Telekop für NEQ5

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

HeikoR1

Mitglied
Hallo alle miteinander,

mein momentanes Equipment ist das Lidlscope (verschlimmbessert) auf einer NEQ5. Das heist schon mal das die Wackellei aufgehört hat und ich schon mal besser beobachten kann. Da ich mir in nicht ferner Zukunft ein neues Teleskop zulegen möchte, wäre mal meine Frage was so für ca. 300€ sinnvoll zu meiner Montierung passen könnte. Gedacht hatte ich vorerst eigentlich an einen 90/900 FH. Sicher bin ich mir dessen natürlich nicht da ich nicht weiß, ob sich der Farbfehler bei einem 90/900er stärker auswirkt als bei einem 70/700er.
Ziel meiner Beobachtung sind vorwiegend die Planeten. Allerdings liegt das vielleicht auch daran, dass ich noch nicht so viel mehr mit dem Lidl machen konnte. (Seit langen ist ja das grauselichste Wetter) Wobei ich sicher auch mal in Richtung DS schauen werde.

Das ultimative Gerät werde ich sicher nicht für das Geld finden, aber vielleicht habt Ihr ja eine Idee.




 
Hallo Heiko,

persönlich würde ich eher zu einem (gebrauchten) 6" f/5 Newton
tendieren. Mehr Öffnung und frei von Farbe für's gleiche bzw.
weniger Geld. Zumindest solltest du einen Newton nicht ausschließen.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

ausgeschlossen ist erst mal nichts. Weshalb ein f/5 und nicht z.B. ein f/6?
 
Hallo Heiko,

von Anfänger zu Anfänger:

Es ist wohl grundsätzlich wesentlich mehr Öffnung als 90mm angeraten, wenn man von einem 70mm Refraktor kommt und ein Aha-Erlebnis haben will. Daher ist der Schritt in Richtung Newton wohl der richtige. Auf die EQ5 sollte ein 6" f5 (150/750mm) noch passen, wie hier oft zu lesen ist. Der f6 (150/900mm) ist halt schon wieder etwas schwerer und vor allem länger, was die Reserven der EQ5 offenbar schnell auffrißt.

Darüber hinaus gibts aktuell offenbar nur wenige f6-Newtons auf dem Markt, z.B. den GSO f6 (u.a. bei TS erhältlich). Zudem ist dieser foto-optimiert durch den eher großen Fangspiegel (50mm) und sehr hohem Okularauszug, der bei einigen Okularen eine Distanzhülse braucht. Wie zu lesen war, ließe sich der große Fangspiegel durch den Händler jedoch gegen ein kleineren tauschen, um den Kontrast für visuelle Beobachtungen zu optimieren.

Auf der anderen Seite sei aber auch angemerkt, dass ein f5 durch die schnellere Optik schon spürbar "okularkritischer" reagiert, also nur hochwertigere Okulare ohne Randverzeichnungen funktionieren. Bei f6 ist dieser Effekt schon weniger ausgeprägt, bei noch langsameren Optiken verschwindet diese Anforderung zusehends. Auch die Justieranfälligkeit steigt mit der "Schnelligkeit" der Optik an.

Wie immer, bleibt auch hier abzuwägen, ob man auf f6 setzt und etwas weniger Stabilität auf der Monti hat oder auf f5 und sich damit die anderen Probleme einhandelt.

Gruß aus der Nordheide

Logi
 
Hallo Logi,

so schlimm ist
Zitat von loginov:
Der f6 (150/900mm) ist halt schon wieder etwas schwerer und vor allem länger, was die Reserven der EQ5 offenbar schnell auffrißt.
dann doch nicht. Ein 150/1200 ist bei hohen Vergrößerungen etwas zittrig, ein 150/900er sollte besser gehen.

Darüber hinaus gibts aktuell offenbar nur wenige f6-Newtons auf dem Markt
ist das größere Problem.

Ich persönlich würde zum 150/900er raten, der recht viel wahres Gesichtsfeld bietet, weniger Hebelarm als ein 150/1200 mitbringt und die Okulare weniger fordert als ein 150/750er.

Grüße

fquadrat
 
Hi f²

okay, kann man so stehen lassen, denke ich. Ich kann das okularkritische Verhalten von f5 auch nicht aus eigener Anschauung einschätzen. Ging mir in erster Linie um die Erklärung der wesentlichen Unterschiede für Heiko.

Ich bin nämlich selbst noch unschlüssig, was es bei mir werden soll, denn auch ich bin eher Parallaktiker als Dobsonaut und werde eine EQ5 oder ADM anschaffen. Drauf soll ein 6" Newton, entweder f5 oder f6.

