Teleskop für 9 Jährigen

arosa459

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Hallo Allerseits,

unser Sohn interessiert sich schon seit längerem für Astronomie und war schon in Planetarien und Sternwarten. Er hat durchaus Freude an der ganzen Thematik und sich auch schon einiges angelesen. Ansonsten sind wir komplette Laien.

Zu Weihnachten wollten wir ihm ein Teleskop schenken. Aufgrund dessen, dass das Budget etwas knapp ist, sollte es für den Anfang erst einmal etwas Gebrauchtes werden, das eventuell mit div. Okularen oder sonstigem Zubehör noch erweitert werden kann.

Die uns nächstgelegene Sternwarte (Bruno-Bürgel-Sternwarte in Spandau/Berlin) hat kommende Woche einen Beobachtungsgabend. Wir planen hinzugehen und uns dann auch mal dort umzuhören, aber da muss das Wetter auch mitspielen, damit der Abend stattfindet.

Wir haben einen Kleingarten in der Nähe des Stadtrandes. Die nächsten Hochhäuser sind ca. 250-300m Luftlinie entfernt. Es ist nachts schon recht dunkel, aber wir sind trotzdem in der Stadt...

Es gibt aber in der Nähe den "Hahneberg", auf dem auch die B-B-Sternwarte steht. Von dort kann man vermutlich besser mit dem Teleskop sehen, wobei das spannend wird nachts hinzukommen.

Wir haben im Umkreis folgende Teleskope gebraucht zur Auswahl (Preise kann man vermutlich noch ein bisschen runterhandeln):
Celeston Powerseeker 80EQ (Refraktor) ca. 135 EUR
Bresser AR-90 (Refraktor) ca. 210 EUR
Bresser (vermutlich Pegasus) 130/650 EQ3 (Reflektor) ca. 115 EUR
Bresser Sirius (älteres Modell ca. 2011) 70/900 (Refraktor) ca. 40 EUR
SkyWatcher Heritage 130P FlexTube (Reflektor, Tischdobson) ca. 155 EUR

Ich denke, dass wir am Anfang überwiegend das Teleskop im Garten immer wieder mal aufbauen werden. Nachts ist vermutlich einiges an Wild unterwegs am Hahneberg. Wobei ich auch in der Kleingartenkolonie streunendes Wild und Fledermäuse angetrofffen habe...

Was wollen wir sehen: Mond und ein paar Planeten (vermutlich die dankbarsten Ergebnisse). Deep Sky Objekte während ein Bonus. Wobei wenn ich meinen Sohn kenne er vermutlich recht schnell eher in dieser Richtung den Himmel betrachten möchte.

Sofern eines der genannten Teleskope für den Anfang geeignet wäre, würde ich auch schauen, dass man sich ein paar zusätzl. Okulare besorgt. Auf Kleinanzeigen gibt es ja immer wieder ein paar Plössl Okulare zu kaufen.

Würde mich über eine Rückmeldung freuen und verbleibe mit freundlichem Gruß
 
Ich rate dir für ein Kind von allem ab, das "EQ" oder äquatorial oder parallaktisch im Namen hat.
Das sind Montierungen, die für Einsteigerteleskope nicht geeignet sind, speziell in den günstigen/leichtgewichtigen Klassen.

Ideale Teleskope für Kinder sind entweder AZ-montierte Refraktoren im Bereich 80-102mm oder mittelgroße Dobsons (wie der 130mm Skywatcher Heritage, da muss man ihnen aber hin und wieder mit der Justierung helfen).
Beide schwenken rauf/runter und sind damit intuitiv zu bedienen.
Beide kann ein 9,10 Jähriger alleine raustragen.
Ideal noch ein Rotpunkt Sucher statt eines kleinen, strohalmförmigen optischen Sucher mit Vergrößerung.

Schau dir mal das hier an: Best Telescopes for Kids (5 Rules for Choosing a Telescope)
John Read erklärt das gut was für Kinder geeignet ist. Das ist natürlich nicht in Stein gemeißelt, ein 90mm Refraktor und ein 102er (die schon über deinem Budget sind und wenig am Gebrauchtmarkt verfügbar) sind recht ähnlich.

