Takahashi TOA150 vs Skywatcher Esprit 150 Triplet-

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oldbecht

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Hallo Forum,

nach vielen Jahren Reflektoroptik möchte gerne mal die Refraktorseite kennen lernen.

Ich habe Angebote (beide für gebrauchte Geräte) für den Takahashi TOA150 und für Skywatcher Esprit 150 Triplet-APO.
Mir wurde auch durch die Anbieter bereits mitgeteilt, dass die Optik des Skywatcher wahrscheinlich nicht an den Takahashi herankommt. Der Name Takahashi als Marke (welche ja eigentlich erst mal nur ein Versprechen darstellt) ist natürlich verlockend.

Für mich ergibt sich die Frage, ob der nicht unerhebliche Preisabstand zwischen den beiden Geräten wirklich gerechtfertigt ist.

Hat jemand hierzu schon einmal Vergleiche in der Praxis durchgeführt oder gibt es theoretische Ansätze, welche man in Betracht ziehen kann ?

Für Ihre Eure Kommentare bedanke ich mich schon jetzt !

Gruß,
Bernd
 
Hallo Bernd,

Für den TOA gibt es gerechnete Flattener und Reducer, bis 4" für extrem grosse Kameras.

Was hast du denn mit dem Gerät vor? Nur visuell oder auch fotografisch? Welche Kamera? Mobil oder Sternwarte? Welche Montierung ist vorhanden - der TOA ist sehr schwer.

Viele Grüsse
Matthias
 
Hallo,

nicht zu vergessen: Neben der optischen Überlegenheit eines TOA kommt auch noch die mechanische Überlegenheit hinzu. An den TOA kannst Du eine Menge Equipment hängen, der Okularauszug ist sehr stabil.

Gruß

Frank
 
Hallo!

Leider kenne ich den TOA nicht aus Erfahrung, aber meinen 150mm Esprit würde ich nicht mehr hergeben!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Bernd,

der TOA ist kein klassisches Triplet wie der Skywatcher, der TOA hat eine besondere Bauweise mit sehr großen Luftspalten.
Das hat vor und Nachteile.
Der Vorteil ist das dadurch der Gaußfehler nahezu vollständig korrigiert werden kann.
(die sphärische Korrektur ändert sich mit der Wellenlänge nur noch geringfügig)
Der Nachteil ist das er dann wegen der größeren Luftpalte länger zum Auskühlen benötigt.

Ob man nun lieber den Mehrpreis des TOA bezahlt oder doch den Esprit nimmt kann mit rein rationalen Argumenten nicht beantwortet werden.
Natürlich zeigt der TOA nicht das 3 fache nur weil er neu fast 3 mal so viel kostet wie der Esprit.
Also rein von der Preis/ Leistung her ist der Esprit daher natürlich haushoch überlegen das ist klar, wer also danach geht muss nicht lange überlegen.
Man sollte die Sache so aber nicht angehen.
Der TOA ist optisch einen Tick besser und die Verarbeitungsqualität ist halt auch noch mal eine Klasse für sich.
Ob das einem aber den beachtlichen Mehrpreis nun wert ist oder nicht, das muss Jeder selber wissen.
Das lässt sich auch nicht in so einer Diskussion hier klären da hier ja auch nur Jeder seine ganz persönliche Meinung zu der Sache äußern kann.
Was zählt ist aber deine ganz persönliche Meinung dazu den du willst ja so ein Teleskop kaufen und musst es letztlich dann ja auch bezahlen.
Es wäre daher das sinnvollste das du dir auch ganz persönlich mal ein Bild von beiden Teleskopen machst also mal durchschaust bzw. damit fotografierst nur so kann letztlich die Entscheidung fallen.

Grüße Gerd
 
Der TOA-150 ist mechanisch und optisch nach wie vor das Beste was man an Apo für Geld bekommen kann - besser geht nicht. Kostet eben auch entsprechend.

Glücklich kann man mit anderen aber sicher auch werden.

