Teleskop für Planeten gesucht

PanzerPilot

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Hallo alle zusammen,

Planeten haben mich schon immer interessiert und nach dem ganzen Theorie zeug würde ich mir die mal gerne in echt ansehen.

Ich bin seit ca. 2 Wochen hier im Forum unterwegs und überall unterwegs und versuche mich Schlau zu machen was denn ein gutes einsteiger teleskop für die Planeten Beobachtung wäre. Ich Blick da aber noch nicht so ganz durch bisher...

Ich hab mir 2 Favoriten rausgesucht die vielleicht optimal wären. Es wäre cool wenn ihr mir sagen könntet ob das Sinn macht oder Murks ist oder ob ihr mir vielleicht sogar eins empfehlen könntet :)

Was mir wichtig wäre ist das es einigermaßen
Transportabel ist (bin hauptsächlich zu Fuß unterwegs) aber habe kein Problem was schweres zu tragen wenn es sich lohnt.
Budget mäßig würde ich so ca 500€ (plus, minus) maximal ausgeben wollen.




Ich danke schon mal im voraus für eure Antworten.
LG Dustin
 
Hallo Dustin,

hast Du schon mal durch ein Teleskop geschaut, eventuell sogar einen Planeten gesehen? Den Mond zeigt die kleinste Röhre, aber Planeten sehen meistens kleiner als ein deutlicher Mondkrater aus.

Um bei Planeten als ein halbwegs befriedigendes Seherlebnis zu haben, braucht es eine Optik, die Dir eine Vergrößerung von ca. 150 fach in guter Qualität zeigen kann. Das könnte dann z.B. ein guter 80mm Refraktor sein oder ein Spiegel mit wenigstens 15cm.

Damit alleine ist es leider nicht getan. Zum einen verschlechtert die praktisch immer verhandene Luftunruhe das Bild, so dass auch ein großes und teures Teleskop sehr oft kein wirklich scharfes Bild zeigen kann. Zu anderen darfst Du nicht unterschätzen, dass man als Einsteiger zunächst an den Planeten kaum Details erkennt, weil das Sehen am Teleskop ein gewisses Maß an Übung erfordert. Ich habe das mal früher erlebt, als ich selbst noch Anfänger war. Da haben Leute über das Bild des Mars in einem Teleskop der Volkssternwarte München gesprochen und das klang sehr spannend. Als ich dann selbst durchgeschaut habe, konnte ich NICHTS von den beschriebenen Details erkennen. Ein paar Jahre später ist das dann anders.

Und es gibt ein weiteres großes ABER: bei hoher Vergrößerung darf das Teleskop nicht wackeln, sondern braucht einen vernünftigen Unterbau. Den scheint -rein von den Produktbildern her - keines der von Dir verlinkten Angebote zu haben.

Was Du für ein Budget von 500 Euro am besten kaufen könntest, möchte ich nicht beurteilen. Mein Ratschlag wäre, unbedingt Kontakt zu Leuten mit Fernrohr in Deiner erreichbaren Umgebung zu suchen (Stichworte Volkssternwarte oder Astro-Stammtisch) und Dir selbst einen PRAKTISCHEN Eindruck zu verschaffen. Man kann da lesen, bis man schwarz wird, was zählt ist aber nur die Erfahrung mit eigenen Augen. Vorher am besten gar nix kaufen!!!

Dann siehst Du, was Du für welches Budget erwarten kannst. Und Du wirst beurteilen können, ob das, was Du Dir leisten möchtest auch das bieten kann, was Du Dir wünschst.

