TAL 1 vs. TAL 120 ? oder Alternative?

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Frank_H

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Ein typischer Anfänger sucht ein typisches Anfängerteleskop - wiedermal.

Bis vor kurzem hatte ich ein Bresser 60/800mm Refraktor. Ein wackliges leichtes Stativ mit azimutaler Montierung ließen da nicht immer Spaß aufkommen. Deswegen muss was neues her. Die typische Frage was ich denn wohl beobachten wöllte - DeepSky, Planeten, kann ich eigentlich nicht recht beantorten. Ich weiß nur soviel: Ich möchte kein Dobson. Es kann durchaus sein, dass die Geräte für Anfänger top sind und meine Erfahrung mit azimutaler Montierung einfach etwas zu schlecht - aber ich will nicht mehr über 2 Achsen nachführen, wo man dafür ans Teleskop fassen muss und alles wandert überall hin nur nicht das Teleskop den Objekt hinterher. Dazu trug wohl auch das damals kleine Gesichtsfeld bei - vermutlicha aufgrund von Okularen, die den Namen nicht verdienen.

Fazit: Die TAL Teleskope machen da einen grundsoliden stabilen Eindruck? Die Erfahrungen scheinen ja allg. auch nicht gerade schlecht zu sein. Kommen für meinen preislichen Rahmen oben genannte zwei Geräte in Frage: das TAL 1 (300E) und das TAL 120 (330E). Beim letzteren blick ich aber nicht ganz durch. Ist das nun ein Newton oder irgendwas Abgewandeltes? Bringen die 10mm was?

Oder doch was normales: EQ3/Skyview/.. + 114/900? Wär evtl die Frage ob ich irgendwann fotografieren möchte - ich weiß es schlicht nicht. Wenn dann ließe sich das im geringen Maße auch ohne Motor machen - oder?
 
Hallo Frank,
besitze selber das Tal-1 (vorher Vixen 114)und halte die Optik des TAL-1 für sehr gut. Das TAL 120 ist ein Newton mit eingebauter Barlowlinse zur Brennweitenverlängerung. Deswegen ist der Tubus kürzer gehalten. Ich würde nicht dazu tendieren, die feste Linse
halte ich für ziemlich überflüssig und störend.
Besuche doch einmal das TAL-Forum, da wird das Thema derzeit wieder durchdiskutiert.
http://217.160.106.134/tal-forum/cgi-bin/UltraBoard/UltraBoard.cgi?action=Headlines&BID=1&SID=60376
Viele Grüße
ulli
 
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Hallo Frank,

ich besitze selbst ein TAL1 und kann Dir versichern, daß zwischen diesem und einem azimutal montierten Kaufhausrefraktor von der Stabilität her Welten liegen - allerdings auch, was das Gewicht angeht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Das TAL1 trägt man fertig aufgebaut jedenfalls nicht mehr so einfach mit einer Hand in der Gegend herum.
Ich bin damals selbst von einem billigen Kaufhausrefraktor mit azimutaler Montierung auf das TAL1 umgestiegen, es war ein Umstieg von einem Spielzeug auf ein 'richtiges' Teleskop. Die Optik ist wirklich sehr gut und zeigt alles, was man von einem Instrument dieser Größe erwarten darf. Außerdem ist das TAL1 so umfangreich ausgestattet, daß man sofort richtig mit dem Beobachten loslegen kann. Ich habe mit meinem TAL1 viel Spaß gehabt, bevor ich auf einen 10" Dobson umgestiegen bin <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Jetzt nehme ich das TAL1 nur noch sehr sporadisch zum schnellen Spechteln vom Balkon aus her.
Man muß sich allerdings von vornherein für die Version mit oder ohne Motor entscheiden, der Motor kann nicht nachgerüstet werden. Außerdem braucht der Motor 220V Wechselstrom; zum Betrieb an 12V Gleichstrom ist ein zusätzlicher recht teurer Wandler nötig.
Ein weiterer Nachteil sind die fest in die Montierung integrierten Rohrschellen, so kann kaum ein anderer Tubus auf die Montierung gesetzt werden.
Ich selbst besitze die Version ohne Motor und habe damit immer ganz gut leben können. Bei richtiger Aufstellung des Teleskops braucht man dann nur an einem Knöpfchen zu drehen um das Gerät den Sternen nachzuführen.
Webcamfotografie kann ich mir damit ganz gut vorstellen (will ich demnächst mal selbst ausprobieren), Langzeitfotografie kann man aber wohl vergessen (es sei denn Piggyback mit kurzer Brennweite, das könnte gehen).
 
