Teleskop für Einsteiger gesucht.. mal wieder

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Polarelch

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Hallihallo!
Ich habe mal wieder Lust bekommen, mich mit Astronomie zu beschäftigen.
Vor 30 Jahren hatte ich als Kind von meiner Oma mal ein Kaufhof- oder Quelle-Teil... naja. Viel Spaß hat es mir nicht gemacht, damit umzugehen, meinem Vater eigentlich auch nicht. Aber trotzdem war es ein ergreifender Moment, als ich mal den Jupiter und die Galileischen Monde damit gesehen habe.
Aber dann stand das Teil auch wieder im Keller.

So, jetzt ist nach ein paar Jahren (ich war Mitte der Nuller hier schonmal am Wiedereinsteigen) mal wieder das Interesse da.

Ob ich mich tatsächlich zu dem Schritt bewegen lasse, einmal ein "vernünftiges" Teleskop zu kaufen, sei dahingestellt. Aber herantasten würde ich mich gerne mal, da die Informationen und Empfehlungen so dermaßen umfangreich sind, dass man sich kaum einen wirklichen Überblick verschaffen kann.

Machen wir's kurz..
Budget: 200-600 Euro (inkl. Zubehör)
Was ich damit sehen will: Planeten, wenn's geht auch Uranus und v.a. Neptun, mein Lieblingsplanet. DeepSky erstmal nicht, ggf. später mit nem extra Teleskop.

Was mir wichtig ist: Solide Verarbeitung, leichte Bedienung und Aufbau.
Technische Raffinessen sind weniger wichtig.

Mobil muss es nur in soweit sein, dass ich es im Zug (Koffer, Trolly) mitnehmen kann.

Was mir eine große Hilfe wäre, wenn Ihr mir Marken nennen könnt, die allgemein zu empfehlen sind / bzw. nicht zu empfehlen sind, wenn man das so pauschal sagen kann.

Die Tabelle unten auf http://www.astroinfos.net/einsteiger-leitfaden/das-erste-teleskop.aspx fand ich ganz übersichtlich, weiß aber nicht in wie weit man da von den Einträgen auf tatsächliche Produkte schließen kann.

Dobson, Newton, Mak, das sind jetzt alles so Begriffe die ich ansatzweise jetzt mal kennengelernt habe, aber was da zu einer konkreten Entscheidung oder Einengung beitragen könnte, da bräuchte ich etwas Beistand von Außen ;)

Hoffe Ihr habt nen Tipp, der mich in eine präzisere Richtung bringt!
 
Hallo,

vorab, Ja Neptun und Uranus lassen sich mit amateur bzw. Hobby-Teleskopen beobachten.
Aber die beiden Kerle sind so weit draussen im Sonnensystem, dass eine Beobachtung von Details nicht möglich ist.
(Nicht mit den genannten Mitteln) :)

Wieso möchtest du ein Teleskop "nur" für Planeten anschaffen.
Saturn ist im Moment schon uninteressant, da er sehr früh untergeht und keine gute Höhe mehr erreicht, bis Jupiter vernüftig zu beobachten ist (eher zu vernünftigen Zeiten) dauert es auch noch 4-5 Monate. Abgesehen davon, dass die Beobachtungsbedingungen für die Planeten Mars und Saturn in den nächsten Jahren eh sehr schlecht sind. Diese sind in den nächsten Jahren besser von der Südhalbkugel zu beobachten.

Allgemeine Empfehlung bei dem Budget, und deinen Anforderungen (Keine Fotografie) wäre dann ein Dobson in min. 6 Zoll.

Günther *entfernt* hat z.B. einen schönen 6" f6 Newton auf Rockerbox - das ist nicht allzuschwer (zusammen evtl 8-10 kg und noch relativ handlich)

Deepsky und Planeten ginge damit schonmal beides ganz anständig.

http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/rb_alpha_dobson_gro.jpg

Ein 8" Dobson ist für einen Trolly schon ein wenig zu groß.
Für Planeten sollten es aber schon mal 6" Öffnung sein, damit einem bei hochvergrößerung nicht das Licht ausgeht.

