Teleskop für Aufsteiger bis 2000€

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Hallo allerseits

Ich bin auf der Suche nach einem Teleskope in der Preiskategorie 1000-2000€.
Da ich schon länger im Internet nach dem für mich am besten geeigneten Teleskope recherchiere (so ein halbes Jahr) und ich noch immer nicht auf zu einem Entschluß gekommen bin wollte ich euch zu dem Thema befragen.

Ich selber bin momentan eher frustrierter Besitzer von zwei Kaufhaus Teleskopen (eines hat mir mein Bruder überlassen) und möchte nun endlich mal richtig nach den Steren greifen. Primär denk ich jetzt zumindest möchte ich Deep-Sky Beobachtungen machen und da ein Spiegelreflexkamera und eine Digitalkamera vorhanden ist möchte ich nach der sicherlich nötigen Lernphase auch ohne größere Ausgaben fotographieren können.

Anfangs wollte ich mir noch ein SN-LXD55 zulegen. Aber inzwischen bin ich von dieser Idee aufgrund zahlreicher negativer Berichte eher abgekommen.

Zur Zeit schwanke ich zwischen dem:
MN 61, MK 67, Vixen VMC 200, oder einem 8'' Newton
in Bezug auf die Montierung dachte ich an eine aufgerüstete EQ6.

Leider ist es mir nicht möglich die Geräte mal selbst unter die Lupe zu nehmen da in meiner Nähe leider kein guter Teleskop-Händler ist.

Ich hoffe ihr könnt mir bei meiner Entscheidung helfen oder mir bessere Vorschläge geben

Wolfgang

p.s.: auch ein C8 würde wegen Transportibilität in Frage kommen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Wolfgang,
auch wenn es keinen Händler bei Dir gibt, so sind vielleicht Sternfreunde in der Nähe beheimatet. Ich kann jedem immer wieder nur raten, Kontakt zu anderen Sternfreunden zu suchen. Das macht Spaß und man lernt viel dazu und gewinnt Möglichkeiten auszuprobieren.
Außerdem würde ich einen Kauf ohne das Teil live gesehen zu haben nicht empfehlen. Von den vorgeschlagenen Teleskopen erscheint mir persönlich ein 8" Newton geeignet, erfüllt er m.E. an ehesten Deine Anforderungen.
Die langbrennweitigen MAks und SC sind für Richfield nicht geeignet und da gibts ja einiges zu sehen und zu knipsen.
CS
 
Hallo!


Die Geräte sind sehr unterschiedlich. Ist Transportabilität wichtig?

Wieso willst Du eine EQ-6? Zumindest fürs MK67 und das VMC ist die überdimensioniert.


Gruß Harald
 
Danke für deine schnelle Antwort.

Es ist mir schon klar das man nicht die Katze im Sack kaufen soll und ich habs auch selbst beim 8'' SN von Meade gemerkt als ichs beim Händler betrachtet hab und ich werde mich nochmal in der Umgebung umhören.

Tja der Newton ist eh auch eher mein Favorit ist für den 8'' Newton die EQ6 eine gute Wahl?
Und wie ist das mit dem Tranport ich dachte da im spezielen an einen TS 8'' Newton f/6 der wird wahrscheindlich sehr justieranfällig sein, wär da nicht ein MN von Intes od. Intes Micro (auch ein MN 66 würde mich reizen) besser.

wolfi


 
Hallo, ich stehe vor der selben frage und tendiere auch zum 8" Newton. Die EQ6 habe ich auf der ATT angehoben: die gute nachricht: ein erwachsener mann kann sie heben. ich glaube aber, dass du den einen oder anderen abend doch eher drin bleiben wirst, wenn du die eq6 anhebst...... für visuelle beobachtungen reicht die eq5 völlig aus. ich werde wahrscheinlich damit anfangen und sehen was geht..