Gebrauchtkauf ist da gute Idee, muss man ein bißchen flexibel sein, da findet man ganze Sets, Einzellauf der Komponenten ist immer teurer.

LG und viel Spaß beim hoffentlich auch gemeinsame Beobachten,
Martin
 
Hallo,

SkyWatcher Heritage 130P FlexTube (Reflektor, Tischdobson) ca. 155 EUR
Das wäre mein Favorit.
Ich habe mir das Angebot gerade angesehen und bin etwas verwirrt.
Da wird auf Bild Nr5 extra ein 5mm Planetary gezeigt aber im Text unter Zubehör nicht mit aufgelistet.
Kann aber sein, dass da nur die üblichen Beilagen 25mm & 10mm erwähnt wurden und das seperate 5mm Planetary auch mit verkauft wird.

Dann wären die ca. 155 Euro ein fairer Preis und mit 5 / 10 & 25mm lässt sich gut starten.

Gruß,
Holger
 
> Da wird auf Bild Nr5 extra ein 5mm Planetary gezeigt aber im Text unter Zubehör nicht mit aufgelistet.

Na, das 5er ist natürlich zusätzlich angeschafft worden. Solche SW-Teleskope werden üblicherweise mit 10 und 25 mm "Super" (reversed Kellner) geliefert.
Das sind alles brauchbare Einsteiger-Okulare.

Den kleinen Heritage sollte man schon auf einen wackelfreien Hocker oder Tisch setellen, wenn man nicht im Garten mit dem Hintern im Gras sitzen möchte.
 
Vielen Dank für den ersten Input. Und ich hatte gehofft, der kleine Bresser Sirius wäre was annehmbares für den Anfang ;).

Wie stabil sollte denn so ein Tisch sein für den Heritage? Ich habe in der Laube einen klappbaren Alu Campingtisch, der bis zu 30kg aushält. So einen wie man ihn bei Aldi/Lidl immer wieder im Angebot findet. Reicht das oder ist das eventuell zu wackelig?

Eine andere Frage wäre auch, wie man das Teleskop am besten aufbewahrt, wenn es nicht im Einsatz ist? Unsere Wohnung ist recht klein und ich würde das Teleskop in der Laube im Kleingarten lassen. Unsere Winter in Berlin sind ja nicht mehr so kalt. Aber trotzdem sind die Temperaturen alle um den Gefrierpunkt. Reicht es da ein paar Decken drüber zu legen? Oder sollte er bei den Temperaturen eher nicht in der Laube gelagert werden und ich versuche Platz im Kellerabteil zu machen?
 
Die Stabilität die man für Himmelsbeobachtungen braucht wird oft unterschätzt.

Das ist z.B. auch der Grund warum dieser Bresser Sirius auf einer sogenannten "Wackelmontierung" nicht geeignet ist,.
Genau deswegen sehe ich auch deinen Klapp Campingtisch skeptisch. Ein massiver Holztisch, oder ein Baumstumpf den man plan macht, oder eben die stabilste Unterlage die man hat, um das Gerät auf eine sinnvolle Einblickhöhe zu bringen wäre angeraten, wenn man damit auch Spaß haben will.

Nichts (außer Wolken) stört und frustriert so sehr wie eine wackelige Montierung.

Ich persönlich würde die Optik im Keller lagern, sofern er trocken und einigermaßen temperaturstabil ist.
 
Wie stabil sollte denn so ein Tisch sein für den Heritage? Ich habe in der Laube einen klappbaren Alu Campingtisch, der bis zu 30kg aushält. So einen wie man ihn bei Aldi/Lidl immer wieder im Angebot findet. Reicht das oder ist das eventuell zu wackelig?
Sowas ist dafür nichts. Die Klapptische wackeln. Da kannst du kaum scharf stellen, oder beim Beobachten ans Okular kommen. Sowas wie ein Hackklotz ist schon eher geeignet. Die Basis ist wahrscheinlich zu breit. Also müsste man noch eine Plattform drauf machen. Aber generell würde ich schätzen, dass ein so stabiler Tisch mehr kostet als das Teleskop selbst. Man kann sich aber auch auf den Boden setzen oder hinknien zum schauen. In dem Alter sind die Knie noch elastisch.

