Taukappe für Mak

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

juristicus

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe jetzt spontan mein "ich-kaufe-mir-unbedingt-nen-Dobson-und-nix-anderes-Projekt" zu Grabe getragen und mir ein 102er SW-Mak gekauft (wollte auch nie ein rotes Auto uns schon gar keinen Japaner: ratet mal, was ich fahre). Für Balkon und Erfahrung zu sammeln das derzeit wohl (doch) bessere Gerät (das kommt davon, wenn man zu viel in den Foren liest). Das Thema von Hendryk zu diesem Gerät (http://wong.to/88gjv) wollte ich jetzt nicht "zerschießen".

Jetzt war ich natürlich zu geizig und hab keine Taukappe mitbestellt, weil ich die selber basteln möchte (hasse mich jetzt schon dafür). Zu Material hierfür und wie man das zusammenbappt finde ich immer ne Menge. Was ich jetzt so nicht finden kann ist die Länge der Kappe: mal findet man 3x Objektivdurchmesser, mal 1,5x (und meistens gar nix).

Nun die Frage: Wie weit darf die Kappe ab Objektiv herausragen, ohne dass eine Vignettierung auftritt, gibts da ne Formel? Oder ist das eher so eine Trial-and-Error-Geschichte?

Vielen Dank für eure Antworten!
Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

Zitat von juristicus:
...(das kommt davon, wenn man zu viel in den Foren liest)...

das verstehe ich nicht. Es wird doch oft geschrieben, dass es nicht das eine endgültige Fernrohr für Jedermann gibt, da die Wahl von den eigenen Vorlieben und nicht zuletzt von den räumlichen Gegebenheiten und Transportmöglichkeiten beeinflusst wird.

Zur Taukappe: Meines Wissens sind beim MAK 1,5-mal Öffnung angesagt. Ein Sternfreund von mir hat eine Eigenbau-Kappe, die etwa dreimal so lang wie der Durchmesser der Öffnung ist, sie geht konisch auseinander.

Ich kann ihn ja mal fragen, wo er die Bauanleitung her hat.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus,

ich haben einen Celestron 4" Mak. Vielleicht ist der mit deinem sogar baugleich.
Ich habe mir 3mm Moosgummiplatten vom großen web-Elektronik-Kaufhaus Ama... bestellt. Der Umfang ist ca 40cm, daher hatte ich große Platten von 50x70cm bestellt (5€ oder so). Zuhause hatte ich noch Klettverschluss, wenn nicht kann man den auch für wenig Geld kaufen.
Angepasst habe ich die Größe nach Anlegen an den Mak. Die konische Form ergiebt sich selbst, bei meinem Mak, durch die raus stehende Halterungsmanschette der Linse. Der Endumfang war daher auch größer 40cm(!). Meine Taukappe habe ich so gebaut, das sie 30cm (3x D) vorne übersteht.
Nachdem ich die nötige Form richtig angezeichnet hatte, habe ich das Moosgummi mit einem Teppichmesser zugeschnitten und dann den Klettverschluss auf die Innenseiten fest genäht - Kleber hält nur sehr schlecht auf dem Moosgummi. Das Moosgummi ist matt und reflektiert nicht merklich. Hatte auch in den zuletzt feuchten Nächten noch kein Problem mit Tau auf der Linse, bisher nur auf den Okularen.

Die Taukappe hält sehr gut, da man sie durch den Klettverschluss sehr straff legen kann. Ich habe diesen so angebracht, das die raue Seite unten liegt, auf dem Teil der Moosgummiplatte die dem Teleskop direkt aufliegt.
Gesamtkostenpunkt war dann < 10€. Eine Heizung könnte wenn nötig leicht via Konstantan-Draht nachgerüstet werden.
 