Gruß


Christian
 
die EQ6 wollte ich weil sie erstens einmal günstig ist und zweitens weil sie die nötige Stabiltität auch für ein größeres Teleskop liefert. Ich dachte mir lieber überdimensioniert als unterdimensioniert.

wolfi
 
Hi Wolfgang,
8" Newton und EQ6 ist fast schon ein Klassiker. Dein Namenspartner, der TS Wolfi, macht genau mit der Kombination jetzt ja auch Bilder. Was die Fotografische Eignung betrifft kann ich Dir nichts dazu sagen, da ich nur visuell unterwegs bin.
Justage, nun die muß halt sein. Aber das ist nicht soooo wild bei nem Newton. Übrigens muß jedes Teleskop justiert sein.
Beim MK 66 verlierst Du immerhin 2" Öffnung, grade bei DS ist das nicht un erheblich. Das würde ich mir schon überlegen. Der Vixen Mak hat f/10 also nicht das Gerät für die DS Fotografie, selbst mit Reducer sinds meine ich immer noch f/6,3 was auch noch nicht so wenig ist. So werden die Belichtungszeiten halt sehr lang. Damit steigen die Anforderungen an die Nachführgenauigkeit der Monti immer mehr. So zumindest die Theorie.
Wie stark ist denn der Wunsch der Fotografie? Mal ganz ehrlich.
Bist Du fototechnisch so versiert und ausgerüstet, das der Einsteig in die Astrofotografie i.S. DS nur noch ein kleiner Schritt ist? Kennst du Dich am Himmel bereits gut aus - visuell?
Wenn Du eine der Fragen mit einem klaren NEIN beantwortest, dann bin ich mir recht sicher, das es noch länger dauern wird bis Du mit dem Knipsen ernsthaft anfängst. Damit meine ich jetzt nicht Okularprojektion vom Mond. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Einfach weil Dir noch Rüstzeug fehlt, z.B: weil Du gar nicht findest was Du fotografieren willst. Und bis das alles paßt, dauert bei dem ein oder anderen schon. Von daher könnte es auch erst mal nur was fürs Visuelle tun, was in einiger Zeit ausgebaut werden kann.
Ist nur ne Möglichkeit, über die man sicher mal nachdenken kann.
CS
 
Hi Wolfgang,

ich bin immer wieder gern verwundert, daß Leute mit fotografischen Ambitionen das VMC in der Liste führen, aber das VC nicht. Das VMC ist mit f/10 nicht besonders fotografisch geeignet. Das VC hingegen ist fotografisch ausgelegt und es gibt dazu einen f/6,4 Reducer, der das Kleinbildformat noch voll beleuchtet (im Gegensatz zu den Reducern für SCs).
Das VC ist in meinen Augen die beste Kombination aus Kompakt-Optik und Foto-Teleskop. Selbst ein f/4-Newton, der schon fast eine reine Fotokanone ist, ist nicht so kompakt. Aber das VC ist wiederum größer, als ein C8 oder als das VMC.
Visuell ist der 8" f/6 sicher der beste Allrounder, und fotografisch auch noch gut eingesetzt. Die EQ-6 allerdings sehe ich nur als eine "visuelle" Montierung. Die Leute, die Astrofotografie betreiben, haben ihre EQ-6 bezüglich Getriebe und Steuerung umgebaut, oder längst (auch aus Frust) eine andere Montierung angeschafft.
Das gilt für Deepsky-Fotografie. Für Planetenfotografie sieht es ganz anders aus, hier ist die EQ-6 ein prima Arbeitstier. Für Planetenfotografie wäre wohl der 8" f/6-Newton die beste Empfehlung aus Deiner Geräteauswahl. Bei der Planetenbeobachtung ist aber eine qualitativ hochwertige Optik besonders wichtig, daher geht mein Ratschlag nicht hin zu einem teuren Teleskop, sondern zu einem, dessen optische Qualität getestet ist. Einem Ronchi-Test würde ich dabei nur sehr bedingt trauen.

Clear Skies
Sven
 
Zuerst einmal Antares:

Ich hoff auch das die justierung nicht so schlimm wird einmal hab ichs ja schon gemacht, mit einer Filmdose und ich denk mit nem justierlaser wird das schon wesentlich einfacher gehen.