Mich nervt halt die Foto-optimierung beim f6-GSO und zwar weniger der hoffentlich tauschbare, kleinere Fang-Spiegel als der hochgebaute OAZ. Der soll visuell ohne Distanzring kaum mit Okularen zusammenarbeiten. Der oft in der Fassung verspannte Fangspiegel des GSO hat auch schon Manchen zur Verzweiflung gebracht, wie zu lesen war.

Für den f6-GSO sprechen das größere Gesichtsfeld sowie die Vorteile bei den Okularen und der Justierung (für uns Anfänger sicher nicht zu unterschätzen). Vielleicht erhalte ich auf diesem Weg hierzu weitere Erkenntnisse, die möglicherweise auch Heiko interessieren.

Gruß von Logi
 
Hallo Logi und f²,

deine Beiträge habe ich auch mit Interesse gelesen. Ich hatte den GSO auch schon bei TS gesehen, aber noch nicht weiter durchgelesen. Das der solche Probleme bereitet hatte ich nicht gewusst. Die Okulargeschichte bei f/5 und kleiner war mir bekannt. Deshalb auch die Nachfrage nach dem 6" f/6 und ob der auch noch gut auf der NEQ5 geht. Das Gewicht sollte ja nicht das Problem sein, aber wohl eher der Hebel.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Heiko,

Was hast du denn schon für Okulare im Sortiment? Bei den schnellen Öffnungverhältnissen ist es wie gesagt schon einigermaßen schwierig mit langbrennweitigen Okularen zufrieden zu sein (und glaub besser von vorn herrein nicht der Werbung), da wär schon f/6 besser. Auf jeden Fall würd ich das Übersichtsokular gleich von Anfang an bei der Anschaffung mit einkalkulieren weils u.U. der teuerste Posten wird (zb. ein Panoptik), sonst hat man nämlich nichts vom Gesichtsfeld :/
 
Hallo Logi.

Zitat von loginov:
Ich kann das okularkritische Verhalten von f5 auch nicht aus eigener Anschauung einschätzen.
Ich wetterbendingt nur teilweise. Ein preiswetes 32mm-70° (2") zeigt am 150/750 stark deformierte Sterne schon weit vom Rand entfernt, ein 25-mm-70° (1,25") eines anderen Herstellers bietet einen wesentlich größeren Bereich mit runden Sternen. Die Plössl haben wenig Probleme.

der hochgebaute OAZ. Der soll visuell ohne Distanzring kaum mit Okularen zusammenarbeiten.
Vermutlich ja, aber so teuer sind diese Ringe nicht.

Der oft in der Fassung verspannte Fangspiegel des GSO hat auch schon Manchen zur Verzweiflung gebracht, wie zu lesen war.

Für den f6-GSO sprechen das größere Gesichtsfeld sowie die Vorteile bei den Okularen und der Justierung (für uns Anfänger sicher nicht zu unterschätzen).
Meiner Meinung nach ist das eine Menge Vorteile.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,

also bis jetzt ist der Okularfundus noch recht dürftig.
5mm LET Skywatcher, 9mm TS SP und die Skyluxokulare.
Alles 1,25".

Gibt es denn sonst noch Hersteller für 150 f/6?

Denn f/7 wird wohl ein recht langer Hebel, oder?
 
Hmmm ...
ich bin auch noch Anfänger und habe mit einem 130/900er Skywatcher Newton angefangen. Auch hier war das Hauptproblem, das die mitgelieferte EQ2 recht wacklig war und ich habe dann die Montierung gegen eine ADM ausgetauscht.
Genau wie du habe ich dann den Wunsch nach einem größeren Teleskop gehabt und habe mich für dem 200/1000er GSO Newton entschieden. Diese wird - zumindest für die Visuelle Beobachtung - meines Erachtens nach noch sehr gut von der ADM getragen (mit zwei Gegengewichten) und macht schon erheblich mehr Spass als mein altes Teleskop.
Gebraucht kriegt man den auch in dem von dir genannten Budget ...

Gruß,

Daniel
 
Hi Daniel,

die ADM mit dem dicken Stahlstativ ist steifer und weniger schwingungsanfälltig, als eine NEQ5.
Für den 8" f/5 ist die NEQ5 evtl. etwas zu zittrig.

