Telementor (63x840) für jungen Anfänger

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skyjumper

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Hallo zusammen,

da mein Sohn (13) sich schon seit einiger Zeit mit dem Thema Astronomie beschäftigt, steht der Wunsch im Raum nach einem eigenem Teleskop. Nun habe ich gestern bei e-bay folgendes Gerät gefunden.

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Nun meine Frage. Ist dieses "Telementor 2" pauschal ein geeignetes Beobachtungsgerät um in die Astronomie einzusteigen oder eher doch gleich was größeres. Ich möchte mir auf diesem Weg einfach eine fachkundige Meinung einholen da ich persönlich von dieser Materie nicht sehr viel verstehe.

Gruß
SkyJumper
 
hi , also , du muss wissen dass es unter 20-30 tausend nichts gescheides gibt. händler und "pseudo wissenden " werden dir sagen: dies ist gut kostet nut 399- oder nö dass ist besser kostet aber mehr : 439,90.- usw. spar dein geld und lass es. das ganze ist blödsinn und es gibt nix das zu ändern.
 
Hallo "SkyJumper",

lass dich nicht von dem Kommentar verschrecken, da läuft gerade ein [zensiert] im Forum Amok, aber sicher nicht mehr lang ;)

Zum eigentlichen Thema kann ich nichts beitragen, ausser vieleicht, dass diese Zeissgeräte Liebhaberstücke sind, die sich wohlmöglich nicht so toll für jemanden in diesem Alter eignen, zumal es sehr klein ist und für den selben Preis ein solides aber von der Qualität natürlich viel einfacheres Gerät gibt, dass aber viermal so groß ist und Unmengen mehr zeigt...

Viele Grüße Benny
 
Hallo Skyjumper,

wie Benny schon schrieb, das Telementor ist in der Originalkomplett-Ausstattung ein Liebhaber- bzw. Sammlerstück. Die optische Qualität ist tadellos. Die Öffnung von 63 mmm jedoch sehr klein.

Angesichts des Preises, der bis zum Ende der Auktion sicher noch steigen wird, würde ich auf jeden Fall zu einem anderen Gerät mit mehr Öffnung raten. Bereits für den aktuellen Preis von 555 Euro erhält man Geräte, die viel mehr zeigen als das Telementor.

Vielleicht noch zwei Lesetipps, die Seiten von Kollegen hier aus dem Forum

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
http://www.deepsky-brothers.de/

da steht viel zu möglichen Einstiegsvarianten.

viele Grüße Aebby
 
Hallo,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Ich habe mich nun auf Anregung von euch in die Materie etwas eingelesen sowie recherchiert und bin nun zu dem Entschluss gekommen das Telementor sausen zu lassen und eher einen "GSO Dobson 200/1200" anzuschaffen. Da mir auch der Preis noch moderat erscheint und es ebenfalls später mal möglich ist, falls es soweit kommt, den Dobson auf eine stabile Montierung (EQ-6) zu schnallen. Das einzige wo ich mir nicht sicher bin ist das Trägermaterial des Spiegels also "BK-7" oder lieber "Suprax". Ich habe da zwar auch einiges zum Thema gefunden nur leider gehen da die Meinungen auch auseinander und für mich als Laien helfen dann die geführten Fachdiskussionen zu einem Kaufentscheid wenig. Könnte mir bitte einer von euch da noch eine kleine Empfehlung geben. Danke!

Ich denke das ich mit diesem Teleskop eine gute Wahl treffe oder liege ich da falsch?

Grüße
SkyJumper
 
Hallo,
der 200/1200 Dobs ist ein schönes universelles Gerät.
Bis man damit alle Objekte gesehen hat, die es unter dunklem Himmel zeigen kann, vergehen Jahre.
Viel wichtiger als das Trägermaterial ist aber die Spiegelqualität, und die gibts auch mit BK-7 (genauso wie es Gurken aus Pyrex geben kann). Lasst nach dem Kauf am besten mal einen erfahrenen Sternenfreund durchsehen.
Auskühlen muß beides, einzig die thermische Verformung des Spiegels während des Abkühlens ist unterschiedlich. Ich würde den BK-7 nehmen, den hinter der Spiegelzelle luftdicht mit einem saugenden Tubuslüfter versehen und das gesparte Geld in ein schönes Okular oder anderes Zubehör stecken.

Viel Spaß damit

 
Zitat von skyjumper:
Ich denke das ich mit diesem Teleskop eine gute Wahl treffe r

dem würde ich zustimmen.