Zur Erfahrung leider hab hich mit meinem bisherigen zwei Teleskopen (ein 70mm Refraktor, und einem 76mm Reflektor) nicht recht viel mehr als die üblichen Planeten und ein paar hellere Ds-Objekte beobachten können. Die Qualität war von den beiden echt mies. In bezug auf das Fotographieren werd ich wenn ich das Starhopping intus habe wohl zuerst mit Piggy-Pack und mit Planetenfotographie anfangen. Aber das hat Zeit.

zu Sven

danke mal für die antwort
ich glaub ich werd das VMC und das VC generel aus der Liste streichen, weil die werden für den anfang zu teuer.
Noch ne Frage ist die EQ6 trotz aufrüsten immer noch schlecht da ich denke billiger (als die GP-DX) ist sie trotzdem noch.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo
Ja ich weis das der Tead nicht zum EQ6 Chat motieren soll, Aber ich frage troztdem.
Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt.
EQ6 für ein Profi TS 8" 1200 Newton oder die GP-DX.
Und ich glaube das eine GP-DX sich besser und billiger macht als eine hochgezuchtete EQ6.
Oder liege ich da so fasch?

GP-DX mit TS Hartholzstativ und DMDSLP Steuerung mit Motoren kostet so um die 1700€????.
Der Vorteil man bekommt auch ohne Steuerung und Guten Stativ für etwa 1100€ eine recht gute und saubere Nachführung. Und man kann später mit Stativ Motoren und Steuerung nachrüsten.

Bei einer EQ6 bezahle ich zwar nur 898€ und da ist schon alles mit dabei. Aber wie man schon oft gehört ist sie ohne Aufrüstung nicht so für die Langzeitbelichtung geeignet.
Und mit Steuerung EQ-6 MTS3 SDI mit Orginal Stativ und neuen Motoren sind es schon 1500€.
Und wenn man sie genauso nachrüstet wie die GP-DX mit TS Stativ, neuen Motoren und SLP, sind es auch schon 1700€ und es ist immer noch eine EQ6.

Ich glaube das eine GP-DX besser ist auch für spätere Fotografie und das sie sich gut nachrüsten lässt. Oder habe ich irgendwas vergessen?

Und dann noch eine Frage. Ist eine Hartholz Stativ besser oder kann ich auch eine Säule nehmen.
Oder haben Säulen nur den Nachteil wegen dem Transport. Oder sind die nicht so Schwingungsarm?
Wie gesagt die Montierung ist für ein Profi TS Orion Newton 8" 1200.

Ich bin dankbar wenn Ihr mir zu den gestellten Fragen antworten geben könnt.
Vielen Dank und Gute Nacht.
Alex
 
Hi Wolfgang,
ok. Den Ausführungen nach tippe ich mal, das Du noch ne Zeit brauchen wirst um ersthaft an DS-Fotografie heranzugehen. Dann würde ich mir erst mal den 8" als Dobs holen, kann ja auch gebraucht sein und Beobachtungserfahrung etc. sammeln.
Parallel dazu kannst Du ja mit den kleinen Montierungen und der Kamera alleine einsteigen und erste Erfahrungen i.S. Foto machen. Bis dahin hast Du vielleicht ne Hand voll Dollar mehr, bist dann sicher was die DS Fotografie betrifft und Dir dann ne gescheite Monti zukaufen. Dann wird sich auch schnell ein Erfolg einstellen.
Die Fotooption wird m.E. sehr oft ins Feld geführt aber nur von wenigen wirklich realisiert. Auch ich habe die Option seinerzeit gewählt und habe nach inzwischen über 2 Jahren immer noch nicht damit angefangen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Und ich bin sicher, und ich weiß das es auch vielen anderen so geht, das die Fotografie wenn überhaupt erst viel später ins Spiel kommt. Zumindest bei sehr vielen.
Deshalb auch meine diesbezüglichen Fragen.
Noch ein Wort zur Monti. Fototauglichkeit kann ich aus eigenen Erfahrungen nicht beurteilen, aber Stabilität. Da ist die EQ6 der DX schon deutlich überlegen. Ein Aspekt der nicht so oft geäußert wird, aber durch aus acuh nicht unwichtig ist, wie ich finde.
CS
 
Moin Antares,

richtig, die sich abzeichnende Meinung, die GP-DX trägt genauso viel wie die EQ-6 ist falsch. Die EQ-6 trägt mehr, aber es mangelt ihr an der für Deepsky-Fotografie nötigen Genauigkeit der Getriebe.
Für visuelle Beobachtung und für die Planetenfotografie ist die EQ-6 eine gute Wahl.

Clear Skies
Sven
 
Tja danke für den Vorschlag aber mit nem Dobson kann ich mich irgendwie nicht anfreunden, ich möchte mal ne paralaktische Monti.
Reicht eigentlich der einfache austausch der getriebe oder sollte man die Steuerung auch tauschen. Dachte da an die MTS3 SDI.
Und in welchem Bereich liegt nach austausch der periodische Schneckenfehler?

wolfi
 
Hi Wolfgang,

der Schneckenfehler der EQ-6 ist sehr unterschiedlich, je nach Glück des Käufers. Der Vorteil der neuen Getriebe ist, daß mit neuen Getrieben und sehr sorgfältiger Einstellung des Schneckenspieles der Schneckenfehler langsam auftritt. Übliche Werte die ich gehört habe liegen zwischen 20 und 40 Bogensekunden.
Ich habe aber auch gerade das Beispiel eines Vereinskameraden vor Augen:
1. 200/1200 Dobs gekauft. Schönes Teil
2. EQ-6 gekauft, um das Ding doch motorisiert zu haben
3. Entdeckt, daß er eine Eos 300d hat
4. Eos 300d mal aus Jux an meinem 12" f/4 angeschlossen
5. Überlegt, wie man die EQ-6 mit neuen Getrieben, eventuell neuen Schneckenrädern und MTS3-Steuerung fototauglich bekommt
6. Probleme mit der Polsucher-Justage. Justiert man die Strichplatte an Polaris, fällt bei seinem Polsucher zwangsläufig die Strichplatte aus der Fassung.
7. ist die Kombi EQ-6 und 200/1200 auf dem ATT weggegangen, weil ein komplett fotografisch orientiertes System auf Losmandy-Basis kommen soll.

Natürlich gibt's auch das Gegenbeispiel im Verein. EQ-6 gekauft, und gleich mit Escap-Motoren und Getrieben versorgt, dazu eine FS-2 und das Ding hat Goto. Drauf sitzt ein 200/1000, der auch fotografisch eingesetzt wird.

Die Frage ist halt, ob man eine Montierung kauft, die ohne Herstellerfremde modifikationen, also mit 2 Jahre Garantie (!) fotografisch geeignet ist, oder ob man die Umbauten der EQ-6 machen will. Die EQ-6 schleppt dann mehr, aber ob man damit wirklich so glücklich ist.

Ich selbst würde lieber den leichten TS/Orion 200/1200 Newton auf eine GP-DX mit Berlebach-Stativ packen. Oder eben auf ein Stück Planetenleistung verzichten und einen 200/900 oder 200/800 Newton auf die GP-DX packen, das klappt auf jeden Fall. Dann ein Leitrohr mit Hilfe einer Doppel-Teleskopplattform dazu installieren, nicht das Leitrohr oben auf den Newton packen, das ist zuviel Hebel!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Hab ihr meine Antwort oben überlesen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
 
Hi Alex,

nee, natürlich nicht. Wir ignorieren Dich nur <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

es sollte sich aus meinem Text ja eigentlich ergeben haben, so dachte ich, was ich davon halte. Der 200/1200 ist schon recht groß für die GP-DX. Und ich versteh nicht recht, wie Du die GP-DX nachrüsten willst. Womit nachrüsten? Mit Stativ oder Säule? Säule ist schwer und klobig, zerlegen nervig. Eine Säule ist eher was für ortsfesten Aufbau. Aber die Leidensfähigkeit der Sternfreunde ist verschieden...
Das Hartholz-Stativ ist doch in Punkto Gewicht und Handhabung viel freundlicher.

Ich denke, daß eine für Foto Umgebaute EQ-6 nur kleinere Handling-Nachteile gegenüber der DX hat - die EQ-6 trägt aber mehr.

Clear Skies
Sven


Clear Skies
Sven
 
So jetzt muss ich mich langsam entscheiden. Das Teleskop steht mal einigermaßen fest wird wohl ein TS 8'' Newton in der Leichtbauweise, ob es jetzt ein f/6 f/5 oder gar ein f/4 ist hängt von der Montierung ab der Preis ist eh bei allen der selbe.

Nur die Montierung bereitet mir einiges an Kopfzerbrechen. Da schwank ich noch zwischen folgenden Varianten:

Variante 1:
EQ6 mit MTS SDI und neuem Motorgetriebe (Conrad) - macht zusammen 1280€ (1250 + 30)

Die Frage stellt sich ist die Variante für Astrofotographie geeignet, im Forum hab ich was von +/- 11´´ periodischen Schnekenfehler gelesen.

Variante 2

EQ6 mit MTS SDI mit neuen Motoren von TS macht zusammen 1460€ (1250 + 210)

Diese kombi müßte sich auch für fotographie gut eignen.

Dritte Variante

GP-DX, TS-Holzstativ, MTS-SLP+Motoren zusammen 1700€

Dazu kommen aber noch leicht 300-400€ sonstiges Zubehör. Da wirds langsam teuer da komm ich auf rund 2400 - 2600 - 2900€. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Tja meine 2000€ Grenze kann ich schon vergessen. Ich persöhnlich tendiere zur goldenen mitte.

Was sagt ihr dazu


p.s.: weis man wieviel die neue monti auf losmandy-basis ca. kosten wird?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sven.

Mit Nachrüsten meine ich Motoren und Steuerung. Das ist ja nicht bei der DX gleich dabei.
Aber ein 5.5KG Newton ist doch nicht so schwer auch wenn ja natrurlich noch viel Zubehör dazu kommt.
Und 10Kg kann man doch sicher auf die DX packen.
Noch ne Frage. Wenn man von Belastundsgewicht einer Monierung spricht sind die Gegengewichte da mit reingerechnet?
Wenn ja wir es doch eng.
 
Hi Alex,

Du machst die Rechnung ohne den Hebel und ohne das Leitrohr. Denk mal, die 5 Kilo eines 200/800 sind ja nur auf 70cm Rohrlänge verteilt. Beim 800/1200 aber sind 5,5 Kilo auf gut 110cm Rohrlänge untergebracht. Das ist nicht ganz symmetrisch, aber der Spiegel als grösstes Gewicht hängt doch an einem deutlich längeren Hebelarm. Die "Segelfläche" des größeren Tubus bietet dem Wind natürlich auch mehr Platz zum rütteln.
Sodann ist eben das Leitrohr zu bedenken. Das wiegt auch was. Mit Leitrohrschellen kommen da mindestens 3 Kilo zusammen. Und die Kamera kommt auch noch auf ein Kilo. Dazu die Doppelplattform, denn Leitrohr Huckepack auf Hauptoptik bewirkt wieder gewaltige Hebelkräfte, und das wär schadhaft...

Also, den leicht gebauten TS/Orion 200/1200 traue ich der GP-DX fotografisch als Obergrenze zu. Daher dann auch GP-DX mit besserem Stativ als Vorschlag.

Klar, Motoren muß man bei der GP-DX noch zukaufen. Da kann man übrigens gleich die Boxdörfer-Steuerung nehmen, kostet das selbe wie die DD-1, kann aber deutlich mehr!

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven

Ok dann habe ich dich richtig verstanden. Danke.

Aber noch ein Paar unklarheiten.
Brauch man ein Leitrohr? Und wieso ?

Und was meinst du mit "Da kann man übrigens gleich die Boxdörfer-Steuerung nehmen, kostet das selbe wie die DD-1 , kann aber deutlich mehr!"

Alex
 
Hi Alex,

keine Montierungsmechanik ist so genau, daß sie der Himmelsbewegung exakt gleichmässig folgt - es gibt immer wieder Schwankungen, und selbst bei den mechanisch besten Montierungen (Preisklasse: Traum!) kann ja noch die Aufstellung ungenau sein. Man kontrolliert nun einfach anhand eines Sterns, ob die Montierung diesem folgt - den beobachtet man durch das Leitrohr mit einem beleuchteten Doppelfadenkreuz-Okular. Natürlich muß die Vergrößerung des Leitfernrohres so groß sein, daß man eine Abweichung der Sternposition schon korrigieren kann, bevor man auf dem Foto die Abweichung sieht.
Es gibt auch eine Möglichkeit ohne Leitfernrohr. Das ist der Off-Axis-Guider. Hier wird ein Stück des Bildfeldes "neben dem Foto" in ein seitliches Okular herausgespiegelt - wo dann wieder das beleuchtete Fadenkreuz ist.
Natürlich gibt es dank Elektronik noch andere Möglichkeiten, und zwar zum einen spezielle CCD-Chips, die "selbst nachführen", und CCD-Chips die einen kleinen Chip "daneben" montiert haben - der kleine Chip kontrolliert dann mit kurz belichteten Bildern wieder einen Leitstern.

Du brauchst ja zur Montierung noch Motoren und eine Motorsteuerung. Bei einigen Montierungen sind die Motoren fest verbaut, bei den GP-Montierungen kauft man sie dazu - und eben auch die Steuerung.
Die Boxdörfer MTS-3 Steuerung hat der Vixen DD-1 Steuerung ein paar Funktionen voraus. Die Korrekturgeschwindigkeit ist einstellbar, sie kann periodisch auftretende Nachführfehler (Schneckenfehler) automatisch (nach einer Lernphase) ausgleichen. Sie hat Geschwindigkeiten um Mond und Sonne nachzuführen. Die DD-1 hat dies alles nicht, ist eine eher "spartanische" Steuerung für die Motoren der GP-Montierungen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Wolfgang,

nachdem ich die zweite EQ6 innerhalb eines Jahres "verschlissen" habe, betreibe ich nun mein SC 9,25 auf einer GPDX auf Hartholzstativ mit Boxdörfer SDI-Steuerung.

Die Kombination funktioniert hervorragend und ist sehr stabil.

Mit den EQ6-Montis hatte ich nur Probleme. Mit etwas mehr Geduld und reichlich handwerklichem Geschick hätte man aus der EQ6 wahrscheinlich eine taugliche Monti basteln können; daran haperte es allerdings bei mir.

Gruß

Jens
 
Hallo Jens

Oh aber Der Tubus wiegt aber auch schon 9kg.
Obwohl der Hebel nicht so lang ist.
Nutz du den SC auch Photographisch? Wie hoch ist das gesamt Gewicht womit deine DX zu kämfpen hat?

Alex.
 
Hallo Alex,

zur Zeit nutze ich das SC nur visuell, das Gesamtgewicht liegt bei etwa 11Kg.

Wie gesagt, die Kombination ist sehr stabil. Auf der Homepage von Wolfi Ransburg (TS-Service) ist ein Vergleichstest zwischen EQ6 und GPDX, die Aussagen dort kann ich bestätigen.

Gruß

Jens
 
Naja es ist auch immer ansicht sache.
Ich persönlich finde das die DX besser ist als die HEQ5 und EQ6
sicherlich können sie mehr tragen aber das ist ja nicht das wichtigste.
Sicher ich habe noch keine persönliche erfachrung mit dem Montierungen
Und deshalb ist meine aussage auch nicht viel wert.
Aber ich glaube das mein bei einen Vixen Produckt die bessere Chance hat kein Montagsmodell zu bekommen.
 
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