Tauschutzkappe C925 Nexstar Evo

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Deepsky40

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Hallo Leute,

ich bin schon seit Längerem glücklicher Besitzer eines C925 Nexstar Evo. Ich benutze es ausschließlich zur visuellen Beobachtung. Da ich meist in Sommernächten beobachte, ist Luftfeuchtigkeit ein immer wiederkehrendes Problem. In den letzten Malen musste ich meine Beobachtungen zu oft wegen der hohen Luftfeuchtigkeit einstellen, weil in den Vorhersagen eine Niedrigere angegeben worden ist.

Ich bin überfragt, welche Tauschutzkappe die beste Qualität, ergo den Tau maximal hinauszögert, bzw. das beste Preis-/Leistungverhältnis hat. Wie lange "wirkt" so eine Tauschutzkappe überhaupt - ohne Heizung - bei sagen wir 95% Luftfeuchtigkeit?
Ich habe mal exemplarisch drei verschiedene Tauschutzkappen unten aufgelistet, fest oder flexibel, da gibt es ja auch enorme Preisunterschiede...




Am attraktivsten erscheint mir die Letztere. Ich bin grundsätzlich bereit für ein gutes Produkt auch mehr zu zahlen.

Ich freue mich auf Eure Beiträge und Empfehlungen!

Danke und Clear Skies

Sascha
 
Hi Sascha,
ich hab die hier:


Die funktioniert für mich wie sie soll und ist hinreichend stabil. Ich hab sicherheitshalber noch ne Haizmanschette dazu, die ich aber normalerweise nicht brauche bzw. auf kleiner Flamme sicherheitshalber mitlaufen lasse. Ich lasse die Kappe immer im "runden" Zustand, kann also nicht sagen, wie die Haltbarkeit der Klettverschlüsse ist. Die festen Taukappen waren mir zu teuer ;-), da hab ich mir lieber nen OAZ fürs C9.25 gekauft.
 
Hallo Sascha,

wenn ich für Geräte keine Taukappe habe oder die mir zu kurz ist, greife ich regelmäßig zu Schaumstoffmatten, die auf einer Seite mattschwarz sind. So was gibt es als schlechte Gymnastikmatten aber auch für andere Zwecke für ein paar Euronen.
Wichtig bei SCs ist, dass die Taukappe wirklich lang genug ist. Das trifft leider auch nur auf einen Teil der käuflichen Exemplare zu.

CS Gerhard
 
Hi!

Meine Erfahrung mit flexiblen Taukappen ist, dass die rasch ihre Form verlieren, wenn man sie nicht entweder flach ausgebreitet aufbewahrt oder in der Form aufgerollt, die sie haben soll (also Tubusdurchmesser). Ansonsten verformt sich das recht schnell und ragt dann auch gerne ins Bild.

Daher würde ich entweder einen möglichst billige Lösung (gerne Eigenbau) nehmen (wobei die Flexible von Celestron auch nur bei rund 50€ liegt, sogar billiger als Astrozap) oder – wenn Lagerplatz vorhanden ist – eine feste Taukappe. Die von Celestron hat den Reiz, dass sie am Gerät bleiben kann, wenn du es aufgebaut stehen lässt. Inwiefern das oder der Durchlass für ein Heizband für dich interessant ist, ist die andere Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass die Celestron-Clips bequemer zum montieren sind als die Schrauben von Astrozap. Ich kenne aber noch keine aus der Praxis – wir haben an unseren C8 zurechtgeschnittene Plastikeimer oder verformte flexible Taukappen ;)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Sascha,

ich habe auch gute Erfahrungen mit selbst gebastelten Taukappen. Schaumstoffmatte, innen mit schwarzem Velours ausgekleidet. Preiswert, leicht und länger als die, die man kaufen kann.

Damit sie immer schön rund bleibt, stecke ich sie auf einen umgedrehten Plastikeimer, wo sie drüber passt. Das funktioniert wunderbar!

CS Oli
 

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Hallo Sascha,
bei der NexStar-Montierung dürfte auch das Gewicht des Tauschutzes eine Rolle spielen.
Du kannst zwar zum Ausgleich der Taukappenmasse den Tubus nach hinten versetzen, aber irgendwann wird es schwierig beim Beobachten von Objekten in Zenitnähe. Ein Gegengewicht könnte dann wohl auch helfen, doch toll ist das nicht.
Ich würde Dir daher eine möglichst leichte Taukappe aus ABS, Schaum oder geschäumtem Kunststoff empfehlen. Setzt Du auch eine Tauheizung ein, was immer eine gute Idee ist, kann die Kappe auch etwas kürzer sein.

Z.B diese hier:

Ich habe an meinem C9 eine ähnliche Kappe, von Kendrick, die wiegt incl. Heizung gerade mal 570 g.
Die Celestron Kappe bringt glatt das Doppelte auf die Waage. Ohne Heizung….


CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

ich vermute mal, dass Celestron das Gesamtgewicht samt Deckel angibt, sodass das Mehrgewicht niedriger ist (der originale Deckel entfällt beim Lagern, und beim Beobachten sowieso. Es wäre interessant, ob der Celestron-Heizring tatsächlich effizienter ist als ein Heizband. Mal schauen, wann das alles wirklich verfügbar ist.