Moin Frank!

> Frage: das TAL 1 (300E) und das TAL 120 (330E). Beim letzteren blick ich
> aber nicht ganz durch. Ist das nun ein Newton oder irgendwas Abgewandeltes?
> Bringen die 10mm was?

Der TAL-1(M) ist ein klassischer Newton, zwei Spiegel und fertig. Im OAZ
des TAL-120 sitzt eine festeingebaute Barlowlinse, der Tubus wird dadurch
etwas kürzer. Jetzt kommt's aber: Bauartbedingt ist beim TAL-120 der Fang-
spiegel etwas größer (40 mm gegenüber 27 mm) und außerdem läßt sich die
Optik nicht am Hauptspiegel justieren. Die Hauptspiegelfassung wird nämlich
am hinteren Tubusende eingeschraubt (skurrile Lösung, das muß man mal gesehen
haben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ). Der TAL-1 dagegen ist an beiden Spiegeln voll justierbar.

Der größere Fangspiegel und das zusätzliche Element im Strahlengang reduzieren
etwas die opt. Qualität. Die 10 mm zusätzliche Öffnung bringen da praktisch
keinen Vorteil mehr gegenüber dem TAL-1(M).

Auch Fotografieren geht mit dem TAL-1. Dazu sollte man sich aber für die M-
Version entscheiden. Nachträgliches Umrüsten (auf "M") ist nicht möglich.
Demnächst gibt es mehr Infos zum TAL-1 unter http://www.talianer.de/
Da ist übrigens auch beschrieben, wie man für wenig Geld einen Frequenz-
wandler (EZB-1) selbst bauen kann (dann braucht man das überteuerte Zusatz-
teil nicht beim Händler kaufen). Ein freundlicher TALianer aus dem Forum
wird sowas auf Anfrage bestimmt auch zusammenlöten.
 
Ich danke euch. Habt mir schon ein ganzes Stück weitergeholfen. Das TAL Teleskop scheint wohl wirklich sehr schwer zu sein - allerdings empfind ich als Ex-Kaufhausteleskopbesitzer genau das als Vorteil. (auch wenn ich in der Stadt wohne und das Teleskop erst transportieren muss, bevor ich beobachten will)

Werd mich in diesem Fall wohl eher für das TAL-1 entscheiden - ohne Motor und auch nicht das TAL 120. Die restlichen 114/900 werd ich wohl auch links liegen lassen. Bei Teleskop-Service kostet das gute Stück ja nun 300€. Gibts evtl. noch nützliches Zubehör was man genau dort gleich mitbestellen sollte? (Büchermäßig bin ich ausgestattet)
 
Moin Frank!

> Das TAL Teleskop scheint wohl wirklich sehr schwer zu sein

"Schwer" ist relativ. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Der TAL-1 wiegt einsatzbereit 16 Kilo. Wenn man
Tubus und Säule/Montierung trennt, dann ergeben sich 12 und 4 kg. Das sollte
doch für einen Durchschnittsbürger zu heben sein...

