Hallo Robert,
ich glaube, Du verwechselst Canon und Fuji. Das Fuji schwankt stärker bei Bewegungen und braucht länger, um das Bild zum Stillstand zu bringen. Dafür kann es stärkere Bewegungen kompensieren als Canon und ist druckwasserdicht (Dachkantprismenkonstruktion. Das alte 15x45 Canon IS - von manchen Testern u.a. Herrn Adler von Sky & Telescope optisch über das Nachfolgemodell 15x50 gestellt - hatte übrigens auch noch Dachkantprismen.). Canon oder Fuji: die Frage wurde hier schon vor längerem diskutiert, bitte noch einmal etwas suchen. Optisch würde ich beide Geräte, ebenso wie das von Markus erwähnte Nikon, als gut bis sehr gut einstufen. Das Nikon 14x40 Stabileyes mit seinen beiden Benutzungsmodi ("Land" zum Ausgleich des feinen Handzitterns und "Sea" zum Ausgleich stärkerer Schwankungen) ist tatsächlich ein interessanter Kompromiss zwischen beiden Geräten. Leider hat es nur einen relativ geringen Pupillenabstand (13 mm). Brillenträger müssen prüfen, ob sie damit zurechtkommen. Das gilt aber für das Fujinon genauso. Canon ist da mit 15 mm großzügiger. Von Nikon gibt es jetzt sogar ein 16x32 StabilEyes. Das hat aber, genau wie das 12x32, nur einen Stabilisierungsmodus. Die Farbe der Vergütungen unterscheidet sich deutlich. Canons Glasoberflächen schimmern bläulich-violett, Fujinons und Nikons grün. Zum Thema Gebrauchtkauf: Bildstabilisierte Ferngläser sind grundsätzlich empfindlicher gegenüber Stürzen und Schlägen als konventionelle. Ich kenne Segler, die nach einer solchen Erfahrung (Dejustage und defekte Elektronik nach Sturz auf dem Boot) wieder zum klassischen 7x50 zurückkehrten. Auf einem Segelboot herrschen natürlich ganz andere Bedingungen als an Land. Es ist aber deshalb auf jeden Fall ratsam, beim Gebrauchtkauf ein Rückgaberecht zu vereinbaren.
Steve