Teleskop für Deepsky auf EQ 3-2

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sartorius

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Guten Tag

Nach langem beobachten diverser Astronomieforen habe ich mich entschieden hier zu registrieren, weil ich hier bisher die informativsten Beiträge gefunden habe.

Nach dem Fehlkauf eines 200/1200 Dobsons, habe ich mir nun ein 150/750 Newton mit EQ 3-2 (voll-motorisiert und goto aufgerüstet) auf ebay ersteigert. Ich wolle mir eigentlich ein LX75 kaufen, aber für den halben Preis musste ich fast zuschlagen.
Mir ist bewusst dass das 150/750 viel zu schwer ist um Fotos zu machen, darum bin ich seit längerem auf der Suche nach einem leichten, kurzbrennweitigem und eher billigen (unter 300€) Teleskop um damit deepsky aufnahmen zu machen.

Ich habe mich recht lange im Internet umgeschaut aber ich habe langsam ein enormes Chaos mit der riesigen Auswahl, und den unendlich vielen Vor- und Nachteilen die man gewichten muss.

Wie schon gesagt möchte ich vorallem Deepsky Fotos machen, vorallem Nebel. Ich besitze eine ungemoddete Canon 20D (wird evtl später noch gemoddet).

Meine engere Auswahl sieht nun folgendermassen aus:

- Gebrauchtes Celestron C5
- Gebrauchte Russentonne MTO C11
- Vixen VMC110
- Omegon Apo 66/400 ED

Ich tendiere schon Richtung Apo, schon nur von dem was ich bisher gelesen/gesehen habe.. Mich gurkt nur an dass ich 200€ für einen Fieldflattener ausgeben muss.
Ah ja, ich möchte dass neue Teleskop dann später weiterhin noch als Leitrohr verwenden können. Ich habe genug Geld am Dobson verschwendet, ich will kein Equipment kaufen dass dann später nur rumsteht ;-)

Hat jemand sonst noch Hinweise für ein gutes kleines Teleskop mit guter Qualität? Oder soll ichs lieber sein lassen und das Geld für ne bessere Montierung ausgeben? Ich habe ja bereits 2 Teleskope, das 200/1200 und das 150/750..

cs (wäre langsam mal zeit nach all dem schlechten wetter..)

sartorius
 
Hallo Sartorius,

ich denke das Chaos produzierst Du selbst, weil Du für den Anfang zuviel willst ohne dabei das Geld richtig einteilen zu können. Es ist illusorisch, auf einer EQ-3-2 mit einem Teleskop dieser Größenordnung fotografisch zu agieren. Auch ein leichter, kleiner ED mit nur 66mm Öffnung braucht eigentlich noch ein Leit(d)rohr. Nein, Du solltest (gern mit dieser Montierung) so anfangen, wie ich und andere das immer wieder empfehlen: Astrofotografie durch ein gutes Teleobjektiv (auch wenn es erst mit f/5,6 gut abbildet) und dazu ein leichtes Gerät als Leitrohr. Das leichte Gerät kann dann eine Optik sein, die man später mit besserer Montierung mit einem neuen Leitrohr bestückt (Off Axis Guider ist bei kleinen, schnellen Teleskopen wegen Backfokus kritisch). Es langt aber auch ein 70/700 Lidl-Scope, welches man vielleicht nachbessert...

Ansonsten: Astrofotografie definiert sich über die Montierung. Hat man eine Montierung gewählt, kann man schauen, was sie fotografisch trägt. Die EQ-3-2 trägt da eher wenig. Bei all den Fehlkaufen wäre doch ein GP-Clone wie ADM, CAM, Astro-5 oder ähnlich drin gewesen.

Ich hoffe das Schrubben wird heilsam sein.

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

bis auf den Apo sind Deine Kandidaten alle viel zu langbrenweitig. Der Einstieg in die Astrofotografie beginnt so mit 135mm bis vielleicht 400mm Brennweite. Ich weiß nicht wieviel der Apo wiegt und was er kostet. Wahrscheinlich aber in beiden Kategorien zu viel. Empfehlen als Anschaffung fürs Astrofotoleben kann ich Dir die kleinste MTO Russentonne mit 300mm Brenwweite und f/4,5. Die habe ich selber, sie macht gute farbreine Bilder, so wie sie ist. Spezielle zusätzlicher Flatener oder ähnliches sind nicht nötig. Einziger Nachteil ist das Scharfstellen, da braucht es viel Gefühl in den Fingerspitzen. Bei der EQ3-2 ist dann aber auch der 150/750 Newton als Leitrohr schon zuviel des guten. Da würde ich einen billigen und leichten Lidlrefraktor nehmen. Kamera auf die Gegengewichtsstange und Telekop dahin, wo es hingehört, und schon kann es losgehen. (Vorausgesetzt die Gegengewichtsstange der EQ3-2 dreht sich mit, was ich nicht weiß) Damit kannst Du dann erstmal ein paar schöne Fotos machen, es gibt reichlich Objekte für 300mm Brennweite, und Erfahrungen sammeln.
 
Hallo Sartorius,

vielleicht wäre eine Möglichkeit einen Sucher als Leitrohr für den kleinen Apo zu verwenden. Man müßte allerdings eine Guidingkamera adaptieren oder mit Fadenkreuzoku versuchen eine höhere Brennweite zum Guiden zu bekommen. Naja - und Motoren, Steuerung und evtl. Autoguiderbox brauchts halt auch noch ...

Gewichtsmäßig ca. 3Kg auf ner eq3 - könnte man probieren. Ein wirklich stabiles Setup ist es vermutlich aber nicht.

CS

Klaus
 
Hallo Zusammen

Zuerst mal Danke für die hilfreichen Beiträge!

Wenn ich alles korrekt zusammenfasse, ist es wohl das beste wenn ich mir einen billigen, leichten achromatischen Refraktor als Leitrohr kaufe. Hab da schon ein Bresser 60/700 auf einer Auktion gefunden, hoffe mal der Preis geht nicht zu weit hoch..
Teleobjektive hab ich bereits, ein 135mm/2.8 und ein 300mm/4.5. Die sind aber beide von recht niedrigen Qualität, mein 60x10 Feldstecher lieferte ein weitaus besseres Bild als das 300mm Tele. Hoffe das recht mal für den Anfang.

Nun müsste ich ja noch ein Fadenkreuz-Okular haben, aber die sind so teuer, da kauf ich mir lieber gleich eine I-Cam Tracer Webcam (für 70fr) und mache das Ganze mit Autoguiding. Oder ist das keine gute Idee?

@Antonius
Das mit der Kamera auf der Gegengewichtsstange habe ich schon auf der Teleskop-Service website gesehen. Wie sieht es da aus mit dem Ausbalancieren des Gewichts? Ist das dann noch möglich? Bzw. wie schlimm ist es wenn es nicht ausbalanciert ist? Ich finde die Idee super, da spart man einiges an Gewicht!

@Sven
Danke, deine Anleitung war sehr hilfreich. Hätte ich die früher gelesen hätte ich wohl weniger Fehlkäufe gemacht..


CS

Sartorius


 
Hallo Sartorius,

die üblichen 135mm Festbrennweiten werden auf 5,6 abgeblendet ganz leidlich. Nur richtig schlechte müssen auf f/8 runter oder werden selbst da nicht gut sein. Bessere Optiken bringen bei f/4 schon ordentliche Leistung, müssen dann aber sorgfältig fokussiert werden.
Bei 300mm ist alles sehr Typabhängig und der Farbfehler ist ein Problem, wenn man nicht gerade auf f/8 setzt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven

Ah, das erklärt dann auch warum ich Farbfehler mit meinem 18-50mm bei f/2.8 hatte. Ok, ich hoffe mal ich kriege was anständiges hin mit dem 300mm Tele auf f/8.

Ich bin nun am entscheiden zwischen einem langbrennweitigem Bresser 60/700 f/11.6 und einem eher kurzbrennweitigem, und vorallem 1.5kg leichten 70/400 f/5.7 Celestron Travelscope.

Was macht mehr sinn für ein Leitrohr? Die Übersicht und Helligkeit vom f/5.7 Travelscope, oder die höhere Vergrösserung des f/11.6 Bresser?

CS

Sartorius
 
Hallo,

2 Bemerkungen:
Zur EQ3-2:
Die Gegengewichtsstange dreht sich nicht mit...
(d.h. man kann auf dieser auch nichts befestigen)

Zu den Objektiven:
Wenn man's preisgünstig haben will, sollte man sich nach einer Wundertüte umsehen (30€ gebraucht bei Ebay), Stichwörter: "Beroflex 500mm - f/8" oder "300mm - f/5,6".
Hier ein Link zu einem Test von Herrn R. Reiser...
Das Beroflex taugt nämlich auch als billiges Spektiv (mit ein einem T2-1,25" Adapter (und "Tubuskürzung" falls man ein Prisma verwenden will)).

Und noch ein Link auf eine Diskussion im hier im Forum übers Beroflex...

Gruß Norbert

 
Hallo Sartorius,

Öffnung ist auch beim Leitrohr wichtig, auch mit Farbfehler sollten 70/400 mehr Sterne sichtbar machen als 60/700. Die passende Nachführbrennweite muss eine Barlow besorgen. Aber ein Kippel-Okularauszug beim Leitrohr macht es zu einem Leidrohr - und vielleicht ohne dass man gleich drauf kommt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Zusammen

Danke für die weiteren Tipps.

@Sven
Wenn die Öffnung das wichtigste bei einem Leitrohr ist, kann ich doch gleich mein 50-300mm Tele-Zoomobjektiv als Leitrohr verwenden, oder? Das hat ne Öffnung von 86mm und ist f/4.5.
Gewichtsmässig ist es 1.8kg, was nur 300g mehr ist als bei einem Celestron Travelscope.
Klar, das Bild wird wohl katastrophal sein, aber solange es zum nachführen ausreicht, habe ich wenigstens eine verwendung dafür.

@Norbert
Danke für die Info über die Gewichtsstange.
Das Beroflex habe ich schon gesehen auf eBay, allerdings nie zu so einem tiefen Preis. Wenn ein gutes Angebot sehe werd ichs mir mal überlegen.

CS

Sartorius



 
Hallo Sartorius


Also Ich bin zwar kein Fachmann in Sache Teleskop Beratung, obwohl Ich meine Teleskope selber nach Jahren angelegt habe.

Das was die Jungs dir da berieten ist echt hilfreich, Ich denke setze erst mal die Bremse bevor du das Große Geld Schmeißt, es gibt viele Astronomen die haben viel Arbeit in Ihre eigens Sternwarte gesteckt und besitzen Qualität an sacht Teleskope.

Mein vorschlag ist der, gehe doch mal zu Teleskop Treffen in deiner Nähe ist natürlich nicht immer aber das hilf auch sich da ein Bild zu machen was es da einiges geben tut.

Manfred
 
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