Viele Grüße

Michael

 
Super, danke für die schnelle Antwort!
Klar, ich erwarte jetzt nicht, viel bei Uranus/Neptun erkennen zu können,
aber da Neptun mit bloßem Auge ja gar nicht geht, ist es halt mein Wunsch, ihn überhaupt sehen zu können. Wenn dann auch noch das zweite Objekt meiner Begierde, der Mars, gut zu sehen ist, um so besser, aber was heißt denn, dass er in den nächsten Jahren "sehr schlecht" zu sehen ist? Von der Qualität oder Häufigkeit her?
Naja, vielleicht komme ich ja mal auf die Südhalbkugel ;)

Ich habe deshalb die Planeten (und ihre großen Monde?) so als Ziel genannt, weil ich schon einige Einsteiger-Threads gelesen habe, und die erste Antwort immer war: "Was willst Du denn damit sehen?" :)

Außerdem gilt mein Interesse innerhalb der Astronomie schon seit jeher zu 90% unserem Sonnensystem, und 10% außerhalb.

Kann natürlich sein, dass sich das mal etwas verschiebt, aber speziell für DeepSky wäre für mich jetzt kein Anreiz da, mir ein Teleskop zu kaufen.
Aber wenn es da tatsächlich vernünftige Allrounder gibt, auch gut, vielleicht macht mir das dann ja auch Spaß.

Die von Dir genannte Firma (?) ist mir jetzt noch kein Begriff.. ich hab mich bisher auch nur auf astroshop.de und teleskop-express umgesehen.
Gibt's noch andere, bekanntere Namen, die pauschal zu empfehlen sind?
Was ist mit Skywatcher, Geoptik, Celestron, Vixen, Meade, Orion (gibt's da zwei verschiedene), etc?

Ich habe jetzt mal, nur so als Beispiel, bei astroshop mit folgenden Filtern gesucht:
Dobson / Brennweite 1200-1500 mm / Öffnung 150-200 mm

Zwei Produkte werden daraufhin angezeigt:

Orion Dobson Teleskop N 150/1200 SkyQuest XT6 Classic DOB (259 €)
Skywatcher Dobson Teleskop N 150/1200 Skyliner Classic DOB (279 €)

Wäre da z.B. was brauchbares dabei?
 
Hallo,

kleiner Hinweis (aus den eher schlechten Erfahrungen von einem Sternfreund): versuche Astroshop als Verkäufer zu meiden! Der Service scheint nicht der Beste zu sein.

Die von dir genannten Dobsons sind an sich gut geeignet für Planeten und Deepsky, allerdings fürchte ich, dass diese etwas zu groß sein werden für den mobilen Einsatz ohne Auto. Ein Dobson (genauer ein Newton) bei 1200mm Brennweite ist ca. 1.2 Meter lang!!! Vom Gewicht mal abgesehen. Dazu kommt dann noch die meist sperrige Rockerbox, also die Montierung darunter.

Gruß, Robert
 
Hallo Polarelch,


in unserem Sonnensystem gibt es schon vieles zu sehen aber
man muss auch schauen, dass man das richtige Werkzeug dafür
hat. Meiner Erfahrung nach, kommt man automatisch immer nach
relativ kurzer Zeit, wenn man sich die Planeten und den Mond
anschaut zu einem Punkt an dem man entweder anfängt Bilder
und Videos zu machen oder man will dann doch ein wenig
Deepsky erleben.

Außerdem kann man auf den Monden nicht viel erkennen, außer
auf unserem eigenen, hinzu kommt noch das wie breits richtig
gesagt wurde, Mars und Saturn erstmal weniger sehenswert
sein werden als bisher(weniger Details zu erkennen).
Das lässt dich alleine mit dem Jupiter, der wirklich eine
Sensation ist aber halt nur ein Objekt am Nachthimmel und
unserem Mond....
Neptun und Uranus kann man eigentlich nur aus statistischen
Gründen sehen, denn was zu sehen gibt es nicht und nachdem
ich mich seinerzeit um Kopf und Kragen gesucht habe am
Nachthimmel um Uranus zu sehen, war ich doch sehr enttäuscht.
Deshalb würde ich dir aus meiner, wenn auch im vergleich mit
vielen im Forum, sehr geringen Erfahrung heraus empfehlen
einen allrounder zu kaufen mit dem du dir einerseits die
Planeten anschauen kannst aber mit dem du auch einige
schöne Deepsky Objekte sehen kannst wenn du denn später
Lust bekommst weiter ins Weltall zu schauen.


