Teleskop für 9-jährige

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racingbull

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Ich suche ein Teleskop für meine Tochter. Sie ist zwar erst 9 Jahre alt, aber schon seit dem Kindergartenalter vom Weltall fasziniert. Für ein Mädchen ist sie sehr ungewöhnlich veranlagt. Sie interessiert sich für alles Naturwissenschaftliche, während sie die typischen Mädchensachen wie Puppen alle links liegen lässt. Schon in der ersten Klasse kannte sie die Daten der Planeten unseres Sonnensystems auswendig. Sie hat inzwischen einige Astronomiebücher, die sie richtiggehend verschlungen hat.

Mein Problem dabei ist dass ich von Astronomie nicht wirklich Ahnung habe. Ich habe mich zwar jetzt seit 2 Monaten in die Materie eingelesen, aber mir kommt vor, je mehr ich darüber lese, desto weniger Ahnung habe ich. Ich bin jetzt gerade mal so weit, dass ich weiß, dass ich nichts weiß <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Obwohl die Astronomie für sich eigentlich sehr interessant ist kann ich mich selbst nicht für die Sternbeobachtung begeistern. Ich lese gerne darüber, und auch die Astrofotografie würde mich als Hobbyfotograf reizen, aber nächtelang in den Himmel zu starren ist einfach nicht mein Ding.

Um zur eigentlichen Frage zu kommen:
Ich habe mir etwas in der Kategorie Skywatcher 70/900 EQ-2 oder Bresser Lyra 2006 vorgestellt. Macht das grundsätzlich Sinn?
Ein Newton in der gleichen Preisklasse bedeutet mehr Wartungsaufwand bzw. ist empfindlicher?
Das mehr an Lichtstärke bringt mir an schlechten (Umgebungslicht) Beobachtungsorten nicht viel?
Wie lange brauche ich um mit der parallaktischen Montierung klar zu kommen?
Wie lange braucht ein Kind um damit mehr oder weniger alleine klarzukommen, zumindest um zu kleinen eigenen Erfolgen zu kommen?
Wobei mir schon bewusst ist, dass ich großteils dabei sein muss.

Danke schon mal im Voraus für eure Antworten. Grundsätzlich abzuraten weil sie erst 9 ist braucht ihr mir nicht. Das ein Teleskop unterm Weihnachtsbaum liegt steht fest! Nur eben war für eines?
 
Hi, vielleicht ist das genau das, was Du suchst (unkompliziert, transportabel und robust).

http://www.teleskop-service.de/Astropraxis/Angebote/einsteigerangebote.htm#Explora

Also, die Sache mit der parallaktischen Monti wird (vermute ich zumindest) ein neunjähriges Kind zunächst etwas überfordern und dadurch evtl. den Enthusiasmus und die Begeisterung zunichte machen, was wirklich schade wäre.
Wenn Du etwas "klassisches" haben willst, würde ich ein Fotostativ anpeilen, weil damit zwar die Nachführung nicht so einfach ist, aber dafür kann es sofort losgehen und das ist imho das, was bei kleinen Sternfreunden entscheidend ist.
Schau mal beim Armin vorbei, der hat unter Tipps und Tricks eine tolle Beschreibung einer parallaktischen Monti - damit Du im Bilde bist, was auf Dich zukommt, falls Du dich dafür entscheiden solltest:

www.deepsky-brothers.de

Da wäre dann auch ein "robuster" Refraktor in Ordnung, wobei das von mir präsentierte Gerät auch imho keiner Justage bedarf, weil der Spiegel fixiert ist und sich daher nicht dejustieren kann.

Wünsche noch viel Spaß mit der kleinen Sternenbegeisterten ;-)

Gruesslies

Carsten
 
Hi
Um zur eigentlichen Frage zu kommen:
Ich habe mir etwas in der Kategorie Skywatcher 70/900 EQ-2 oder Bresser Lyra 2006 vorgestellt. Macht das grundsätzlich Sinn?
Das Bresser würde ich mal außen vor lassen. Skywatcher ist da schon eine solidere Marke...
Ein Newton in der gleichen Preisklasse bedeutet mehr Wartungsaufwand bzw. ist empfindlicher?
Nein, ein Newton ist in der Größe - bis 150mm Öffnung - absolut nicht empfindlicher, aber es kommt schon vor, dass so ein Newton justiert werden muss, öfters als mit einem Rohr...
Das mehr an Lichtstärke bringt mir an schlechten (Umgebungslicht) Beobachtungsorten nicht viel?
Es bringt schon was.
Wie lange brauche ich um mit der parallaktischen Montierung klar zu kommen?
Es ist Kinderleicht. Deine Tochter wird den Aufbau eines Telesk und die Handhabung mit der Steuerung sehr verstanden haben...