Ralf

 
Hallo,

Zitat von Gerd_Duering:
Ob man nun lieber den Mehrpreis des TOA bezahlt oder doch den Esprit nimmt kann mit rein rationalen Argumenten nicht beantwortet werden.

Doch, das kann man. Deswegen auch meine Frage nach der zu verwendeten Kamera. Von Skywatcher nabe ich noch keine Aussage gelesen mit welchem Reducer/Korrektor welche Korrektur zu erreichen ist. Es gibt zwar einen kleinen Reducer aber keine Aussage wie die Korrektur oder Vignettierung ist. Es ist also einem selbst überlassen die Korrektoren durchzutesten, die Abstände herauszufinden und zu hoffen, das die Kombination für die eigene Kamera ausreichend ist. Je grösser Diese, desto schwieriger.

Bei TOA sind lt. Takahashi bis zu 90mm gut korrigierbar. Hat man also eine CCD mit z.B. einen 16801 oder grösser, würde ich klar den TOA bevorzugen. Ist sie kleiner, z.b. bis APS-C, würde ich den Esprit in Erwähung ziehen. Hat man eine kleine, aber schwere Kamera, vielleicht das TS Model mit 3,5" Feathertouch. Solange der TO allerdings nicht schreibt was er denn mit dem Gerät vorhat ...

http://www.takahashi-europe.com/en/TOA-150.optics.spots.htm

Viele Grüsse
Matthias
 
hallo Bernd,

der TOA spielt optisch in einer eigenen Liga, das hat Gerd sehr anschaulich erklärt. Da hat man auch alles an der Hand, was Rediucer und Spots betrifft, Takahashi hat an alles gedacht und vorbildlich dokumentiert.

Beim Esprit gibt es aber schon sehr viel Erfahrungen, er harmoniert zB sehr gut mit dem Riccardi Reducer. Auf Astrobin findet man Beispielbiler, hier zB vom Martin mit seiner grossen Moravian 16803 Kamera:
http://www.astrobin.com/274186/B/

Martin ist sehr happy mit der Kombi, du kannst ihn sicher auch selber nach Rohbildern fragen.

lg Tommy
 
Hi Bernd,

ich habe den etwas kleineren TOA 130 und möchte hier von der praktischen Seite etwas beitragen.

Ersteinmal ist der TOA 130 ein Traumgerät. Seitdem ich den habe, gibts keine Probleme mehr :-)

Das Teleskop ist relativ schwer. Mein TOA 130 bringt 12 kg auf die Waage. Hauptsächlich die Linse und die Zelle, in der sich die Linse befindet, sind dafür verantwortlich. Tak liefert eine Gegengewicht mit, das ich aber nicht verwende. Wenn ich das Gerät z.B. mit Sucher, Leitrohr, Flattner und Kamera ausgestattet habe, ist es ausbalanciert.


Aber: Du musst mit Mehrkosten rechnen, und zwar für die originale Rohrschelle, Flattner, Reducer und Extender. Die kosten jeweils über 500 EUR, hinzu kommen noch Abstandringe. Reducer, Flattner und Extender sind speziell für das Teleskop gerechnet, daher auf jeden Fall besser, als universelle Flattner usw.

Die Rohrschelle habe ich kürzlich verkauft; ich verwende hier eine individuell hergestellte Rohrschelle, um dort besser ein Leitrohr anbringen zu können. Hier kannst Du sparen.

Der OAZ ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit und hier musst Du auf jeden Fall upgraden. Ich habe auf den Feathertouch umngestellt, der auch automatisiert werden kann.

Dem Teleskop fehlt auch ein Sucher, der sehr teuer ist. Ich habe hier auf eine preisgünstige Variante von Intercon umgestellt, sodass man jeden Sucher (Vixen, SW, GSO) anschließen kann. Der original Sucher 7x30 ist geradlinig, was für mich mit Rückenproblemen nicht sinnvoll war.

Im Ganzen ist das Teleskop teurer als Skywatcher. Ich hatte selbst verschiedene SW-Teleskop und hatte immer Ärger damit. Einmal musste ich einen Refraktor dreimal(!) beim Händler umtauschen, bis ich ein vernünftiges Exemplar hatte. Wenn Du Lust darauf hast, kannst Du das machen. Bei Tak hieß es dagegen: auspacken, draufsetzen, genießen.

Hoffe das hilft Dir ein wenig.

Gruß
Der Micha
 
Hallo Bernd,

für den visuellen Beobachter sei angemerkt, dass der TOA 130/150 in Verbindung mit dem Baader Großfeldbino und dem 1,25" Maxbright-Zensitspiegel ohne Glaswegkorrektor den Fokus bequem erreicht. Die Abbildung ist auch ohne GWK sehr gut. Die originalen GWK mit 1,25x 1,7x und 2,6x lassen sich mit Einsatz entsprechender Verlängerungshülsen ebenfalls nutzen. Der Backfocus ist also sehr großzügig dimensioniert.

Gruß
Bocian
 
Hallo!

Meine Esprits hamonieren auch sehr gut mit den TS Photoline 0,79x Flattener, sogar der Astro Professional 0,8 und der ES 0,7x ergeben sehr gute Ergebnisse.

In die Kategorie Leichtgewicht fallen aber die Esprits auch nicht wirklich, die bringen schon ein paar Kilos mit.

Fotos gibts hier, ein wenig stöbern: Bilder Astrobin
 
Der Fokussierer des TOA-150 ist nicht dolle, ich konnte damit nicht leben und hatte ihn durch einen 3,5" FT ersetzt. Der neuere TOA-150B kommt mit einem besseren Auszug.
 
Hallo Bernd

Willst du Fotografieren, oder nur Visuell beobachten?

CS
 
Hallo an Alle,

danke für Eure zahlreiche detailliert Kommentare. Ich möchte gerne einen neuen Refraktor hauptsächlich photographisch (CANON EOS) verwenden.

Montiert werden soll das neue Gerät auf der Losmandy G11.

Ich habe bereits festgestellt, dass nur wenige Besitzer eines TOA 150 bereit sind, ihr gebrauchtes Gerät zu verkaufen. Daher reift auch der Gedanke in mir, dass ich wahrscheinlich gedanklich etwas flexibler werden muss...

Gruß
Bernd
 
Hi Bernd,

ja, ein Tak geht nicht so häufig gebraucht weg. Ich habe meinebeiden Taks TOA 130 und FS 60 hier auf astronomie.de gebraucht gekauft - es geht! Einfach Geduld haben und dann zuschlagen ;-)

Gruß
Der Micha
 
Hallo Bernd,

das würde ich mir überlegen. Die G11 wäre mir eine Nummer zu schwach für den TOA-150. Dieser wiegt 15kg, plus 4.5KG für das mitgelieferte Tubusgewicht, plus 2-3KG für die Rohrschelle, plus 1Kg für die Prismenschiene, plus 1KG für den Flattener (Ja, der ist so schwer), plus ca 1KG für Adapter und CAA.

Ohne Kamera sind das schon 25KG bei einem sehr langen Hebel. Ich kenne den TOA-130F auf einer G11 - das ging noch gut, aber mehr auch nicht. Allerdings kommt der 130F auch ohne das Tubusgegengewicht aus.

Falls du keine Sternwarte mit fester Säule hast, dann lieber G11 verkaufen und EQ8, CGX-L, CGE Pro usw. kaufen.

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo,

auf Cloudy nights äußern sich etliche User sehr positiv zu den Esprits, vor allem zur optischen Qualität.

CS

Maiko
 
...und der TOA liegt bei über 14000€, der CFF also wie geschrieben mit knapp 11000€ dazwischen.

Cheers,

Maiko
 
Ging mir noch nicht mal so um den Preis, aber um etwas mehr Öffnung bei weniger Gewicht.
12,5 kg für einen Ölgefügten Triplet Apo mit 160mm Öffnung inklusive Rohrschellen ist schon ne Ansage.
 
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