Teleskop für meine Frau

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Zitat von stefand:
Das Interesse beginnt mit 'zeig mir mal den Andromeda-Nebel' ...
... und nach der großen Enttäuschung damit hört das Interesse dann prompt gleich wieder auf.

Das ist nun wirklich der denkbar schlechteste Rat für einen Anfänger, ein Teleskop für solche Objekte zu empfehlen.
Dafür ist allemal ein Fernglas unter dunklem Himmel besser geeignet.

Ich kann mich wirklich nur wundern, wie realitätsfern hier häufig argumentiert wird ...

Nichts für ungut,
mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo Jürgen,

ich hatte daruf verzichtet, deine Kommentare nochmals zu kommentierne, aber glaub' mir, wenn du wüsstest, wie ein Einsteiger tickt, dann hättest du bei den Plejaden die Randbereiche nicht als Option gesehen, sondern als MUSS. Nur so, als ganzes mit einigem Feld drumherum sagt der Einsteiger aah!

Die Cassiniteilung ist dem Einsteiger auch noch relativ egal - es muss der Ring zu sehen sein. Noch ein Mond dazu - prima.

Tja und den Orionnebel - der mit den feinen Nebelstrukturen, die beim wesentlich besseren Kontrast eines 80er Refraktors so richtig gut rauskommen - kann der 90er MAK nicht so gut, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Bei GX fürchte ich, dass dem 90erMak gegenüber der 80er Linse früher die Luft ausgeht, genauso bei der erkennbaren Sternengröße - 90mm minus Obstruktionsfläche minus 2 * Spiegel geht schon ins Kontor.

Aber wie es so ist: Wenn der Mond und der Saturn prmär interessieren, dann nützt mein obiges gerede nichts, dann ist der 90mm MAK besser geeignet.

CS,
Stefan
 
Hallo Peter,

ich habe Ferngläser, den Richie, 'nen Mak, einen Newton und diverse Sternwartengerät und Teleskope von Sternenfreunden benutzt. Wenn ich persönlich jetzt zu diesem Schluss komme, dass ein 80/400 ein Kompromissgerät ist, dann liege ich für mich richtig. Auch die Erlebnisse, die ich mit diesem und den anderen Geräten hatte, lassen daran nicht zweifeln.

Es hängt einfach am Interesse des Benutzers und mit Deepsky war ich auch bei 80/400 ganz gut bedient. Eine Zeit lang habe ich Mond und Planeten nicht besonders beachtet.

Trotzdem würde ich mich nicht als realitätsfern bezeichnen ...

CS,
Stefan


 
Hallo Roger,

ein Tip: Lass mal beide Gerät kommen und testen, welches sich mit den möglichen Interessen deiner Frau besser kombinieren lässt.

Aus meiner Führungserfahrung bei Sternwarten kenne ich die Wünsche der Teilnehmer ein wenig.

CS,
Stefan
 
Ich würde Euch empfehlen mal ein Teleskoptreffen zu besuchen oder mit einer Spechtelgruppe mitzufahren und mal Probeschauen. Dann bekommt Ihr einen Eindruck, was man mit welchem Equipment sehen kann und ob Deine Frau überhaupt noch dafür zu begeistern ist.
Traut Euch, nettere Leute (und sehr viel interessante Teleskope) als auf dem Herzberger Teleskoptreffen hab ich noch nie getroffen. Auch tagsüber gibt es am Himmel eine Menge zu sehen, uns war nie langweilig.
Herzberg ist natürlich en Ende von Euch weg, vielleicht mal mit einem Spreewaldurlaub verbinden. Ich bin mir aber sicher, auch bei Euch in der Gegend gibt es ein Teleskoptreffen.
 
Zitat von stefand:
Ich fürchte du kennst weder das eine noch das andere Gerät aus eigener Erfahrung ...
Ach schön.
Wenn einem die Argumente nicht passen versucht man andre zu diskreditieren, als Ahnungslos hinzustellen. :respekt:
Einen bunten Richie hab ich tatsächlich nicht (mehr; bald aber wieder) - dafür nutz ich derzeit meine Wundertüte.
 

