Tasco 851TR

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Forseti

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Hallo,

ich habe ein Tasco 851TR D=60mm, F=900mm! Als Okulare habe ich ein 4mm und 20mm. Damit bekomme ich aber höchstens den Mond ganz gut rein. Meine Frage ist jetzt: Was brauche ich, um auch mal die Planeten o.ä. gut sehen zu können?
 
Hallo Forseti,

Dein Refraktor mit 60 mm Durchmesser und 900 mm Brennweite ist in seiner Preis-/Größenklasse eigentlich ein ideales Mond-und-Planeten-Fernrohr! Lange Brennweite sorgt für gute Abbildungsqualität bei höheren Vergrößerungen - wichtig für Planeten

Nur für deep sky ist er weniger gut, ebenfalls wegen der langen Brennweite, dadurch werden die Vergrößerungen recht hoch und dafür sammelt er einfach zu wenig Licht.

Eigentlich brauchst Du für die Planeten jetzt nur noch ein Okular, welches in der Vergrößerung irgendwo zwischen den beiden liegt, die Du schon hast. Bei einem 60er Refraktor ist so etwa 120-fache Vergrößerung eine vernünftige Richtgröße für die Planetenbeobachtung.... es gibt da ein oder zwei Faustregeln, die die maximal sinnvolle Vergrößerung angeben, für die ein Fernrohr taugt - eine dieser Faustregeln ist "die Vergrößerungszahl soll nie mehr als doppelt so groß wie der Durchmesser sein" - also 120fach in Deinem Fall.

Am Mond mag es aufgrund der großen Helligkeit und des hohen Kontrastes noch mit höheren Vergrößerungen sinnvoll gehen, aber Dein 4mm Okular ergibt 225x Vergrößerung - ist eigentlich einfach viel zu viel für einen 60er!

Um auf 100-120fach zu kommen, bräuchtest Du ein gutes Okular zwischen 8-9 mm Brennweite.

Hat denn Dein Fernrohr schon einen 1 1/4 Zoll Anschluß für die Okulare? Es gibt drei Standard-Okularanschlüsse, der kleinste davon ist nur 24,5 mm im Durchmesser, während der 1 1/4 Zoll-Anschluß 31,7 mm beträgt. Nur noch relativ wenige und sehr preiswerte Geräte haben heute nen 24,5 mm Anschluß. Das hat auch seinen Sinn, weil man in 24,5 mm Durchmesser prinzipiell keine wirklich geeigneten Okulare für NIEDRIGE Vergrößerungen bauen kann - aber für's Planetenbeobachten ist das eigentlich wieder recht unerheblich.

Allerdings werden leider heute nur noch wenige *gute* Okulare in 24,5 mm Durchmesser angeboten, da müßtest Du beim Kauf recht vorsichtig sein !! Wenn Du den 1 1/4 Zoll-Anschluß hast, kriegst Du wiederum brauchbare Okulare in jeder Preis- und Güteklasse wie Sand am Meer.... da würde ich u.U. auch direkt ein relativ gutes nehmen, weil für den Fall, daß Du Dir doch mal ein größeres zweites Teleskop holst, kannst Du das Oku dann gut weiter verwenden!

viele Grüße
Thomas
 
Erstmal Danke vorweg.
Ich habe einen 24,5mm Anschluß, da das Teleskop schon einige Tage alt ist (ca.10 Jahre) und die meiste Zeit in der Ecke (bzw. auf dem Dachboden) gestanden hat und vor sich hin staubte.

Zwei Fragen hätte ich noch:
1.: Wo bekomme ich gute Okulare?
2.: Was muß ich tun, um die Planeten in ihren "echten" Farben beobachten zu können? So ist ja alles eher gelb, durch das Sonnenlicht.
 
hmm..... wo kriegt man brauchbare 24,5 mm Okulare her? Die meisten Händler werden da heute nicht mehr viel haben... wie gesagt, was heute noch an 24,5 mm hergestellt wird, ist meistens unterste Qualität, man muß sogar schon aufpassen bei diesen Okularen, daß die Linsen überhaupt aus Glas hergestellt werden !!

vielleicht wissen die Betreiber von www.achromat.de sowas, die sind ja anscheinend auf ältere Linsenfernrohre spezialisiert, gibt ja auch einen Sammlermarkt dafür... und wie gesagt, ein altes orthoskopisches Oku mit 24,5 mm Steckdurchmesser muß wohl irgendwo gebraucht aufzutreiben sein. Oder mal auf einer Astro-Börse danach suchen... ich würd aber nicht zuviel dafür anlegen; wie man es dreht und wendet, 24,5 mm ist heute halt eher ein "totes" System und was Du dafür investierst, eignet sich dann wirklich NUR für die Planetenbeobachtung mit Deinem kleinen Refraktor - kann nirgends anders wirklich sinnvoll eingesetzt werden.