Wenn ich unbedingt etwas empfehlen sollte zum Gucken: ein Newton-Spiegelteleskop mit Dobson Montierung von 20cm / 8 Zoll Öffnung wäre dann mein Favorit. Damit hast Du mehr oder weniger ausgeschlossen, Bilder machen zu können, weil eine motorische Nachführung fehlt. Und Du hast leider keine guten Okulare dabei, ohne die es auch nix wird mit einem guten Planetenbild. Ein ganzer Satz für weniger als 200 Euro wird Schrott sein. Hast Du Dir mal angesehen, was gute Okulare kosten? Zwei davon könntest Du für Dein Budget bekommen. Nur dann ist leider kein Fernrohr mehr drin. Brutal, aber wahr.

Viele Grüße
Tom
 
Moin Dustin,

dies von mir: Never bei "Amazon", Temu und Co - gerade als Einsteiger - bestellen! Denn wenn Du mal Probleme hast, werden "Amazon" & Co. Dir bestimmt prima helfen können ... öööh. :rolleyes:
Gerade eben Einsteiger werden da gerne mal gefi(zensiert]t. Lieber ein paar € mehr bezahlen und im Fachhandel bestellen. Denn da kann Dir ggf. geholfen werden.
Und wenn Du dennoch bei "Amazon", Alibaba, Temu und Co bestellst, um ja ein paar € zu sparen, dann sei bitte auch bei Denen im Problemfall um Hilfe zu ersuchen. Denn d a n n in den Fachhandel zu rennen, deren Zeit (welche ja auch Geld bedeutet) in Anspruch zu nehmen, um dan die "Amazon", Temu & Co etc. Gurke wieder zusammenzuflicken - ist unanständig.

Meine mittlerweile grundsätzliche Meinung.

Was es denn nun werden könnte - ich denke: da werden nun diverse Tips kommen ;-)

Grüßles Hannes
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dustin,

willkommen im Forum und viel Spaß hier.

Ich bin seit ca. 2 Wochen hier im Forum unterwegs und überall unterwegs und versuche mich Schlau zu machen was denn ein gutes einsteiger teleskop für die Planeten Beobachtung wäre. Ich Blick da aber noch nicht so ganz durch bisher...
zwei Wochen ist noch nicht soo lang. Und das bei der Informationsflut noch keine Richtung raus gekommen ist in der Zeit, kein Wunder.

Das Was Du beobachten möchtest ist für den Anfang geklärt. Wird aber bestimmt nicht dabei bleiben. Planeten verlangen nach Brennweite. Wobei die Öffnung nicht zu vernachlässigen ist.

Das Budget ist auch klar, ca. 500.- €. Ist was knapp, geht aber bestimmt was.

Das Setup muss auch transportabel sein. Gut zu wissen das es hauptsächlich zu Fuß ist. Da ist sicherlich angesagt über einen Bollerwagen oder ähnliches nach zu denken. Du musst ja nicht nur hin transportieren, sondern auch zurück. Da das Beobachten nun mal Nachts stattfindet und die Müdigkeit dann irgendwann zu schlägt, Ist so ein rollender Untersatz besser als das ganze Geraffel irgendwie anders zu tragen.

Jetzt noch das ein oder andere.
Wo, Stadt, Land, Stadtrand usw..
Das andere Wo, vielleicht nicht ganz so relevant, weil Du von transportabel gesprochen hat. Aber trotzdem, Balkon, Garten, Terrasse.
Dann Lichtverschmutzung, ergibt sich aus Deinem Beobachtungsstandort. Bei Planeten, wenn es dabei bleibt, nicht ganz so schwer wiegend, aber trotzdem lästig.

Jetzt so das Grundsätzliche.
Schon mal mit den Grundlagen befasst ?
Was gibt es für Teleskope ? Refraktoren, Reflektoren, Katadiopter und da was wofür in der Hauptsache verwendet wird.
Was für Montierungen gibt es und was wofür ? Manuelle Nachführproblematik. Einnorden etc. usw..
A weng Himmelskunde, zu mal bei manueller Montierung (Deine Auswahl). Man muss schon wissen wo man suchen und vor allem finden muss. OK, bei Planeten nicht ganz so wild. Die erkennt man in aller Regel.