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He Jungs und Mädels
fangt blos nicht an zu streiten.

Falls der Monat das hergiebt wird es wohl auf ein 80-400 Refraktor hinauslaufen.
Eine Frage habe uch noch:
Für diese Teleskope giebt es teilweise bis zu 50€ Preisunterschied (alles Skywatcher) bei den verschiedenen Händlern, kommt das durch Quallitäts- oder Ausstattungsunterschiede oder reine Preisgestaltung?
Jetzt habe ich erstmal eine Sternenkarte und ein anfängerbuch bestellt, dan sehen wir weiter.

Übrigens müsste ich eigentlich den Betreff ändern, ich habe meine Notitzen auf dem Schreibtisch vergessen und die Überraschung ist im Eimer.
Meine Frau sagt Sie will das nicht, aber wenn ich mich damit befasse schaut Sie auch mit durch. Klasse! Jetzt habe ich ein neues Hobby für die Flugpause im Winter
Gruß Roger
 
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Hallo Roger,

die unterschiedliche Preisgestaltung kommt häufig vom Zubehör oder der Montierungsschnittstelle. Einige 80/400 haben dirt eine Schiene, welche für ein Fotostatis taugt (entsprechenden Anschluss) oder zum befestigen einer Prismenschiene. Letztere ist für viele parallaktische Montierung notwendig. Egal was es wird (ein 80ED wäre wirklich der Allrounder), schau beim 80/400 darauf, dass Montierung und Gerät gleich zusammenpassen.

CS,
Stefan
 
Noch ein Punkt, den Du vielleicht noch nicht bedacht hast: Nach spätestens 20min wird es Deiner Frau wahrscheinlich reichen. ("Es ist so kalt hier draußen"/ "Komm, lass uns noch was anderes machen" / "Es ist so DUNKEL :D!" ) oder irgendetwas in dieser Art. Da ist es ebenfalls sehr hilfreich, wenn ein Teleskop nicht lange auskühlen muß, sonst hat es u.U. noch nicht mal den Temperaturausgleich vollzogen, wenn es die Gemahlin schon wieder in die warme Stube möchte.

CS, Tilo
 
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hi tilo

das ist auch noch ein gutes argument. und nicht mal unwichtig.
mein schatz hat auch 1x orion, 1x saturn - mann wie toll - oh ist das kalt. und tschüss.
was wären denn geräte ohne auskühlphase? wäre jetzt noch interessant

bye michael
 
Kleine Refraktoren dürften da am schnellsten sein. 2-Linser schneller als Tripletts. Newtons sind auch einigermaßen flott, wenn der Spiegel nicht zu dick ist und gut von Luft umströmt werden kann. Alles, was in Richtung SC oder MAC geht, wird da schon anspruchsvoller, daher haben diese Teile auch öfters Lüfter integriert. Klar kann man die Teleskope auch vorher zum Auskühlen ins Freie stellen, aber das erfordert eben eine gewisse Vorlaufzeit. Da ist es schwieriger, spontan mal schnell eine halbe Stunde draussen zu gucken. (Mal ganz abgesehen davon dauert auch die Dunkelakkomodation seine Zeit; das ist für Mond, und Planeten zwar wurscht, aber bei DSO wär´s schon hilfteich, wenn´s mal was Anderes als Sternenhaufen sein sollte).

Gruß,
Tilo
 
Hallo miteinander,

ich wollt mich nur mal zwischendurch melden, das Ihr nicht denkt die Luft ist schon raus. Ich kläre geradre die
" Resourcenfreigabe".

Gruß Roger.
 