Zum Transport: Mein TAL-1 wird sehr oft umherkutschiert und läßt sich
dabei hervorragend zerlegen - absolut platzsparend: 3 Alu-Füße, die
Säule, Montierung komplett, der Tubus. Das ist alles sehr robust und man
braucht sich keine Sorgen zu machen, irgendwo eine Delle einzukassieren.
Auf den TAL-Tubus kann man sich getrost draufsetzen - mach' das mal mit
einem Blechteil aus Fernost... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Wenn Du noch ein bischen mehr ausgeben willst, dann würde ich mich nach
einem guten Okular unter 10 mm Brennweite umschauen (5 oder 6 mm).
 
Ich möchte keine zusätzliche Verunsicherung schaffen (hallo, Frank <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ) aber die 7,5 Kilo die mein sperriges Stativ wiegt, sind das nervigste Problem beim Transport. Der das Stativ trägt, hat beide Hände belegt. Dass beim TAL die Montierung offensichtlich wenig kombinationsfreudig mit anderen Tuben ist, hielte ich für einen Minuspunkt.

Frank, ein schwerer Tubus erhöht die Anforderungen an die Montierung. Eine leichtere Montierung als die beim TAL dabei ist, kommt mit einem leichteren Tubus auch gut klar. Beim Teleskop halte ich den Kilo-Preis jedenfalls für ein suboptimales Kriterium <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Wenn der Weg zum Auto kurz ist, mag das natürlich angehen.
 
Hallo Frank,

leider ist es nicht so. Die China-114er sind fast immer zu wackelig montiert, EQ1 und EQ2 sind selbst bei diesen Geräten allerhöchstens erträglich. Beim TAL-1 wackelt dagegen gar nichts - von der sprichwörtlich guten Optik gar nicht zu reden. Einfach, aber robust.

 
Tal-Alternative

Hallo Thorsten,

ich kann Dir in Deinen Punkten durchaus recht geben. Folgendes Manko hat das TAL Teleskop allerdings:

Die Freunde geben nicht mehr die gute Okularausstattung dazu

Die Montierung ist nicht mit einem Nachführmotor nachrüstbar, die Alternative ist nur der Selbstbau

Die Kosmetik ist (Taltypisch) nicht so besonders - gut ein Fernrohr ist zum Durchschaun da.

Die Säule ist schwer und bei weichem Untergrund wackelt alles. Keine Höhenverstellung möglich

Keine Nachrüstung mit Polsucher - keine wirklich genaue Einnordung möglich, da die Azimutal Feineinstellung fehlt. Polhöheneinstellung geht nur grob.

Keine Ausbaumöglichkeit mit anderen Instrumenten.

Das hat mich zu folgendem bewogen:

Guter Newton aus China - ein direkter Vergleich des Synta/Celestron Newton mit dem Tal hat gar keine großen Unterschiede ergeben.

Parallaktische Montierung Sky View mit höhenverstellbarem Alu Stativ. Diese Montierung ist mit Schrittmotor (RA) und Polsucher nachrüstbar.

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/gsbilder/skyview/Montgross.jpg

Damit hat man eine mechanische Stabilität, die dem TAL mindestens ebenbürtig, bei weichem Untergrund (Wiese) überlegen ist.

Die Einheit ist leichter, ausbaufähiger und transportabler.

Und sie kostet ebenfalls nur Euro 298,-, also nicht mehr, als das TAL1.

Liebe TAL Freunde,

versteht mich bitte nicht falsch, aber, das, was vor 10 Jahren eine gute Empfehlung war, muß es nicht unbedingt immer sein. Leider kommen von Tal nur Ankündigungen und keine wirklichen Innovationen und keine Information an die Händler. Da werden, anstelle bessere Montierungen entwickelt, einfach und ohne Info an den Händler, gute Zubehörteile rausgenommen und durch billige ersetzt.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Re: Tal-Alternative

Gibts denn einen Link zu obigem Angebot ( Newton 114/900 auf Skyview für 298 Euro ??? ).
Allerdings soll die optische Qualität der TAL-Spiegel doch sehr gut sein (?). Finde es allerdings auch schade, dass TAL, anstatt mal Verbesserungen in den Montierungen einzuführen, einen Haufen ( neuer ) Teleskope auf den Markt geworfen hat, die keiner braucht ( TAL120 mit eingebauter Korrekturlinse z.B. ). Bin als selbst Suchender schon auf den Gedanken gekommen, ob es wohl möglich wäre, einen gebrauchten TAL1 Tubus/Optik zu erwerben und das Ganze auf eine Skyview zu setzen ( oder die EQ5,die es bei TS im Schnäppchenmarkt für 198 Euro gibt...).

