Taupusten

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Henning81

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Hallo.

Nach längerer Pause, immerhin war die Planeten-/Stern-/Mondsichelparade neulich morgens der Knaller.

Die Nacht vom 22.auf den 23.09.2017.
Um ca. 22:30 ging es raus auf die Wiese, das SQM zeigte so um die 21,42mag an.

Heute hatte ich bereits alles Nötige im Vorfeld aufgebaut und konnte praktisch gleich loslegen.
Und wurde auch augenblicklich voll ausgebremst, denn ich konnte
NGC 7331 Galaxie neben Stephans Quintett in Lacerta einfach nicht finden. Nach einer Weile hatte ich sie dann eher zufällig im Okular und beschäftigte mich eine ganze Weile mit der Betrachtung.
Elongiert, mit sehr hellem Zentrum. Stehen da ein oder mehrere Sterne im Vordergrund?
Keine Spur von irgendwelchen umliegenden Objekten, sind die im Achtzöller überhaupt machbar?

Weiter zu NGC7662, bekannt als Blauer Schneeball. Sehr hübsch, farbig und durchaus mit Struktur, die schien aber nicht stillzustehen. Ziemlich sicher waren da dunklere Bereiche zu erkennen.
Damit endete der spielerische Teil des Abends und die Pflichtübungen begannen:
M39 Sternhaufen, viele Sterne im Hintergrund

Noch ein kleiner nostalgischer Rückfall, weil in der Nähe befindlich:
NGC 6939 offener Haufen
NGC 6946 Galaxie, darin befindliche Supernova nicht mehr gefunden

Dann ging es weiter mit meiner Messierliste:
M36, offener Haufen
M38, der Seesternhaufen
M37, offener Haufen
Diese drei habe ich schon prima mit dem Fernglas erreichen können.

Und ganz spontan, aus reiner Raffgier:
M1, der Krebsnebel. Wirklich ein markantes Objekt.
M35, vielleicht der schönste Sternhaufen heute

Trotz der Fülle der Objekte habe ich mich gebührend lange bei jedem einzelnen aufgehalten, allerdings immer wieder unterbrochen durch das Wegpusten des Taubeschlages. Heute ist mir wirklich alles zugesifft. Winkelsucher, Okular, sogar der Rigel.
Dennoch eine schöne Nacht, am Ende habe ich im Mittel 21,53 mag gemessen.
Wenige Satelliten und auch nur zwei, drei Sternschnuppen.
Bei einem Objekt wollte ich hochvergössern und vorher an einem hellen Stern scharfstellen. Nur ging das scheinbar nicht, bis ich erkannte, dass ich zufällig einen Doppelstern ausgesucht hatte.
Und kühl wirds.

CS,

Henning
 
Hallo Henning,

Pflichtübung klingt jetzt aber nicht so begeisternd...

Bei den Planetarischen Nebel finde ich auch dass die oft schwer richtig zu fassen sind in ihrer Form. Siehe mein erster Bericht vom Saturnnebel vor ein paar Wochen.

Kann man im Achter auch schon Strukturen in M1 sehen?

Zur Kälte: Vergiss die Thermo-Unterwäsche nicht. Handschuhe und Schal werden jetzt auch wichtig. Ich geh jetzt schon nur noch in einem gehörigen Zwiebellook in die Nacht.


CU
Klaus
 
Genau, eingezwiebelt bin ich gestern auch raus und der herbstliche Tau machte auch mir, trotz klarer Nacht zu schaffen. Ausser M31 ging an Galaxien bei mir gar nix, trotz 16ner Dobson. Die Whirlpool war absolut nicht aufzufinden, ich schätze so an die 4,3 mg - mehr war nicht drin. Dafür sind die Herbstnächte aber auch gut für die Offenen STernhaufen, die halten schlechtetste Bedingungen aus, finde ich.
Ich hab jeztt ne Rotlichtstirnlampe, die ist so megapraktisch, da kann man direkt vorm Okular gleich vergleichend in die STernkarte gucken ohne seine Adaption zu vermurksen.

Grüsse von Anette
 
Hallo Klaus und Anette,

Eins nach dem Anderen.
Erstens macht mir das alles tierisch Spass, selbst das abarbeiten der Messierliste, wo ich normalerweise ein Hausaufgabenmuffel war.
Also ist Pflicht hier keinesfalls mit der Abwesenheit von Spass gleichzusetzen.
Bei den Planetaries muss man sich einfach Zeit nehmen und indirekt rumkurven, dann kommt da immer noch was.

Messier 1 erschien ganz strukturlos, wie Zuckerwatte ohne Stiel, im Gegenlicht. Was da in 8" geht, weiss ich nicht.

Zur Kälte. Ihr habt ja keine Ahnung, welchen Aufwand ich betreibe, mein Wohnzimmer mit in den Garten zu nehmen.
Mein Motto ist, erst garnicht aus der Komfortzone zu kommen.
Frösteln erstmal die Zehen, ist es mit dem Sehen so gut wie rum bei mir. Zusammenpacken bedeutet ja auch nochmal 10 min. koordiniertes Bewegen im Dunkeln. Also hängt mir bei voller Montur eine Wärmflasche um den Hals vorm Bauch und ich halte es wie Helge S. bei der Polüberquerung.

Gruss,

Henning
 
Hallo Anette,

Stirnlampe hab ich mir auch grad geholt, mal sehen obs was bringt an Komfort. Messier 51 geht ja sehr oft sogar im Fernglas. Gut, Details gibts da kaum, aber ein Nierenförmiges Etwas konnte ich da schon mal entdecken bei 25x60. Schon erstaunlich, wie wenig Öffnung allein hilft, wenn der Himmel nicht mitspielt.

CU
Klaus
 
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