Ich hätte noch eine Frage:
Für die Erdbeobachtung will ich mie zu dem 80/400 FH ein preiswertes Amikaprisma zulegen und entweder ein TS 7-21mm Zoom oder ein 26mm Weitwinkelokular. Ist die optische Qulität von einem preiswerten Zoom für diesen Zweck ausreichend oder so schlecht das mann auf die Bequemlichkeit besser verzichtet und lieber Wechselokulare einpackt? Oder liege ich mit meinen Überlegungen ganz falsch?
Zum Wandern willich mir ein kleines Stativ oder eine Ultraklemme mitnehmen, mit Kinokopf oder Kugelgelenk.

Gruß Roger.
 
Hi,
also einen 80/400 Fh würde ich aufgrund des Farbfehlers nicht für Erdbeobachtung nehmen.
Bei niedriegen Vergrösserungen bis 30x gehts wohl noch.
Ein günstiges Ameciprismar ist ok, nicht alle haben eine optisch gute Qalität.
Dem 7-21mm Zoom würde ich ein 26mm Weitwinkelokular vorziehen.
Das 26mm Okular bringt eine 15 fache Vergrösserung was schon ausreichend ist,
das Seehing ist am Tag meist so schlecht das Vergrösserungen über 50x nicht sinnvoll anwendbar ist.
Die besten Chancen hohe Vergrösserungen zu nutzen sind in der Morgendämmerung.

Gruss Patrick
 
Hallo Patrick,

so in etwa dachte ich mir das auch, mehr wie 25 oder 30 fachMaximalvergrößerung war dafür nicht vorgesehen.

Danke für die vielen hilfreichen Ratschläge, ich melde mich mit den ersten Erfahrungen.

Gruß Roger
 
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Zitat von sumssa:
entweder ein TS 7-21mm Zoom oder ein 26mm Weitwinkelokular. Ist die optische Qulität von einem preiswerten Zoom für diesen Zweck ausreichend oder so schlecht das mann auf die Bequemlichkeit besser verzichtet und lieber Wechselokulare einpackt?
Mit diesem Zoom-Okular kann man Pech oder Glück haben. Hat man Pech, ist es auf der Achse recht scharf, und abseits davon wegen Bildfeldwölbung und Farbfehler unscharf. Hat man Glück, ist das Okular über das gesamte Bildfeld scharf, und nur das bei großer Brennweite kleine scheinbare Gesichtsfeld stört.

Der 80/400er FH ist aber bei 7 mm Okularbrennweite schon am Rande seiner Möglichkeiten. Mit einem 25-mm-Ww oder eine 32-mm-Plössl hat man dagegen einen tollen Richfielder.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Roger,

Lass dir nichts einreden, ein kurzer FH mit einem Zoomokular ist super zum Beobachten am Tag geeignet. Wenns teurer sein darf dann auch evtl. ein kleiner ED-Apo (zb. ED80/600). Ich benutze fast ausschließlich einen Vixen 70/400 mit Hyperion Zoom auf einem Fotostativ zur Tagbeobachtung. Das ganze ist schön kompakt und lässt sich gut transportieren und super schnell aufbauen. Für Nachtbeobachtungen ist so ein kleiner kurzer FH aber weniger geeignet, das Einzige was wirklich gut geht ist der Mond und Milchstrassensurfen bei niedriger Vergrößerung. Ein ED-Apo hätte den Vorteil dass du damit später evtl. die Option zum fotografieren hättest.

Zoomokulare sind nicht schlecht wenn man wie ich keine Lust hat die ganze Zeit Okulare herum zu stecken. Das Hyperion Zoom kann ich sehr empfehlen weils ein großes scheinbares Gesichtsfeld hat ist allerdings schon etwas teurer. Das TS-Zoom würde ich aufgrund des kleinen sGF nicht nehmen, in dieser Preislage ist m.E. das Seben 8-24mm Zoom deutlich besser!
 
