Teleskop für Naturbeobachtung und Astro

Hallo Dirk,

denke für den Einstieg sogar eine vernünftige Wahl :y: Auch wenn du später noch mehr Öffnung haben möchtest, gibt es in meiner Erfahrung immer einen Platz und eine sinnvolle Verwendung für einen kleinen Refraktor.

Viel Spaß mit dem 80er,
Hendrik
 
Hallo Hendrik,

da hast du vollkommen Recht:

Als Reiseteleskope und für die schnelle Beobachtung zwischendurch ("Schnellspechteln") sind kleine Refraktoren bis etwa 80 Millimeter Öffnung meiner Meinung nach die Geräte der Wahl. Ob Teleskop oder Spektiv nimmt sich da nicht viel: Sie sind schnell aufgebaut und ausgekühlt, benötigen keine riesigen Montierungen und die Justage ist im Normalfall kein Thema.

Somit erhebt diese Instrumentenklasse am Ehesten den Anspruch, eine Anschaffung fürs Leben zu sein. Denn auch wenn sich die Beobachtungs-Schwerpunkte und damit die Ansprüche an ein Haupt-Gerät mit der Zeit ändern, bleiben die Anforderungen an ein Reise- und Schnellspechtel-Gerät prinzipiell die gleichen (siehe vorheriger Absatz).

Ein solches Gerät sollte deshalb besonders sorgfältig ausgewählt werden. Es kann den Sternfreund ein Leben lang begleiten, während die Hauptgeräte ab und an wechseln.

CS, Christian
 
Hi!

Zum Vergleich Spektiv/Refraktor noch was aus meiner Sammlung:
ED80/600 Refraktor und Ultima 80/480. Es gibt auch farbreine 80/480-Spektive, das Ultima ist ein Achromat, aber für die 20-60x gut nutzbar.
Das Spektiv ist deutlich leichter und kompakter, da der Refraktor einen dickeren Tubus, Taukappe und 2"-Zubehör mit schwerem Okularauszug hat – das Spektiv hat außer einem Leuchtpunktsucher kein weiteres Zubehör. Ergebnis: Das Spektiv passt in einen Rucksack, das Teleskop hat einen Koffer.
ED80-und-Ultima80.jpg

Und die Montierung? Ursprünglich war da eine Rohrschelle mit Fotogewinde dran, damit ging das gerade so auf einem schwereren Videoneiger.
ED80-Triton-frei.jpg

Mit 1,25"-Amiciprisma auch terrestrisch hübsch; für 2" würde ich wahrscheinlich ein T-2 Amici-Prisma nutzen; der Aufpreis zu 2" (Faktor 2...) ist doch heftig, und T-2 leuchten 2"-Okulare auch schon ganz ordentlich aus.

Da ich am Teleskop irgendwann den Okularauszug gegen was stabileres getauscht hatte, war der Schwerpunkt nach hinten gewandert und eine Prismenschiene fällig, und eine stabilere Montierung (der Videoneiger ging zwar, war aber nicht ideal, genau wie das Berlebach-Report-Stativ (für das Ultima-Spektiv ist der Unterbau perfekt). Jetzt ist es auf einer Vixen Porta auf Berlebach Uni und mit dem Auto gut transportabel, ebenso wie vom Büro auf den Balkon. Stativtasche plus -teleskopkoffer sind gut zu handhaben, aber nichts für Wanderungen.

Von daher: Das Spektiv ist deutlich transportabler und für Wandertouren besser geeignet (für Flugreisen nehme ich mittlerweile ein 50mm Hummingbird mit), der ED80 schon ein richtiges Teleskop, das mehr Optionen bietet, aber auch schwerer ist. Trotzdem ist er mein meistgenutztes Teleskop; ihre Berechtigung haben beide.

Wenn keine großen Transportwege zu Fuß anstehen, ist das Teleskop eine gute Wahl.

Clear Skies,
Alex
 
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