Teleskop geeignet?

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Albsucher

Mitglied
hallo,

...und wieder frage ich als ein Astronomie-Anfänger: ist das folgende Teleskop geeignet für mich?

Es geht um dieses hier: http://www.astroshop.de/teleskope/komplettpakete/skywatcher-114-900mm-eq-2-komplettpaket
Ich weiß, es ist falsch rum abgebildet und zeigt nach unten, was nicht gerade professionell ist - aber man kann es ja rumdrehen...

Hab mal bei http://www.deepsky-brothers.de nachgesehen, die haben da ein ähnliches in den Testberichten drin.

Was will ich damit tun:
- ein günstiges Einsteigerteleskop haben um mal den Einstieg zu bekommen. Ich möchte mal genügsam anfangen. Ich weiß dass die Preisgrenze und damit die Qualität nach oben offen ist.
- ich habe bewusst ein Teleskop gewählt, das diesen Durchmesser hat, da ich momentan nicht nur DeepSky machen möchte sondern erstmal Beobachtung von Sternen, Mond, Planeten und die ein oder andere Galaxie (hmmm...ob das so korrekt ausgedrückt ist?)
- Details bis zum letzten Steinchen möcht ich eigentlich gar nicht sehen.
- Teleskop soll zwar transportabel sein aber wenn dann nur mit PKW, daher ist für mich das gewicht zweitrangig (in erster Linie benutze ich es auf meiner Terasse).

Hoffe ich hab das mal so etwa alles rüberbringen können.
Wäre dankbar für eure professionelle Meinung. Alternativvorschläge bitte in etwa dieser Preisklasse und wenn möglich mit Händlerangabe.

Vielen Dank schonmal im Voraus!
 
Hallo und willkommen bei astronomie.de,

der 114er Newton mit 900mm Brennweite ist ein schönes Anfängergerät, weil Planeten gut rüberkommen und auch für Deepsky-Anfänge schon ausreichend Öffnung zur Verfügung steht.
Allerdings ist die EQ 2 für dieses GErät ziemlich unterdimensioniert.
Darüberhinaus solltest Du auch einen Justierlaser/Okular einplanen, da Newtons die schlechte Eicgenschaft haben, sich gelegentlich zu dejustieren.

Gruesslies/cs

Carsten

Übrigens: Das ist ein Newton, der beim astroshop völlig korrekt dargestellt worden ist (Einblick oben) :-))
 
was meinst du mit unterdimensioniert? Ist es damit labil? Oder wackelt es nur zu sehr? Welches Stativ wäre denn dafür geeigneter?
und was heißt Justierlaser/Okular? Was bedeutet in diesem Zusammenhang dejustieren? Was muß ich da machen?
 
Hallo,

Du warst doch schon auf der Seite vom Armin (deepsky-brothers.de) da gibt es auch eine Übersicht, über sinnvolle Kombinationen (Teleskop/Montierung), die EQ2 ist mit dem GEwicht/Hebel) eines 114/900er Newtons wirklich am absoluten Limit, von Spaß kann da keine Rede mehr sein, wenn es wackelt, wie ein Lämmerschwanz und beim Nachführen mit Ausschwingzeiten von mehreren Sekunden gerechnet werden muss (bis das Teleskop ausgeschwungen ist, ist das Objekt dann evtl. schon wieder aus dem Blickfeld).
Eine EQ 3-2 sollte es imho schon sein.

Das mit dem Justieren, hm ja was soll ich da schreiben?!

Du solltest evtl. mal Kontakt zu Sternfreunden in Deiner Nähe suchen und mit denen schwätzen, das bringt für die Kaufentscheidung (auch im Bezug auf Okulare und Zubehör) mehr, als monatelanges Surfen oder Kataloge wälzen.

Gruesslies/CS

Carsten
 
Hallo Ralf und herzlich Willkommen im Forum,

das abgebildete Teleskop schaut schon richtig herum in den (allerdings horizontnahen) Himmel. Es ist ja ein Spiegelteleskop nach Newton - vielleicht schaust Du Dir mal auf unserer Portalseite links in den Links Wissenswertes für Einsteiger und zu Bauformen von Teleskopen an.

