Taukappe für Mak

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Hallo Hans-Peter,

ich habe einfach ein Stück dünnes Stahlrohr in der entsprechenden Länge mit einem Durchmesser von rund 5cm unten an die Montierung mit 2K-Kleber geklebt. Nun hat die Montierung eine satte Auflage auf dem Stativteller. Ich habe ein Manfrotto-Stativ mit einem 3/8" Gewinde und das passt perfekt. Aber vielleicht haben die freundlichen Chinesen da ja mal was geäandert. Mit einem bisschen Bastelei kann man da sicher ein übliches Stativgewinde ran oder reinbekommen. Vielleicht kennst Du jemanden, der Dir das machen kann. Das kann man sicher so machen, daß die Montierung hinterher immer noch auf das Stativ passt.

Grüße

*entfernt*
 
Hi Dietrich,

siehste, auf so eine einfache Idee wie mit dem Stahlrohr wäre ich nie gekommen ;) Allerdings wüsste ich spontan auch nicht wo ich sowas passgenau bekommen würde, und wenn man das anfertigen lässt kostet es wahrscheinlich mehr als die Eq-1.

3/8" passt bei mir definitiv nicht (zu groß), und 1/4" ist zu klein. M6 ist es glaube ich auch nicht, Durchmesser ca. 0.7 cm.

Danke trotzdem schonmal,
Hans-Peter
 
Tja, so ist er nun mal, der Chinese.
Mal bohrt er 3/8 Zoll, dann wieder M7,M6 oder M8. Ganz so wie gerade der Hammer hängt. Ich hatte mir die EQ1 ohnehin als Leicht-Reisemontierung gekauft und nötigenfalls per Radikalmethode auf Stativgewinde-Anschluß umgebaut. Umso erstaunter war ich über das 3/8" Gewinde. Das Stahlrohr habe ich mit einem Metallsägeblatt in der Laubsäge zurechtgeschnitten und anschließend auf einem Betonstein glattgeschliffen.
Als Teleskopmontierung halte ich nicht viel von dem Ding. Da könnte man auch den Stativzapfen ganz absägen und ein Stativgewinde einschneiden.
Bei mir hat es ja dann recht einfach geklappt.
Der Motorantrieb ist aber auch nicht ohne Tücken. So wie er geliefert wird, bringt er möglicherweise keine reproduzierbare Nachführgeschwindigkeit. Ein Problem, das mechanisch gelöst werden kann. Es sind Halteklammern verbaut, die auf die Motorachslagerung drücken. Klammern wegnehmen, schon läuft der Motor gleichmäßig!

Grüße

Ditrich

 
Hallo Markus,

da hättest Du mein Thema überhaupt nicht zerschossen. Ich habe auch danach gefragt und die einfache Antwort bekommen, dass die mindestens 3x so groß wie der Objektivdurchmesser sein sollte und konisch geschnitten wird. So habe ich das auch gemacht, den Durchmesser ausgemessen, dann mal 3 plus etwas Spiel (wenn es stört, kann man es ja auch mehr über das Teleskop ziehen). Als Material habe ich die Iso-Folie für Windschutzscheiben für Autos genommen, damit man früh nicht kratzen muss (im Baumarkt €1,99), schön leicht zu schneiden, stabil und garantiert wasserabweisend. Auf der Innenseite habe ich selbstklebende Veloursfolie (€6,99) verklebt. Etwas frustriert war ich beim Anbringen des Klettverschlusses zum Schließen, weil meine Kleber nicht gehalten haben. Also habe ich ganz stumpf ein Heftgerät/Tacker benutzt. In der dicken Folie halten die wunderbar und du bleibst beim Durchmesser auch flexibel.

Mit der Montierung bin ich mittlerweile sehr zufrieden, das Zittern habe ich kaum noch. Vielleicht hatte ich den Abend auch einfach nur eine unruhige Hand. Das Mitführen klappt wunderbar und kompliziert (außer ich mache da was falsch? dann bitte verbessern) finde ich es auch nicht. Du suchst dir deinen Breitengrad und stellst ihn auf der Skala ein (diese lange schraube in der Mitte mit der Skala an der Seite, die beeinflusst die Höhe). Dann suchst Du dir Polaris und stellst die Montierung so hin, dass Polaris grob über der Mittellinie zwischen dem R A steht; damit "zielst" Du sozusagen (das ist auf einer Seite aufgedruckt). Danach bewegest Du die Montierung nicht mehr, sondern nutzt nur noch die Einstellung von den zwei Wellen (natürlich diese Schrauben lösen für weite Veränderungen). Wenn Du vom Balkon aus guckst, dann würde ich das einmal einnorden und die Montierung dann einfach so stehen lassen oder mir eine Markierung machen, falls Du Polaris nicht siehst oder einen Kompass nutzen.