Mein Tipp, bevor sich auf ein Teleskop einschießen, Grundlagen beschaffen.
Ebenso mit Ruhe und Geduld ran gehen. Nichts überstürzen.

Zu Deiner Auswahl kann ich so nichts sagen. Mir scheinen, rein von den Bildern, die Montierungen nicht so der Knaller zu sein. Der typische Wackeldackel.
Von solchen Okular und Filter Koffern halte ich persönlich nichts. Da lieber gezielt und einzeln kaufen.

Gruß
Mathias
 
Hallo Dustin,

also für Planeten möchtest du vor Allem eine große Vergrößerung, also viel Öffnung und möglichst auch viel Brennweite. Die hohe Vergrößerung wiederum verlangt nach einem stabilen Stativ. Und ohne die von dir bei Amazon raus gesuchten Teleskope jetzt im Einzelnen zu kennen, machen die Montierungen jetzt nicht so den stabilsten Eindruck.

Auch wenn es etwas über deinem Budget liegt, würde ich z.B. mit so was anfangen:
und
Da müsste man dann halt erstmal mit den beiliegenden Okularen Vorlieb nehmen, und könnte da dann halt bei Gelegenheit aufrüsten. Und dann auch besser Stück für Stück was gutes, als ein billiges "Anfänger"-Set.

Alternativ würde ich ein Dobson Teleskop in Betracht ziehen. In deinem Budget sind da durchaus schon 8 Zoll drin, z.B.:
Da wäre dann auch noch ein kurzbrennweitiges Okular für hohe Vergrößerungen drin (oder alternativ eine Barlow).

CS, Lutz
 
Noch eine Ergänzung: bei unserem Stammtisch ist seit ein paar Monaten ein leiber Mensch dabei, der sich dieses Teleskop gekauft hat:


Wir haben mehrmal zusammen mit dem Teil beobachtet, auch den Jupiter. Ich fand das Bild sehr gut für die Öffnung. Die mitgelieferten Okulare sind nicht der Kracher, der Besitzer kauft sich demnächst bessere. Und den sehr filigranen Sucher hat er durch einen Peilsucher ersetzt. Zur Not passt dieses Teleskop in eine Tasche und Stativ plus Montierung in einen Wanderrucksack. Damit ist es immerhin "tragbar", wenn auch nicht über große Strecken. Aber raus aus der Wohnung zur Wiese vor dem Haus ist es für ihn kein Problem.

Gruß
Tom
 
Hallo Dustin,

Tom hat Dir schon alles Wichtige gesagt. Wenn es Dir möglich ist, suche Dir bitte Leute, die Dich durch ihre Teleskope schauen lassen, am besten eine Sternwarte bei Dir in der Gegend. Zum Teleskop könnte ich jetzt meine Vorliebe nennen, aber das muss nicht Deine sein, daher behalte ich das für mich. Man muss es tatsächlich durch Tun herausfinden, was einem liegt und gefällt.

Einziger Tipp von mir: In Sachen Okularen würde ich mit einem vernünftigen Zoom-Okular anfangen. Auch das kann man immer benutzen, ist mobil sehr praktisch und viele Zooms stehen mittelpreisigen Festbrennweiten nicht nach. Gerade zu Beginn wirst Du damit nicht weniger sehen als mit hochpreisigen Einzelokularen.

Das hier kann ich zum Beispiel empfehlen:

Für höhere Vergrößerungen dieses, je nach Teleskopwahl:

Die sind beide sehr gut und darüber herrscht in der Community sogar mehr oder weniger Einigkeit. Falsch machst Du damit nichts. Die kosten zusammen soviel wie Dein oben verlinkter Koffer, sind aber deutlich besser.

Aber auch bei Okularen gilt, dass das oft sehr subjektive Dinge sind, Präferenz Augenabstand zur Linse, mit und ohne Brille, sind halt sehr individuell.

