TAL vs Skywatcher

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Moin,

ich würde mir ein 49 Euro Ticket, ein Fahrrad und ein Rucksack-Teleskop besorgen, um irgendwie in dunklere Gefilde zu kommen. Bortle 5 oder schlechter, vermutlich noch umringt von direkter Beleuchtung, ist einfach mittelfristig nicht so prickelnd für visuelle Beobachtung. Auch für EAA kann es irgendwann zu hell sein. Jedenfalls, wenn man Aufwand und Kosten einigermaßen gering halten möchte.

Ich bin früher gelegentlich mit einem 80/400 Kurzrefraktor samt motorisierter EQ 2 in einer Musikinstrumente-Tasche auf dem Rücken losgeradelt. Okulare soweit ich mich erinnere in den Jackentaschen. Heute werfe ich manchmal meinen 8 Zoll Gitterrohr Dobon samt Okularrucksack in den Radanhänger.

Naja, zugegebenermaßen komme ich mit dem Drahtesel nicht besonders weit. Aber schon ein paar 100m Entfernung zu den nächsten Laternen bringt was für die Dunkeladaption.


VG Klaus
 
Hi,
Wenn man schaun will ist ein Urlaub an einem wirklich dunklen Platz unglaublich.
In unseren Gefilden ist das Wetter meist gegen eine schöne
Beobachtungsnacht. Die guten Tage kann man an einer Hand abzählen.
So sind die Tage hier für mich zum justieren, üben, testen.
Reisen bringt einen an Plätze zum staunen unter einem wirklichen Himmel.
Eine einfache kleine Kamera, egal mit welchem Objektiv oder Technik
macht dort die tollsten Bilder.
Evtl. mehr Geld für Reisen als für Technik ausgeben, ist meine Empfehlung.
Viele Grüße
Klaus
 
Hallo Allerseits,
Kurzer Schwischenstand:
EQ5 ist jetzt aufgebaut und hält den Bresser bombe. Da wackelt nix. Damit das so bleibt, will ich das Stativ nicht aufziehen. Werde mir daher die Skywatcher Verlängerungssäule leisten. Leider ist jetzt zu schlechtes Wetter um die neue "Ruhe" zu geniessen. Aber wir werden sehen.
Andere Baustelle:
Ich bin jetzt quasi umsonst Besitzer eines TAL M geworden.
Schönes schnuckeliges Teil, echt massiv. Wobei die Transportkiste fast soviel wiegt wie der Inhalt. Sehr exotische Montierung.
Habe ein Problem mit der Einstellung der Polhöhe. Leider ist da nichts direkt zugänglich und allzu brutal wollte ich auch nicht rangehen. Leider ist die Anleitung zu dem Thema auch keine Hilfe.
Hat jemand einen TAL M oder kennt jemanden, der mir da einen Tipp geben könnte? So sieht das Teil aus.
Vielen Dank für Eure Hilfe!
VG Ralph
 

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Hallo Ralph,

gerade habe ich ein mal nachgeschaut, wie das bei meinem TAL M aussieht. Du scheinst aber ein jüngeres Baujahr zu haben als ich. Bei meiner Säule gibt es keine Klemmung für die Azimut Einstellung der Montierung, da muss man die Beine zum Einnorden passend hinstellen. Die Einstellung der Polhöhe sieht aber genau so aus wie bei dir.

Auf der Gegenseite der Polhöhenskala (2. Foto) ist das Gehäuse mit einem Schraubdeckel verschlossen. Du siehst da zwei Vertiefungen um einen geeigneten Schlüssel einzustecken. Bei vorsichtigem Tun kannst du den Deckel aber mit einer Wasserpumpenzange (polstern!) losdrehen (normales Rechtsgewinde). Dann findest du eine ganz normale Schraube mit 6Kant Kopf, die kannst du mit einem Gabelschlüssel oder einer Nuss lösen.

Das TAL M ist ein prima Fernrohr. Besonders der geniale Sucher macht Freude; ich habe tatsächlich schon vergessen vom Sucher auf das Hauptrohr umzuschalten als ich in der Milchstraße unterwegs war. Es macht aber keinen besonderen Spaß das TAL M parallaktisch zu betreiben. Du bekommst es mit dem verschiebbaren Gewicht im Kasten einfach nicht ins Gleichgewicht. Da bräuchte es noch etwas zusätzliches Gegengewicht. Deshalb betreibe ich mein TAL M azimutal. Das geht wunderbar und du hast einmal passend eingestellt immer einen bequemen Einblick, was ja bei parallaktisch montierten Newton nicht der Fall ist.