Beste Grüße,
Alex
 
ich vermute mal, dass Celestron das Gesamtgewicht samt Deckel angibt, sodass das Mehrgewicht niedriger ist

Hallo Alex,
der Deckel schlägt mit 363 g zusätzlich zu Buche.
1,18 Kg ist nur die Taukappe mit den intergrierten Leitungen für Sensoren und Kameras im Primärfokus.
Ne ganze Menge für so einen Aufsatz, der noch nicht einmal eine Heizung drin hat......

Wenn das Gewicht keine Rolle spielt, ist die Celestron Kappe sicher eine feine Sache.
Alles aus einem Guss, alles im Celestron Design, alles passt wie es soll, und auch die Heizung mach einen guten Eindruck.
Die sitzt nämlich nicht auf dem Tubus, der einen großen Teil der Wärme ableitet, sondern direkt an der Schmidt-Platte.
Diese wird so sicher effektiver gewärmt, was der Stromversorgung zugute kommt.
Gäbe es die Heizung auch fürs C14, dann hätte ich die bestimmt schon bestellt......

CS

Dietmar
 
Hi!

Ich bin mir nie sicher, ob die mit Weight das Gesamtgewicht von allem meinen, auch wenn der Deckel separat aufgeführt ist. Mal abwarten, wenn sie lieferbar ist.

Den Heizring gibt's doch für das C14, ebenso wie die beiden passenden Steuerungen:
Nur TS hat den noch nicht drin, aber bis Sommer dauert es ja auch noch.

Leider passt die Taukappe nur auf die neueren Geräte, sonst wäre es was für unser Vereins-C14 aus den 90ern…

Beste Grüße,
Alex
 
Vielen Dank für den Hinweis!
Kommt sofort auf meine Einkaufsliste.....

CS

Dietmar
 
....sehe gerade: auch die Heizung ist für Tuben ab Baujahr 2006......... mein C14 ist schon älter......
Mal sehen, ob das passt, oder ich das passend machen kann........

CS

Dietmar
 
Hall zusammen,

ich wollte euch mal ein kleines Update geben.

Nachdem ich Eure hilfreichen Beiträge durchgelesen habe und zwischen den jeweiligen Vor- und Nachteilen abgewägt habe, ist es nun diese Tauschutzkappe geworden:

Ich nehme sie regelmäßig mit. 2 mal durfte sie schon ihren wahren Nutzen unter Beweis stellen:
- Beim ersten richtigen Einsatz hat sie den Spiegel super vor Tau geschützt, während Stativ und Einarm feucht waren, hatte ich klare Sicht, super! Den genauen Wert der Luftfeuchtigkeit weiß ich nicht mehr, lag aber über 70%.
- Beim zweiten Einsatz war ich in der Eifel. Der Temperaturverfall war krass. Von über 25° auf 9° im Tiefpunkt. Die ersten 2, vielleicht 3 Stunden war der Spiegel klar, dann war der Spiegel leider komplett beschlagen, feucht war er aber nicht. Luftfeuchtigkeit war klar über 80%. Tut sich hier die Grenze einer Tauschutzkappe auf? Braucht man für solche Nächte unbedingt eine Heizung? Ich lasse das Teleskop ohne die Kappe auskühlen. Würde es den Prozess verlängern, wenn ich die sofort draufpacke?

Ansonsten denke ich, dass das Preis/Leistungsverhältnis super ist! Danke für Eure Tipps und Beiträge.


Clear Skies


Sascha
 
Hi Sascha,
ich mach sicherheitshalber immer schon ne Heizmanschette mit drum und lass die auf kleiner Flamme (ich meine so etwa 3-4W) mitlaufen, hatte seitdem keine Probleme mehr mit Beschlag. Die Manschette mach ich auf Höhe der Schmidtplatte um die Taukappe rum.
 
Hallo nochmal,

Wetterbericht ist in den nächsten Tagen ganz okay dachte ich, kein Wind, kaum Wolken. Zwar kalt, aber okay. Aber dann sah ich die Werte für Luftfeuchtigkeit mit >90%. Ich denke, dass ich öfter vor solchen Bedingungen stehen werde und da kann die Tauschutzkappe alleine einpacken. Ich brauche also ein Heizband:






Wäre eins der beiden okay? Oder gibt es bessere Produkte?

Außerdem frage ich mich, was ich noch für Extras haben muss. Kenne mich mit den verschiedenen Steckern nicht aus. Kann ich den Stecker ggf. mit Adapter einfach in meine Einarmmontierung stecken? Welchen Adapter bräuchte ich dafür? Oder brauche ich eine extra Powerbank wie so eine hier?


Bin wieder dankbar für Eure Tips und Ratschläge!


CS Sascha
 
Hi!

Der Celestron Heizring dürfte wohl das beste sein, weil er direkt auf der Schmidtplatte sitzt (also nicht erst unnötig den Tubus heizt) und auch aufgeräumt ist, da er immer am Gerät verbleiben kann. Wäre zumindest meine erste Wahl - hier fliegen noch genug Zubehörteile rum...

Keine Ahnung, was man zur Ansteuerung braucht – bei uns im Verein hat einer ein Steuerkästchen selbst gebaut, die Heizbänder verwenden wohl meist den selben Klinken-Stecker.

Beste Grüße,
Alex
 
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