Gruß Michi
 
Re: Tal-Alternative

Moin Michi!

> auf den Gedanken gekommen, ob es wohl möglich wäre, einen gebrauchten
> TAL1 Tubus/Optik zu erwerben und das Ganze auf eine Skyview zu setzen

Siehste, genau das ist die Alternative. Einem Sternfreund habe ich einmal
genau dazu geraten, allerdings ist es dann eine GP geworden.

Zur TAL-Säule muß ich mal was loswerden, weil da so negativ drauf rumgeritten
wird: Das Problem bei weichem Untergrund haben alle Säulen, deshalb sind
sie nicht als schlecht zu bewerten. Auch eine Säule bekommt man bei weichem
Untergrund fest, wenn man sich nur ein bischen was einfallen läßt und nicht
gerade im Hochmoor beobachtet. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Vorteil der Säule für mich: Man kommt
nicht mit einem sperrigen Stativ ins Gehege und kann da noch beobachten, wo
andere schon längst den Tubus umschlagen müssen.

Schade, daß Wolfi die TAL aus dem Angebot nimmt, aber was soll's, der Käfer
wird auch nicht mehr produziert... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Ich hab' mein TAL-1, bin sehr zufrieden damit,
weil es praktisch unverwüstlich ist.
 
Re: Tal-Alternative

Moin Wolfi,


> Die Freunde geben nicht mehr die gute Okularausstattung dazu

Ja, leider. Das mehr als brauchbare 25er fehlt.


> Die Montierung ist nicht mit einem Nachführmotor nachrüstbar, die
> Alternative ist nur der Selbstbau

Das TAL-1 nicht, aber mit dem TAL-1M geht es ja und die nötigen Erweiterungen für 12V-Betrieb und Steuerung hat bisher auch jeder Talianer mit zwei linken Händen hinbekommen - das ist zwar nicht TAL zu verdanken, aber es ist für minimales Geld verfügbar und wenn man wirklich nicht löten kann, hat sich bisher immer jemand gefunden, der umsonst oder für "nen Appel undn Ei" die EZB1 und EZB2 gebaut hat.


> Die Kosmetik ist (Taltypisch) nicht so besonders - gut ein Fernrohr ist
> zum Durchschaun da.

Naja, die Kosmetik der China-114er ist auch nicht besonders, man braucht sie nur mal böse anzublicken und schon werfen sie Beulen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


> Die Säule ist schwer und bei weichem Untergrund wackelt alles.

Bei weichem Untergrund wackelt fast alles und die EQ1 oder EQ2 wackelt auch auf hartem Untergrund.


> Keine Höhenverstellung möglich

Ja, aber vermisst hat es noch niemand.


> Keine Nachrüstung mit Polsucher - keine wirklich genaue Einnordung möglich,
> da die Azimutal Feineinstellung fehlt. Polhöheneinstellung geht nur grob.

Stimmt, das gilt auch für das TAL-2. Nur machen die Talianer trotzdem tolle Fotos, siehe Daniel, Jan und und andere. Mit einer EQ1/2 geht es sicher nicht so gut, Polsucher hat erst die EQ3 oder die Skyview - als Option.


> Keine Ausbaumöglichkeit mit anderen Instrumenten.

Ja, leider. Aber mal im Ernst, wer baut denn auf seine EQ1/2/3 später noch ein anderes, größeres Teleskop drauf? Die sind doch mit einem 114er schon an der Grenze. Bei der Skyview kann ich es nicht beurteilen.


> Das hat mich zu folgendem bewogen:
> Guter Newton aus China - ein direkter Vergleich des Synta/Celestron Newton
> mit dem Tal hat gar keine großen Unterschiede ergeben.

Naja, groß sind die Unterschiede im Vergleich ja fast nie, es sein denn, man vergleicht eine absolute Gurke mit einer Spitzenoptik. Ob man nun zwei Optiken vergleicht, mit Filter und ohne Filter schaut, Okulare vergleicht - der Anfänger wird fast nie wirkliche Unterschiede sehen. Nach einigen Monaten Beobachtungserfahrung fallen einem aber immer mehr die Feinheiten auf. Ich merke es doch bei mir selbst. Okulare, die ich früher für top hielt, sind schon lange nicht mehr in meinem Koffer. Farbfilter, die ich früher für wirkungslos hielt, hätte ich heute gerne wieder und so weiter.


> Parallaktische Montierung Sky View mit höhenverstellbarem Alu Stativ.
> Diese Montierung ist mit Schrittmotor (RA) und Polsucher nachrüstbar.

Leider habe ich die Skyview noch nie live gesehen. Wenn sie die Tragfähigkeit der EQ3 ohne deren häufigen Macken (Streuung der Fertigungsgenauigkeit) hat und das Alustativ besser als das allseits bekannte ist, wäre sie für so einen 114er wohl eine gute Montierung.

Das Du TAL nicht mehr so gerne verkaufen möchtest, kann ich nachvollziehen - als Händler erfährt man von denen wohl nicht viel Unterstützung, es kommt nichts neues und das wirklich gute und beliebte 25er Okular ersetzen sie durch ein billigeres Okular.

Aber trotzdem bleibt das TAL-1 ein TAL-1 und die 114er-Newtons der anderen Marken haben sich ebenfalls nicht wesentlich verändert. Deshalb bleibt es auch heute noch ein guter Tipp für einen Einsteiger.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Tal-Alternative

hallo torsten,

zwar interssiert mich die TAL-geschichte eigentlich
nicht, aber:

> Keine Höhenverstellung möglich

Ja, aber vermisst hat es noch niemand.

ich könnte ohne höhenverstellbares stativ gar
nicht beobachten, weil ich versch. beobachtungs-
plätze habe und bei einem davon muß ich
über ein hohes geländer beobachten, dh. ich muß
dort das stativ fast ganz ausziehen.

Aber mal im Ernst, wer baut denn auf seine EQ1/2/3 später noch ein anderes, größeres Teleskop drauf?... Bei der Skyview kann ich es nicht beurteilen.
ich betreibe auf der skyview mehrere geräte,
unter anderem auch einen 200/800 GSO-newton.

Wenn sie die Tragfähigkeit der EQ3 ohne deren häufigen Macken (Streuung der Fertigungsgenauigkeit) hat und das Alustativ besser als das allseits bekannte ist, wäre sie für so einen 114er wohl eine gute Montierung.
genau das ist der fall!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Tal-Alternative

Hallo, Wolfi!

Es mag zwar etwas Off-Topic sein hier, aber das TAL als solches interessiert mich selber auch nicht. Die Sky View allerdings schon. Und dazu haette ich eine Frage.

Wieso stellt das mit dem Zweiachs-Antrieb bei der Sky View so ein Problem dar? Ich denke, ich haette mal gelesen, dass es so was gibt, aber 288 EUR fuer zwei Motoren und eine Steuerbox schienen mir jenseits von Gut und Boese.Waere es nicht moeglich, die Sky View mit einem Aftermarket-Zweiachsantrieb auszustatten in etwa so, wie bei der Lidl-Monti? Da gab es zuerst ja auch nur den laecherlich teuren Vixen-Motor.

So wie es momentan aussieht, hat die EQ-3 gegenueber der Sky View eben noch diesen entscheidenden einen Vorteil.