Hallo Christian,

das endgültige Rohr gibts freilich nicht, aber nachdem ich mir einen Papp-Dummy gebaut hab und das mit der Kiste drunter versucht hab, war das jetzt auch ein wenig mühsam auf dem Balkon. Den Mak kann ich aber zumindest platzsparend in der Wohnung unterbringen (auch wenn ich denke, dass zenitnahe Beobachtung mit nem Dobson besser wäre). Realistisch betrachtet werde ich wohl nicht so oft auf das Feld gehen wie ich möchte, damit ein größeres Gerät Sinn macht. Ich stehe ja mit diesem Hobby am Anfang und es gibt (auch in der Stadt) genug Objekte, die ich damit zunächst abgrasen kann. Und die Frau ist auch glücklich, wenn kein so "Riesentrumm" in der Wohnung steht. Nächstes Projekt ist dann, den Mak auf ne Rockerbox (evtl. die vom Firstscope?) zu verpflanzen, für die Urlaubsfahrten wäre das sehr günstig.

Aber zuerst die Taukappe! Okay, 1,5x Durchmesser darf überstehen. Das mit der konischen Variante würde mich schon auch interessieren. Wenn es ohne größere Umstände möglich wäre, die Bauanleitung zur Verfügung zu stellen, würde mich das schon sehr freuen.

Vielen Dank!
Markus
 
Hallo mceuskadi,

sorry, hab nicht gesehen, dass dein Beitrag auch da war. Vielen Dank für die schöne Anleitung. So wie ich das sehe, muss ich wohl etwas rumprobieren. Der Moosgummi ist ja auch nicht so teuer...

Das mit den Okularen will ich -zumindest im Geiste- mit so Handwärmern in der Oku-Kiste in den Griff bekommen. Oder denke ich da zu einfach?

Viele Grüße,
Markus
 
Hallo Markus,

eine gute Wahl ;)

Zum Thema Taukappe sollte man nicht vergessen, dass gerade am Balkon/Fenster das lokale Seeing am Gebäude ein große Rolle spielt. Von daher würde ich die Kappe einfach so lang machen wie es dir möglich ist.

Als Montierungstipp: Wenn du dich mit einer alt/az Montierung a la Giro/Ayo/Videoneiger anfreunden kannst - eine Manfrotto Superclamp trägt bis 15 kg, kostet 15€, und nimmt überhaupt gar keinen Platz weg.

Viele Grüße,
Hans-Peter
 
Hallo Hans-Peter,

das lokale Seeing... Hab da noch ganz andere Probs ;) http://wong.to/wol90

Scherz beiseite. Ich hab das als Paket mit ner EQ2 inkl. Stativ gekauft, obwohl ich eigentlich keine äquatoriale Montierung wollte, war mit dem Dobson-Prinzip eigentlich ganz zufrieden. Jetzt versuch ich mal diese Montierung und schau, wie ich damit fertig werde. Bin eigentlich eher ein Fan von einfachen Dingen und wie ich mir die Preise von Montierungen so angesehen hab, wäre ich beinahe vom Stuhl gekippt. Als Anfänger weiß ich eben den Wert einer stabilen Monti noch nicht zu schätzen...

Weil ichs grad in deiner Signatur seh: Meinst du, den 102er Mak könnte man an die Rockerbox vom Firstscope ranflanschen? Wirkt ja doch recht stabil...

Viele Grüße,
Markus
 
Hallo Martin,

ich habe den Bekannten kontaktiert. Eine Bauanleitung gibt es dafür nicht, sie wurde Pi mal Dauman angefertigt und ist nach seiner Aussage noch nicht optimal, da bei geringen Vergrößerungen etwas vignettierend.

Der Öffnungswinkel wurde grob gepeilt und dann ein Kegelschnitt berechnet. Sie ist aus Isoliermatte (PE-Schaum) und außen mit Rettungsfolie beklebt.

CS und VG Christian
 
Vielen Dank, Christian! Hab mir fast schon gedacht, dass es keine alleinglücklichmachende Formel gibt. Mal schau'n, wieviele Iso- und Moosgummiplatten ich verbrauche ;) Wahrscheinlich wären mich dann die 21 Euronen im Shop billiger gekommen, bei meinem handwerklichen Geschick...