Viel Freude mit diesem kleinen, feinen Gerät und CS Gerhard
 
Danke @Schmitti , hast mir sehr geholfen. Konnte die Polhöhe jetzt einstellen. Ob`s dabei bleibt wird die Zeit zeigen. Bin ja noch in der Findungsphase.
Aber das Thema Newton und parallaktisch wird ja durchweg negativ beschrieben. Der Sucher ist echt der "special Effect" und eine Wohltat für meinen Rücken,
Das das nicht Standard wurde verstehe ich nicht. Aber selbst TAL hat den ja nur an diesem einen Modell, glaube ich. Habe an meinem Bresser einen Leuchtpunktsucher. Geht überraschend gut, obwohl ich meistens das Gefühl hatte nicht korrekt reinzuschauen, hatte ich am Ende das was der rote Punkt zeigte auch ziemlich genau im Okular.
Mein TAL M ist von 1998 - ein besonderes Jahr: Der Bau der ISS wurde begonnen, der Bau der Kölnarena vollendet und Boris Jelzin torkelte wahrscheinlich wieder besoffen auf irgendeiner Wahlkampfveranstaltung ;), aber ich schweife ab....
Jedenfalls ist in der Anleitung die im Netz runterladen konnte auch nichts von der Azimutklemme zu sehen und auch der halbe "Puck" am unteren Ende des "weissen Kastens" ist da nicht erwähnt - zusätzliches Gegengewicht (?) Ich kann`s zumindest problemlos in beide Richtungen ausbalancieren.
Eins steht jedoch fest: Für welches Teleskop/Montierungskombination ich mich am Ende entscheide, der kleine Russe bleibt!
Einfach zu "outstanding" das Teil. Da kann, glaube ich , nur noch der Alkor aus gleichem Hause mithalten.
VG Grüsse und klarer Himmel
Ralph
 
Hallo Ralph,

in der Tat stammt mein TAL M noch aus Zeiten der alten UdSSR. Der halbe Puck war mir auf dem Foto gar nicht aufgefallen, dabei sage ich zu meinen Studies immer, sie müssen ordentlich hinschauen lernen! Den habe ich so auch noch nie gesehen. Vielleicht ist das wie die Klemmschraube für den Azimut eine späte Produktverbesserung oder der Umbau eines Vorbesitzers.

Der Alkor, den habe ich auch, ist übrigens auch ein knuffiges Teil. Leider gibt es heute nichts mehr vergleichbares im Einsteiger Segment.

Viele Grüße und der klare Himmel hat gerade eben zu 10 Minuten Sonnenbeobachtung gereicht Gerhard
 
@Schmitti Hallo Gerhard. Hast Du bei Deinem TAL auch so einen Ring an der Eintrittsöffnung? Wenn der dran ist, bekomme ich keine der Abdeckungen auf den Tubus. Wenn er weg ist, ja. Plastikabdeckung geht nicht richtig drauf, hält aber. Die metallene lässt sich nur lose drauflegen.
Bei Dir auch so oder mache ich was falsch? VG Ralph
 

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Hallo Ralph,

nein, so einen Ring hat mein TAL M nicht. Der Front Deckel passt in das Rohr und schließt es vernünftig ab. Er sitzt auch gut - nicht zu fest und nicht zu leicht.

Ich habe auch keine Ahnung wofür dieser anscheinend abnehmbare Ring sein soll. Eine Versteifung hat der TAL Tubus mit Sicherheit nicht nötig. Außerdem müsste der Ring mit dem Sucher kollidieren, wenn du von Suchen auf Beobachten im Newton Fokus wechselst.

VG Gerhard
 
Ne, meine Abdeckung bekomme ich nur mit Gewalt rein. Und dann klemmt sie schräg. Und beschädigt dann die innere Auskleidung des Tubusses. Ist nicht das berühmte Velours sondern eher so wie schwarzes Schmirgelpapier. Ist das bei Dir auch? Vielleicht verengt das ja den Tubus um den entscheidenden Millimeter.. Was tun? An der Öffnung einen halben Zentimeter der Beschichtung entfernen oder kein Deckel und den Tubus senkrecht nach unten bei Nichtbenutzung? Der Ring kollidiert übrigens nicht mit dem Sucher, da dieser an der Stelle unten etwas abgeflacht ist. BTW: Kollimieren- funktionieren die handelsüblichen Laserkollimatoren auch bei diesem, doch recht leinen Gerät?
Danke für Info und Hilfe
Ralph
 

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Hallo Ralph,

gerade habe ich mal 3 Fotos gemacht, wie das bei mir aussieht.