Machbar ist auch der umgekehrte Weg, einen 1 1/4-Zoll Anschluß an das Teleskop schrauben. Das ist aber irgendwie auch sehr brotlos, weil bezahlbare einzelne Okularauszüge für kleine Refraktoren gibt es einfach nicht (ich hab schon mehrmals auch im astronomie.de-Gebrauchtmarkt danach gesucht)

Und wenn, dann hängt eben schon ein kleiner anderer Refraktor dran.

Dritte Möglichkeit ist ein "Hybrid-Zenitspiegel" sprich der vorne 24,5 mm Anschluß hat und hinten 31,7 mm. Aber gerade bei den Planeten braucht man ja häufig gar keinen Zenitspiegel, je nachdem wie hoch die Ekliptik steht... ich hab die Tage Jupiter und Saturn jedenfalls lieber ohne Zenitspiegel angeschaut als mit...

Richtiges Farbensehen kannst Du allerdings bei den 60mm Öffnung eher vergessen. Wenn das gelb, was Du da erwähnst, wirklich vom Sonnenlicht käme, dann würdest Du übrigens auch mit dem besten und größten Teleskop alles "gelb" sehen, oder? ;-)

Die etwas gelbliche Einfärbung des Bildes im Teleskop mag von der Vergütung der Okulare her kommen. Prinzipiell würde ich mir darüber aber keine Gedanken machen.

viele Grüße
Thomas
 
Hallo,

beim Teleskop-Service gibt es einige Superplössls, die auf 0,96" adaptiert werden können ( gegen Aufpreis ) - vielleicht eine Alternative zum Hybridspiegel ( auch wenn der wohl vorzuziehen ist).
 
Hallo Frank,

hmm, interessante Idee für den Tasco-Besitzer.

Ich würde mir das überlegen. Der Hybridspiegel ist irgendwie eine "unelegante" Lösung, finde ich. Würd ich nicht machen wollen. Zumal wie gesagt ein 60/900er in meinen Augen ein reines Planeten- und Mondfernrohr ist (na gut für Doppelsternfreunde auch geeignet...); alles andere würd ich lieber mit einer lichtstärkeren Optik anschauen....

aber die Planeten schaut man - zumindest ging es mir in den letzten Tagen so - gerne ohne Zenitspiegel an, weil sie nicht so arg hoch stehen - da bringt also der Hybridspiegel wieder nix.

Entweder man behält das Teleskop so wie es ist, und schafft ein gutes 24,5 mm Okular an, oder ich würde es komplett, so wie es ist, verkaufen oder wegstellen und mich einer anderen Optik zuwenden. Wie gesagt, zum problemlosen Planetenspechteln ohne arge Seeingprobleme müßte ein 60/900er doch eigentlich eine sehr gute Basis sein... Refraktor mit minimalem Farbfehler, besser geht's eigentlich nicht.

Meiner Ansicht nach kommt's jetzt drauf an, was so ein adaptiertes 24,5 mm Superplössl kosten soll - oder ob es anschließend nicht auch weiterhin für 1 1/4" verwendbar ist (ich weiß ja nicht, wie die Adapteranfertigung da ausschaut) - prinzipiell halte ich das für den 60/900er für ideal. Oder halt irgendwo gebraucht ein nettes altes 24,5 Ortho auftreiben.

viele Grüße
Thomas
 
Hallo,

es gibt eine " Erweiterungshülse " die hat auf der einen Seite den kleinen und auf der Okularseite den 1 1/4 Anschluß. Is voll ideal weil du so die guten Okulare an deinem Gerät verwenden kannst. Hatte sie mir besorgt bevor ich erkannte das i eh einen 1 1/4 Anschluß habe. Vielleicht is das bei dir auch der Fall.. ein kleiner Deckel liegt in einem Größeren drinnen.

l.g. starlux
 
Hallo auch von mir

Wenn du etwas mehr Geld in dein Gerät stecken möchtest so könnte man sich beim z.B. Wolfi einen guten 1.25" Okularauszug aus Metall kaufen ist soweit ich weiß für 60 mm Refraktoren gedacht.
Kostet "leider" auch 92 Euro.
Oder auf seiner Schnäppchenseite wird ein 60/700 mm Celestron Tubus angeboten (ebenfalls mit 1.25") dieser kostet nur 48 Euro , hat jedoch einen Plastik Okularauszug.

War nur so ne (spinnerische) Idee von mir <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Gruß
Micha
 
92 EUR für einen kleinen Refraktor-Okularauszug....

...das ist der Grund, warum MEIN kleiner 60er Refraktor seit Jahren unbenutzt herumliegt. Er hatte mal ein fest eingebautes Zoomokular, was wirklich horrend schlecht war (und obendrein beschädigt).