Im Biete Forum findet man hier viele Einsteiger Sachen. Schau da mal vorbei...
 
Die neuen Bresser Teleskope sind bei den Usern hier noch komplett unbekannt. Wir vertreiben eigentlich alle Marken, haben die komplette neue Bresser Linie jetzt hier und konnten vergleiche anstellen.

Ich kann nur soviel sagen, weder in Sachen Tubus, Optik, noch in der Montierung und deren Stabilität gibt es von einem anderen Anbieter für gleichen/ähnlichen Preis auch nur annähernd ein vergleichbares gutes Teleskop

hier kann man sich einige Anschauen, oder auf der Bresser Homepage

http://www.apm-telescopes.de/hersteller_...amp;action=show

viel spaß bei der Auswahl
 
Hallo nochmal

das Teleskop sollte aber auch tagsüber gut abgeschirmt von Ihr bleiben, da es leicht passieren kann, dass Sie dann in Ihrem Eifer ihren Freundinnen die Sonne mal im neuen Teleskop zeigen möchte.
Dann wäre die Katatrophe vorprogrammiert. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/neinnein.gif" alt="" />
 
Hallo,
ich habe häufiger das Vergnügen, Kinder an meinen Teleskopen zu begrüssen, auch kenne ich zwei
Kinder in dem Alter mit eigenen Teleskopen.
Diese Zwei haben kleine Spiegel mit Stativ und Gabelmontierung aus dem Billigpriessegment.
Davon rate ich dringend ab, Kinder kommen damit nicht gut zurecht, es fällt schon Erwachsenen schwer.
Mal wackelts, mal klemmts, mal löst sich was.
Sehr intuitiv gehen die Kids mit meinem 8" f 6 Dobson um, an dem neben dem otischen Sucher auch ein
Peilsucher (Red-Dot) vorhanden ist.
Peilen, schubsen, Treffer. Was sie sehen, finden die Kinder und sie halten das auch bei nicht zu hoher
Vergrößerung.
Nun ist so ein 8" Dobson unverantwortlich groß und für Kinder nicht zu transportieren.
Wenn Papa also nicht ständig für Auf- und Abbau parat stehen will, macht das keinen Sinn und
wesentlich kleiner gibt es diese Dobsons, wenn man von dem bereits angesprochenen guten (?) Mini-Dobson absieht,
nicht zu kaufen.
Ein stabiles Fotostativ mit eimen kleinen Linsen- oder Spiegelfernrohr wäre daher eine gute Wahl,
da eine ähnlich intuitive Bedienung möglich ist. Das -für Kinder ja nicht allzu weit ausgezogenen- Stativ
und das passende Teleskop sollten für ein Kind noch zu handhaben sein.
Alternativ stünde der Selbstbau einer Dobson-Montierung für einen kleinen Newton an.
CS
*entfernt*
PS: Ganz wichtig wäre, solche Teleskope mal live zu sehen, also Kontakt zu einem Händler, der einige
Sachen stehen hat und/oder -noch besser- Kontakt zu aktiven Sternenfreunden in der Nähe
(Treffpunktboard/Vereinsregister auf der Startseite).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
ich habe im Zusammenhang mit Kindern am Teleskop bisher keine wirklich schlechten Erfahrungen mit parallaktischen Montierungen gemacht, wohl aber mit dem Finden bzw. Suchen.
Insofern würde ich ob des Komforts durchaus eine parallaktische Variante empfehlen. Man muß einmal das Prinzip verstanden haben, dann geht das gut.
Justieren würde ich einem Kind in dem Alter nicht zumuten. Von daher würde ich einem Newton in dem Fall eine keine Chance geben. Wenn überhaupt dann vielleicht noch ein 114/900, weil die recht justierstabil sind.
Ansonsten kämen Refraktoren oder vielleicht auch kleine Maks in Betracht, je nach dem vorgesehenen Budget. Das könnte z.B. ein LIDL-Scope oder ähnlich sein.
Beim Suchen haben die Kids scheinbar mit optischen Suchern ihren Schaff. Insofern würde ich bei Auswahl daraf achten das ein Leuchtpunktsucher dabei ist oder zugekauft und adaptiert werden kann. Damit scheinen die Kids besser klarzukommen.
CS
 
Hallo Markus,

habe eben mal durch Dein Bresser-Angebot geschaut und halte den 4-Sky Refraktor in der Tat für ganz gut geeignet, aber bei 60mm Öffnung mit 600facher Vergrößerung zu werben hast Du doch eigentlich nicht nötig - das ist doch imho Kaufhausniveau.
Ist da evtl. der Bresser-Originaltext, der vermutl. mal wieder die mit dem kompletten Zubehör (kleinste Oku-Brennw. 4mm mit 3-fach Barlow bei 800mm Brennweite) auf eine unsinnige Vergrößerung aufgeblasen, angibt aus Versehen "ungeprüft" auf die APM-Page gerutscht ;-)?

Gruß

Carsten
 
Hi,
also ich gehöre ja selbst noch zu den Kiddies (bin 14), und rate als erstes mal vom Bresser Lyra 2006 ab.
Ist meiner Meinung nach nur ein kurzweiliger Zeitvertreib, da er nur Mond- und Planetenbeobachtung zulässt. Im Bereich Deep-Sky sind vielleicht die Plejaden, Andromeda und der Orionnebel zu beobachten. Natürlich auch einige andere, aber für "wirklich interessante" Sachen ist er nicht geeignet.
Der SkyWatcher ist eigentlich genau das gleiche, nur mit besserer Qualität.
Ich persönlich würde ein "robusteres" Teleskop, mit mindestens 102mm Öffnung empfehlen. Ob Refraktor, Reflektor oder Maksutov ist eigentlich ganz egal, der Preis liegt hier ziemlich gleich würde ich sagen.
Die Frage ist natürlich ob Sie die Objekte selbst aufspüren will, was ziemlich lange dauern kann und sehr große Geduld erfordert, oder ob Sie die Objekte per Knopfdruck haben will.
Da wäre dann ein GOTO-Teleskop zu empfehlen, die jedoch bei geringer optischer Qualität und geringer Öffnung, immer noch mehr kosten als dieselben Geräte ohne GOTO.

Bei Reflektoren gibt es natürlich das Problem, dass das Okular, bzw.: der Okularauszug, wohl zu hoch liegt, also sind Refraktoren und Maksutovs schon mehr zu empfehlen.

Ich würde da also entweder zu dem, von Dir erwähnten, SkyWatcher greifen, wegen dem Preis, oder zu einem 6", oder 8" Newton. Wobei aber auch noch ein 4-6 zölliger Maksutov zu empfehlen ist, der jedoch mehr Geld als der SkyWatcher Refraktor, und ungefähr so viel wie ein Newton, bzw.: Dobson mit gleicher Öffnung kostet.

mfg cmk (Christian M. Kaserer)
 
Hallo,

ich will mich jetzt auch mal zu Wort melden.

Also von 6"-8" Öffnung oder gar GoTo würde ich komplett abraten. Erstens wird es ziemlich teuer und GoTo ist zwar einfach, aber auch nicht ohne Tücken. Vor allem bei kleinen Geräten sind oft viele Tausend Objekte in der Datenbank, die man mit der kleinen Optik gar nicht sehen kann.

Das einfachste wäre wohl ein langbrennweitiges Linsenteleskop auf einer in 2 Achsen frei schwenkbaren Montierung (z.B. http://www.teleskop-service.de/Astro/Refraktor/RefraktorBasic.htm#70-800 ). Da mit einer kleinen Öffnung aber vorwiegend Mond und Planeten beobachtet werden, ist dann das nachführen zwar ok, aber das Bild wird wahrscheinlich nicht zur Ruhe kommen, da die Hand fast immer am Teleskop zwecks Nachführung verbleiben muss. Daher ist wohl doch eine paralaktische Montierung besser.

Diese sollte zwar erstmal nach Norden ausgerichtet sowie in der Polhöhe eingestellt werden, so schwer ist das aber wirklich nicht. Wenn der Papa da mithilft, wird das unproblematisch verlaufen. Dann kann ein Objekt bequem auch bei höherer Vergrößerung nachgeführt werden. (z.b. http://www.teleskop-service.de/Astro/Refraktor/RefraktorBasic.htm#70-900 ).

Ein Spiegelteleskop halte ich Anfangs für nicht ganz so unproblematisch - es sei denn, ihr möchtet euch genauer mit der Justage auseinandersetzen. Das ist zwar nicht schwer, wenn man es einmal kann, aber man muss es halt erst lernen und dann wäre ein Justierokular oder ein Justierlaser auch noch ein gutes Hilfsmittel (Kosten ca. 50,- €). Allerdings bekommt man bei Spiegelteleskopen mehr Öffnung fürs Geld. Überhaupt würde ich sagen, ein Linsenteleskop sollte mindetsens 70mm Öffnung haben, ein Spiegelteleskop >100mm (z.B. 114/900mm Newton).