Zur BK7 Diskussion ... ich würde zum BK7 raten. Es gibt viele bildverschlechternde Einflüsse, von denen die Deformation des Spiegels in der Abkühlphase eine der weniger kritischen ist. Wichtiger ist es m.E. für aktive Belüftung im Tubus zu sorgen. Gegen das Tubusseeing hilft auch kein Suprax Spiegel. Das gesparte Geld würde ich in Zubehör wie z.B. einen Telrad investieren.

grüße Aebby
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,
man sollte auch nicht vergessen, daß man diese Geräte auch nicht unbedingt von der Stange kaufen muß.

Die Okulare und den Sucher würde ich weglassen, die Rollenlager rausschmeißen, da sie nicht funktionieren.

Mein 8" f6 stammt von ICS und wurde genau auf meine Wünsche hin abgestimmt: Sucher weg, dafür Telrad mit Taukappe. Okulare weg, dafür ein 31 mm ICS-Widefield mit 65 Grad scheinbarem Gesichtsfeld und ein 13 mm Hyperion und ein 8,8 mm UWA.
Dazu noch das Tuning-Kit mit Teflon und Ebony-Scheibe und heraus kommt ein Dobson, das zwar etwas teurer, dafür aber sinnvoller einsetzbar ist.

Gruß
Winfried
 
Zitat von skyjumper:
Hallo zusammen,


Nun meine Frage. Ist dieses "Telementor 2" pauschal ein geeignetes Beobachtungsgerät um in die Astronomie einzusteigen oder eher doch gleich was größeres. Ich möchte mir auf diesem Weg einfach eine fachkundige Meinung einholen da ich persönlich von dieser Materie nicht sehr viel verstehe.

Gruß
SkyJumper

Das Telementor2 wurde in der DDr für den Astronomieunterricht in der 10. Klasse verwendet, ist also ein typisches Schülergerät, einhervorragendes zumal. die optischen Eigenschaften sind hervorragend und überragen so manchen größeren Lichteimer. Ein okularrevolver und verschiedene Okulare, so sehr gute Orthoskopisceh sind im lieferumfang enthalten, prima. Die Bedienbarkeit ist übersichtlich; so sind alle einmal festzustellenden Schrauben rot gekennzeichnet, alle freibeweglichen Schrauben zur Nachführung dagegen weiss. Es geht kaum einfacher. Auch die Deklination- und Rektaszensionsachen sind sehr präzise und äusserst genau. Für die Bedienung und Ausrichtung kommt man um grundlegende Kenntnisse de der Himmelsmechanik nicht drumrum , deshal sind für einen 13 jährigen aber wohl die Mitarbeit in einer altersgerechten Arbeitsgemeinschaft empfeglenswert,in einer Sternwarte, einem Verein oder einem Planetarium.
Der Endpreis dürfte bei der Auktion bei etwa 1000 Euro liegen, wovon etwa 300 Euro alleine auf dem Markennamen entfallen. Ich würde es bei meinem Sohnemann umgekehrt machen: Hält er 1/2 Jahr in einem Verein durch, dann bekommt er die 1000 euro und soll sich mit mir zusammen ein Instrument aussuchen. Dann würde ich ihm wohl ein ETX125 empfehlen, so meine Wahl für ihn.

Gruß
Rainer
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Daniel,

ein 12" Lightbridge für einen 13-jährigen???
Als mein Onkel 1930 als 12-jähriger ein Fahrrad wollte, schrieb ihm sein Onkel (wörtlich!). "...warum will er denn nicht gleich einen Opel..." (ich habe den Brief noch hier).

Verlangen wir da nicht ein klein wenig zu viel? Wären ein 8" f6 Dobson, getunt mit guten Okularen versehen, hier nicht besser angebracht?

Gut, das ETX-125 würde ich auch keinesfalls empfehlen, das ist Spielzeug. Aber einen 12" Dobson, den der Junge garnicht alleine handhaben kann würde ich auch nicht in Erwägung ziehen. Irgendwo sollte man auf dem Teppich bleiben.

Gruß
Winfried

...auch wenn`s alterthümlich erscheinen mag...
 
Hallo Winfried,

Oh, sorry, da habe ich doch glatt übersehen, dass die Zielperson erst 13 ist.
Dahingehend stimme ich deinem letzten Beitrag selbstverständlich zu.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo,

ok das Trägermaterial wäre damit geklärt (BK-7) hätte gar nicht so eine klare Aussage erwartet das hat mir echt geholfen.