Viele Grüße,
Markus
 
Hallo Markus,

Nun die Frage: Wie weit darf die Kappe ab Objektiv herausragen, ohne dass eine Vignettierung auftritt, gibts da ne Formel? Oder ist das eher so eine Trial-and-Error-Geschichte?

Ja da gibts ne Formel:

1.max Bildwinkel berechnen:

alpha=2*arctan[(0,5*d)/f]

2.max. zul. Taukappenlänge

Lmax=[D/2-d/2]/tan[alpha/2]

d...Durchmesser der Öffnung
D...Durchmesser der Taukappe (Tubusdurchmesser)
f...Brennweite der Optik
 
Also ich hab mir für 30€ einen Manfrotto 128 LP in der Bucht geholt, Ayo und Co waren mir erstmal auch zu teuer. Der Neiger trägt mein 90-er Mak passabel, bei Vergrößerungen >125 oder Zenitnähe wird das aber schon grenzwertig. Vorteil: Ich kann das ganze vormontiert in die Tasche legen und habe in 10 Sekunden aufgebaut :) Was mich immer ärgert ist, dass es keine äquatoriale Montierung für 1/4 od. 3/8 Fotostativ-Anschluss gibt.

Die Idee mit dem Dobson finde ich eigentlich gut, bei mir würde das daran scheitern dass mir jegliches Geschick abgeht, um die Halterung zu portieren. Soweit ich mich erinnere sind das einfach zwei Schrauben die im Firstscope-Tubus gekontert sind. Die Höhenhalterung könnte beim 102-er Mak (2.2 kg) knapp werden aber gerade noch so gutgehen. Das Firstscope selber wiegt wirklich gar nichts. Außerdem musst du bedenken, dass man beim Mak "hinten" reinschaut. Wenn du es genau wissen willst, kann ich die Box für dich mal vermessen. Die Kson-Rockerbox wäre währscheinlich besser geeignet wenn man da ran käme, oder eben Eigenbau (Rockerbox oder Pipemount) wenn du dir das zutraust.

Viele Grüße,
Hans-Peter

Edit/PS: Ich benutze die Flexishield Taukappe, finde diese aber eher zu kurz (Stichwort Seeing)

Edit2: Habe gerade noch das hier gefunden zum Thema Rockerbox/Mak

http://www.amazon.de/review/R263UEX...e=UTF8&ASIN=B0027I1GSS&nodeID=&tag=&linkCode=
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von hon_shu:
Ich benutze die Flexishield Taukappe, finde diese aber eher zu kurz (Stichwort Seeing)

1. kann das Seeinig durch die Taukappe überhaupt nicht beeinflusst werden (ausser vlt. Beobachterseeing am Newton), und 2. es gibt eine maximale Taukappenlänge! Vielleicht in Zukunft zuerst mal nachdenken und danach schreiben.
 
Hallo Markus,

mal abgesehen davon, dass mir jetzt Trial-and-Error wieder interessanter vorkommt, was kommt dabei raus? Hab da jetzt (zumindest nach meinen SEHR bescheidenen Möglichkeiten) 2,27 rausbekommen... Es sollte ja irgendwas mit Millimetern werden (nutzlose humanistische Bildung, zu viel Euripides, zu wenig Mathe). Beim Winkel hab ich gerundet 2,7 :help: So, jetzt darf über mich gelacht werden!

Hallo Hans-Peter,

hab auch das Firstscope, dachte dass evtl. nur die untere Platte vergrößert werden muss. Von der Länge her sollte der Mak in etwa so sein wie das Firstscope (ohne Zenitprisma). Nun ja, das wird sich dann schon ergeben. Evtl. findet sich ja auch mal ein günstiges gebrauchtes kleines Kson-Dob im Biete-Board.