Lagern kannst du das zusammen gefaltet im Zimmer deines Sohns.

Man muss da aber keine Wissenschaft drauß machen. Das hält auch ein paar Jahre, wenn es in der Gartenlaube steht. Spinnen gibt es überall. Das kann dir auch im Zimmer passieren, dass dir da eine auf den Spiegel macht. Aber selbst wenn da mal ein stumpfer Fleck ist, wird man es nicht merken. Solange das nur paar Promille der Fläche ausmacht, ist es nicht spürbar.

Ich habe für meinen Sohn so einen Maksy Mini Maksutov Dobson gekauft. Da war der aber noch kleiner. Das Teil ist für die Größe schon erstaunlich. Das ist alles aus Plastik, aber abbilden tuts es ganz gut. Wichtiger als ein Teleskop ist der einfache Zugang zur Beobachtung. Wenn sich dein Sohn von sich aus damit beschäftigen will, dann kann es klappen. Aber für einfach mal gucken ab und an, ohne dass irgendjemand im Haushalt lebt, der etwas Ahnung von so einem Teil hat, ist selbst das einfachste Teleskop selbst mit 10 Jahren noch eine Hürde. Der Maksy funktioniert allerdings tatsächlich auch auf einem Gartentisch, sobald der etwas stabiler ist. Aber der ist auch wirklich winzig.

Bei mir was es dem Alter übrigens ein Fernglas. Rückblickend war das das beste Instrument, auch wenn ich damals lieber ein Teleskop gehabt hätte. Damit habe ich fast 20 Jahre beobachtet. Und das praktisch immer, sobald es klar war. Einfach Fernglas hoch gehoben und los gings. Später hatte ich dann einen 4,5" Newton. Das ganze Kaufhausteleskopgedings hat bei mir eher zum Ersticken des Beobachtungsdrangs geführt. Ich hab das dann nur noch als Kleiderständer verwendet und wieder das Fernglas genommen. Für Mond ist es noch halbwegs ok, aber für Planeten ist es natürlich nicht die erste Wahl, da man da einfach Vergrößerung braucht. Das Fernglas st übrigens auch heute noch mein liebstes Instrument. 9 von 10 mal beobachte ich mit dem Fernglas. Die Teleskope verwende ich praktisch nur noch fotografisch.

Aus deiner Liste wäre für mich alleine der Skywatcher Heritage 130p das Teleskop, wo ich mir vorstellen könnte, dass das wirklich Interesse weckt und nicht das Gegenteil davon. Damit kann man schon echt was machen. Der Rest ist einfach nur umständlich und wackelig. Aber trotzdem würde ich von so einem Teil mechanisch keine Wunder erwarten. f/5 wollen sauber justiert werden. Jedes mal. Wenn du Pech hast, ist alleine der Auszug schon so wackelig, dass man prinzipiell keine genaue Justage hinbekommen kann. Die Justage wirst du dir für den Anfang selbst erschließen müssen. Deinem Sohn kannst du es dann beibringen, aber selbst erschließen kann man sich sowas in dem Alter meiner Meinung nicht.
 
Hey,

meine Wahl wäre ebenfalls das Tischdobson. Allerdings braucht das wirklich eine stabilere Basis sonst wackelt das Bild nur umher.
Der Bub ist 9 und wenn er richtig Bock auf Astronomie hat, dann bekommt der das selber sicher gut hin. Ich habe mich da damals auch selber reingefuchst mit Sternkartenapps, Starhopping und nem kleinen Taschenbuch "Teleskop ABC".
Ich denke selbst am Stadtrand sollten damit M31 und M42 zu erkennen sein. Planeten auch und Mond sowiso nur die Lagerung sollte unbedingt trocken sein sonst kann es zu Pilzbefall auf den Spiegeln kommen und damit wäre das gute Stück dann hin.

Viel Erfolg und CS
Laurin
 
Hallo Freunde

Was hindert einem eigentlich daran den kleinen Tisch-Dobson auf ein niedriges Stativ ( nur mal so als Beispiel ) zu befestigen. Das sollte wohl nicht allzu schwierig sein. Eine Sitzgelegenheit dazu und schon kann der Nachwuchs loslegen.
Es muß nicht unbedingt ein massiver Tisch in der "Pampa" sein. Den wird man in der Regel an einem bevorzugten Beobachtungsplatz kaum vorfinden.

Gruß
Peter
 
Wenn das Budget knapp ist, weiß ich nicht ob man ein zusätzliches Stativ jenseits 100 € empfehlen sollte. Es sollte doch auch dtl. günstiger möglich sein eine brauchbare Erhöhung für den Dobson zu finden.

Gruß Horst
 
Als Unsterstand für so einen Tischdobon bitet sich in erster Linie ein dreibeiniger Hocker oder Tisch an. Der hat schon mal den Vorteil, daß er nicht wackelt. Klapp-Campingtische wären mir dafür zu klapprig.

Eine Sache noch:
> Das ist z.B. auch der Grund warum dieser Bresser Sirius auf einer sogenannten "Wackelmontierung" nicht geeignet ist,.

Ich weiß ja nicht, ob hier wieder nur vom Hörensagen kolportiert wird...- Ich hatte bisher zweimal einen Bresser Sirius im Einsatz - das erste Mal sogar zum Venustransit 2004 - und kann aus Erfahrung sagen, daß dieses Teleskop nicht so "wackelig" ist, wie hier suggeriert werden soll. Wenn man alle Verbindungen schön festzieht und ein bißchen mit Feingefühl an die Sache rangeht, dann kann man mit so einer Optik auch Spaß haben. Man ist natürlich auf 70 mm Öffnung beschränkt, und das war im GGs. zu den anderen o.g. Teleskopen ja auch die kleinste Öffnung.

Hier mal mein "Sirius" von 2004:

r70-full.jpg


Ich bin übrigens später vom Bresser Sirius auf einen baugleichen "Lyra"-Tubus 70/900 mm mit P-Schiene und Rohrschellen umgestiegen, da ich ja noch eine Vixen Porta im Bestand habe. Also, diesen 70er Refraktor mag ich immer noch gerne, allein schon, weil ein f/13-Refraktor ästhetisch aussieht... :love:

man kann auch ein bißchen selbstbasteln - ich habe um 2003 schon Fensterbank-Dobson-Montierungen fpr 70er Refraktoren aus Baumarktteilen in der Küche zusammengeschraubt. Auf dem Foto von links mein allererster 70/700er Refraktor (TS), rechts sogar ein Bresser Lyra 70/900 mm.

r70-2x.jpg


Man muß nur Ideen haben und sie dann umsetzen...! ;)
 
Hallo,

Na, das 5er ist natürlich zusätzlich angeschafft worden.
Schon klar, aber ich würde halt darauf achten, dass das auch mit dazu gehört.

Ich bastel so etwas selbst oder schaue im Keller nach einem passenden Gegenstand. Vielleicht auch im Freundeskreis nachfragen.
Da wird sich schon etwas Günstiges finden und ihr könnt ja auch erst ohne anfangen.

und ich würde das Teleskop in der Laube im Kleingarten lassen.
Wenn es da recht trocken ist, warum nicht. Ich lagere meine Dobsons in der kühlen Garage.
Tubus waagerecht lagern, dann sammelt sich nicht so viel Staub auf dem Hauptspiegel.

Vorteil: Teleskop ist ausgekühlt und schnell einsatzbereit.
Immer nach dem Motto: Je schneller und einfacher der Aufbau desto häufiger wird auch beobachtet.

Gruß,
Holger
 
Hallo,
ein bischen Senf von mir: so ein Minidobson ist schon etwas. Viell. dazu noch ein Amiciprisma und evtl. Zoom-Okular, 8-24 mm. Ich glaube der "junge Mann" (mit Hilfe von evtl. Papa) kommt damit klar.

Gruß Günther
 
Hallo,

wenn da ein 5mm Planetary und die beiden Beilagen Okulare dabei sind, reicht das locker für einen guten Start aus.
Weiteres Zubehör kann ja nach den ersten Erfahrungen noch folgen.

Gruß,
Holger
 
Guten Morgen,

danke für das zahlreiche zusätzliche Feedback.

Selbstredend wird der Papa im Rahmen meiner begrenzten Fähigkeiten helfen. Und natürlich mitbeobachten, was sich so am Himmel tut.
Ziel ist es schon, dass der Junge regelmäßig sich mit dem Teleskop beschäftigt. Nur im Winter wird es wohl eher etwas seltener sein, ist mir dann doch zu kalt ;)

Ok, dass der Klapptisch zu wackelig sein dürfte, habe ich mir schon gedacht. Im Garten habe ich dann aber tatsächlich genügend Holz, dass ich da was stabiles schustern kann.

Was die Aufbewahrung in der Laube angeht, würde ich tatsächlich mal die Luftfeuchtigkeit die Tage mal messen. Ich hatte mir vorgestellt hier eine Kiste zu zimmern und einen auslaufsicheren Luftentfeuchter mit Granulat reinzupacken. Spricht da was gegen? Habe nicht viel drüber finden können, außer für privat Sternwarten.
 
Das mit dem Granulat habe ich auch in meiner Aufbewahrungsbox. Habe ChatGbt ausrechnen lassen, wieviel ich mindestens benötige. Wie groß ist deine Laube?
 
Ist eine gemauerte, innen mit Holz vertäfelte Laube und ca. 25,5qm groß.
Habe die Laube seit ca. 5 Jahren und bisher noch keinen Schimmel drinnen gehabt.
 
Denke, dass die zu groß ist um komplett trocken zu halten. Was du machen kannst, dir eine Kunststoff Box holen und das Teleskop da rein legen. Und da so kleine Säckchen mit Silica Gel. Diese Säckchen kann man auch in der Mikrowelle "auffrischen". Die KI hat mir für eine Box mit 150 Liter Volumen 180 Gramm Silica Gel ausgerechnet. Habe 2 Säckchen a 300 Gramm reingelegt. Kostenpunkt 10€
 
Manche kleine Tisch-Dobson haben unten in der Grundplatte ein Stativgewinde.
Ich würde nach einem gebrauchten Baustellenstativ suchen, event. die Füße kürzen, wenn es zu hoch ist.
Oder einen dreibeinigen Tisch zusammennageln. Was auf drei Beinen
steht, schaukelt nicht und steht sicher.
Gruß, Roland
 
Tja, leider hatte der Anbieter auf Kleinanzeigen das Angebot auch bei Ebay laufen und ich habe davon nichts mitbekommen. Erst 2 Tage später nach meiner Anfrage kam eine kurze Rückmeldung, dass das 130p bereits verkauft wurde :(

Jetzt stehe ich ein bisschen im Regen und muss wohl umdisponieren. Ich schaue weiterhin ob bei Kleinanzeigen im Berliner Raum die Tage ein gebrauchter Tischdobson für einen fairen Preis angeboten wird.

Gleichzeitig muss ich mir jetzt dann aber eventuell doch Gedanken machen, ob ich etwas Neues kaufe, wobei das Budget max bei 200 EUR liegen dürfte.

Ansonsten habe ich wie von @Sleepair empfohlen mich nach einem AZ-montierten Refrkator umgeschaut ab 80mm und bin auf einen Bresser AR-80/640 AZ Nano für 130 EUR gestoßen, den ich eventuell runterhandeln kann, da der neu aktuell 170 EUR kostet. Es kommt mit einem Super Plössl 26mm, ansonsten kein weiteres Okular. Was wäre hier eine sinnvolle Erweiterung?
 
Lieber Gerhard, heute 802 Uhr
sorry, wußte ich nicht. Hatte den Gedanken an mein C 8 (ich muß gestehen, daß am alten 12.5" Dobson die Bildorientierung immer "astronomisch" war.

Gruß Günther
 
Bei mir was es dem Alter übrigens ein Fernglas. Rückblickend war das das beste Instrument, auch wenn ich damals lieber ein Teleskop gehabt hätte. Damit habe ich fast 20 Jahre beobachtet. Und das praktisch immer, sobald es klar war.

Je mehr ich darüber nachdenke, ist ein Fernglas vielleicht auch eine viable Alternative. Etwas à la Olympus 8x40S bzw. 10x50S. Dazu könnte man dann noch ein halbwegs taugliches Stativ besorgen. Da müsste ich mit dem Kind zwar in einen Laden um das auszuprobieren, aber es wäre zumindest preislich auch im Rahmen.
 
Hallo,

nach meiner Anfrage kam eine kurze Rückmeldung, dass das 130p bereits verkauft wurde
Ja, ich habe früher auch häufig zu lange gewartet und schon war das Angebot weg.

Einen 5" Dobson bekommst du aber auch neu für ca. 200 Euro.
Z.B. Bresser Messier 5" Dobson 191,20 Euro aber auch den Skywatcher Heritage 130p konnte ich für 235 Euro auf die Schnelle finden.

Gruß,
Holger
 
Je mehr ich darüber nachdenke, ist ein Fernglas vielleicht auch eine viable Alternative. Etwas à la Olympus 8x40S bzw. 10x50S. Dazu könnte man dann noch ein halbwegs taugliches Stativ besorgen. Da müsste ich mit dem Kind zwar in einen Laden um das auszuprobieren, aber es wäre zumindest preislich auch im Rahmen.
Es sollte eins mit Porro Prismen sein so wie in deinem Link. Ferngläser mit Dachkant Prismen sind zwar kompakter, aber teurer in der Herstellung. Mit Porro Prismen kriegt man auch gute günstige Modelle. Stativ hatte ich keins. Habe ich immer noch nicht. Ich lege mich entweder in einen Liegestuhl oder auf den Boden. Als Kind hatte ich die Möglichkeit im Sommer auf dem Balkon zu schlafen, was ich natürlich bei jeder Gelegenheit gemacht habe. Das Fernglas war immer dabei. Zuerst das von meinem Vater und dann irgendwann mein eigenes.

Ihr müsst euch überlegen, was für euch das wichtigste ist. Mond und Planeten oder Deepsky, Sterne und Milchstraße. Für ersteres ist ein Fernglas natürlich nicht so gut zu gebrauchen, da man hohe Vergrößerungen braucht. Letzten Endes kann euch die Entscheidung niemand abnehmen. Ein Kompromiss wird es immer sein. Das perfekte Instrument für alle Zwecke gibt es nicht. Vor allem nicht in dieser Preisklasse.
 
Ihr müsst euch überlegen, was für euch das wichtigste ist. Mond und Planeten oder Deepsky, Sterne und Milchstraße. Für ersteres ist ein Fernglas natürlich nicht so gut zu gebrauchen, da man hohe Vergrößerungen braucht. Letzten Endes kann euch die Entscheidung niemand abnehmen. Ein Kompromiss wird es immer sein. Das perfekte Instrument für alle Zwecke gibt es nicht. Vor allem nicht in dieser Preisklasse.

Ja, ein durchaus guter Punkt. Wobei ich mir vorstellen kann, dass man erstmal mit dem Fernglas anfängt und ich dadurch mehr Zeit habe, auf ein gutes gebrauchtes Teleskop zu stoßen. Das Fernglas wird durch den späteren Kauf eines Teleskopes ja nicht obsolet.

Das Stativ müsste ich ja nicht sofort kaufen. Aber schon das "kleinere" Olympus wiegt 700g. Wie lange das ein Kind stabil hält? Habe auch gerade das Celestron SkyMaster 15x70mm im Angebot gesehen, aber das ist mit seinem Gewicht von 1,3kg schon ein Oschi und nicht mehr ein Fernglas, welches man einfach so mit sich rumträgt.
 
Hallo,

zwecks Fernglas:
Fernglas ist ein guter Anfang. 8x40 oder 10x50 lässt sich auch anderweitig verwenden. Alles was größer und schwerer ist, möchte ich nicht beim Spazierengehen oder auf Fahrrad Tour dabei haben.
Für ein Stativ o.ä. spricht nicht nur die Abnahme des Gewichtes; gerade bei der Himmelsbeobachtung bemerkt man das Zittern des frei gehaltenen Glases deutlich. Eine Stabilisierung bringt erheblichen Gewinn an Auflösung und Grenzgröße.
Ein Kollege aus dem Forum hat gerade meinen "Rentner Fernglas Sessel" (findet sich im Archiv) nachgebaut. Seine Ausführung ist handwerklich deutlich besser als mein Murks und er ist damit sehr zufrieden. Vielleicht schaut ihr euch das ein mal an.

CS Gerhard
 
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