@Winfried
Danke für den Tipp das man die Geräte nicht von der Stange kaufen muss hatte mich aber auch noch nicht so intensiv mit den Händlern beschäftigt da es mir erstmal um Grundsätzliches ging und der GSO Dobs sollte ein Beispiel für die Bauart, Ausstattung, Öffnung, Brennweite und ca. Preis sein was mir so vorschwebte. Bei der endgültigen Ausstattung werde ich deinen Rat beherzigen.

@Rainer
Was du über den Telementor schreibst klingt ja sehr gut aber nach dem was ich nun alles gelesen hab wäre mir der noch zu erwartende Preis für die kleine Öffnung zu viel. Es scheint sich wohl doch eher um ein echtes Liebhaberstück zu handeln wo auch Liebhaberpreise bezahlt werden. Die Idee mit dem Verein oder der Arbeitsgemeinschaft hat aber auch was für sich da muss ich glatt mal drüber nachdenken.

Eins hab ich noch was ich gern wissen würde, ist ein so genannter "Ronchi Test" angeboten von TS ein Garant für einen besseren Spiegel?

Gruß
SkyJumper

 
Hallo SkyJumper,

also vom Telementor würde ich auch abraten. Viel zu teuer für die Leistung. Da wird mehr der Name als die (trotzdem sehr gute) optische Leistung bezahlt.

Der 200/1200mm Dobson ist meiner Meinung nach auch die beste Lösung. Der ist auch noch nicht sooo schwer und auch von nem 13-Jährigen noch gut zu bewegen. 12" kann man in ein paar Jahren immer noch holen, wenn er beim Hobby geblieben ist und dann gibt es Öffnungstechnisch auch noch einen großen Sprung.

Viele Grüße

Carsten
 
Skyjumper:

auf einen Ronchi- oder sonstigen Test würde ich beim Kauf bei einem Händler verzichtet. Nichts gegen Wokfi oder andere Händler, aber Papier ist geduldig...
Das geht nun ganz bestimmt NICHT gegen alle oder gegen bestimmte Händler, aber Du kannst davon ausgehen, daß die angebotenen Spiegel heute alle recht gut sind. Ausrutscher passieren immer mal und sind im Rahmen einer Reklamation auch von meist allen Händlern austauschbar (abgesehen vom Kauf im Internet!!!)

Das Zeiss wirst Du eh`nicht bekommen, ich glaube, die jubeln sich ganz schön hoch. Ist heute ein reines Sammlerobjekt, wenn auch Spitze in Optik und Mechanik.

Wenn Du soweit bist, melde Dich mal per PN.

Gruß
Winfried
 
Moin,

warum sollte man beim Kauf über das Internet bei einschlägigen Händlern keinen Umtausch vollziehen können? Das habe ich bereits getan, es war sogar ein Ausstellungsstück und daher nicht mal Neuware, trotzdem war es überhaupt kein Problem innerhalb der gesetzlich festgelegten 14-Tages Frist das Teil (es war ein Stahlrohrstativ) zurückzusenden....

Oder meinst du den Gebrauchtkauf bei ebay? Aber selbst da steht dir das Rückgabe Recht zu wenn es sich um einen gewerblichen Händler handelt, und wenn man sich an die "üblichen Verdächtigen" hält wird man in aller Regel keine Probleme haben...

CS Benny
 
Hallo Skyjumper,

Dobsons mit diesen Eckdaten (200/1200) sind seit einigen Jahren sehr beliebte Geräte, durchaus auch für den Einstieg. Das Gewicht wird ein 13 Jähriger aber noch nicht allein bewältigen können - wohl aber die sehr einfache Bedienung. Das sollte eingeplant sein. Naja, so ab 15 können die beiden Einzelteile Rockerbox und Tubus dann wohl "gestemmt" werden.
Wenn man sich für so ein Gerät entscheidet, hat man die Gewissheit, dass man das Hobby bestimmt nicht aus Mangel an Möglichkeiten oder Objekten aufgibt - und ich glaube gegenüber einem Kleinteleskop bei Ebay (oder im Keller) ist der Preisunterschied bei Gebraucht-Verkauf nicht anders zu bewerten. Warum also nicht, wenn man sich als Eltern darüber im Klaren ist, dass Sohnemann vorerst ohnehin in elterlicher Reichweite beobachten soll.
Hier gibt es jedenfalls mal einen Größenvergleich diverser Teleskope: http://www.taunus-astronomie.de/einsteiger/scopes.html
So ein Dobson ist unter Umständen eben auch ein kleines Möbelstück.

Clear Skies
Sven
 
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