Dafür eignet sich der Skywatcher Dobson 150/1200 allemal
aber besser wäre es wenn du dir einen gebrauchten kaufst
mit größerer Öffnung denn die Kosten gebraucht immer noch
weniger als der 150/1200 neu. 10Zoll machen mehr Spaß.
So solltest du ziemlich lange und ziemlich viele gute
Entdeckungen am Nachthimmel machen können.


Gruß, Shahin
 
Bei deinem Budget und für das Sonnenystem würde ich den Skywatcher Maksutov 127/1500mm mit der Montierung NEQ3 nehmen.
( Gibt es als Gesamtangebot mit Okularen für um die 500.-)
Ich selber habe den MAK, tolle Leistung, kompakt, kühlt schnell aus.
Ich setze hier eine Alternative zu den dauernden Dobson-Vorschlägen.
Man muss die Nachführung beim Dobson mögen, die Auskühlzeit und Justage...
Deshalb wie immmer am besten irgenwo ausprobieren. Das spart Geld.
Grüße
Kai
 
Die NEQ3 ist keine stabile Montierung, ich würde davon abraten
da es auch nicht allzu sehr geeignet ist um Deepsky Objekte
zu sehen und dir jeglich option nimmt visuell mal Neuland
zu betreten.
Bitte keine posts mit tollen Bildern die man mit einer
1000EUR Montierung geschossen hat und mehren Stunden
Belichtungszeit durch den Mak.

Hier ein Erfahrungsbericht aus dem Forum zu dem Thema was
mit dem Mak alles nicht geht und dann muss man sich nochmal
durch den Kopf gehen lassen, warum man 500EUR dafür ausgeben
sollte.

http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/886304/Etwas_Deepsky_mit_MAK_127_1500


Dennoch muss ich Kai rechtgeben, ein Dobson ist immer sehr
speziell, man muss es mögen. Ich hab es nicht gemocht mit
der Hand zu ziehen und zu drücken, daher hab ich auch nie
ein Dobson gekauft, trotz des guten Preis-
Leistungsverhältnisses.



Gruß, Shahin
 
Moin Shahin!

> Die NEQ3 ist keine stabile Montierung, ich würde davon abraten

Wieso das denn? Für einen 127er Mak (3,5 Kilo und kurzer Tubus) reicht diese Monti allemal. Eine EQ-3 hatte ich früher selbst und den 127er Mak erst letztes Jahr (gefiel mir aber aus anderen Gründen nicht).

> da es auch nicht allzu sehr geeignet ist um Deepsky Objekte zu sehen

Na, mit einer Montierung alleine sieht man erstmal gornix... ;)

> Hier ein Erfahrungsbericht aus dem Forum zu dem Thema was mit dem Mak alles nicht geht

Ich denke, das ist der falsche Ansatz. Man muß sich überlegen, was man mit 127 mm Öffnung sehen kann und nicht, was einem entgeht.
Der kleine Mak hat natürlich auch seine Vorteile, vor allem ist er kompakt. Daß er nicht die Leistung einer 8"-Optik bringt, ist von vornherein klar - auch daß so ein Mak kein Richfielder und weniger flexibel als ein f/6-Newton ist. Daß man mit einem solchen Mak kein "DeepSky" (tm) sehen kann, ist Nonsens.
 
Moin Micha,

ich muss dir recht geben und ziehe die Aussage zurück was
die NEQ 3 betrifft und den Mak. Ich hatte total außer
Acht gelassen, wie leicht die sind :)
Ich hatte den Bericht gelesen(mein Link) und es erschien
mir, als wäre das Erlebnis doch sehr mager ausgefallen was
Galaxien und Nebel betrifft.
Sieht man davon ab, ist der Mak ein tolles Instrument um
Planeten zu beobachten und zudem anscheinend auch weniger
von den "Qualitätsproblemen" der SC betroffen.
Was absolut für ihn spricht ist in diesem fall das geringe
Gewicht(damit günstigere Montierung) und seine kompakten
Maße.
Ich denke die hier genannten Teleskope kann man wirklich
guten Gewissens empfehlen und man wird viel freude damit
haben.


----Mal nebenbei, ist ein 7er Mak wirklich gut für Deep Sky?
(Ist ne ernst gemeinte Frage XD )



Gruß, Shahin






 
Hallo Polarelch,
wenn du es nicht schon getan hast, dann lese doch auch den Thread Einsteiger-Teleskope?
Da wird unter anderem die Qualitätsfrage bei Einsteigerteleskopen diskutiert.
Grüße Kai
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wow, schön, von Euch so viele Informationen zu bekommen, erstmal danke!