CS Olaf
 
bei unserem Stammtisch ist seit ein paar Monaten ein leiber Mensch dabei, der sich dieses Teleskop gekauft hat:
ha... :D mit der Kombination habe ich auch angefangen.
Ist allerdings alles mittlerweile weiter gewandert.
Die Sky Watcher EQ3-2 ist eine feine kleine Montierung. Ist recht kompakt und nicht übermäßig schwer.
Kann später auch mit Motoren für die Nachführung ausgerüstet werden. Funktioniert bestens und ist eine schöne Erleichterung. Reduziert auch das Nachschwingen, im Gegensatz zu manueller Nachführung.
Der Sky Watcher Newton ist auch gut. Sauber kollimiert macht er ein schönes Bild.

Was mich dann später etwas gestört hat, die Kombination passt nicht ganz zusammen. Schwingt halt etwas länger nach. Kann man aber mit klar kommen.
Die Okulare, gehen zwar für den Anfang, würde ich aber nach und nach austauschen.
Die beigelegte Barlow, wenn die immer noch dabei ist, taugt nichts.
Den Sucher habe ich auch ausgetauscht.

Gruß
Mathias
 
Noch zur Illustration drei Bilder, die den Anblick von Jupiter, Mars und Mond in einem 20cm Newton bei 216facher Vergrößerung simulieren.
Erstellt mit Eye&Telescope. Der Kreis mit den Himmelsrichtungen dran stellt den Rand des Gesichtsfelds im Okular dar.

Wie man sieht: Planeten sind klein...

Okularanblick von Jupiter 20cm Newton 216fach.png


Okularanblick von Mars 20cm Newton 216fach.png


Okularanblick von Mond 20cm Newton 216fach.png


Mondbeobachtung geht mit jeder Scherbe, Planeten ist anspruchsvoller.

LG Tom
 
Moin!

Bei diesem Budget kann man für das Maximal an Leistung (gerade für Planeten) bestimmt nur den Gebrauchtkauf eines 150/1200 mm oder 200/1200 mm Dobson empfehlen. So ein Teleskop wäre den hier bereits genannten Neukäufen schon mal überlegen. Ein visueler Beobachter sollte zu Anfang nicht unnötig Geld in die Montierung verschwenden, sondern eher in die Optikgröße investieren. - Und da gibt es eben die Dobson-Teleskope, die genau für solche Einsätze gebaut sind.

Seit Wochen schon tauchen Teleskope in der Größenklasse gehäuft im Gebrauchtmarkt auf. Oftmals sind das nahezu neuwertige Gerätschaften, die leider auch von zunächste begeisterten und dann gefrusteten Neuensteigern meist aus Zeitmangel abgegeben werden. Ab und an kann man da ein Schnäppchen machen, denn die Preisspanne ist ziemlich groß. Verhandlungsgeschick ist also gefragt.

Beilage-Okulare bei sogen. "Kaufhaus-Teleskopen" sind durchweg von mäßiger Qualität. Auch wenn man sich in dem Bereich verbessern will, kostet das nicht unerheblich Geld. Das sollte bei eiener Kalkulation der Anschaffungskosten für ein brauchbares Instrumennt mit eingerechnet werden (50% der Anschaffung).
 
Hol dir einen Maksutov 100mm oder besser 127mm. Sehr gut bei Planeten und ist transportabel. Aber bei 500€ Budget bleibt dir kaum was übrig für Montierung und Zubehör. Du kannst dir auch, wie schon vorgeschlagen, und wird immer vorgeschlagen, einen 8 Zoll Dobson holen. Und hol dafür gleich den passenden Rucksack, da du ja auch zu Fuß unterwegs sein willst/musst. 8 zoll Dobson ist der Inbegriff des transportablen Teleskopes, vor allem zu Fuß
 
Hallo Dustin,

ich habe dich so verstanden, dass du dir die Planeten einfach erst mal als solche ansehen willst. Das geht durchaus auch mit etwas kleinerem Gerät. Erst vorgestern habe ich hier mit Genuss Jupiter mit einem guten 50mm Linsenfernrohr beobachtet, das bei ruhiger Luft durchaus 125fache Vergrößerung verträgt und auf einer Vixen Porta Montierung kein bisschen wackelt und dank der Feinbewegungen prima nachgeführt werden kann. Nicht, dass ich keine größeren Geräte habe, aber diese Kombination kann ich locker vor die Türe tragen, wenn ich mal kurz gucken will.