Falls Lidl vor Weihnachten nochmal für ca. 70,- € eine Teleskop (70/700mm Linsenteleskop) anbietet, wäre auch das eine schöne Wahl, da bekommt man nähmlich ne Menge für sein Geld.

Außerdem würde ich über die Anschaffung einer drehbaren Sternenkarte nachdenken (Kosten ca. 10,- €, z.B. hier die ganz oberste http://www.teleskop-service.de/Astro/Refraktor/RefraktorBasic.htm#70-900 , gibt aber auch gute von Kosmos, etc.). Damit kann man schön den Sternenhimmel kennenlernen.

Ggf. kann man sich auch noch einen Sonnenfilter aus Spezialfolie bauen und damit Sonnenbeobachtungen vornehmen, allerdings würde ich das bei Kindern in diesem Alter NIE ohne erfahrene Aufsicht machen. Außerdem muss man aufpassen, dass sie dann nicht mal zum Versuch ohne Filter in die Sonne schauen. Das wäre absolut fatal für das Augenlich. Also lieber noch ein paar Jahre erzählen, das man mit einem Teleskop NIE in die Sonne schaut.

Hoffe etwas geholfen und nicht zu sehr verwirrt zu haben.

Gruß

Carsten
 
Etwas außerhalb der Fragestellung möchte ich noch anmerken, daß man auch für wirklich gute Winterkleidung sorgen sollte, denn die Beobachtung im Winter kann wirklich unangenehm kalt sein und die erste Beobachtungsnacht sollte doch nicht von zwei Wochen Bettruhe und Penicillin begleitet werden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Hallo,
also ich muss sagen, ich habe einen sechsjährigen Sohn.
Dieser kam ganz gut klar, wenn ich ihn an den Bresser Lyra gelassen hatte, der paralaktisch montiert war.
Die Abbildung des Bresser ist soweit in Ordnung, zumal der Farbfehler, den diese Geräte haben, ( auch so ein Skywatcher hat diesen) kaum auffällt.
Kinder lernen meist sehr schnell.
Leider habe ich den Bresser nicht mehr, und so muss mein Kleiner durch den Dobson schauen.
Bei Gelegenheit werde ich mir den Bresser aber nochmal besorgen, ich war mit der Qualität zufrieden, dann kann der Kleine auch wieder alleine neben mir spechteln.
Ach ja, 675-fache Vergrösserung ist nicht drin, ich hatte immer mit maximal 140 fach vergrössert.
C.S.
Klaus
 
Hallo Carsten

danke für die Infos, gebe ich sofort an die Girls weiter, die Bresser 1:1 einbauten. Muß eh noch einiges ergäntzt werden :-)
 
Mein Senf dazu:
Ich halte die Linsenteleskope mit 70 mm Öffnung schon für die ideale Wahl.
In den letzten Jahren wurden die Lidlscope um diese Zeit herum regelrecht hinterhergeschmissen, so dass eine kleinere Variante eines Teleskops mir nicht sinnvoll erscheint. Keine Ahnung ob die noch mal kommen, verschiedene Händler haben jedenfalls das Lidlscope in aufgemotzter Version (= mit mehr Zubehör) und angebliche besserer Qualität (keinen Schimmer, ob das stimmt) auf ihren Homepages angeboten.
Mit so einem 70 mm Refraktor mittelmäßiger Qualität kann man zumindestens die Cassini-Teilung und so manches Messier-Objekt wie M51 finden und die Ringstruktur sehen, selbst aus dem Zentrum von Berlin aus.

Man kann übrigens auch jede parallaktische Montierung als azimuthale umfunktionieren, wenn man nämlich den Polblock völlig umkippt.
Von dem Skywatcher würde ich aber aus folgendem Grund dringend abraten: Er hat nur ein 5*24 Sucher. Meine Erfahrung mit diesen meist einlinsigen Dingern war, das man durch diese Fernrohre weniger sah als mit bloßem Auge, weil eine Blende im Strahlengang den Farbfehler der einen Linse reduziert, damit aber auch extrem dunkel machte.

Retrospektiv war das in meiner Jugendzeit bei meinm alten Teleskop der weitaus größte Frustfaktor, da ich die Objekte, wenn sie nicht strahlend hell waren, nur mühselig fand. Oft versuchte ich dann, sie einfach durch herumrühren zu finden.
Das Bresser hat außerdem ein schöneres Öffnungsverhältnis als das Lidlscope, bei dem sich mit f/10 Farbfehler doch deutlich abzeichnen.
 