Habe auch einige Gedanken, die mehr oder weniger strukturiert sind, aber erstmal zum Thema "Einsteiger"-Produkte im Allgemeinen.

Den ganzen oben genannten Thread kann ich mir jetzt gar nicht durchlesen, aber meine Erfahrungen in anderen Hobbies lassen sich vermutlich auch hier anwenden.

Bisschen Off-Topic, aber nicht ganz:
Mein größtes Hobby sind Synthesizer.. da bin ich dann in entsprechenden Foren mit dreistelligen Post-Zahlen aktiv, etc, will heißen dass ich die Szene seit 5-10 Jahren intensiv verfolge.
Wenn da ein Neueinsteiger nach einem Einsteiger-Synth fragt, ist das wohl eine genau so ähnliche Sache wie hier: Die billigen sind zum drauf rumklimpern OK, wer intensiv und langfristig einsteigen will, muss sich darauf gefasst machen, dass diese Geräte (unter 500 €) weniger gut verarbeitet sind, von der Bedienung meist überhaupt nicht zum Lernen geeignet sind, und so weiter... vom Klangerlebnis mal ganz zu schweigen.
Ähnlich bei der Home-Recording-Abteilung.
Ich denke, dieses Schema lässt sich vielleicht auch hier ins Optische übertragen.

Will heißen: Ich bin mir der Einsteiger-Problematik, die es vermutlich in sämtlichen Hobbies gibt, bewusst.

Aber wie es schon vorher hier hieß, zählt für mich nicht was mir entgeht, sondern was ich sehen kann was mit bloßem Auge eben nicht geht. Glas halb voll :P
Wenn das ganze dann ordentlich verarbeitet ist und mich immer (im Gegensatz zu Oma's Kaufhof>Weihnachts>Keller-Teleskop) wieder animiert, es mal zu benutzen, um mir mal die Saturnringe oder Jupi-Streifen zu betrachten, dann ist a) dieser Kauf für mich gelungen und b) eine weitere Vertiefung nicht ausgeschlossen, auch wenn für mich andere Hobbies vordergründig bleiben.
Um es mit den Worten meiner anderen Oma zu sagen: "Wer billig kauft, kauft teuer" ;)

Ich bin aber von Natur aus ein Mensch mit vielen Interessen und Hobbies, von denen manche halt nur alle paar Jahre mal wieder in den Fokus rücken, so auch die Astronomie, dazu stehe ich.

So, weg von der Philosophie, hin zur Praxis:

Also ich hab mir noch ein paar Sachen angekuckt, kann mich auch mit dem vorgeschlagenen Mak fürs Erste anfreunden.

Wenn vor Astroshop gewarnt wird, frage ich gleich mal zurück, wie es mit Teleskop-Service steht.
Als gemeinsamer Nenner von meiner Suche und den hier genannten Optionen hat sich dann doch dieses herauskristallisiert:

* Skywatcher Skymax Maksutov Cassegrain - 127mm Öffnung / 1500mm Brennweite - auf Montierung NEQ3


Desweiteren auch interessant, aber brauche erstmal Eure Meinung:

* Celestron 114LCM (interessant wegen Gewicht)

* Orion UK SPX 150mm f/11 Planeten Newton (Werbefalle???)

* Vixen VMC 110L - Flatfield Maksutov

* Skywatcher Black Line Skymax SynScan Maksutov 127/1500mm - AZ GoTo Maksutov

* Skywatcher Skymax-102 SynScan / 102/1300mm GoTo Maksutov Teleskop mit Computersteuerung

Ach ja, noch etwas zum Thema Standpunkt:
Mal bin ich mitten in Berlin, mal in einem Kuhkaff am Rande des Pfälzer Waldes, also mal Stadt, mal Land. Daher auch der Gedanke an den Zugtransport. Ich habe hier in Berlin drei breite Fenster, einmal nach Süden und zweimal nach Westen, im Moment sehe ich von meinem Stuhl aus den großen Wagen und Arktur. Balkon ist nicht vorhanden, aber wäre schon von Vorteil, wenn ich auch von der Wohnung aus mit dem Teleskop ein bisschen in die Sterne (Planeten, Mond) kucken könnte.

Noch eine kleine Anekdote zum Schluss...
Als ich mir vor ein paar Jahren in Köln mal ein gutes Fernglas für ähnliche Zwecke zugelegt habe, und mich im Dezember dann tatsächlich dick angezogen mit Fernglas bewappnet auf den Fensterrahmen in meiner Wohnung zum Innenhof hin gestützt habe, um es anhand des Sternenhimmels anzutesten, hörte ich dann mit ihrem Blick auf mich gerichtete Personen im Innenhof: "Was ist DAS denn, also das gibt's ja gar nicht!!!"
... hier sind weniger Nachbarn im Blickfeld ;)
 
Hi,

mit nem Teleskop durch eine Fensterscheibe zu gucken ist alles andere als Optimal. Da bekommst Doppelbilder.

Warm anziehen und Fenster auf ist ebenso schlecht. Dann rauscht die warme Luft aus der Wohnung durchs offene Fenster und macht Wirbel. Die werden vom Teleskop mit vergrößert. Sprich, Du hast ein verschwommenes Seeerlebnis. :mauer:

Du mußt mit dem Zeugs raus. Auf den Gehweg, in einen Garten, Park, whatever...

Am transportabelsten mit Trolli und Zug ist die Kombination "Skywatcher Skymax Maksutov Cassegrain - 127mm Öffnung / 1500mm Brennweite - auf Montierung NEQ3"

Dazu gehört dann noch ne drehbare Sternkarte, eine Rotlichtlampe und ein paar Okulare. :super:

In Berlin gibt es doch jede Menge Sternwarten, anstelle was eigenes kaufen könntest Du die auch "herbesuchen"...

Das wäre die billigste Lösung... Und es stünde zu Hause nix im Weg rum. ;)
 
nee für sowas bin ich zu eigenbrötlerisch :)

Das mit der warmen Luft macht natürlich Sinn.
Wie gesagt, wenn ich (oft) in der Pfalz bin, ist ein großer Garten vorhanden, und weit und breit keine Nachbarn im Blickwinkel.

Und für Berlin lässt sich sicher auch eine Location finden, die OK ist, und an der es nicht irgendwie seltsam aussieht wenn da plötzlich einer mit nem Teleskop rumsteht :)
 
Und ja, drehbare Kosmos Sternkarte hab ich seit meiner Kindheit schon hundertmal in der Hand gehabt, und das neue Himmelsjahr wird dann selbstverständlich auch wieder gekauft.

Neueinsteiger bin ich nur bei Teleskopen, wenn man so will... im Sonnensystem und teils auch am Nachthimmel kenne ich mich schon ganz gut aus. Nachthimmel kannte ich mal wie die eigene Westentasche, in den letzten 15-20 Jahren ist da aber vieles verloren gegangen, was es nun aufzufrischen gilt.
 
Zitat von Polarelch:
Wenn vor Astroshop gewarnt wird, frage ich gleich mal zurück, wie es mit Teleskop-Service steht.
Gut, wenn ich meine Erfahrungen als Grundlage nehme.


Celestron 114LCM (interessant wegen Gewicht)
Vergiß es - Catadiopter.

Orion UK SPX 150mm f/11 Planeten Newton (Werbefalle???)
Teuer, zu große Koffer nötig, und eine ausreichende Montierung wird zu teuer und zu schwer.

Prinzipiell gut, einfach montierbar, könnte aber größer sein.

Skywatcher Black Line Skymax SynScan Maksutov 127/1500mm - AZ GoTo Maksutov
Keine schlechte Idee.

Skywatcher Skymax-102 SynScan / 102/1300mm GoTo Maksutov Teleskop mit Computersteuerung
Zu klein. Für die Planetenbeobachtung gilt: Der Abbildungskontrast entspricht dem eines perfekten Refraktors mit demselben Durchmesser, abzüglich des Durchmessers des Sekundärspiegels oder Sekundärspiegelhalters. Beim Maksutov-Cassegrain ist der Sekundärspiegel leider recht groß.

wäre schon von Vorteil, wenn ich auch von der Wohnung aus mit dem Teleskop ein bisschen in die Sterne (Planeten, Mond) kucken könnte.
Macht üblicherweise keinen Spaß, da Luftunruhe und Fensterscheiben das Bild schon bei moderaten Vergrößerungen verschlechtern.

Ich werfe mal ein paar Teleskope ins Rennen, welche im Preisrahmen liegen und für die Planetenbeobachtung besser geeignet sein sollten:

Newton 114/900 auf Astro3/EQ3-1 oder EQ3-2/NEQ-3
Kostet nicht viel (neu unter 200 €), bringt ein gutes Bild, leicht mit Laser kollimierbar, für Planeten und Deep-Sky verwendbar, kühlt recht zügig aus. Transportabilität noch halbwegs gegeben, besonders bei der leichteren Astro-3

Newton 150/1200 auf EQ-5 (mit Polsucher und Nachführung)
Liegt als zusammengestelltes Komplettpaket noch im Preisrahmen, leicht mit Laser kollimierbar, für Planeten sehr gut geeignet, Deep-Sky nur bei nicht zu großen Objekten möglich, kühlt langsamer aus (Lüfter sinnvoll). Bahntransport praktisch unmöglich, da schwer und sperrig.

Newton 150/900 auf EQ-5 (mit Polsucher und Nachführung)
Liegt als zusammengestelltes Komplettpaket vielleicht noch im Preisrahmen, noch brauchbar mittels Laser kollimierbar, für Planeten noch gut geeignet, bessere Deep-Sky-Eignung. Der Bahntransport des Tubus' ist einfacher, der der Montierung natürlich nicht.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Polarelch,
Als Synthesizerfan bist du vermutlich Elektronikfan.
Ich würde für den (Wieder-) Einstieg von diesen kleinen kreischenden Goto's und Synscans Abstand halten (...ausser du sampelst diese...), zum einen wegen der Stromabhängigkeit auf dem Acker, zum anderen um das Geld lieber in Okulare zu investieren.
Zur EQ-3 würde ich dann noch die biegsamen Wellen nehmen.

Deine Astrokarriere erinnert mich an meine. Ich war anfangs auch auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau. Die gibts nicht. Ich habe jetzt die Kombi aus dem MAK und dem SW 120/600 für die Übersicht.
Nun möchte ich Richtung Astro-Fotografie gehen, welche wieder Ausgaben und Umstellungen verursachen wird.

Du kannst dein Equipment ja hier auch gebraucht kaufen.
Die Einstiegs-EQ-3 wird von den Aufsteigern immer wieder mal verkauft, den MAK behalten die meisten.

Grüße
Kai
 
Hallo Polarelch,

Noch etwas zum Thema einfacher Aufbau:
Eventuell kommt für dich statt einer parallaktischen Montierung (NEQ3) auch eine azimutale wie die AZ4 in Frage. Die Aufstellung und Bedienung ist einfacher und intuitiver als bei einer parallaktischen.

Viele Grüße,
Steffen

P.S.: bei TS gibt es gerade einen 127 Mak in der Schnäppchenecke
 
Zitat von steffen73:
Eventuell kommt für dich statt einer parallaktischen Montierung (NEQ3) auch eine azimutale wie die AZ4 in Frage. Die Aufstellung und Bedienung ist einfacher und intuitiver als bei einer parallaktischen.

Hallo!

Ich halts nicht aus! Die Zeitersparnis dürfte in etwa 20 Sekunden betragen (Gegengewicht reinschrauben und grob nach Norden ausrichten). Dafür kannst du parallaktisch wunderbar nachführen (je nach Qualität der Einnordung länger oder kürzer), ohne auf und ab eiern zu müssen. Ein deftiges Plus bei dem kleinen Gesichtsfeld eines Maks, v.a. wenn man, wie der Threadersteller, Planeten auf dem Speiseplan hat. Wenn man eine parallaktische Montierung mal im Wohnzimmer "trocken" ausprobiert hat, dann kann man auch ganz leicht damit umgehen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich nach dem Auspacken ganz bedröppelt vor der Montierung stand. Nach 3 Minuten Rumprobieren, hab ich das System dann durchschaut.

Bitte tut nicht immer so, als müsste man ein Studienabschluss als Master of the Universe abgelegt haben, um mit einer parallaktischen Montierung zu arbeiten.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo,

bei dem Hauptziel der Planeten- und Mondbeobachtung stimme ich Markus zu (Solange wirklich kein Dobson in betracht kommen sollte) - das Teleskop gehört parallaktisch Montiert und optimalerweise auch motorisch nachgeführt (Damit man sich in aller Ruhe auf die vielen Details konzentrieren kann)

Zur Montierungsfrage:

Auf einer NEQ-3 kann ein 5" Mak ganz gut Platz finden.
Das Maximum für diese Montierung ist ein 6" Newton in kurzer Bauweise (f5). Ein f8 überlastet die Montierung wirklich, sodass das Beobachten keinen Spaß mehr macht.
(Eigene Erfahrung)

Hier nochmal ein Link
http://taunus-astronomie.blogspot.de/2007/03/teleskope-im-groenvergleich.html

Hilft evtl sich das ganze nochmal etwas besser vorstellen zu können. (auch wegen Transport)

Viele Grüße

Michael
 
Ich bleibe bei meinem Vorschlag als eine Alternative. Das Teleskop soll einfach zu transportieren sein (im Zug, nicht im Auto) und incl Zubehör 200-600 Euro kosten.
NEQ3 mit Motorisierung und Gegengewichten für's Zugfahren, Hinstellen und loslegen?
"Rumeiern" oder "das gehört so" kann ich leider nicht gelten lassen ;) Vergrößerungen bis 150-fach lassen sich mit einer tauglichen AZ Montierung weich und Dobson-like nachführen, wenn der Schwerpunkt auf der Achse liegt. Darüber gehen dem Mak langsam Licht und Kontrast aus.
 
Ich würde eher zur AZ greifen, weil man sich damit beim MAK das Drehen des Zenitspiegels spart, keine Gewichte rumschleppen muss und sich nicht nach irgendwelchen biegsamen Wellen verrenken muss.
Die EQ ist ok, wenn sie motorisiert ist.
Besonders Newton auf einer unmotorisierte EQ: nur mit Hang zum Masochismus oder erhöhten Gymnastikbedarf. :biggrin:
 
Hallo Chris,

wie oft drehst du den Zenitspiegel bei der Planetenbeobachtung oder jeder anderen Beobachtung? Das geht schneller als ein Okularwechsel, wenn es denn wirklich nötig wird. Ein Newton auf EQ wäre auch nicht meines, aber selbst als faulen Menschen hat mich das (ohnehin seltene) Spiegeldrehen nie merklich aufgehalten. Das ist wiederum absolut kein Argument für mich (da könnt ich dem Dobson ja auch vorwerfen, dass ich mich mal hinstellen, mal hinsetzen, und um das Ding beim Schwenk herumlaufen muss).

Unser Polarelch müßte einfach mal beides ausprobieren können. Für den Transport nehmem sich die AZ und die EQ vom Platz nicht viel (höchstens beim Gewicht), das sperrigste Trum ist ja immer das Stativ. Ich halte einfach eine parallaktische Montierung beim Hauptziel Planeten für vernünftiger. Letztlich ist es natürlich eine Geschmackssache.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo

Schau mal da www.Astroshop.de

Manfred
 
Zitat von juristicus:
(da könnt ich dem Dobson ja auch vorwerfen, dass ich mich mal hinstellen, mal hinsetzen, und um das Ding beim Schwenk herumlaufen muss)

Da wird sich der Dobson aber freuen, wenn mal jemand so um ihn herum kaspert. :totlach:

Ernsthaft: wenn man beim Autofahren jedesmal den Spiegel einstellen muss, nervt das auch.

@Polarelch: hier noch eine Möglichkeit eine AZ preiswert selbst zu bauen: Pipemount
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ach je, das sind jetzt aber wieder viele verschiedene neue Infos.
Wie dem auch sei, ich will einen Kauf nicht überstürzen, deshalb ist es gut, ein paar sinnvolle Möglichkeiten aufgezeigt zu bekommen, danke dafür!

Ich verdaue das jetzt erstmal und schaue mir das ganze noch mal an.
Ich merke, dass es da viele verschiedene Möglichkeiten gibt, und dementsprechend auch verschiedene Empfehlungen.

Der Tipp mit den GoTo Geschichten ist absolut wertvoll, ich scheue mich auch ein klein wenig davor, ein Teleskop elektrisch zu betreiben... das stört einfach mein astro-romantisches Empfinden.

Für was ich mich dann nun entscheide ist dann ein bisschen Try & Error... aber wenigstens habe ich jetzt einige Anhaltspunkte bekommen, und kann dann die von niemandem empfohlenen Optionen außer Acht lassen.
Ich sag mal so, es fällt mir auch leichter 200 Euro als 600 Euro auszugeben, zumal die Auswahl und Möglichkeiten (Positiv wie Negativ) noch umfangreicher sind, als ich vermutet habe. Bei der oberen Budgetgrenze müsste ich dann noch intensiver in mich gehen und den Markt genauer studieren... ob ich genau das möchte ist eine andere Frage, denn diese private Marktforschung betreibe ich auch schon mit anderen Hobbies, und irgendwann ist es zuviel des Guten, dann will man einfach zu Potte kommen.

Also, ich lese mir alles noch mal gründlich durch und werde dann irgendwann mehr oder weniger spontan entscheiden.
Solange es besser wird als mit meinem alten Kaufhaus-Teil, ist alles im Grünen ;)
 
So, ich kehre nach einer Auszeit mal wieder zu meinen Überlegungen zurück und habe jetzt beschlossen, dass mir Transportabilität und einfacher Aufbau am wichtigsten sind.
Was Kosten angeht, würde ich nun doch lieber im unterem Rahmen (um die 200 Euro) bleiben.

Und nun habe ich mich mehr oder weniger auf diese beiden eingeschossen:

Vixen VMC 110L
Skywatcher Skymax 102 OTA 102/1300mm

Montierung dann ggf. später falls das vorhandene Fotostativ nicht ausreicht.

Eure Meinung?

 
Zitat von Polarelch:
Montierung dann ggf. später falls das vorhandene Fotostativ nicht ausreicht.

Einen Mak (mit großer Brennweite = relativ hohe Vergr.) stelle ich mir auf einem Fotostativ sehr sportlich vor. Das Fotostativ wird den Mak vielleicht tragen, aber ob du damit auch die Objekte irgendwie nachführen kannst ?) Ich glaube, dass endet mehr in Frust, wobei ich mich mit (ordentlichen) Fotostativen nicht auskenne.

Vom Bauchgefühl (und eigener Erfahrung) scheint mir da ein 114/900er Newton auf einer EQ2 besser zu sein (falls bei dem Mak mittelfristig keine Montierung machbar ist). Ist zwar auch ziemlich wackelig, aber eine halbwegs brauchbare Nachführung durch die Feinantriebe in beiden Achsen ist gegeben. Bei TS werden diese Teleskope teils mit kleinen (äußerlichen) Mängeln für unter 100 Eur angeboten (konkret ist z.B. ein neuwertiger 114/900er auf EQ2 für 89 Eur drin). Ich denke, da macht man nicht so viel verkehrt.

Das Problem: Maks, SCs, Refraktoren sind im Vergleich zum Newton meist spürbar teurer. Bei deinem Budget würde ich also eher einen Newton mit Montierung nehmen.

Gruß, Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nimm doch einfach ein Komplettset MAK mit Montierung, da die nur sehr kurze Tuben haben sind die denke ich nicht so empfindlich was die Stabilität betrifft.

4" von Skywatcher auf einer EQ2 sollte doch hinreichend stabil sein und ist gut nachzuführen und dabei sehr leicht und einfach zu transportieren:

Skywatcher Maksutov Teleskop MC 102/1300 SkyMax EQ-2

Ist mit 250€ zwar an der Obergrenze deines Budgets, aber sicher kein schlechtes Angebot, normal kostet dieses Set wohl immer etwas mehr als 300€.

MfG Gerry
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ja, das sieht gut aus und hört sich auch so an, aber die Montierung ist dann doch wieder zu schwer für die Reise, oder weshalb ist das Gesamtgewicht über 16 kilo?




 
So jetzt habe ich mich wahrscheinlich entschieden:

Skywatcher SkyMax 127/1500

habe ihn für 265 Euro gefunden (OTA), nach den zahlreichen Erfahrungsberichten scheint das für meine Bedürfnisse eine ungefährliche Wahl zu sein.

Oder den 102er gleich mit Montierung.

Frage zu beiden: kann man da beliebig azimutal oder parallaktische Montierung verwenden, oder muss es das eine oder andere sein?
Lohnt sich das Bundle mit der SupaTrak Montierung? Ist mir aber nicht so wichtig. Hauptsache leicht und einfach aufbaubar.



 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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