Gruß Hendryk
 
Hallo Hendryk,

ich hab jetzt mal fürs erste was aus schwarzem Tonpapier zusammengeklebt, Praxistest steht noch aus. Ich werde mir wohl dann die Moosgummivariante bauen, mach das dann im Weihnachtsurlaub. Das mit dem Klett hintackern klingt gut, nähen is jetzt nicht wirklich so mein Ding (und natürlich die Metallklammern schwärzen nicht vergessen ;) )...

Die Montierung... wie ich die Verpackung geöffnet hab, stand ich vor dem Trumm da wie der Ochs am Berg (wo kippt man was hin? Was dreht man wo hin?? Wo kommt der Mak überhaupt hin??? Wo ist Holz um ne Rockerbox zu bauen????). Zu allem Überfluss wurde dann auch noch das Verbindungsstück Tubus-Montierung versehentlich nicht mitgeliefert. Das mit dem Einnorden wird auf dem Balkon bestimmt noch toll. Da ich nicht fotografieren will, wird hoffentlich die Grobeinstellung schon reichen. Wie gesagt, mittelfristig will ich den Mak ja auf ne Rockerbox flanschen, bin eher so der "Jetzt-mal-schnell-Spechtler". Momentan bezweifle ich noch, dass die äquatoriale Montierung mein Freund wird, aber wer weiss, vllt ist das ja so wie mit meinem Auto...

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

mit einem Dobson habe ich nun leider keine Erfahrung, aber ich schätze an der parallaktischen Montierung, dass Du ganz fein mit den Wellen mitführen kannst und wirklich fast nur in eine Richtung. Das in der Kälte von Hand durch "stoßen/stupsen" zu machen, stelle ich mir sehr schwer vor. Versuch's einfach mal, es ist wirklich sehr angenehm. Mir hat beim ersten Aufbau auch diese Anleitung sehr geholfen, die mitgelieferte Anleitung sagt im Grunde das Gleiche aus:

http://www.deepsky-brothers.de/Parallaktische Montierung.htm

Den ersten Abend habe ich das im Wohnzimmer bei Licht ausprobiert bis ich raus hatte, wo ich was schrauben musste um dann wo drehen zu können, etc.. Aber das hat man mit der Zeit raus. Abgefahren sind natürlich manche Positionen, im Zimmer habe ich mich gefragt, ob ich mit dieser Montierung tatsächlich jeden Punkt am Himmel anfahren kann. Das ist manchmal sehr gewöhnungsbedürftig, klappt aber tatsächlich. Viel Glück und viel Spass! Zum Üben dürfte im Augenblick ja mehr als genug Zeit sein...

Gruß Hendryk
 
Hallo Hendryk,

Danke fürs Mutmachen. Die Montierung bekommt natürlich ihre faire Chance, sonst hätt ich ja gleich nur den Tubus kaufen können. Gestern wäre sogar leidlich gutes Beobachtungswetter gewesen, ich musste aber mit ner ganzen Horde Sozialpädagoginnen durch die Stadt ziehen. Nun ja, die Prioritäten und so... Aber ich denke mal, dass ich am Wochenende einige Trockenübungen mit dem Gerät veranstalten werde.

Was mich nur ein bissl nachdenklich macht ist das ganze Geraffel, den ich bei externen Touren mal mitschleppen muss. Da muss ich mich nach diversen Täschchen umsehen. Drum hätte ich für den Urlaub gern eine Rockerbox, Stauraum im Auto ist mit zwei Kindern schließlich wertvoll.

Dann hoffe ich mal auf die eine oder andere Wolkenlücke am Wochende, das Wetter hier macht manchmal so komische Dinge.

Viele Grüße,
Markus
 
Zitat von juristicus:
ich habe jetzt spontan mein "ich-kaufe-mir-unbedingt-nen-Dobson-und-nix-anderes-Projekt" zu Grabe getragen und mir ein 102er SW-Mak gekauft

[...]

Jetzt war ich natürlich zu geizig und hab keine Taukappe mitbestellt, weil ich die selber basteln möchte (hasse mich jetzt schon dafür).

Hallo Markus,

der 102er Mak ist ein feines Gerät. Ich nutze meinen wesentlich öfters als den 12" Dobson. :super:

Zum basteln der Taukappe hast du ja schon eine Menge Tips bekommen. Aber, falls du wirklich eine fertige haben möchtest, frag doch einfach nochmal beim Händler an, wo du den Mak gekauft hast. Er wird dir sicher ein gutes Angebot für das Zubehör machen.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Norman,

das Teil sieht ja richtig professionell aus! Wahnsinn, v.a. mag ich das Weiß des Tubus. Das Blau ist schon... naja, nicht wirklich schön.

Bin am Samastag mit meinem Mak ein wenig (4 Stunden) raus aufs Land (hauptsächlich Jupiter und quer durch den Orion). Auto meinte es wären -12 Grad gewesen. Ich denke aber, der Fühler ist defekt, bin mir sicher, es waren -38 Grad ;) Und was hab ich vergessen? Jepp, meine Papptaukappe. Aber egal, es ist nichts zugeeist, nur am Tubus und am Stativ haben sich sehr schöne Eisblumen gebildet Und der Leuchtpunktsucher war irgendwann dicht (ging aber trotzdem noch ganz gut).

Zur Behandlung des Maks nach so einer Nacht: Jemand hat hier im Forum geschrieben, dass er die Kappen auf dem Gerät läßt, wenn er es in die Wohnung bringt, da ja kalte Luft per se trockener als warme Luft ist. Ich werde das wohl in Zukunft ebenso handhaben. Hab in der Wohnung die Kappe vom Mak gezogen: Nichts war angelaufen, erst dann konnte ich beobachten, wie es beschlug.

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Teil sehr zufrieden, ich weiß jetzt auch was ein "Wackeldackel" ist. Beim nachführen und fokusieren wackelt das Teil doch enorm, kommt aber sehr schnell wieder zur Ruhe. Shifting konnte ich jetzt nicht feststellen (nur Zittern), auch bei 325facher Vergrößerung an Jupiter nicht. Das Bild mit dem 4mm-Planetary war sogar noch erstaunlich gut (trotz mittelprächtigem Seeing), werd es wohl doch nicht abgeben.

Mit der äquatorialen Montierung habe ich mich auch gut angefreundet, man muss es eben einfach mal im Gefecht ausprobieren.

Nun ja, demnächst dann mit Taukappe und wieder auf dem Balkon!

Viele Grüße,
Markus
 
Hallo Markus,

danke Dir :) ! Ich bin auch extrem zufrieden mit dem Look, und es war wie beschrieben auch sehr leicht. Alles steht und fällt mit der Wahl des Materials. Die Dose war einfach perfekt geeignet und die Kunststoffeinlage: davon gabs in meinem Schreibwarenladen nur noch EIN Stück. Alles andere war zu dünn oder hatte eine leicht strukturierte Fläche. Alles andere war im wesentlichen nur noch messen, schneiden, kleben. Ehrlich, ich hatte bisher mit Selbstbau NIX am Hut. Daher auch meine Freude über das Ergebnis.

Schade, dass in dem Thread dort keiner antwortet. Mag an meiner "Deluxe"-Bezeichnung liegen, wobei ich das ja ironisch entkräftet habe - na ja. Wenn man mit seiner Freude an dem eigenen Werk derart hinter dem Berg halten soll, ist das schon traurig.

Zurück zum Thema - also das Gerät musst du soweit es geht von dem Reif/Eis befreien, bevor du es verpackst (optische Flächen ausgenommen!). Sofern die Optik frei von Beschlag ist, Deckel drauf. Ich packe das immer noch in eine luftdichte Tüte und eine Tasche bevor ich reingehe. Dann einfach ein paar Stunden warten bis das Gerät Zimmertemperatur angenommen hat und dann erst rausnehmen. Dann aber offen liegen lassen, damit Restfeuchte verdunstet.

An Juppi über 300fach??? Öhm, ich denk du hast den 102er und nich 150er?? :augenrubbel: ;)

Ich hab auch mal letztens draufgehalten mit 140fach und das war irgendwie ernüchternd; wer weiß, vielleicht hab ich beim herumbauen was dejustiert.