Viele Grüße,
Markus

P.S.: Zur größten Not müsste ich mir eben selber ne Rockerbox zimmern...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

zu 1) ich sprach in meinem vorigen Post von lokalem Seeing (zB am Balkon/Fensterbank). Der TO möchte vom Balkon aus beobachten. Mir schien es eigentlich immer einleuchtend, dass eine längere Taukappe (=größere Entfernung der freien Öffnung zur Hauswand) hier hilfreich sein könnte. Das kommt aber wohl auch auf die konkrete Beobachtungssituation an. Gegen Seeing im allgemeinen hilft natürlich nur besseres Wetter beim Fernsehen bestellen.

zu 2) die maximale Länge der Taukappe? Hab gerade deine Formel gesehen, scheint soweit plausibel. Bei meinem Mak komme ich auf einen Sehwinkel von ca. 4 Grad und eine maximale Länge für eine _zylindrische Taukappe von 20 cm. Das hätte ich so nicht erwartet, wieder was gelernt. Das bedeutet aber nur, dass dies bei langen Taukappen entsprechend konisch berücksichtigt werdem muss. Nicht, dass es nicht möglich ist, längere Taukappen zu bauen ..

Viele Grüße,
Hans-Peter
 
Hallo Markus (welcher denn jetzt?)

trotz meiner humanistischen Bildung komme ich für deinen Mak auf 4.5 Grad Sehwinkel :) Die Einheit ist egal, solange du für Öffnung und Brennweite die selbe nimmst (kürzt sich raus). Die "maximale" Länge wäre also 23 cm (Tubus-Durchmesser angenommen 12 cm, müsste man genau nachmessen).

In dem Amazon-Kommentar wurde behauptet, dass der Mak 102 gut auf der Rockerbox des Firstscopes funktioniert.

Viele Grüße,
Hans-Peter
 
Hallo Hans-Peter,

die 12cm kommen hin. Wenn ich Zeit hab muss ich mal schauen, wo ich mich da verhauen hab, is ja eigentlich nicht so komplex die Formel, bin halt ich... Ich behalte dann einfach mal die "geklauten" 23 cm im Hinterkopf und werde in Ruhe nochmal durchrechnen (kann das nicht hinnehmen, von einem anderen Humanisten getopt zu werden. :blush:).

Bei Amazon gibts jetzt auch schon Teleskop-Tipps?! Was dat nich alles gibt. Umpflanzen auf die vorhandene RB wär mir schon sympatischer als RB-Neubau.

Vielen Dank!
Markus (der humanistisch-matheahnungslose)
 
Naja fast, 4,72° wär der Bildwinkel und der Tubusdurchmesser ist laut Datenblatt ja 140mm also wär die maximale Länge dann 158mm (das Überstehende Stück vom vorderen Rand des Tubus gemessen, die Überlappung musst natürlich noch dazurechnen).

 
Zitat von hon_shu:
Mir schien es eigentlich immer einleuchtend, dass eine längere Taukappe (=größere Entfernung der freien Öffnung zur Hauswand) hier hilfreich sein könnte.

Das bedeutet aber nur, dass dies bei langen Taukappen entsprechend konisch berücksichtigt werdem muss. Nicht, dass es nicht möglich ist, längere Taukappen zu bauen ..

Na dann müsste man aber wirklich Meterlange Taukappen bauen damit man da einen Effekt sieht, geht aber nicht schon wegen der Abschattung und wegen der mechanischen Stabilität sowieso nicht. (Eine 3 Meter lange Taukappe am 127 Mak ??? :totlach:)
Natürlich kann man aber den Durchmesser der Taukappe vergrößern, dann kann die Taukappe dementsprechend länger ausgeführt werden (siehe Berechnung).
 