Da ich seit über 60 Jahren Sterne gucke, habe ich das beobachten mit Fernrohren dieser Größenordnung gelernt. An den Planeten siehst du:
Merkur als winzig kleine Sichel -
Venus zeigt dir von der kleinen Scheibe bis zur großen Sichel ab 30fach ihre unterschiedlichen Gestalten -
Mars kann dir bei optimalen Bedingungen und Beobachtungserfahrung die Polkappe und die große Syrte zeigen -
Jupiter wird von seinen 4 großen Monden begleitet und zeigt schon ab 30-40fach seine Äquatorialbänder -
Saturns Ring zeigt bei der gleichen Vergrößerung dass er einen Ring hat -
Uranus kannst du so ab 100facher Vergrößerung als blasses Scheibchen sehen, wenn du ihn gefunden hast.

Am Mond bietet dir ein gutes kleines Fernrohr mehr Details, als du mit Mondkarte auswendig lernen kannst.

Um so etwas zu sehen, kommen Fernrohre wie 60/900, 70/700 Refraktor in Frage. So etwas findest du hier im Forum immer wieder gebraucht und damit bezahlbar. Gutes altes ist hier meist deutlich besser als schlechtes fabrikneues. Bis auf 2 Zeiss Geräte (vor 35 Jahren) habe ich mein ganzes Zeug aus zweiter Hand und bin damit gut gefahren.

CS Gerhard
 
Hallo Dustin,

Ich würde auch ein gebrauchtes Mak empfehlen. Ein Skywatcher SkyMax 127 gibt es für 200 - 250 Eur. Dazu eine solide azimutale Montierung, zum Beispiel eine Castor Ii von Berlebach mit entsprechendem Stativ.

Der Gebrauchtkauf kann etwas Zeit in Anspruch nehmen aber solche Geräte tauchen immer wieder im Marktplatz auf.

Das Mak hat den Vorteil, dass es sehr gut zu transportieren ist und auch hervorragend für Tagesbeobachtungen geeignet.

CS.Oli
 
Hi Dustin,

von den verlinkten Sachen kann ich keines empfehlen. Die Geräte sind zu schwach montiert und der Kofferinhalt ist eher von moderater Qualität und in Teilen wenig nützlich. Mit Deinem Wissensstadium ist die Gefahr sehr sehr groß, dass Du den großen Versprechen und überbordender Werbung erliegst, wie es ganz vielen geht. Leider. Zusammen mit den Gedanken an die Kosten verlieren die Leute dann oft, weil das Zeug wieder verkauft wird oder im Keller nach wenigen Versuchen im Zweifel für sehr sehr lange Zeit verschwindet.

Da Du die Entscheidungen am Ende treffen musst, was Deine Seherwartungen erfüllt und was Deinem Verständnis von Transportabilität entspricht, bist Du am Besten beraten, wenn Du es selbst erfährst.
Im jetzigen Stadium heißt das Probe kucken und daraus dann konkrete Erfordernisse zu definieren.
Das Liveerlebnis wird Dich viele Schritte weiter bringen als die bisherige Recherche.