Schön, dass Deins so gut hinhaut und du zufrieden bist! Freut mich :)

Schöne Grüße,
Norman



 
Hallo Norman,

mit deiner Freude brauchst nicht hinterm Berg zu halten, sieht wirklich klasse aus. Man könnte meinen, das Teil wäre als Standard bei dem Gerät dabei. Ich mußte ein paar mal hingucken, weil ich zuerst dachte, dass du nen anderen Mak hast, bei dem die Linse nach hinten versetzt ist. Hier im Selbstbau-Teil ist ne Taukappe wahrscheinlich unterste Schublade, da mußte schon nen Schiefspiegler mit selbst geschliffenen Spiegeln und Okus, die von einem alten auf einem erloschenen Vulkan in einer Höhle lebenden Einsiedler geschliffen wurden, präsentieren, um Resonanz zu bekommen :totlach2: Hoffentlich habe ich jetzt niemand vor den Kopf gestoßen, wäre ehrlich nicht meine Absicht...

Ja, ich hab den 102er, hab eben mal mit meinem 4er Oku experimentiert (wollte es eigentlich schon weggeben) und mit dem 2,5er, aber darüber breiten wir besser das Tuch des Schweigens. Das Bild war schon arg flau und matschig, aber dennoch konnte man Details ausmachen, das hatte ich eigentlich nicht erwartet. Für eine "ernsthafte" Beobachtung von Jupiter ist es freilich nix. Ich werde das dann bei Gelegenheit am Mond ausprobieren, da wird eine derartige Strapazierung der max. Vergrößerung noch am ehesten "Sinn" machen (vergiss nicht, ich bin mit dem Firstscope eingestiegen, da sind die Ansprüche nicht so hoch ;) ).

Hm, hab daheim den Mak etwa ne knappe Stunde stehen lassen, bevor ich ihn aus der Tasche genommen habe. Die Eisblumen habe ich offengestanden vor dem Verpacken nicht entfernt (Optik war ja wie gesagt völlig eisfrei). Nach dem Auspacken habe ich die Sachen in Heizungsnähe platziert. Nach einer guten halben Stunde war eigentlich alles wieder trocken. Ich hoffe doch mal, dass ich mit dieser Behandlung auf Dauer keine Champignon-Farm im Tubus heranziehe :erschreck:

Viele Grüße,
Markus
 
Grüss Dich Markus,

danke für Deine aufmunternden Worte ;)
Wenn ich die Bilder sehe (auch live) bin ich übrigens auch verblüfft, kannste glauben :biggrin:

Also die Eisblumenentfernung, na ja muss auch nicht unbedingt sein. Reicht sicher auch, das ganze am Ende trocken zu wischen. Ist halt nur sicherer, damit nix irgendwo bei Auftauen reinzieht (Objektiv-Gewinde z. B.). Heizungsnähe, damit wäre ich vorsichtig. Ein normaler warmer Raum sollte genügen zur Verdunstung der Restfeuchte. An der Heizung entstehen sonst noch irgendwelche Materialverspannungen - je nachdem wie doll du aufgedreht hast und wie kalt das Scope noch ist...

Jau, der Mond hält einiges mehr an Vergrößerung aus. Nicht unbedingt weil man mehr erkennen würde, aber weil es beeindruckender ist durch das Orbitfeeling. Ich hab hier auch ein 2,5er, mit 82 Grad Sehfeld ;) Na ja, einmal testen darf man ja... aber so eine Brennweite is natürlich Käse am Mak. Genauso sieht der Mond dann wohl auch aus...

Schöne Grüße,
Norman
 
Hallo Norman,

mit Heizungsnähe meinte ich einen Tisch, der bei der Heizung steht, welche für normale Temperaturen eingestellt ist (will ja keine Sauna daheim). Das mit Verspannungen habe ich auch schon etwas befürchtet, deswegen kam das Zeug nicht ganz ran. Das mit dem Abwischen war auch klar. Schön, dass man intuitiv auch mal was richtig macht, so schlimm ist es also noch nicht mit mir ;)

Wenn der gute Mond dann wieder da ist, werde ich es mir bestimmt nicht verkneifen können, wider besseren Wissens auch mal das 2,5er Planetary einzustöpseln... Ich kann einfach nicht anders, das ist ein innerer Experimentierzwang (muss auch immer jeden Knopf drücken, den ich sehe und der nicht beschriftet ist).

Lustig zu sehen, wo ein Thema zu ner Taukappe hinführen kann...

Viele Grüße,
Markus
 
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