Bei der Wahl eines geeigneten Teleskops ist einiges zu beachten, um möglichst wirtschaftlich sein Budget anzulegen. Um überhaupt einen Eindruck zu erhalten, ist es sehr anzuraten, erstmal Kontakt zu Sternfreunden in der Nähe aufzubauen und mit diesen unterm Firmament im Gespräch deren Geräte auszuprobieren. Kontaktaufbau könnte über unser Treffpunktforum, über unsere Mailfreundschaften (Portalseite astronomie.de) oder über unser Astronomie-Vereinsverzeichnis (GAD - Link links oben auf der Astronomie.de-Portalseite, nicht die Forenstartseite) gelingen. Eigene Erfahrungen sind kaum zu ersetzen.

Das von Dir verlinkte Teleskop ist meines Erachtens sehr schwächlich montiert. Es wird viel Gewackel geben, beim Scharfstellen, bei Windstößen und auch beim Nachfahren in den Achsen zur Ausrichtung. Hier würde ich - WENN es denn dieses Gerät werden sollte (erst probieren!!) - auf eine stabilere Montierung setzen. Hilfreich ist die Tabelle auf den Seiten von den Deep-Sky-Brothers: unter "Einsteiger" -> "Rund um Montierungen" und dann im Text unterstrichen anklicken "Tabelle". Bei Deinem Budget-Rahmen ist eine Lidl-Monti (auch etwa Cosmostar, Astro-3) ein gerade machbares Minimum.

Um eine Marktübersicht zu erhalten, mal die Homepages unserer Händler (graue Namen im Biete-Forum) absurfen. Auch Gebrauchtgeräte von Sternfreunden sind hier eventuell zu finden. Ein Angebot habe ich grad mal angeschaut: hier.
Ich würde aber mal alle Händlerseiten durchgehen. Vor allem aber Kontakte zu Sternfreunden in der Nähe aufbauen.

Zu einem Teleskop brauchst Du Okulare. Sollte es ein 114/900 werden, würde ich persönlich auf jeden Fall ein 32er Okular (in Deiner Preislage m. E.) Taiwan Super-Plössl andenken, ein eventuell beiliegendes 20er oder 25er würde ich da wandeln. Das 32er bringt Dir nämlich eine Art Übersichtsvergrößerung (gering) mit hoher Austrittspupille (Lichtstrom am Okular - wichtig für schwache Flächenobjekte) und dem größtmöglichem Feld für dieses Gerät. Darauf aufbauend würde ich - wie gesagt, WENN es denn nach ausprobieren auf dieses Gerät hinauslaufen sollte - die weitere Okularpalette ausrichten. Das kann durchaus bedeuten, auch eventuell andere Beiliege-Okulare zu wandeln. Unverbindliche Möglichkeiten wären da - nochmals diskutieren, wenn Du Deine Wahl besonnen getroffen hast - für den Anfang ein Okular für Mittlere und eines für höhere Vergrößerungen, oder auch eins der mittlerweile verfügbaren ziemlich niederpreisigen Zooms (z. B. 8-24 mm).

Um Dich besonnen zu entscheiden, solltest Du 1. Kontakte aufbauen, und Geräte probieren, Objektklassen und Bedingungen kennenlernen 2. Wissen anlesen (Einsteigerseiten, Literatur), 3. Markt beobachten und sondieren.

Bereits für das doppelte Budget bekämest Du - nur mal so zum Nachdenken - einen 200/1200-Dobson. Ist natürlich klar mehr Budget. Aber die Möglichkeiten sind VIELFACH höher, die ein solches Gerät bietet. Ich habe in letzter Zeit mehrfach die erheblichen Vorteile eines solchen Gerätes für visuelle Beobachtung und budgetbegrenzte Investoren dargestellt - einfach mal auf meinen Namen klicken, dann unten sich meine Beiträge mal ansehen in einer Übersicht und dann im Einsteigerbereich mal rumlesen (einmal vorblättern). Als ganz kurze Zusammenfassung: 8" heißt hohe Auflösung, hohe Vergrößerungsfähigkeit, riesiger Arbeitsbereich (große Felder gehen auch weitwinklig), Zwei-Zoll-Okular-Auszug, Geld geht in die Optik. Damit geht visuell im Budget alles. Vor Jahren war sowas in einem ganz ganz anderen Preisbereich. Ich habe selbst ein solches Gerät und nach allen Erfahrungen auch an Geräten von Kollegen muß ich sagen, die Preis-Leistung in dieser Kostenregion ist unübertroffen. Es mag mit Okularen das dreifache Deiner "Hausnummer" kosten, leistet aber das zigfache. Nur so zum Nachdenken - am wichtigsten, ist das alles mal live zu erleben. Deshalb Kontakte suchen!

E-Bay halte ich für Einsteiger eine schwierige Quelle. Das ebay-Gerät scheint mir untermontiert zu sein.

Allgemein hätte ich noch zu sagen, daß für Galaxien als schwache Flächenquellen vor allem Öffnung und AP zählen, nicht so unbedingt die Stärken eines 114/900.

Des weiteren ist leider mit Planeten erstmal nicht so viel los. Jupi steht sehr tief im horizontnahen Dunst und vor allem sehr luftunruhigen Schichten da unten. Saturns Ringöffnung wird immer geringer, Mars bleibt klein, Venus ist m. E. nicht wirklich visuell besonders spannend bis auf die Sichelform, und die Exoten Merkur und Uranus sind sehr schwierige Objekte, wo selbst bei unseren "Profis" alles stimmen muß, was selten genug der Fall ist.

Dennoch gibt es auch für einen 114/900 reichlich Objekte, die freudvoll zu beobachten sind.

Weiter sind folgende Faktoren bei einer Auswahl immer hilfreich:

1. Himmelsqualität (Großstadt, Land, Gebirgshimmel)
2. Luftruhebedingungen (Balkon, eher über Dächer, Straßen, Industrie oder Wald, Wiese, Wasserflächen?)
3. Transportabilität (max. Einzelgewicht, max. Länge)
4. Objektklassen
5. Gesamtbudget (okularseitige Ausstattung bedenken), evtl. Nachsparen wieviel in welchem Zeitraum (Aufstockung)

Pakete von mehreren Teilen geben in der Regel Preisnachlässe, auf Messen/Teleskoptreffs/bei Aktionen von Anbietern ebenfalls. Warten kann also lohnen.

Ich hoffe, ich habe den ein oder anderen hilfreichen Gedanken beisteuern können,

klare Himmel, Top-Bedingungen und einen schönen Einstieg wünscht Dir

Matthias.

Edit: 2 Ergänzungen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Ralf!

> Ich weiß, es ist falsch rum abgebildet und zeigt nach unten, was nicht gerade professionell ist - aber man kann es ja rumdrehen...

Häh...? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" /> Bist Du sicher, daß Du weißt, wie der Strahlengang in einem Newton funktioniert? Das Teleskop auf der Abbildung ist richtig herum aufgebaut...

Montierung: Was gemeint ist...
Diese Kombination mit der EQ-2 wird bei der kleinsten Berührung des Teleskops (z.B. beim Scharfstellen) und schon bei wenig Wind anfangen zu zittern. Da Du diese Bewegungen beim Blick durchs Okular alle mitvergrößerst, siehst Du nur ein zittriges Bild. Dehalb wird für so eine Optik ein stabilerer Unterbau (Montierung ab EQ3-2 z.B. und ggf. ein Holzstativ) empfohlen.

Laser / Justierokular:
Zuallererst: Newtons verstellen sich nicht aus heiterem Himmel. Oft werden sie allerdings dejustiert angeliefert, und dann muß man eben ran und die Optik justieren. Hilfsmittel sind dabei Justierlaser und Cheshire-Justierhilfe (-okular). Wie sowas funktioniert, ist hier in den entsprechenden Boards erklärt, ansonsten füttere Google mit diesen Stichworten.
Ab und zu - besonders nach Transporten - sollte man die Justage eines solchen Newton kontrollieren. Man sieht Dejustagen ziemlich schnell an defokussierten Sternen. Wenn man mit der Optik vernünftig umgeht, hält so eine Justage ziemlich lange. Ein 114/900er Newton verzeiht auch ein wenig Dejustage, das ist nicht ganz so kritisch wie bei anderen Systemen.
 
Hallo Ralf,

ich habe etwas für meinen Beitrag gebraucht, mittlerweile ging die Diskussion schon weiter...

Zu wackelig basiert erstmal auf dem Montierungskopf (Achsenkreuz). Sicher kann auch ein Stativ zu unterdimensioniert ausgelegt sein, aber in dieser Minimalgewichtsklasse ist das Achsenkreuz die meist überforderte Komponente. Übrigens: ein Dobson (etwa 200/1200) hat diese Probleme prinzipbedingt schon mal gar nicht.