CS
Chris
 
Ah ... Danke für den Hinweis.
Mir war zwar klar das die ADM etwas stabiler als die EQ5 ist, dachte aber das die trotzdem im Großen und Ganzen vergleichbar sind. (Die Aussagen die man im Netz zur Tragfähigkeit der verschiedenen Montierungen findet sind ja leider auch sehr unterschiedlich.
(Manche vergleichen die ADM mit einer EQ5, manche mit einer HEQ5 ...)
 
Hallo Heiko,

Hier ist eine tolle Seite mit ein paar visuellen Erfahrungswerte von Teleskopen auf verschiedenen Montierungen:

http://www.muba.de/Astroseiten/TabellenMontis/Montierungen_Visuell_select.php

Visuell geht ja sowieso bald was, wenn man nicht all zu kritisch ist und ein wenig Ausschwingzeit akzeptiert. Es ist halt schwieriger scharfzustellen wenns zittert (gerade am Planeten) und bei Wind is auch blöd genauso wie Fotos machen. Ein langer Planetennewton ist aufgrund des Hebels eben nicht so einfach stabil zu montieren. Für nur 300 Euro Budget wirst du neu sowieso nur einen Newton kriegen also fallen andere Alternativen schon mal weg.

ad.Okulare: bei den kurzen Brennweiten die du für die Planeten brauchst würd ich mir keine Sorgen machen da funktioniert bald was zufriedenstellend, ausserdem betrachtet man die Dinger sowieso immer in der Mitte des Gesichtsfelds (Nachführung!). Starte mal im neuen Stellarium das Okularplugin, da kannst du verschiedene Teleskope angeben siehst was für Okularbrennweiten du dafür bräuchtest und kriegst ungefähr eine Vorstellung vom Anblick der dich da so erwartet.
 
Hallo Sternenfreunde,

wir planen die Anschaffung eines 8-Zoll-Teleskops, wobei noch nicht entschieden ist, ob es ein Newton oder ein SC wird. Beide haben ja ihre Vor- und Nachteile.

Wenn ich diesen Thread so lese, scheint es mir, dass beide selbst bei ausschließlicher Beobachtung (vielleicht ein paar Mond- oder Planetenfotoversuche) für eine HEQ5 SkyScan nicht (mehr) geeignet sind, wohl wegen der Windanfälligkeit.

Vor kurzem hatte ich bei einem SC auf einer CAM keinen so wackeligen Eindruck. Und die HEQ5 ist doch wohl etwas stabiler als die CAM, oder?

Die EQ6-Montierung ist ja gleich mehr als doppelt so schwer wie die der HEQ5 (während der Preisunterschied noch erträglich erscheint). Ist das wirklich nötig? Ich denke an meinen zunehmend alternden Rücken ;).

Gruß, Günther.

Edit: Die Tabelle von muba sagt ja schon viel. Ich werde sie mal eingehend studieren. Danke für den Tipp.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Heiko,
auch ich besitze die NEQ-5 mit dem 6"f6 von GSO. Visuell geht das wirklich prima, und die Frage nach dem längeren Hebel und dessen Wirkung auf eine kritische Akzeptanz seitens der Montierung kann ich aus meiner Sicht entkräften; auch den Distanzring für die visuelle Beobachtung halte ich für recht unproblematisch.
Ich habe schon einmal probiert, die Montierung mit dem Newton und einem Leitrohr photographisch zu benutzen, aber das geht nur mit viel Glück bei wenig Wind so einigermaßen.
Daher habe ich mir für die Photographie einen ED 80 angeschafft, der ganz gut auch mit dem Leitrohr auf die Montierung passt bzw. getragen wird.
Rückblickend würde ich jedoch sagen, dass ich mir besser sofort eine stärkere Montierung gekauft hätte, denn irgendwann einmal stößt man mit der NEQ-5 an die Grenzen der Beladungsfähigkeit. Meist ist es ja so, dass man im Laufe der Zeit zu schwerenen und größeren Optiken tendiert, und da hat die NEQ-5 keine Reserven mehr. Dennoch bin ich mit der Montierung und dem 6"f6 richtig zufrieden; dies wäre dann auch mein Tipp.
Du hast wohl die Qual der Wahl.
Liebe Grüße
Frank
 
Hallo Günther,

Zitat von Etamin:
Ist das wirklich nötig? Ich denke an meinen zunehmend alternden Rücken ;)

Nein Schlepperei ist nicht zwingend nötig, hab genau deshalb auch ein 8" SC auf einer leichten Montierung im Betrieb weil ich zum ersten maximal mögliche Öffnung wollte, zum zweiten das Ganze parallaktisch montiert und zum dritten so kompakt wie möglich. Muss sagen bin wirklich ohne Einschränkungen super zufrieden damit! Für mich war es hundertprozentig die richtige Entscheidung die großen Tuben abzustoßen, darf man hier im Forum aber nicht zu laut sagen weil Newton ist hier in der Mainstream-Meinung einfach das Nonplusulta. Vorraussetzung ist das du ein "gutes Exemplar" erwischt, soll ja auch angeblich arge Serienstreuung geben, keine Ahnung wie schlimm das wirklich ist, hab selber zum Glück noch ein altes, handretuschiertes Exemplar ergattern können.
 
Hallo Markus,

naja, der Newton soll es schon sein. Ein Bekannter von mir hat den SC, bei gemeinsamen Beobachtungen sollte es schon etwas "Abwechslung" geben. ;)

Bei den DeepSkyBrothers bekommt ein f/4-Newton noch eine 1, ein f/6 die Note 2. Da müsste der f/5 eigentlich mit einer 1-2 abschneiden.

Gruß, Günther.
 
Hallo Heiko,

mein momentanes Equipment ist das Lidlscope (verschlimmbessert) auf einer NEQ5. ... Da ich mir in nicht ferner Zukunft ein neues Teleskop zulegen möchte, wäre mal meine Frage was so für ca. 300€ sinnvoll zu meiner Montierung passen könnte. ... Ziel meiner Beobachtung sind vorwiegend die Planeten. ... Wobei ich sicher auch mal in Richtung DS schauen werde.

Auf eine NEQ5 würde ich zum spechteln einen 6" f=5 Newton draufsetzen. Den trägt sie noch sicher. Hab selber einen älteren 6" f=5 Newton (noch mit 1 1/4" Okularauszug) auf einer alten Polarismontierung und war viele Jahre damit glücklich. Der Unterschied zwischen Lidlscope und dem 6"er ist fantastisch!

Mit 6" kannst auch schon etliche (hellere) Deepsky Objekte abgrasen, da bist die nächsten Jahre beschäftigt. Und an Planeten funzt das Teil auch wunderbar. :)

Für Deepsky brauchst ein vernünftiges Übersichtsokular. Z.B. das hier. Laß Dir keine grauen Haare wachsen, wenn jetzt etliche voller Entsetzen aufheulen. Als Anfänger mit knappem Budget kannst ruhig Okulare nehmen, die die Sterne am Rand etwas schlechter abbilden und "nur" ein scheinbares Gesichtsfeld zwischen 50 und 70° haben. Dann ein Zoomokular für diverse Zwischenvergrößerungen - das hier hab ich selber im Einsatz. Und wenns das Seeing hergibt noch ein kurzbrennweitiges Planetenokular.

Zusammen mit dem Newton bist in etwa in Deinem Preisrahmen und das Preis/Leistungsverhältnis ist optimal. :biggrin:

CS
Fee
 
Hallo Günther,

wir planen die Anschaffung eines 8-Zoll-Teleskops, wobei noch nicht entschieden ist, ob es ein Newton oder ein SC wird. ...
Wenn ich diesen Thread so lese, scheint es mir, dass beide selbst bei ausschließlicher Beobachtung (vielleicht ein paar Mond- oder Planetenfotoversuche) für eine HEQ5 SkyScan nicht (mehr) geeignet sind, wohl wegen der Windanfälligkeit.

Wenn Du die Füße vom Stativ nicht komplett ausziehst, trägt die HEQ5 nen 8" f=5 Newton. Du kannst auch Planeten mit Webcam fotografieren. Geht gut, solange es windstill ist. Visuell merkst halt bei hohen Vergrößerungen jeden Windhauch.

CS
Fee
 
Hallo Günther,

Den 8" f/5 Newton wird die HEQ5 Montierung wahrsscheinlich visuell noch ausreichend stabil tragen. Als Ergänzung zum SC von deinem Kollegen ist der f/5 Newton sicher keine schlechte Idee weil man da zusätzlich ein Instrument mit rel. viel Feld hat.


 
Hallo Leute,

ich denke sowieso, ich werde die Stativfüße nicht weit ausziehen müssen. Ich bin nur Einssiebzig.

Und wenn man später mal einen SC oder Maksutov "ergänzt" müsste das mit der HEQ-5 sogar besser werden, oder? Den Telementor sollte sie auch besser tragen können als das eigentlich dazugehörige Holzstativ. Ich muss nur sehen, was man da an Adaptern benötigt.

Gruß, GG.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben