Tau beim Gitterrohr-Newton

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Thomas_Stelzmann

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Hallo,

eine Frage an die Gitterrohr-Experten:

Wie wird ein Zutauen des Hauptspiegels verhindert?

Mir schwebt eine Art "Topf" oder "Kragen" um den Spiegel herum vor, weiß aber nicht, wie man den dimensionieren soll.

Wie hoch (aber der Spiegeloberfläche gesehen) muss also ein solcher Kragen sein, um den Spiegel gegen Zutauen zu schützen?

Gibt es vielleicht eine Faustformel, etwa ein bestimmtes Verhältnis von Spiegeldurchmesser zu Kragenhöhe, mit dem man auf der sicheren Seite ist?

Für ein paar klärende Antworten wäre ich dankbar.


Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Thomas,
zieh doch einfach ein dunkles "Bettlaken" mit Gummizug um den gesamten Gittertubus. Dann erschlägst Du viele Probleme mit einer Klappe.
 
Hallo,

neh....die Idee ist zwar gut, aber genau sowas möchte ich nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ein Windhauch, und das Ding zappelt, das Ding wird nämlich absoluter Leichbau.

Nein, ich möchte schon einen so einen Topf haben (da kommt auch ein Deckel drauf, gegen Staub), das Ding soll einfach aus dem Auto geholt werden und einsatzbereit sein.

(Okay, den Deckel mache ich vorher ab. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )


Grüße
Thomas

 
Dann mach Dir doch einfach mal ne Zeichnung, bei 45° Elevation kommst Du mit einer "Taukappenhöhe" = Spiegeldurchmesser aus, weil Tau ja nunmal senkrecht fällt. Im Zenitbeobachtungsfall müßte die Taukappe unendlich lang sein und dazu kälter als die Umgebungsluft, damit der Tau sich an der kalten Wandung niedeschlägt. Ich glaube, die Eierlegendewollmilchsaulösung gibt es nicht.
 
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Ausprobieren...

Hallo Detlev,

ja, das mit den 45° ist klar...
Der Spiegel hat 250mm Durchmesser, dann mache ich den Topf 300mm im Durchmesser und erstmal 300mm hoch.

Sollte das nicht klappen, kann ich ja immer noch ´ne Taukappe bauen.
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Wahrscheinlich sollte man das einfach ausprobieren....



Grüße
Thomas
 
Re: Ausprobieren...

Hallo Thomas.

Genauso wichtig wie die Tauschutz-Kappe finde ich die Position des Spiegels.
Machst Du z.B. eine extrem niedrige Rockerbox (=Spiegel nahe am Boden, bei Beobachtung am Zenith), dann würde ich die Spiegelbox auch in einen Würfel verpacken. Dieser Würfel eignet sich auch prima als Blendenträger, und wenn Du die Blenden aus 4mm Pappelsperrholz machst (das Holz, was meist in der Grundschule für Laubsägearbeiten genommen wird), dann kosten und wiegen sie fast garnix & bringen trotzdem Stärke in die Würfelstruktur.

Bei meinem ULDOB (okay, der ist n'bissel kleiner <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) ist das UT auch etwa so dimensioniert, und Tauprobleme hatte ich noch keine damit...

Dabei habe ich die Seitenwände des UT etwa 20mm über die äusserste Blende rausstehen lassen, und das OT aussenrum ein Bissel kleiner dimensioniert. Zum Transport kann ich das OT um 20mm in's UT stecken, dann habe ich einen kompakten, stabilen "Tubusklotz", der, zwischen die Stangen geklemmt, in der Rockerbox Platz findet.

Okay, das mit der Rocker(transport)box dürfte bei Deinem 10" Projekt wohl entfallen, (da alles zusammen wohl ein ziemlich schwerer Klotz würde) aber OT und UT zum Transport ineinander verschachteln, das ist echt praktisch!

Und: Wenn immer es die Wind-situation zulässt, benutze ich meine massgeschneiderte "Socke" am ULDOB-Tubus! Eine licht-, luft- und temperaturdichte "Socke" vernichtet nämlich einiges an Flimmern und hebt den Kontrast. Lüfter hat der ULDOB sowieso eingebaut. Ohne Socke saugt er nur die Luft im UT ab; das hilft zwar der Temperierung des HS, bringt aber nicht viel gegen das Tubusseeing. Mit der Socke wird die ganze Luftsäule im Strahlengang entlüftet, das hilft auch gegen Tubusseeing...
 
Hi Thomas,

also Taukappen werden Durchmesser mal 2 dimensioniert.
Der Tau fällt nicht senkrecht runter, sondern wird durch die sich abkühlenden Flächen aus der daran vorbeistreichenden Luft "ausgekämmt" (siehe Kiefernnadeln im Gebirge, die sich so ihre eigene Feuchtigkeit holen).
Ich würde ein Tuch oder schwarzes Plastik um die Gitter in Höhe de HS wickeln, doppelt so hoch wie die HS-Durchmesser.
Taufreie Grüße und
cs
jorgos
 
Re: Ausprobieren...

Hallo Thomas,

dünnen Filz oder schwarzes Tuch, mit Trockensalzeinlage in Streifen spiralförmig auf einen dünnen Träger z.B. PVC (wird zum abdecken der Isolation von Heizungsrohren benutzt) aufgerbacht, nimmt die Feutigkeit auf und kann so leicht zum trocknen am Tag auf die Heizung gelegt werden.
Mit Klettverschluss versehen läßt es sich leicht in den kurzen Hauptspiegeltubus einschieben.

Thomas, die letzten Tage konnte aber leicht "Was" einfrieren "brrrr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />", nicht nur meine Teleskopabdeckung am Terassentisch. Läger wie 40 Minuten pro Spechtelsitzung waren schon echt hart. In Eurem Wohnwagen war wohl auch Hochbetrieb?

Gruß Günter
 
Re: "Tau fällt senkrecht"

Huch, das ist mir neu und schleier- äh... rätselhaft.
Wie kommt's dass mein Teleskoprohr auch von unten beschlägt?
Grübelnd
Mike

Nachsatz: Schon geklärt... Hätte ich ganz oben lesen können.
 
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Re: Ausprobieren...

Hallo,

die Idee ist auch nicht schlecht...

Ich werde aber aufgrund anderer Probleme wohl doch einen Volltubus nehmen, aus CFK.
Dann bin ich da Tau-Problem und auch andere Schwierigkeiten erstmal los.

Hochbetrieb war nicht im Wohnwagen, wir waren letztens nur einmal in der Eifel (unmittelbar nach unserer Teleskop-Abhol-Reise nach Verden), aber da haben wir den Wohnwagen gebraucht, es war saukalt.

Aber bei -10°C halten wir mind. 4 Stunden Beobachten durch.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Grüße
Thomas
 
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