zarten streifen dunst im blickfeld. langsam schiebt sich dieser geniale anblick von mond und siebengestirn an die horizontlinie. die mondsichel ist deutlich deformiert und streift durch ein paar birkenwipfel. die sieben schwestern werden immer dunkler, sind aber noch da und ebenfalls merkwürdig flach. die eine hälfte im okular ist nun schon landschaft und hebt sich dunkel gegen den aufgehellten himmel ab, lässt aber noch zeichnung erkennen. mir geht afrika und savanne durch den kopf - wenn es nur nicht so kalt wäre... schließlich schmiegt sich die mondsichel wie ein goldenes stierhorn an eine letzte gruppe birkenstämme bevor sie am horizont verschwindet. was für ein showdown.
jetzt war mir so kalt, dass nur noch kurz saturn und jupiter drankamen. mit dem 25er waren die krippe und saturn nicht ganz zusammen zubringen. aber die beiden gasriesen bei 110x zeigten schon die einfachen details. saturn die cassiniteilung aussen im ring den schatten wurf der kugel auf dem ring und eine leichte schattierung auf dem planeten. jupiter mit monden, zwei wolkenbändern und den polregionen.
das war eine der schönsten und überraschendsten beobachtungen mit 60 mm öffnung und tak sei dank hatte ich genau das richtige gesichtsfeld. der kleine bursche hatte mir schon neue anblicke der plejaden offenbart, und dieser hier war ziemlich klasse. ohne fernrohr war nichts von den sieben schwestern zu sehen.
cs
michael <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" />
schon in der stadt ein toller himmel und im eckigen hinterhof-horizont mal schnell den saturn getestet, alpha geminorum, kastor, und gamma leonis, algieba, beide deutlich getrennt - super.
im hülser bruch, einem nahen waldgebiet, war mal wieder, wie jedes jahr im frühling, mein schnellspechtelplatz wegen krötenwanderung gesperrt. dennoch: die mondsichel stand verheissungsvoll am westhimmel, saturn wartete und selbst jupiter gab sich schon die ehre. also weitersuchen nach einem ausweichplatz. nach zwanzig minuten irrfahrt endlich am egelsberg segelflughafen angekommen. eigentlich suboptimal beleuchtet - aber gute horizontsicht, wegen großer flugfeldwiese und angrenzender heide mit birkenbewuchs. als erstes den mond anvisiert bevor er sich verabschiedet - aber wow - welch ein anblick mit dem 25er und 3 grad gesichtsfeld. die mondsichel mit der dunkelen hälfte und gleich daneben die plejaden. großartig. einfach fantastisch. das ganze in horizontnähe in gelboranges licht getaucht und mit wabernden luftschlieren durchzogen, die den mondrand langsam deformiernd, weiterziehen. die blinkenden lämpchen eines düsenfliegers hintelassen einen zarten streifen dunst im blickfeld. langsam schiebt sich dieser geniale anblick von mond und siebengestirn an die horizontlinie. die mondsichel ist deutlich deformiert und streift durch ein paar birkenwipfel. die sieben schwestern werden immer dunkler, sind aber noch da und ebenfalls merkwürdig flach. die eine hälfte im okular ist nun schon landschaft und hebt sich dunkel gegen den aufgehellten himmel ab, lässt aber noch zeichnung erkennen. mir geht afrika und savanne durch den kopf - wenn es nur nicht so kalt wäre... schließlich schmiegt sich die mondsichel wie ein goldenes stierhorn an eine letzte gruppe birkenstämme bevor sie am horizont verschwindet. was für ein showdown.
jetzt war mir so kalt, dass nur noch kurz saturn und jupiter drankamen. mit dem 25er waren die krippe und saturn nicht ganz zusammen zubringen. aber die beiden gasriesen bei 110x zeigten schon die einfachen details. saturn die cassiniteilung aussen im ring den schatten wurf der kugel auf dem ring und eine leichte schattierung auf dem planeten. jupiter mit monden, zwei wolkenbändern und den polregionen.
das war eine der schönsten und überraschendsten beobachtungen mit 60 mm öffnung und tak sei dank hatte ich genau das richtige gesichtsfeld. der kleine bursche hatte mir schon neue anblicke der plejaden offenbart, und dieser hier war ziemlich klasse. ohne fernrohr war nichts von den sieben schwestern zu sehen.
cs
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