Hallo racingbull !
Ich habe 3 Kinder in die Astronomie in ähnlichem Alter eingeführt, jetzt sind sie zwar Teenager, interessieren sich fast ausschließlich für´s andere Geschlecht und gottseidank für ihre Schule, aber bei mir standen damals ein C5, ein 150er Newton und der TeleVue Ranger zur Verfügung. Eindeutiger Sieger - der Ranger, ein kompaktes, kleines Refraktörchen, montiert auf einem flüssiggedämpften Videoneiger und Alustativ, letztere schon geeignet, bis Vergrößerungen um ca. 100x stabil zu funktionieren. Ausgestattet mit RedDot finder, einfach zu bedienen, ich habe ein 8-24mm Zoom und ein 30mm, dazu noch ein 4.8mm Nagler. Bei einer Brennweite von 480mm waren das dann 20-60x, 16x und 100x.
Die Kinder haben immer zum Ranger gegriffen, es war seinerzeit mein teuerstes Teleskop, ich denke auch aus Ehrfurcht, aber vor allem, weil es so kompakt war.
Der Ranger wird zwar nicht mehr gebaut, aber es gibt Alternativen (gibt´s die?). Z.B. der Volksapo sh. z.B. hier, ein 80mm ED, aber etwas schwerer:

http://www.teleskop-service.de/CTeleskope/CTeleskope.htm#SKED80

oder vielleicht so etwas Pentax80ED mit Schrägeinblick:
http://www.astroshop-berlin.de/index.html?http://www.astroshop-berlin.de/article_g010_126.html

oder William Optics:
http://apm-telescopes.de/info.php?id=96180

So kleinere Refraktoren haben den Vorteil, daß sie wenig Gewicht haben, doch einige der interessanten Deep Sky Objekte schon sehr schön zeigen (Orionnebel, Andromeda-Galaxie, Kugelsternhaufen etc.), Mond- und Planetenbeobachtung, Naturbeobachtung, Reisefähigkeit, geringes Gewicht und Portabilität, Justagefreiheit - um nur einige Vorteile zu nennen - und - dem Papa auch als Fototele genauso nutzen können, wie unheimlich viel Spaß unterm Himmel bereiten. Meine Erfahrung ist auch, das Weitfeldgeräte einen "leichteren" Zugang in das Finden von Objekten bieten.

Just my thoughts....

Beste Grüße
Hans
 
Hallo zusammen

erstmal möchte ich zu der wohlgeratenen Tochter gratulieren. Dann möchte ich auf die Webseite der deepsky brothers (siehe Antares) aufmerksam machen, denn da gibt es eine gelungene Tabelle, welche Teleskop Größe welche Montierung benötigt. Sehr wichtig, denn meine Kinder stoßen oft ans Teleskop und dann sollte es nicht minutenlang wackeln. Das Lidl kommt vermutlich bald wieder in die Läden, eigentlich kommt es jedes JAhr. Wenn es der einfache Refraktor ohne Goto (70/700) ist, scheint er mir ein gutes Preis / Leistungs Verhältnis zu haben.
Besser wäre, wenn sich der Vater ebenfalls für Astronomie wenigstens ein wenig begeistern könnte. Dann käme auch ein Newton in Frage. Für Deepsky, also z.B. Orionnebel und Kugelsternhaufen etc sind die wehen ihrer größeren Öffnung eigentlich besser geeignet. Ich finde wenn man die PLaneten ein paar mal gefunden und gesehen hat, reizt Deep Sky sehr.
Könntet Ihr nicht mal zusammen zu einer Sternwarte fahren ? Das kann ganz nett sein, vor allem auch die kleineren Sternwarten sind oft sehr hilfreich. Dann könntest Du auch mal testen, ob durch ein Fernrohr schauen nicht doch ein wenig spannend ist. Ein Kind ganz alleine mit Fernrohr, stelle ich mir nicht so schön vor.

Viele Grüße

Jürgen
 
Hallo,
zum Thema Teleskope hast Du ja jetzt viele Tipps bekommen. Falls Deine Tochter noch keinen leistungsfähigen Feldstecher hast, solltest Du vielleicht auch mal über ein Fernglas nachdenken. Das hat übrigens nichts damit zu tun, dass Deine Tochter erst 9 Jahre alt ist. Ich finde, dass ein Feldstecher das einzige Gerät ist, das man einen Anfänger guten Gewissens empfehlen kann. Ein Feldstecher zeigt am Himmel einem Anfänger am Meisten, dass wird immer unterschätzt. Ausserdem ist ein Feldstecher immer einsatzbereit und kann auch sonst zur Naturbeobachtung verwendet werden. Es muss übrigens kein Glas einer teuren Nobelmarke sein. Ich hatte als Einstieg in die Astronomie als Jugendlicher ein 8x30 Made in GDR aus Rathenow. Das Ding war optisch grauenhaft, trotzdem habe ich mit diesem Glas eine Menge gesehen und viel Spaß damit gehabt, ich bin auch nicht von der Sterngockerei abgeschreckt worden - im Gegenteil (ich will Dir aber hier kein schlechtes Fernglas empfehlen - heute gibt es wesentlich bessere preiswerte Ferngläser, meine Erfahrungen sollen nur deutlich machen, dass der Anfänger auch mit Optik zurechtkommt, die nicht so besonders ist). Wichtig für mich war damals eine gute Anleitung zum beobachten. Die hatte ich in dem Buch "Himmelswunder im Feldstecher" von Brandt gefunden. Das Buch gibt es heute wohl nicht mehr, aber vielleicht kennt sich hier jemand in der aktuellen Anfängerliteratur aus und kann Dir einen guten Tipp geben.

Viele Grüße
Frank

www.stern-freund.de
 
Feldstecher und Teleskop sollte man aber nicht gegeneinander ausspielen. Bei Mond und Planeten (gerade für Kinder die spektakulärsten Objekte) zeigt ein Einsteigerteleskop wie der Lidl Refraktor weitaus mehr. Ein Feldstecher ist aber besser, wenn man einfach so in der Gegend herumschauen will.
 
Hallo Martin,
für mich gehören, spätestens wenn das Interesse ernsthaft/dauerhaft ist, Teleskop und
Freihandfernglas untrennbar zusammen.
CS
*entfernt*
 
Danke erst mal für die vielen Antworten. Ich habe mir die genannten Alternativen durchgeschaut, ich werde aber wohl beim 70/900 Refraktor bleiben.
Das Jupiter 1 von teleskop-service wäre eine Möglichkeit. wie schätzt ihr die Qualität von Teleskop und Montierung im Vergleich zum Skywatcher oder Bresser ein.
Hier die Links:
Bresser Lyra 2006
Skywatcher 70/900
Jupiter 1

und noch eine Frage: wie funitioniert ein LED-Sucher?

PS: dieses Forum ist ja echt erstaunlich. Auschließlich sachliche Antworten, dazu ein angenehmer Umgangston. Ich kenne das von anderen Fachbereichen ganz anders, ich hoffe die Leute hier wissen das auch zu schätzen!
 
Hallo,

also ich denke, die Qualität der genannten Geräte dürfte nicht sehr weit von einander entfernt liegen. Im Prinzip stammen sie wahrscheinlich alle aus chinesischer Fertigung. D.h. sie sind i.d.R. brauchbar, allerdings gibt es dort größere Qualitätsstreueungen. Für einen Anfänger aber sicher ausreichend. Da du ja außerdem bei einem Fachhändeler kaufen willst, kannst du ja darum bitten, dass man die Optik vorher mal kurz anschaut.

Die Montierungen, auf welchen sie angeboten werden, werden mit den Instrumenten wahrscheinlich schon an die Grenze der Belastbarkeit kommen und einige Sekunden nachschwingen. Für den Anfang, um überhaupt mal zu erproben, ob das Kind bei dem Hobby bleibt, sollte es aber reichen. Falls wirklich großes Interesse besteht, gibt es ja wieder mal neue Anlässe, um ggf. eine größere Montierung (event. aus 2. Hand) zu schenken.

Ein Peilsucher ist übrigens eine prima Sache und einem 6x24 vorzuziehen. Wenn du durch den Peilsucher schaust, siehst du einen roten Punkt am Himmel. Das, worauf der Punkt zeigt, siehst du dann auch im Teleskop. (Natürlich muss jeder Sucher zuvor auf dem Teleskop justiert werden.) Du wirst ein Objekt wahrscheinlich viel schneller finden als mit einem kleinen Suchfernrohr, welches meistens nur eine sehr mäßige Optik aufweist.

Gruß

Carsten
 
Tach auch,


Mit Kindern zusammen rumbasteln (die können weitaus mehr als wir denken) oder die Kids aus der Ferne beobachten wenn sie es tun. Man kann ja dann mal so tun als wenn man zufällig vorbeikommt. Und Daddy bleibt weiter das Idol <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Bastelmaterial: einen 70/700 LIDL/Skywatcher Refraktor(OTA) bekommt man auf dem Gebrauchtmarkt für ca. 25 Euro. (GuckstDuEbay) Wenn man den noch ein wenig optimiert, ist das ein feines Gerät zum Anfang. Einen 114 Newton(OTA) mit ein wenig Glück für weniger als 40 Euro bei Ebay. Für Kids im genannten Alter meist absolut ausreichend.

Die nachstehenden Ideen kamen von Kids für Kids, ich sammle die aus Euren Reihen kommenden Ideen
im Astrowiki. Es läppert sich.

http://www.astrowiki.de/index.php?title=Kategorie:Kinderseiten

Ein lüttsches Reisegerät aus einem 114´Spiegel - Materialkosten unter 30, Euro
http://www.astrowiki.de/index.php?title=Reisedobson_114/1000

Wie man die Teile von Grund auf optimieren kann:
http://www.astrowiki.de/index.php?title=LIDL-Teleskop
http://www.astrowiki.de/index.php?title=Tchibo-Teleskop

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo racingbull,

zunächst mal: Gratuliere zu Deiner Tochter, die sich für Astronomie interessiert! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Ich finde es immer absolut klasse, wenn sich auch Mädels für naturwissenschaftliche und technische Dinge begeistern, weil das leider oft zu wenig gefördert wird und immer noch die alten gesellschaftlichen Vorbehalte gelten, die sich einzementiert haben.

Mein Vorschlag: Für die ersten paar Jahre ein schönes Spektiv auf stabilem Fotostativ, das handlich ist und dennoch unendlich viele Möglichkeiten bietet. Zudem ist ein solches Instrument für terrestrische Beobachtungen nutzbar, was die Einastzmöglichkeiten ungemein erweitert. Von einem großen Gerät mit Montierung etc. würde ich wohl zunächst absehen, weil es für ein Kind evtl. zu aufwändig ist, den ganzen Kram zu handeln. Zumindest gilt dies für viele Erwachsene, bei denen tolles Equipment rumsteht, weil es einfach zu viel Fummelei ist, "mal eben" in die Sterne zu schauen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße

Serenitatis
 
Also ich denke, dass eine Montierung kein Problem sein sollte.Ich bin jetzt fast 14, aber hatte mein erstes Teleskop auch mit 10 Jahren und bin damit glänzend zurechtgekommen. Ich denke das die Monti nicht das Problem ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Naja, also ich finde, dass eine Paralaktische Montierung für eun 9jähriges Mädchen ein Problem sein KANN, muss natürlich nicht sein, aber es könnte!
Hängt natürlich davon ab welche es ist, ob es eine EQ6, oder eine Astro5 ist.
Aber wenn schon eins der oben genannten Geräte, dann den SkyWatcher. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hallo zusammen,

ähnlich wie Hans würde ich zu einem guten Refraktor wie dem ED80 raten. Als Unterbau würde ich eine Giro-Montierung ins Auge fassen mit einem stabilen Stativ drunter.

Warum?

- Die komplette Ausrüstung ist leicht: Damit kann Deine Tochter die Sachen alleine in den Garten tragen und aufbauen. Nichts empfinde ich als störender, wenn ich zahlreiche schwere Sachen hin- und herschleppen muß.

- Die Montierung ist pflegeleicht: Bei der Montierung hast Du nicht viele Probleme mit dem Einnorden, einfach aufstellen und loslegen! Mal schnell über den Himmel schwenken ist auch kein Problem. Nur muß das Fernrohr ständig in zwei Achsen nachgeführt werden, um das Himmelsobjekt im Gesichtsfeld zu halten. Astrofotografie wird ebenfalls nicht mit der Montierung möglich sein.

- Ein ED80-Linsenteleskop: Hier gibt es verschiedene Firmen, die sich ein wenig durch mechanische Details unterscheiden - die Optik soll überall identisch sein. Für den Preis ist die Optik erstaunlich leistungsfähig. Mit 600mm Brennweite lassen sich gut ausgedehnte Himmelsobjekte beobachten, für Detailbeobachtungen an Mond&Planeten sind aber auch 150fache Vergrößerung gut machbar.

Viele Grüße,
Stefan
 
Hallo zusammen,

ich muss dass jetzt hier einmal loswerden, es passt so schön zum Thema.

Ich habe seit ca. 4 Wochen einen neuen GSO 10" Dobson. Aufgrund des Wetters und der Zeit kam er bisher nur kurz zum Einsatz.
Aber am letzten Samstag sollte er dann doch etwas länger zum Einsatz kommen, das lag aber nicht an mir, sondern an meinem 8-jährigen Sohn.
So, das Wetter war gut und der Mond war ein lohnendes Objekt. Zunächst übernahm ich das aufsuchen und einstellen am Gerät um dann meinem Bub durchs Okular schauen zu lassen.
Oh, ich glaub er war schwer beeindruckt - aufgrund der riesigen Krater die sich ihm offenbarten. Aber danach übernahm ER das Kommando. Kaum war der Mond aus dem Gesichtsfeld des Okulars gewandert, schwang er sich 'halb' auf den Dobs (mit beiden Armen 'zärtlich' umfassend..) um den Mond dann mit Hilfe des Zielfernrohrs wieder ins Okular zu führen. Das funktionierte so gut, das er sich fast nicht mehr vom Rohr wegbewegte. ER suchte die schönsten Krater aus, ER stellte sie scharf um dann sie dann seinem mitanwesendem Onkel und Tante und Mutter stolz zu präsentieren. Ich war nur noch zum Okularanreichen da. Während die Verwandtschaft nach 30 Minuten aufgab (mir ist kalt, ich geh lieber rein…) hielten wir noch 90 Minuten aus, bevor auch wir uns eine Pause gönnten. Ich musste meinem Sohn aber versprechen auf jeden Fall noch mal gucken zu gehen. Keine 30 Minuten später zog es IHN wieder nach draußen.
Wir knöpften uns dann noch den Mars vor. Klar, der ist halt nicht so spektakulär, es waren auch nur Oberflächenstrukturen zu erahnen. Also zurück zum Mond und wieder Krater gesucht, scharf gestellt und bestaunt (schau mal, ein Krater in einem Krater !!)
Dann, nach 45 Minuten wieder ne kurze Pause und aufgewärmt.
Ich sagte noch zu ihm: "evtl. können wir noch Saturn sehen, aber erst so gegen 23:00 Uhr" - darauf er: "ich bin noch gar nicht müde!"
Also wieder raus. Und da war er dann auch, der Saturn. Ich zeigte mit dem Finger auf den Planeten und mein Sohn begann den Dobs auszurichten. Im Rohr war das 32 mm Okular. ER wieder am Zielfernrohr: "Ich müsste ihn haben, aber ich sehe ihn nicht.. " Ich: "stell mal schön scharf…" . 3 Sekunden später : "Da ist er, ich hab ihn, ich hab ihn, Mama komm schnell ich hab ihn, Maaaaaaamaaaa!!!" Zack. Im Düsenjägertempo ist er ins Wohnzimmer und musste meine schon halb eingeschlafene Frau vom Sofa zerren.
Mittlerweile durfte er auch schon die Okulare allein wechseln ("Vorsichtig, nicht fallen lassen, die sind teuer") aber er hatte alles im Griff. Dann hatten wir uns auch am Saturn satt gesehen und ich wechselte noch kurz zu den Plejaden. War im Übersichtsokular ein netter Anblick. Wg. der zenithnahen Stellung hatte mein Sohn allerdings Schwierigkeiten mit dem Suchen.

Um Mitternacht war dann Feierabend.

Ich hätte am Anfang schwören können, das mein Sohn nach 15 Minuten keine Lust mehr hat. So kann man sich täuschen. Letzte Frage von ihm war dann auch: "Darf ich morgen etwas länger aufbleiben ???". Zum "Glück" war das Wetter gestern nicht so gut.

Ich glaube, der Mond hat es ihm am meisten angetan. Und das Aufsuchen fand er auch ganz toll.

Mal sehen wie lang sein (und mein) Interesse anhält.

Grüße

Thomas
 
Ich hätte am Anfang schwören können, das mein Sohn nach 15 Minuten keine Lust mehr hat. So kann man sich täuschen.

Hallo Thomas,

die Geschichte ist total klasse und super erzählt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Und die Geschichte ist supertypisch. Habe ich mit Kindern schon genau so erlebt.

Ich glaube, der Mond hat es ihm am meisten angetan. Und das Aufsuchen fand er auch ganz toll.

In der Tat, ich glaube, mit dem Mond kann man Kids ganz besonders begeistern. Mich übrigens ebenfalls noch immer... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Mal sehen wie lang sein (und mein) Interesse anhält.

Rhetorische Frage... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Mein Vater steckte mich damals mit dem "Astro-Virus" zwar "nur" ohne Teleskop an, aber das hält bis heute vor.

Viele Grüße

Serenitatis
 
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