Also ich komme für 102/1300 ziemlich genau auf

>> alpha=2*arctan[(0,5*d)/f]

2 * arctan[ 51 / 1300 ] = 2 * arctan[ 0.039 ] = 2 * 2.25 = 4.5 Grad

140 mm Durchmesser scheinen mir eher etwas viel, aber in diesem Fall wäre die Länge

>> Lmax=[D/2-d/2]/tan[alpha/2]

[70 - 51] / tan[ 2.25 ] = 19 / 0.04 = 484 mm = 48.4 cm

(Alle Werte auf zwei Dec-Stellen gerundet)

Oder habe ich jetzt etwas an deinen Formeln nicht verstanden?

Viele Grüße,
Hans-Peter


 
Zitat von night_rider:
Na dann müsste man aber wirklich Meterlange Taukappen bauen damit man da einen Effekt sieht, geht aber nicht schon wegen der Abschattung und wegen der mechanischen Stabilität sowieso nicht. (Eine 3 Meter lange Taukappe am 127 Mak ??? :totlach:)

Da ich direkt am Geländer montiere, beobachte ich selbst bei einer normalen Taukappe bereits einen positiven Effekt. Es kommt wie gesagt auf die konkrete Situation an und nur Ausprobieren hilft weiter.

Viele Grüße,
Hans-Peter


 
Hallo Hans Peter,

Wenn man will kann man sie ja auch ruhig dicker und länger machen, wird halt umständlich. Normalerweise wird sich das Seeing aber nicht nur auf ein paar cm vor der Röhre abspielen also müsste man schon mehrere Meter von der Wärmequelle weg damit man einen Effekt hat. Vielleicht hilfts bei dir aber auch deshalb weil du beim Beobachten mit dem Kopf zu Nahe an der Öffnung bist (was bei dem kurzen Mak ja normal ist) und das Beobachterseeing (Wärmeabstrahlung, Ausatmen...) mit der Taukappe reduzieren kannst.
 
Hallo Markus,

umständlich ist relativ, wenn man halt nur den einen Beobachtungsplatz hat, optimiert man diesen natürlich soweit es irgend geht .. würde sagen wir belassen die Diskussion dabei.

Konntest du deine Zahlen noch einmal nachrechnen?

Viele Grüße,
Hans-Peter
 
Sorry habs oben fürs 127 Mak gerechnet, fürs 102mm Mak wärs 4,5° und 165mm (Tubusdurchmesser ist 115 mm)! Wenn du den Durchmesser der Taukappe auf 14cm erhöhst kannst du sie ja schon fast einen halben meter lang machen wie du selber oben schon ausgerechnet hast.
 
Hallo Markus!

Das find ich mal ein witziges Thema- denn ich baue genau in diesen Stunden gerade eine Taukappe für einen 102er!

Die Länge bestimme ich auch so, dass ich einfach durch den Auszug schaue und die Kappe so lange nach vorn schiebe, bis der Rand sichtbar wird.

Ich habe folgenden Tip für die Kappe: suche mal einen Laden, der Thomas Phillipps heißt bei Dir in der Nähe. Bei meinem gibt es eine Packung Ökokohlenanzünder (3 Euro), die 120 mm Innendurchmesser hat. Die besteht aus einer Pappdose von etwa 1,5mm Stärke - ist aber erstaunich stabil! Wenn man nun innen etwas verstärkendes einklebt und Fließ als Gleitlager einklebt, paßt das wie die Faust aufs Auge!! Und: man kann die einsteckbaren Plastikdeckel als Blende verwenden - damit muss die Taukappe auch nicht so lang werden - man schneidet einfach ein entprechend dimensioniertes Loch in den Deckel und steckt den wieder auf/ in die Dose. Die Größe des Loches wird analog zum Test mit der Kappe (s.o.) bestimmt. Warum rechnen, wenns auch einfach und v. a. zuverlässig mit Probieren geht...

Diese Dose ist etwa 20 cm lang, habe sie aber auf 14,5 cm gekürzt, damit sie bis zum Stativflansch einschiebbar ist und gleichzeitig der Deckel vom Mak noch draufpaßt.