Vereine und Gruppen bieten sowas meist an. So Du im Rhein-Main Gebiet wohnst und das Wetter mitspielt, bist Du am Freitag Abend gerne hier in der Sternwarte zur Fernsprechstunde eingeladen.
CS
 
So ein Sky-Watcher Maksutov 127/1500 steht hier im Biete Bereich gebraucht im Angebot (nicht von mir und ich bin mit dem Verkäufer weder verwandt, noch bekannt), vielleicht kann man sich mit dem Anbieter mal austauschen und über die eigenen Erwartungen sprechen.
 
Ich würde auch ein gebrauchtes Mak empfehlen.
Hallo,
das war für die Planetenbeobachtung auch mein erster Gedanke.

Als Montierung die schon oben erwähnte EQ3-2 ist noch gut transportabel, das Nachrüsten mit einem Nachführmotor bringt viel, weil das Zielobjekt im Gesichtsfeld bleibt. Beim Newton ist zu bedenken, dass das Einblickverhalten bei einer azimutalen Montierung problematisch werden kann. Wenn die Montierung eingenordet ist und Du ein Ziel eingestellt hast, weist der Okularauszug schon mal in "orthopädisch herausfordende Richtungen.
Ein Maksutov-Teleskop hat für Planeten den Vorteil, dass es die nötige Brennweite aufweist zumal es konstruktionsbedingt auch sehr kurzbauend ist. In Verbindung mit der EQ3-2 ist das ganze noch einigermaßen mobil: Einigermaßen weil Montierung + optischer Tubus + Gegengewicht = da kommt schon was zusammen (jedes Teil ca. 3.x kg). Stativ und Zubehör will auch noch mitgenommen werden.
Der oben empfohlene Bollerwagen wird dir nach der Anfangseuphorie sinnvoll erscheinen; außer der ganze Spaß muss nur wenige Meter in den Garten getragen werden, dann geht das auch am Stück. Den Tubus würde ich aber separat tragen.

Ein kleiner Mak auf einer EQ 3-2 bleibt immer ein kompaktes Gerät für Schnellspechteln oder Reise. Falls du mal irgendwann ein größeres Teleskop willst, bleibt das ein gutes Zweitgerät.

Die von dir verlinkten Geräte werden schon mal gerne eher als Aussteiger- denn als Einsteigergeräte bezeichnet. Gibt lieber ein bisschen über Deinem Budget aus. Das tut nur einmal weh und Du kaufst nicht zweimal.

Viele Grüße
Uwe

P.S.: Bei einem Astroverein mal durch ein Teleskop gucken ist unbedingt sinnvoll! Erwartung und Realität können sich divergent zueinander verhalten.

P.P.S: Auch ein 6"er geht noch visuell so eben auf eine EQ3-2 ist aber dann grenzwertig. Das Standardalu-Stativ kommt da an seine deutlichen Grenzen.
 
Hallo,

Beim Newton ist zu bedenken, dass das Einblickverhalten bei einer azimutalen Montierung problematisch werden kann. Wenn die Montierung eingenordet ist und Du ein Ziel eingestellt hast, weist der Okularauszug schon mal in "orthopädisch herausfordende Richtungen.

Das stimmt nicht.
Bei einer azimutalen Montierung, wie sie auch eine Dobson-Montierung darstellt, bleibt der Okularauszug immer an der gleichen Position und verändert diese nicht. Anders ist es bei einer äquatorialen oder parallaktischen Montierung. Bei solchen Montierungen rotiert der Okularauszug um die Längsachse vom Teleskop, jeweils abhängig von der Position am Himmel auf der das Teleskop zeigt.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo zusammen,

Danke für die schnellen und ehrlichen Antworten. Ich werd mir alles paar mal in Ruhe durch lesen mir anschauen und das nochmal überdenken. Jetzt weiß ich schonmal wonach ich schauen muss.

Hab aufjedenfall jetzt schon mal mehr durchblick als vorher.
Plus Die Idee bei einem Verein mal zu fragen/vorbei zu schauen hatte ich gar nicht aufm Schirm.
 
