Taukappenlänge für C11 ??

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steinplanet

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Hallo Leute,
ich habe mir eine tolle beheizte Taukappe für mein C11 gebastelt.
Isomatte aussen nochmal mit 5 mm Silberfolien-Schaummatte isoliert, innen mit schwarzem Stoff bespannt. Das Teil hat eine fünfstufige Heizung mit Steuerung von 1,5 - 6,8 Watt. Die Taukappe ist von der Schmidtplatte aus gemessen noch 49 cm lang bei einem Innendurchmesser von 30 cm.
Wenn ich die TK am C11 ansetze beschleicht mich der Verdacht, daß das Teil vielleicht doch zu lang geraten ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> . Gibt es da eine Rechenformel oder sowas??? Vielleicht könnt ihr mir da weiterhelfen bevor ich der Kappe mit dem Messer zu Leibe rücke!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

CS
Willi
 
Hallo...

Also ich kenn als Faustregel, das eine Taukappe, soll sie denn wirken,
etwa den doppelten Tubusdurchmesser nach vorne überstehen sollte...das würde bei dir
also passen, im Gegenteil, du könntest/müßtest noch ne längere machen.

Meine eigene Taukappe fürs C8 ist ca. 40cm lang.

Eine Vignettierung dürfte durch den größeren Durchmesser nicht auftreten bzw.
käme erst bei sehr langen Kappen zum Tragen.

 
Ciao,

das kommt darauf an was hinten dranhängt... :-)

Der Weg ist: Wie gross ist das maximale Gesichtsfeld mit dem das Teleskop benutzt wird (visuelle oder auch photographisch). Z.B. ein 2" 40mm Okular liefert an meinem C11 ca D=1 Grad Felddurchmesser. Mit einem GiantEasyGuider bekomme ich mit dem gleichen Okular ca D= 1.75 Grad.

Das heisst es werden Sterne abgebildet, deren Strahlen mit der optischen Achse einen maximalen Winkel von D/2 bilden (bei meinem GEG also ca 0.875 Grad). Diese Strahlen müssen vorne ins Teleskop (also auch in Deine Taukappe) gerade noch hineingehen. Wenn also L die Länge der Taukappe ist, gilt

tan (D/2) = (Gegenkathete/Ankathete) = Delta_Radius / L

Delta_Radius ist dann die Taukappe grösser im Radius als die Objektivöffnung. D.h. der Mindest-Taukappendurchmesser ist:

D_Tau = Durchmesser des Objektivs + 2 * L * tan (D/2)

oder eben

L = (D_Tau - Durchmesser der Objektivs) / (2 * tan(D/2))

Zu bemerken ist noch, dass es schon ratsam ist, die Taukappe nicht SEHR viel grösser im Radius zu machen als hier ausgerechnet, weil der Raumwinkel in den das Objektiv abstrahlen kann möglichst klein sein sollte (das ist ja der Energieverlust, den Du durch die Heizung ausgleichen musst).

Schöne Grüsse
Peter


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,
du hast den Nagel auf den Kopf getroffen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> !!!!
Das maximale Gesichtsfeld ist natürlich der zentrale Punkt wenn man Vignettierung vermeiden möchte.
Durch das Berechnen der Gegenkathete bekomme ich den Mindest-Radius der Taukappenöffnung . Bei deinen mit dem GEG ermittelten D/2 von 0,875 Grad bist du zur Berechnung der Taukappenlänge von welcher Ankathetenlänge ausgegangen? Muß ich das Optische System bis zum Hauptspiegel messen oder nur den Bereich vor der Schmidtplatte bis Taukappenende. Das macht doch bestimmt einen Unterschied? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Gruß und CS (Nieselregen bei mir <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> )
Willi
 
Ciao,

ich schrieb ja: 'L (ist) die Länge der Taukappe'. In die Formel ist also die Taukappenlänge einzusetzen. Diese beginnt am vorderen Rand des C11, nicht am Spiegel. Mal Dir mal die Strahlen auf, dann wird es Dir wohl klar.

Schöne Grüsse,
Peter
 
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