Ciao, Gernot
 
Re: Tal-Alternative

Hallo Thorsten,

ich habe mich, befürchte ich, nicht allzu deutlich ausgedrückt.

Ich möchte natürlich nicht den Celestron Newton auf der EQ-1 oder EQ-2 mit dem TAL vergleichen, das kann man gar nicht, da die Version mit der EQ-2 um Euro 200,- und das Tal 1 um Euro 300 kostet.

Man muß schon Äpfel mit Äpfeln vergleichen:

Das Tal 1 kann nicht mit einem Motor nachgerüstet werden und ich vergleiche es mit dem Celestron Newton auf der Sky View. Die Montierung ist ungleich stabiler, als die EQ-2 und bietet einfach mehr zum gleichen Preis (um 300,-)

Höhenverstellbares Alu Stativ
Eine mechanische Stabilität, die der Tal mindestens ebenbürtig ist.
Möglichkeit der Nachrüstung mit RA Schrittmotor
Möglichkeit der Nachrüstung mit Polsucher.

Sicherlich, man kann auch mit Tal Teleskopen Fotos machen aber mit dem Gerät auf der Sky View fällt es einem leichter.

Gründe:
Azimut- und Höhenfeineinstellung
Polsucher
RA Schrittmotor mit Steuerungsmöglichkeit
Dosenlibelle
Keine Probleme das Gerät ins Gleichgewicht zu bringen

Sicherlich, oft ist der Weg das Ziel aber wenns einfacher geht, zum gleichen Preis....

Ein weiteres Argument ist, daß, wenn Du Astrofotografie machen willst und nicht irgendwie basteln willst, Du verpflichtet bist, das wesentlich teurere TAL 1M zu kaufen und gleich ca. 500,- locker machen musst. Das überschreitet oft das Budget des Einsteigers.

Bei der Version mit der Sky View bist Du mit 300,- dabei (wir haben da ein Angebot, der Listenpreis wäre 350,-) und man kann später auf Astrofotografie aufrüsten. Der Schrittmotor mit Steuerung kostet da nur Euro 120,- also bist Du sogar günstiger, als beim Tal und Du hast Steuermöglichkeit und 12V Anschluß.

Ich sags ja, wenn Tal eine gute Montierung rausbringen würde, die auf 12V Basis läuft und auch eine Steuerung zulässt, ist TAl sofort wieder im Spiel aber bis dahin gilt der Grundsatz:

Das Bessere ist des Guten Feind.

Wolfi
 
Re: Tal-Alternative

sorry, gemeint war natürlich : Einen 114/900er Newton auf Skyview für 298 Euro habe ich bei noch keinem Händler gesehen...

Michi
 
Re: Tal-Alternative

Hallo Michi,

wir haben das Gerät schon seit einiger Zeit im Angebot, allerdings haben wir unsere Aktionsliste noch nicht upgedatet. Fakt ist, daß das Gerät zu diesem Preis erhältlich ist.

Also - ofizielles Angebot:

Celestron Newton 114/900
mit Sucher und 2 Okularen - Super 20mm und Plössl 10mm
Auf Sky View Montierung mit Alu Stativ

............. Euro 298,-

Wir werden das Gerät in den kommenden Tagen verstärkt bewerben.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Re: Tal-Alternative

Hallo Wolfi,

macht die Okular-Auswahl 20 und 10 mm Sinn? Viele kaufen später eine 2x-Barlow, womit das 20 mm das 10 mm dann ersetzen würde. Vielleicht könnte 25 mm und 9 mm besser passen?

Der Sucher beim Celestron-Spiegel, ist das ein (dann noch abgeblendeter) 5x24, oder ein "richtiger" Sucher? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gibt es einen bestimmten Grund, den Celestron-Spiegel zu nehmen (anstatt den GSO-Newton?) (Ist der Celestron preiswerter?)

Wird es auch im Bundle mit einer EQ3 ein Spezial-Angebot geben?


Übrigens fände ich es toll, wenn es für 300 € ein brauchbares Einsteiger-Paket gibt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Nachdem was ich so gehört habe, sind viele am Anfang nicht bereit, mehr auszugeben.
 
Re: Tal-Alternative

Danke für die vielen Meinungen.

Fakt ist, wenn ich irgendwann den Gedanken haben sollte zu fotografieren, wird das max. Webcam oder eine nicht-viel-taugende Digicam sein. Dafür wird wohl Handnachführung reichen - denke/hoffe ich.(?) Ein Motor ist mir dafür im jeden Fall erstmal zu teuer. Wenn ich da mehr Geld investieren würde, dann eher in 6" (TAL-150 hab ich bei TS für 450€ gesehen).

Nochmal zu den Gewicht - bei den alten 60/800er bin ich schonmal öfters leicht an das Stativ gekommen. Und gerade weil es so leicht war, wackelte da sofort alles kreuz und quer. Massive 16kg kommen mir da recht attraktiv vor - attraktiver als SkyView, welche ich eh nicht mit einem besseren Teleskop upgraden würde. (Wenn ich da mal irgendwann Bedarf habe, bin ich wohl endlich (oder leider <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> ) im aktiven Arbeitsleben und kein Student mehr - ergo wohl nicht mehr bei dem Dauerkontostand von 0-10€.)

Wie sieht das eigentlich mit der mitgelieferten BarlowLinse aus: ist sowas generell (ober besser bei der TAL 1 Preisklasse zb) unbrauchbar im direkten Vergleich zu äquivalenten Okularen? (bei meinen damaligen 60/800er wurde alles schlagartig dunkler, unschärfer und eingeschränkter im Gesichtsfeld)

Insgesamt nochmal: Ich gewinne den Eindruck, dass das TAL nur eine Art Gesamtlösung für einen aktuellen Zustand ist - nix mit Verändern & Auf/Umrüsten. Allerdings kommt mir das auch nicht in den Sinn. Stellt sich die Frage ob ein Standard 300€ 114/900 mit EQ3 oder Skyview in dem einen gekauften Zustand trotzdem besser ist... ?
 
TAL1-Tubus auf Skyview oder höher

Moin Wolfi,

ich habe mich stark auf die EQ1 bzw. EQ2 bezogen, weil diese Kombinationen mit einem 114er ja meist von Anfängern ins Auge gefasst werden, weil sie billiger sind als ein TAL1.

Die Skyview kenne ich nicht, sie scheint aber nach den bisher gelesenen Meinungen eine nette Montierung zu sein - vermutlich wäre ich damals froh gewesen, unter meinem ersten Teleskop (4"FH 102/1000) eine Skyview statt einer ungenau gefertigten und deshalb zwanghaft wackeligen (DEC-Achse) EQ3.

Trotzdem: Ich würde das TAL1 - den Tubus - immer einem China-114er vorziehen, was ja der Celestron auch ist.

Also wäre für mich in Franks Lage ein gebrauchter TAL1-Tubus (neu bekommt man den kaum ohne Montierung) auf einer Skyview, HEQ5 oder GP-E die ideale Lösung.

 
Re: Tal-Alternative

Hallo Frank,

Fotografie und Handnachführung schließen sich eigentlich aus. Eine Ausnahme sind:

Extrem kurze Belichtungszeiten von Mond und Planeten mit dig. Kameras, wo die Erddrehung eingefroren wird. Dann kannst auch einen Dobson nehmen.

Oder kurze Brennweiten mit der Hand nachkurbeln. Bis 135mm ist das möglich aber mühsam, sehr mühsam.

Direktlink zur Sky View Montierung

Hier kannst Du Dir mal die Sky View anschaun.

Tipp:
Wenn Du an Astrofotografie denkst, wirst Du um das TAL 1M mit Motor nicht herumkommen.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Re: TAL1-Tubus auf Skyview oder höher

Hallo Thorsten,

das ist richtig, dann hast Du das Beste kombiniert, die gute Rohrmechanik und Optik von Tal und eine vernünftige Montierung.

Aber ich befürchte, daß er dann mit 300,- nicht mehr um die Runden kommen wird.

Ich habe sogar ein so ein Angebot aber da wird er wohl etwa 360,- löhnen müssen, der Tal Tubus ist aber neu.

Wolfi
 
Re: Tal-Alternative

Hallo Frank,

der Reihe nach <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Dafür wird wohl Handnachführung reichen - denke/hoffe ich.(?) Ein Motor ist mir dafür im jeden Fall erstmal zu teuer.
Was reichen wird, weißt du heute noch nicht. Falls Handnachführung nicht reicht, ist das Tal ohne Motor praktisch nicht nachrüstbar. Dann heißts neukaufen, und ggf. die alten Montierung (mit Verlust) weiterverkaufen.

Ein Motor mag erst mal zu teuer sein. Völlig richtig! Ich kann dir aber sagen, dass es bei 170x keinen Spaß macht, Planeten (oder andere Objekte) immer händisch nachzuführen. Ein Motor sollte als Option auf jeden Fall möglich sein. Beschneide doch nicht von vornherein deine Möglichkeiten!

100x bei 50° Eigengesichtfeld, das mag noch angehen. 130x bei 45° Eigengesichtsfeld nervt. Bei 170x nervt es erst recht. Ich denke, am Planeten sollte man als Einsteiger rund 150x anpeilen. Der ist dann aber ruckzuck raus. Willst du jede Nacht die ganze Zeit mit der Hand nachdrehen?

Nochmal zu den Gewicht - bei den alten 60/800er bin ich schonmal öfters leicht an das Stativ gekommen. Und gerade weil es so leicht war, wackelte da sofort alles kreuz und quer. Massive 16kg kommen mir da recht attraktiv vor
Das wackelte nicht, weil es leicht war. Das wackelte, weil es nicht stabil war. Wenn du beim superschweren Hartholz-Stativ die Beine nur locker verschraubst, wackelt das natürlich mehr, als ein vernünftiges Röhren-Alustativ. Mechanische Stabilität wird nicht in kg gemessen. Ein Stativ muss sicher stehen, sollte ggf. Metallspitzen an den Füßen aufweisen, und Steifigkeit in den Beinen haben.

Ich trage jeweils Stativ, Montierung und Gegengewicht zusammen in einem Gang. Dank Rucksack durchaus machbar, die rund 15 kg zu tragen. Im zweiten Gang kommt dann noch das Rohr und weiteres Zubehör (insgesamt noch mal 6-7 kg.) Wenn du dein neues Teleskop möglichst häufig einsetzen will, achte auf Stabilität — aber spare Gewicht, wo immer sinnvoll möglich. Ich habe Stativ und Montierung bewusst so ausgelegt, dass Foto-Reserven da sind. Falls du Langzeitbelichtung vorhast, ist eine EQ3 vermutlich weniger anzuraten. Falls nicht, brauchst du kein Hartholz-Stativ. In jedem Fall brauchst du eine Option auf elektrische Nachführung.

Das ist ja praktisch der Sinn einer parallaktischen Montierung!


Das tatsächliche Gesichtsfeld wird mit Barlow natürlich kleiner und die Helligkeit nimmt ab, da man höher vergrößert. Wenn auch das scheinbare Gesichtsfeld kleiner wird, schattet die Barlow ab. Das sollte eigentlich nicht der Fall sein, außer bei vielleicht bei billigen Barlows, kombiniert mit langbrennweitigen Okularen. Eine taugliche Barlow ist, soweit ich das gehört habe, ab etwa 45 € zu bekommen, die die du hattest, ist vermutlich nicht sonderlich tauglich gewesen.
 
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