Hallo und Danke nochmal an alle Die mie hier geholfen haben,

wie versprochen möchte ich hier von meinen ersten "Erfahrungen" berichten. Ich habe mir den 80/400 FH EQ-1von Skywatcher gekauft. Mit dem Telescop an sich bin ich zufrieden, aber leider hat Astroversand die Ausstattung geändert. Statt dem 10mm Okular ein 3,6mm und statt dem 6x24 sucher ein Leuchtpunktsucher der kaum funktioniert. Das Okular ist mier egal, ich habe mier das Zoom von Seben dazugekauft. Den sucher kann (oder will) der Händler nicht tauschen weil der 6x24 eine Zweilochbefestigung hat, der Red-Dot eine Schnellwechsel.Das komplette Telescop wollte ich nicht zurückschicken. Ich werde aber zumindestens reklamieren und hoffen das in dem Ramsch wenigstens ein Sucher ohne Wackelkontakt zu finden ist.
Viel Zeit zum ausprobieren hatten Wir! noch nicht. Aus dem fenster die Umgebung beobachtet, ganz passabel. Das Zoomokular bildet bis zur kleinsten Brennweite scharf ab. Am Abend kurz den Mond und ein bischen Milchstraße, war auch gut.
Am Freitag war ich mit meiner Frau in der Sternwarte Überlingen, hatt uns beiden sehr gefallen und auch geholfen. Nun schaun wir mal wie das weiter geht. Wenn ich wieder Fragen habe mache ich ein neues Thema auf.
Nochmal Dank und Grüße Roger
 
Hi Roger,

uuih, das mit dem Okular würde ich aber auch nicht hinnehmen. Ein 3,5er nagt an der optischen Grenze deines Teleskops und wird zusammen mit dem Seeing selten Freude machen... Auch der Sucher ist ein klarer Reklamationsgrund.

Viel Spaß mit dem Teleskop; für den Anfang ist ein Zoom gut, da man sich erstmal an die richtigen Brennweiten rantasten muss, bis man begreift, was man womit wie sieht...

Klare Nächte und gutes Firstlight.


Logi
 
Hi Roger,

Für die Übersicht würd ich noch ein langbrennweitiges Okular zb 20mm Goldkante (TSSWM oder TSWA) beschaffen das verschafft ein wenig Überblick und hat schon ein schönes scheinbares Gesichtfeld. Das 3,5 mm wirst du wohl kaum brauchen, vielleicht kannst du es ja retournieren und anrechnen lassen.

Ansonsten viel Spass mit dem neuen Spielzeug!
 
Hallo Roger,

für die Übersicht beim 80/400 sind die 20mm Okulare des Typs Gold- oder Blaukante aus meiner Erfahrung nicht geeignet. Am Rand sind die Sterne kleine Wattekugeln und exakt so groß, wie ein Kugelsternhaufen bei 20facher Vergrößerung. Die TSWA 20 kenne ich in der aktuellen Bauform nicht, nur in einer alten Form und da war die Randschärfe genauso schlecht.

Besser ist ein 25mm Plössl (Erfahrung habe ich mit dem TS SP25 und TeleVue Plössl 25), aber die 5mm Austrittspupille sollten nicht unter einem Stadthimmel eingesetzt werden. Der Preis liegt bei ca. 30- 40Euro für ein TS SP25 .

Aber probieren kann man ja beides, Weitwinkel und Plössl.

CS,
Stefan
 
Stimmt ein Plössl könnte man auch nehmen. Zum Milchstrassensurfen macht ein Übersichtsokular beim kurzen FH auf jeden Fall mehr Sinn als eins für höchste Vergrößerung. Ob Plössl oder Goldkante ist wohl Geschmackssache, ich hab auch beides im Sortiment greif aber aufgrund des viel größeren Gesichtsfelds eigentlich immer zur Goldkante. Das mit der Randunschärfe stimmt schon, ganz randscharf ist das Plössl aber auch nicht. Das 25mm Planetary wär vielleicht auch noch ne Möglichkeit das kenn ich aber leider nicht, keine Ahnung ob das hier randscharf abbildet, wohl eher auch nicht(?).
 
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