Kauft man für 50 EUR so einen kompletten Refraktor, nur um an den OAZ ranzukommen, der dann wiederum aus Plastik ist und mindere Qualität... dann ist das irgendwie auch witzlos - finde ich.

Und ein alter Tasco 60/900 ist garantiert qualitativ und optisch besser als ein neuer 60/700er Celestron Tubus.

Die Idee mit dem gebraucht gekauften 24,5 mm Okular, oder eben dieser Adapter für 1 1/4" - daran hatte ich noch nicht gedacht - das hört sich m.E. am sinnvollsten an. Mit dem Adapter wär ja das 1 1/4" Problem gelöst und man müßte nur noch ein gescheites 8 oder 9 mm Okular kaufen.

viele Grüße
Thomas
 
Hallo

Kommt ganz darauf an wie sehr man (auch sein kleinstes Rohr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> )mag.
Ich selber habe diesen 60/700 mm Refraktor.
Die optische Qualität ist bei meinem recht gut (is halt so ne Sache mit der Massenstreuung).
Klar das dieses Gerät kein Planetenkiller und kein DeepSky König ist , aber es hieß mal so schön:
" Jedes Teleskop hat seinen Himmel ".
Der Okularauszug ist zwar aus Plastik , jedoch nicht soooo schlecht. Geht auf jeden fall Butterweich.
Dennoch überlege ich mir irgendwann die Metallversion zuzulegen damit er dann sein "optimum" erreicht hat.

Gruß
Micha
 
Astro-Messe besuchen!

Hi,

ich denke, die ideale Lösung für Dich wäre, einmal auf einer Astro-Messe Ausschau zu halten. Guck mal im astronomie.de-Terminkalender nach, wann etwas in Deiner Nähe stattfindet.

Bei vielen Händlern liegen noch 24,5mm Okulare in den Wühlkisten, und da diese eh kaum gekauft werden, lässt sich sicher noch über den Preis reden.
Allerdings liegen oft auch diese Plastikdinger in der Wühlkiste. Die sind eigentlich durch ihre "Schäbigkeit" leicht zu erkennen.
Ich selbst habe auf diese Weise (allerdings vor einigen Jahren) prima Okulare in 24,5mm für sehr wenig Geld erstanden. Wenn Du zum Beispiel ein schönes Kellner zwischen 10mm und 30mm ergatterst (Buchstabe K), oder auch Orthos ab 6mm aufwärts (Buchstabe O), hast Du schonmal prima abgesahnt.
Deine beiden Okulare lassen mich von den Brennweiten her auf die elenden Plastiklinsen schliessen (SR=4mm und H=20mm ist bestimmt der Aufdruck). Da wären selbst die H=6mm und H=20mm mit Glaslinsen und Metallfassung für Dich ein Fortschritt, und die gibt es noch sehr häufig in der Wühlkiste.

Die anderen hier diskutierten Möglichkeiten sind einfach zu Teuer. Die guten Plössl-Okulare, die von Teleskop-Service adaptiert werden, die sind zum Beispiel jeweils etwa doppelt so teuer, wie Dein Teleskop! Das kann ja zu nichts führen! Auch der Hybridspiegel oder ein Erweiterungsadapter führt mit neuen Okularen dann zu einem unangenehm hohen Preis, im Vergleich zum Teleskop.

Übrigens: Mit Brennweiten 6mm, 10 oder 12mm und 20mm wärst Du gut ausgestattet. Wichtig ist, zwischen der wirklich extrem hohen Vergrösserung von 150x beim 6mm Okular noch einen moderaten Wert zu haben, deshalb 10mm oder 12mm, was 90x bzw. 75x ergibt. Das 20mm ist zum Suchen und für Sternhaufen (H&Chi, Plejaden), oder die ganz hellen Nebel wie Andromedagalaxie oder Orionnebel.

4mm Brennweite ist wirklich Unfug! Zum einen ist die Vergrösserung schon viel zu hoch (Faustregel: Durchmesser mal 2, also 120). Zum anderen ist das Okular noch dazu schlecht.
Übrigens: das 6mm Okular geht ja mit 150x noch über die Faustformel. Ein 7mm Okular wäre besser, ist aber nur schwer zu finden! In den Wühlkisten tauchen meist Werte wie 6mm, 10mm, 12,5mm und 20mm auf.

Na denn, viel Erfolg beim Suchen und
Clear Skies
Sven
 
Re: Astro-Messe besuchen!

Hi
Wenn es um Messe besuchen geht.

Am 22.02.03 findet die dritte ATH im Hückelhovener Gymnasium statt.
Falls du in der nähe wohnen solltest.

Gruß Micha
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: jetzt frag ich mich...

Hallo Sven

Da is mir wohl ein falscher Fehler unterlaufen und ich hab aus versehen auf das Profil vom Thomas geschaut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Jaja, meine alltägliche Blindheit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Gruß
Micha
 
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