Hallo zusammen,

Danke für die schnellen und ehrlichen Antworten. Ich werd mir alles paar mal in Ruhe durch lesen mir anschauen und das nochmal überdenken. Jetzt weiß ich schonmal wonach ich schauen muss.

Hab aufjedenfall jetzt schon mal mehr durchblick als vorher.
Plus Die Idee bei einem Verein mal zu fragen/vorbei zu schauen hatte ich gar nicht aufm Schirm.

Hi Dustin,

ich schließe mich dem an! Schaue unbedingt mal in einer Sternenwarte oder bei einem Hobby-Treffen vorbei. Wenn da gar nichts geht, kann man auch hier fragen, ob es Sternenfreunde in Deiner Wohnregion gibt, die Dir Einblick in unterschiedliche Geräte/Systeme ermöglichen. Hintergrund dieser Empfehlung ist, Deine Vorstellungen und Erwartungen mit der Realität abzugleichen, und das gleich aus mehrfacher Sicht. Das Internet und die Medien sind voll mit astronomischen Hochglanzbildern, die Begehrlichkeiten wecken, die dann nicht selten unsanft mit Beobachtungsrealitäten kollidieren. Viele Einsteiger suchen dann aus einer Mischung aus Überforderung und "I want it all" - Mentalität" Teleskope vom Typ "die eierlegende Wollmilchsau" - die gibt es in den spezialisierten, jedoch physikalischen Grenzen dieses Hobbys nur sehr bedingt, nichtsdestotrotz agiert man im Rahmen einer dedizierten Optik. Dein Budget ist mit 500€ relativ eng. Es ist daher wichtig genau zu wissen, wo Deine Präferenzen wirklich liegen, wenn Du mehr im Thema stehst, Geräte erlebt hast und eine möglichst konkrete Vorstellung hast, was Du für Dein Geld bekommst. Thomas Pfleger hat Dir hier schon toll geantwortet und bspw. die Sichtungssimulationen mit einem 200er Newton dargestellt. Auch die schon vorgestellten Dobson Teleskope bieten Einsteigern tolle Preis-Leistungs-Möglichkeiten gerade bei Deinen Präferenzen der Planetenbeobachtung.

Der nächste, eminent wichtige Punkt ist:, wie Du hier im Forum merkst, sind die Möglichkeiten dem Hobby Astronomie nachzugehen enorm vielfältig. Unterschiedlichste Teleskope, rein visuelle Beobachtung mit unterschiedlichsten Okularen, elektronisch assistierte Astronomie (EAA), Astrofotografie und die boomenden, kleine, Smart-Teleskope. Quasi ein Dschungel an Möglichkeiten mit ganz unterschiedlichen Investitionsspannen und vor allem dazu auch nötigen Lernkurven. Und zuletzt geht es eben auch darum, Dein persönliches Setting mit diesen Möglichkeiten abzugleichen. Sollen es wirklich ein rein auf Planeten zugeschnittenes Setup sein, geht weiter über den Aspekt Lichtverschmutzung an Deinem Wohnort ( siehe-> Lichtverschmutzungskarten | Bortle-Skala (2026) ), Deine persönlichen Möglichkeiten (Bastler ja/nein, soll das Equipment reisen oder im Garten bleiben, All-in-one Lösungen, technische Affinität, (astro-)physikalisches Verständnis usw.). Um das zu sortieren eben genau diese, anfangs sehr allgemeinen Empfehlungen. Zum Schluss noch ein Tipp, der mir anfangs auch geholfen hat: Ein Field-of-View-Calculator: astronomy.tools - hier kannst Du mit fortgeschrittener Orientierung Setups simulieren - sprich, was sehe ich mit welchem Gerät. Das bildet wohlbemerkt noch nicht die Sichtungsqualität wieder (das hat gerade visuell viel mit Erfahrung zu tun), sondern nur das physikalisch mögliche Sichtfeld.

Viel Spaß bei der Orientierung
CS Thomas
 
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