Teleskop für meine EQ5

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KGueth

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Hallo Astrofreunde,

ich hätte gerne Eure Meinung gelesen.

Was pack ich auf meine lieb gewonnene EQ5?

Zur Situation:

Ich habe mir vor einigen Jahren einen 120mm f5 (600mm) Refraktor auf einer EQ5 Montierung gekauft.
(Als Ergänzung zu dem 12“ LX200 meines Bruders)

Meine Montierung ist motorisiert und wurde komplett entfettet und entgratet. Das Alustativ hat die
3. Beobachtungsnacht nicht überlebt. Die Plastik-Klemmung der Stativbeine ist bei -4°C gefatzt.
Meine Montierung hat seid dem Hartholzfüße, die über das Ablagedreieck recht fest verschraubt
werden können. Die modifizierte Montierung läuft für einen Chinesen sehr weich.

Toll find ich an der aktuellen Kombination die Transportfähigkeit und die Geschwindigkeit
mit der das ganze Ding einsatzbereit ist. Auch Windböen lassen die Kombination
nicht aus der Ruhe bringen. Die sparsamen Motoren saugen meinen Akku erst nach
3-4 Nächten (in der Kälte) leer, was ich auch sehr gut finde.
Ab und zu hänge ich eine meiner DSLR’s an das Teleskop und fotografiere die helleren
Objekte (bis zu 5 min). Die Bilder die ohne großen Aufwand gemacht werden liefern mäßige bis
ausreichende Ergebnisse. Nachgeführt sind sie im Großen und Ganzen ordentlich.

Nun soll ein neues Teleskop auf die Montierung, da mich zunehmend die Schwächen,
meines f5 stören…

- als Deep-Sky-Fan sind 120mm doch eher wenig.

- der Farbfehler ist schon sehr brutal, egal mit oder ohne geeigneten Filter.
Gerade der Farbsaum um fotografierte Sterne stört mich sehr (trotz MV-Filter und
PS Einsatz)

-selten machen Vergrößerungen über 80 x – 100x Sinn.
Bei Galaxien würde ich mir ein bisschen mehr schon wünschen.


Toll fände ich einen möglichst Dicken Newton, den ich auch fotografisch nutzen kann.
Dieser Newton muss für ernsthafte fotografische arbeiten dann schon auf eine dicke
Montierung, die auch noch ein vernünftiges Leitrohr trägt.

Trotzdem könnte mir vorstellen, dass die EQ5 einen Leichtbaunewton mit 200/900 schon packen könnte.
Diese Idee wird von meinem astronomischen Umfeld von „gut machbar“ bis „absoluter Overkill“ beurteilt.
Abgesehen davon, dass f4,5 als visuell problematisch angesehen wird.

Nun bin ich im Zweifel was ich machen soll.
Von einem 120mm Refraktor auf einen 150mm Newton umsteigen ?
– dafür ist mir der Leistungszuwachs fast zu gering.

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun.

[ ] Nichts!
[ ] 150/750mm Newton
[ ] 200/800mm Foto-Newton
[ ] 200/900mm Leichtbau Newton
[ ] 200/1000mm Newton
[ ] ED 120mm/ 900 Refraktor

Anmerkung:
Ich hasse nachschubsen. Also wenn Dobson, dann ein Vernünftiger Lichteimer mit mindestens 12“.
Bei kleineren Dimensionen stell ich mich lieber mit dem 12“ LX200 von meinem Briederlein auf die Wiese.


[ ] egal, nimm trotzdem einen 12“ Dobson und fotografier weiterhin Produktbilder! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> (Z.Z. mein Job).


Ich wünsche noch einen Schönen Tag,

Grüße aus dem Schwabenland

Karsten
 
Hi,
visuell geht, wenn Du ein stabiles Stativ hast ein 8" f/4. Der Upgrade auf 6 wäre mir auch zu wenig.
Fotografisch, bin ich schon mit dem kurzen Newton skeptisch. Es ist weniger das Gewicht, denn der Hebel.
Kurzer Newton heißt visuell dann aber sofort auch Feldabbildung der Okulare. Da gibts kein Drumrum. Dennoch kann so ein kurzer Newton durchaus auch vis. Spaß machen auch wenn er klar fotografisch ausgelegt ist.
Ich habe einen solchen Newton lange genutzt ( aktuell steht er zum Verkauf an, da er ob der vorhanden 12,5" obsolet wurde ) und viel Spaß bei DS damit gehabt.

Insgesamt denke ich aber, das fotografisch eine größere Monti dafür her muß.
Etwas in der GPDX-Klasse darfs schon sein.
CS
 
Hallo Armin, hallo Karsten,
zuerst mal zu Karsten:
Ich würde Dir, wenn es um die Fotografie hauptsächlich gehen sollte, zum kurzen Newton raten (20/800). Das könnte Deine Montierung so gerade noch tragen.
Zu Armin: wie oben gesagt, das könnte noch gehen. Ich habe meinen f:6 1200er mal auf die GP-DX geschnallt. War schade um das Geld für die Rohrschellen. Hier ist der Hebel unerträglich und ich glaube, bei 1000mm Brennweite wäre es ähnlich. 800, das könnte ein Kompromiss sein, wenn man absolute Windstille hat und und keine all zu großen Ansprüche stellt. Wie schon häufig diskutiert, an der Astrofotografie scheiden sich die Geister. Ich bin im Gegensatz zu anderen immernoch der Meinung, daß man da unter 5000 Euro kaum wegkommt. Mein Equipment dazu liegt noch höher und ich merke täglich, was da alles noch fehlt und verbesserungswürdig wäre (Schwingen der Gabel, die doch ansich schon sehr stabil ist etc.).

Gruß
Winfried
 
Hallo Karsten,

vor mehr als einem Jahr habe ich mit der Kombination Seben Navigator II angefangen. Da ich mit der Qualität unzufrieden war, habe ich mir 10 Tage später die EQ5 motorisiert mit einem Skywatcher 200/1000 zugelegt. Ich hatte Glück, auch fotografisch ging es bis ca. 200 s bei 30% der Bilder gut. Anschliessend sammelte ich Erfahrungen mit einer HEQ5 und einer HEQ5 PRO.

Meine Empfehlung: ziehe in Erwägung, ob Du Dir eine stabilere Montierung zulegst, bsp: eine gebrauchte HEQ5 kostet Dich 300 - 350 EURO und für Deine bekommst Du noch ca. 250 EURO.

Zugewinn: eine HEQ5 kannst Du bis ca. 12 Kg belasten - sie trägt einen 8" Newton spielend.

Alternativ eine EQ6 gebraucht für ca. 550 EURO. Sie trägt bis max. 20 Kg. Da ist auch ein 10" drin.

Gruß aus dem Schwabenland, Jan
 
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