Auch mein Sucher ist an der Stelle nahe dem Tubus abgeflacht, ich dachte der schwarze Ring sei dicker. Meine Abdeckung passt, wie schon oben geschrieben, prima. Vielleicht handelt es sich bei deinem Deckel nicht um das Original? Velours ist die Schwärzung bei mir auch nicht aber keineswegs so ausgefranst wie auf deinem Foto. Vermutlich hat das hineinknallen des Deckels das verursacht.
Ich würde es erst mal mit dem Abschleifen des Deckel Außenrandes probieren. Da geht es ja um halbe Millimeter zwischen strengem Stecksitz und heraus fallen. Als konstruktive Alternative zeige ich dir mal die Abdeckung meines Kosmos Newton 110/1000 Baujahr 1961. Mit dem passenden Stoff ist so etwas dicht.
Auf dem 2. Foto siehst du meine Abdeckungen des TAL in abgesetzt. Das rote für den Sucher ist übrigens nicht russisch sondern eine Verschlusskappe für Wein Gärbehälter.
Ich habe auch mal die Abdeckung des Hauptspiegels (Rückseite) abgenommen. Da kommen dann die Justierschrauben zum Vorschein. Meinen TAL M musste ich aber in all den Jahren, auch nach dem Transport hierher, noch nie justieren. Den fahren wir öfter mit dem Auto zu irgendwelchen Schulhöfen und Schüler sind beim hantieren auch nicht immer feinfühlig.
Falls ich meine Newtons mal justieren muss, mache ich das mit einer Filmdose mit Loch und dann am Stern. Ich bin halt noch von früher, da gab es nichts anderes.

Viele Grüße Gerhard
 

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Hallo zusammen,

das TAL M ist ein legendäres Teleskop.

Ich habe auch noch eines samt Holzkiste, in welches es sich komplett - d.h. inkl. Säule- zerlegen und transportieren lässt.

Hier ein schönes Video vom mindestens ebenso legendären Dave Trott.


Viel Spaß mit dem Video und natürlich mit den TAL M

CS Thomas
 
Hi,
der Größenvergleich ist wunderbar ;-)
In den Holzkisten von TAL, eine Schreinerarbeit welche zur Aufnahme von eventueller Feuchtigkeit innen nicht lackiert ist,
steckt alles was man braucht bis hin zum Pinsel. Alles gut mit Filz belegtem Holz fixiert.
Die Teleskope und der Inhalt der Kiste wurden für Schulen konstruiert. Das musste auch in den entlegensten
Gebieten funktionieren.
Für die Schüler wurden die Spiegel in Perfektion geschliffen. Die Okulare sind sinnvoll und das 25mm Plössl fantastisch.
An Export wurde damals bei der Konstruktion nicht gedacht.
Ein Händler sagte mir mal: "Die wissen noch nicht wie schlecht man Teleskope bauen kann, welche sich trotzdem verkaufen.

Viele Grüße
Klaus
 
P.S. alle keineren Dinge waren zusätzlich in Seidenpapier.
Es war alles "an Bord" um Astronomie zu betreiben.
Der 1,25" Auszug war sinnvoll weil ein 2" mit dem entsprechenden Fangspiegel nur schlechtern Kontrast bringt und sonst nix.
Dafür kann man nach dem Fokusieren den Okularstutzen mit dem m42 Gewinde abschrauben und sofort mit
richtigem Auflagemaß eine Kamera anbringen.
Für Sonnenbeobachtung wurde immer vor dem "bösen" Okularfilter gewarnt.
Das Teleskop war nicht für westliche "[zensiert]proof" Hände gedacht sondern für eine Verwendung unter Aufsicht im Unterricht
mit der entsprechenden Maske vor der Öffnung.

Viele Grüße
Klaus
 
P.P.S. weil zensiert:
Der Begriff "I d i o t p r o o f" ist bei uns leider allgegenwärtig.
Cu Klaus
 
Und bevor man mich steinigt:
Der Objektivdeckel mit dem Loch ist nicht die Maske für visuelle SonnenBeobachtung sondern
die für die Okularprojektion.

An der Sonne nur durchschaun wenn man genau weiß was man tut ! Am besten macht das eine Kamera.
NIMALS UNGESCHÜTZT DURCH EIN TELESKOP ETC. IN DIE SONNE SCHAUN !!!
DAS IST KEIN EXPERIMENT SONDERN LEBENSLANGER SCHADEN.


Bis die Tage
Klaus
 
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Hallo zusammen,
ich biete hier im Marktplatz gerade meinen TAL 200k an. Allen TAL-Freunden, Lesern und Beitragenden zu diesem Thread gebe ich diesen gerne günstiger ab.
Schreibt mir einfach eine PM bei Interesse.
CS Thomas
 
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