Schöne Grüße,
Norman



 
Hallo Norman,

das paßt doch mal, einfache Lösungen liebe ich!

Dann doch mal eine Frage zum Material: macht es bei einer Taukappe nicht Sinn, dass die auch etwas Feuchtigkeit aufnehmen kann? Was aufgenommen wird driftet nicht runter... Nur so ein Gedanke von mir. Da wäre Pappe ja dann nicht schlecht, wird aber dann irgendwann auseinanderfallen. Mit Velour (auch wg. Feuchtigkeitsaufnahme und Isolierung) auskleiden ginge bei Pappe auch besser, da auf Moosgummi Kleben (s.o.) nicht anständig funktioniert.

Wenn man Pappe nimmt, muss man das dann auch noch isolieren? (Bei mir regt sich grad die grundsätzliche Frage, warum so eine Taukappe funktioniert...)

Nun ja, wenn alles nix hilft, muss ich eben vorerst die Vorteile meines Balkones ausspielen: Steckdose für den Föhn (sehe schon mein nächstes Thema: welcher Föhn fürs Mak :/ )

Viele Grüße,
Markus
 
Hi Markus,

nein also Feuchtigkeit aufnehmen muss die nicht - aber abhalten - einfach durch die Form. Und auch wegen der verlangsamten Auskühlung des Objektives, welches durch die Kappe etwas länger warm gehalten wird. Aber deshalb irgendwas isolieren - nö.

Die Taukappe funzt ja auch als Blende, hat also zwei wesentliche Aufgaben. Ich habe meine jetzt innen wie aussen mit Folie verkleidet und den Rand mit Lack "imprägniert". Wenn die Kappe bzw das Fließ feucht wird, ist das eher schlecht. Die Feuchte ist dann schädlich für die Optik wenn sie nicht irgendwie entfernt wird per Belüftung etc.

Schöne Grüße,
Norman

 
Hallo,

ich benutze seit Jahren Taukappen aus Pappe an kleineren Geräten. Die Außenseiten kann man ja mit Lack oder Selbstklenefolie feuchtigkeitsversiegeln. Derzeit erprobe ich dünne Überzüge aus weißem Bastelmoosgummi für diese Taukappen.
Von den kleinen ED-"Apos" habe ich die völlig überflüssig schweren Taukappen gnadenlos entfernt und durch viel bessere Pappkonstruktionen ersetzt. Wenn man dann auch noch einen Deckel bastelt, kann man die Taukappe zum Transport über den Tubus schieben. Pappe macht schon aus Gewichtsgründen Sinn.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo,

Ich habe eine EQ1 Montierung. Das ist eine äquatoriale Montierung. Und sie hatt einen 3/8"-Anschluß stativseitig!

Na, aber das ist doch keine Montierung? immerhin hatte ich sie auf der Reise zur letzten Mond und Sonnenfinsternis mit und sie hat einen 66/400 mit Kamera einwandfrei gehalten und nachgeführt, sogar motorisiert.


Grüße

*entfernt*

 
Hallo ihr beiden,

danke für die Antworten zum Thema äquatoriale Montierung und 3/8" Fotostativ-Anschluss.

Barndoor: Ich hab's nicht so mit basteln, und die Astrotrac-Sachen sind (mir) viel zu teuer zum rein visuellen Beobachten.

Eq-1: Also meine Eq-1 hat unten zwar ein Gewinde zum Kontern am Stativ, das ist aber nicht ganz 3/8" (hab ich schon probiert). Außerdem würde die Montierung dann ja auf der schmalen Säule stehen die normalerweise im Stativkopf versenkt wird.

Ideal wäre so eine Art EQ Variante von Ayo/Giro, so dass man sich für kleinere Aufgaben noch die Gegengewichte sparen könnte.

Bin für weitere Vorschläge dankbar, wenn viele Vorschläge kommen mache ich noch einen eigenen Thread auf.

Viele Grüße,
Hans-Peter
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben