Teleskop für Fotografie

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MarNor

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Hallo ich bin neu hier und hab gleich ein paar Fragen an euch.

Ich möchte in die Astrofotografie einsteigen. Meine Kamera ist die Canon EOS 400d.
Also sollte es an der Kamera nicht scheitern.
Nur ich hab absolut keine Ahnung was man für ein Teleskop braucht. Irgendwo hab ich mal gelesen das das Lidl-Teleskop (Refraktor) für den Anfang ganz gut ist. Auch die Montierung scheint ja nicht die schlechteste zu sein.
Aber kann man damit Fotos machen? Evtl. auch DeepSky? Planeten?
Fotografieren würde ich alles was mir so vor die Linse kommt. Allerdings würde ich das Teleskop auch zum beobachten nutzen, nicht nur zum Fotografieren, wobei die Mobilität nicht wichtig ist.
Zum Preis: maximal 250?€ Ist das realistisch für den Anfang?
Zur Umgebung: Ich wohne in einer ländlichen Gegend wo ich ca. 200 Meter laufen muss und dann alles dunkel ist.

Und noch ne Frage hab ich an euch: Ich lese hier imme von Teleskopen mit 2", 12", 6" was bedeutet das? Ist wahrscheinlich ganz einfach aber ich kann mir absolut nichts darunter vorstellen.

Gruß Marcel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
also wenn du terrestrische Fotografie betreiben willst UND Astrofotografie dann würde ich dir lieber den Kauf eines Objektives für deine Kamera empfehlen. Mit 250 EUR lassen sich keine großen Sprünge machen - selbst für ein Dobson sind diese recht Mager.

Bei allen Angaben größer als 3" handelt es sich zumeist um die Öffnungen/Spiegeldurchmesser. Also zB ein 6" Spiegel hat 150mm Spiegeldurchmesser (ca.). Je größer desto besser ;) - hängt aber auch vom Zweck ab.

Und 11/4 und 2" sind Okulargrößen... da gibt es normalerweise diese 2 gängigen größen..
 
Hi Marcel,

2" wirst Du bei Telesekopen sicher nicht gelesen haben, das betrifft eher die Okulare. 12" und 6" usw bedeutet nichts weiter als die Öffnung des Teleskopes (Linsen bzw. Spiegeldurchmesser) in Zoll angegeben. Ein 6" - Telsekop hat also einen Durchmesser von ~ 15 cm.
Zur Fotografie nur soviel: Versuche es zunächst ohne Teleskop, also nur mit Deinem Kameraobjektiv.

Gruß,
Thomas
 
Hi Marcel,

vorweg:

Nein, Nein und naja.

Nein 250 reichen nicht für Astrofotografie (deepsky bestimmt net).
Der Lidl ist für den anfang sicherlich geeignet, allerdings schliesst das keine Deepsky-fotografie mit ein, hierfür brauchst Du noch Nachführungsmotoren und eine Steuerung für die Montierung wo wir dann wieder beim Budget wären.

Ob der Lidl einen 2" Anschluss hat (sicher hat er 2" im Zusammenhang mit Teleskopen gelesen, da geht es um den okularseitigen Anschluss, 2" Okus an 1,25" dranzuknüppern geht zwar mit dem richtigen Werkzeug, macht aber aufgrud des teleskopseitigen Durchlasses dann wenig Sinn (Gesichtsfeld).

2" wären aber für die EOS schon wichtig, um den Chip auch wirklich auszuleuchten.

Wenn Du auch terrestrisch beobachten möchtest empfiehlt sich in jedem Fall ein Linsenteleskop (Abschattung/Tagblindheit, kannst Du mal googeln).

Wenn Du (zu Anfang würde ich es empfehlen) aber Planeten fotografierst - was mit dem Lidl grundsätzl. möglich ist, da man beim Mond, Saturn oder Jupiter nicht nachführen muss - meine ersten Pics hab ich freihand mit einer digitalen Kleinbildkamera duchs Okular geschossen), solltest Du aber evtl. einen Farbfilter noch in die Anschaffung einrechnen, da nicht apochromatische Linsen (also die erschwinglichen) entweder eine Mörderbrennweite (echte fraunhofer) oder ziemliche Farbwerfer sind.

Zum Thema 6" 12", damit ist die Öffnung des Objektivs in Zoll gemeint (6" - ca. 152 mm). Aber das hat Thomas ja schon geschrieben.

Im Übrigen verweise ich auf die Einsteigerseiten von Sven und Armin.
www.deepskybrothers.de, www.svenwienstein.de.

CS/Gruesslies

Carsten
 
Willkommen und hallo Marcel,
Zitat von MarNor:
Ich möchte in die Astrofotografie einsteigen.
Fotografieren würde ich alles was mir so vor die Linse kommt.
Das kommt mir bekannt vor. Hatten wir eben gerade und ist auch für dich interessant:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/526775#Post526775

Anfängertipps:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html
Workshop:
http://hatschie.de/EBV/Astro_gross/start.html

Viel Erfolg beim Info-Sammeln!
Gruss, Joachim
 
Hallo Marcel,

also für Planeten ist ne Eos nicht so geeignet, dafür nimmt man eher Webcams, infos zum Nachlesen hat Dir der Joachim schon gegeben.

"Klassische Astrofotografie" mit langen Belichtungszeiten erfordert eine stabile und präzise Montierung, ein Leitrohr, irgendwas zur Nachführkontrolle, viel Wissen und viel Erfahrung - und viel Geld!

Mit Deinen 250EUR ist das leider nicht zu machen.

ABER: weil Du das Lidlscope erwähnst: es gäbe die Möglichkeit mit diesem Rohr folgendes zu machen:

- Du besorgst Dir das Rohr mit Montierung
- Zusätzlich brauchst Du eine Motornachführung
- und ein Fadenkreuzokular

Damit wird nach dem sogenanten Scheinerverfahren die Montierung genau ausgerichtet.
Dann kommt das Rohr runter und die Kamera drauf (Befestigung muss man besorgen oder selbstbauen), Nachführung anschalten und Belichtung starten.

Damit würden zumindest Weitwinkelaufnahmen vom Sternhimmel möglich, vielleicht sogar Aufnahmen bis 135mm oder gar 300mm Brennweite.

Eine Alternative wäre eine Purus-Montierung anzuschaffen bzw, zu bauen.

CS

Klaus


 
Hallo Marcel,

am besten, du versuchst es erstmal ohne Teleskop mit deiner vorhandenen Kamera und Objektiven.

Der Mond ist bereits mit 200mm Brennweite sehr ansprechend, um überhaupt ein Gefühl dafür zu bekommen. Er ist auch einfacher zu fokussieren.

Der zweite Schritt sind dann Konstellationen, Sternbilder und Sternstrichspuren. Hier ist ein Teleskop sogar hinderlich, kleine bis mittlere Brennweiten sind hier viel sinnvoller. Viele der eindrucksvollsten Astrofotos wurden mit Kameraobjektiven bis etwa 300mm Brennweite gemacht.

Auf meiner Website findest du zahlreiche Tipps und Informationen dazu:

www.astrofotografie.org
www.astrofotografie.org/fokussierung
www.astrofotografie.org/mond_foto.htm
www.astrofotografie.org/konstellationen.htm

Ein besonderer Leckerbissen für kleinere Objektive ist die Plejadenbedeckung durch den Mond nach Mondaufgang in der Nacht zum Montag.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg.

VG Christian
 
Hallo Marcel,

meine ganz ehrliche Antwort: lasse es!

Meine Begründung dazu: Ohne überhaupt Ahnung von der Astronomie zu haben, sollte man an dieses Thema nicht herangehen. Das bringt nur Frust und fehlbelichtete Aufnahmen.
Was man ZUERST braucht:

- Kenntnis der Himmelsmechanik
- Erfahrung in der parallaktischen Ausrichtung von Teleskopen (weißt Du überhaupt was das ist?)
- Kenntnisse in der Bildbearbeitung am Computer (Photoshop und co.)

...und dann eine Montierung, will man "richtige" Astroaufnahmen machen, was, so denke ich, Dir vorschwebt.
Dazu brauchen gestandene und langjährige Hobbyastronomen Jahre dazu. Das lernst Du nicht in ein paar Wochen.

Ohne einem Anfänger nahetreten zu wollen, aber das geht zu 100% in die Hose.

Bitte beschäftige Dich erst einmal mit der Astronomie allgemein und dem Beobachten speziell. Erst dann kann man über weitere Schritte nachdenken.

Und zum Preis: der reicht von vorne bis hinten nicht. Unter 1000 Euro ist da garnichts drin, alles andere wäre Geldverschwendung. - Das klingt jetzt hart, ist aber Realität und lieber jemanden davon abbringen, als ihm Honig vor`s Maul zu schmieren und dann anschließend sagen, ja hättest Du doch... u.s.w.

CS
Winfried
 
Hallo Winfried,

du hast in Bezug auf einen Teleskopkauf recht.

Andererseits haben fast alle Teleskop-Astrofotografen mit herkömmlichen Objektiven begonnen und nutzen sie parallel zu Teleskopen.

Es spricht also nichts dagegen, erst einmal ohne Nachführung den Sternenhimmel mit vorhandener Ausrüstung zu fotografieren, um auszutesten, ob einem die Materie liegt und sich dann ggf. genauer einlesen und ein Teleskop kaufen. Der finanzielle Verlust wäre hierbei gleich null, da ein Objektiv ja schon vorhanden ist.

Schönes Rest-Wochenende und viele Grüße, Christian
 
Da fällt mir dieses Bild ein welches ich einfach nicht wiederfinde wo einer mit einem Lidlscope M13 abgelichtet hat in einer Quali wie es andere kaum mit Ihrem teuren Equipment hinbekommen haben.

Aber der hatte eben auch schwer Ahnung. Wenn jemand weiss welches Bild ich meine und da den Link hätte wäre ich sehr dankbar ... finde es nicht wieder

Gruß, Jens
 
Hallo Jens,
Zitat von Lucius_Apuleius:
.. wo einer mit einem Lidlscope M13 abgelichtet hat ..
Aber der hatte eben auch schwer Ahnung.
Ausser Ahnung muss der Betreffende noch etwas anderes gehabt habe. Wenn er die Original-Ausrüstung des Lidl (alias "Skylux") benutzt hat, dann muss er mindestens noch eine Nachführkontrolle gehabt haben. Aber bitte keine falschen Hoffnungen wecken. Man kann natürlich auf das Lidl die angesprochene Kamera mit einem Teleobjektiv (Brennweiten 135mm, 200mm oder 300mm z.B.) aufsatteln. "Piggy Back" nennt man das. Im Prinzip kann man mit der Hand nachführen.

Hat er denn tatsächlich die Sterne des äusseren Bereichs von M13 aufgelöst? Ich habe vor zwei Tagen mit einem Teleobjektiv Sonnar 2,8/180 vier Aufnahmen zu je 30 Sekunden gemacht, probeweise. Alles mit einer einfachen digitalen Spiegelreflex. Dann habe ich das Ganze (mit Dunkelfeld-Aufnahmen - "Dark Frames") in das Computer-Programm gegeben. Freeware! "Stacken" nennt man das. Der Computer hat minutenlang gerattert und sehr viele Resourcen verbraucht. Aber das Ergebnis war unglaublich gut (Sternfelder in der Leier-Lyra). "Unglaublich" meine ich verglichen mit dem mit dem, was vor 10 Jahren möglich war.

Besonders viel "Ahnung" habe ich trotzdem nicht. Die Software machts heutzutage!

Mit Gruss, Joachim
 
Hallo,

das ETX90 ist sicher ein nettes Teleskop, aber doch mit 600 EUR nicht unbedingt so preiswert.

Um Planeten und Mond zu finden, braucht man kein GoTo und - wie Du auch schreibst - ich in Sachen Deepsky nicht wirklich viel zu sehen, was man nicht auch ohne Goto leicht finden könnte.

Der Karkoschka kostet um 17 EUR.

Gruß
Adson
 
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