Newton-Teleskope muß man zur vollen Leistung justieren. Da gibt es reichlich Anleitungen, z. B. von unserem Mitglied "Pteng" (Ekkehard). Damit stellst Du die Spiegel richtig zueinander ein. Das muß man einmal begreifen, hat bisher noch jeder geschafft, etwas üben und dann ist das kein Problem. Der Fangspiegel verstellt sich eigentlich nie (es sei denn, Du fährst Paris-Dakar mit dem Gerät), das ist also quasi eine einmalige Sache. Den Hauptspiegel justierst Du kurz jeden Abend am Stern (Feinjusti), auch keine große Sache (Drehen an Griffschrauben am Hauptspiegelende beim gleichzeitigen Einblick ins Okular). Ein Justier-Laser kann hilfreich sein, ist aber keine Pflicht. Ein 114/900 mit etwa f/8 ist a) leicht zu justieren, b) relativ unempfindlich auf leichte Dejustage und c) ziemlich justierstabil. Leichter gehts sozusagen kaum. Alles gut machbar, mit den guten Anleitungen auch für Einsteiger. Geräte mit den Fähigkeiten eines 114/900, die nicht justiert werden brauchen und voll vergleichbare Leistung bringen, kosten ein VIELFACHES. Bei engem Budget würde ich mir die wenigen Kniffe aneignen und nicht laaange sparen wollen, wenn ich denn zeitnah einsteigen wollen würde.

Ich wiederhole nochmals: 1. Wissen (Einsteigerseiten, Literatur), 2. Kontakte, Probieren (Sternfreunde in der Nähe), 3. besonnene Entscheidung, 4. gezielt investieren (ggfs. lohnen Pakete aus Teleskop und Okularen, Aktion, Messe, Gebrauchtangebot abwarten).

Alles Beste,

Matthias.
 
Danke erstmal für eure Tips die ich bisher erhalten habe, sie haben mir alle geholfen.
das mit dem "verkehrt rum" ist ein Fehler meinerseits, hatte es verwechselt mit den anderen Systemen. Es sei mir verziehen *g*
Das mit dem Stativ ist natürlich nicht ideal wenn es so wackelt wie ein Kuhschwanz. Muß mal anfragen oder mich umsehen obs das nicht mit nem besseren auch gibt.
Die Sache mit den Okularen muß ich mir mal überlegen...
 
Hallo Ralf,

wie ich schon schrieb ist es vermutlich nicht das Stativ (3 Beine), die das Hauptproblem sind, sondern das Achsenkreuz (Montierungskopf). Eine Astro-3 (Cosmostar, Lidl) wäre für solche Geräte unbedingt zu empfehlen für freudvolles Beobachten.

Daß Du den Markt sondierst, ist klug. Ständige Nachfragen: "und dieses? Wie wäre denn jenes? Was sagt ihr zu dem da..." allerdings deuten vielleicht darauf hin, daß Du in Sachen Kontakte (Gespräche, Ausprobieren, direkte Erfahrung!) und Grundwissen noch etwas Zeit investieren könntest. Auf der Portalseite von astronomie.de links sind viele Links mit Wissenswertem.

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Ich wollte jetzt nicht jedes Teleskop oder jeden Refraktor nachfragen bei euch - das macht sicherlich wenig Sinn.

In Sachen Teleskop/Refraktor und dazu passendes STtiv allerdings bin ich ehrlich gesagt überfragt. Der eine bezeichnet es es als annehmbar der andere als wackelig, daher frag ich diese Frage eher hier im Forum wo mehr Leute mir praktische Erfahrungen geben können - eben weil der eine oder andere es bereits besitzt.

Kontakt aufgenommen mit dem örtlichen Astro-Verein hab ich schon. Ich werd da auf jeden Fall mal auf Antwort warten und bestimmt gute Tipps bekommen.

Dennoch interessieren mich natürlich eure Meinungen und Erfahrungen - wie gesagt, hier sind einfach genug leute vertreten...
 
Hallo Ralf,

wenn der 114/900 gerade eben sinnvoll mit Freude auf der Astro-3 verwendet werden kann, ist es eher naheliegend, daß dann ein größeres, längeres, schwereres und mehr Hebelarm aufbringendes Gerät in Richtung untermontiert mit Abstrichen geht.

Der Kaufpreis des verlinkten 127/1000 auf Astro-3 liegt schon sehr nah am 8"-Dobson (200/1200), den ich neulich irgendwo bei einem Händler neu für 249 Euro gesehen habe. Das würde ich bedenken: knapp ein Drittel mehr investiert und ein VIELFACHES der Möglichkeiten.

Am 127/1000 gefällt mir persönlich nicht: der relativ große Fangspiegel (40 mm angegeben), der für den mit dem Auge beobachtenden Nutzer die Abschattung leider deutlich erhöht (31%). Visuell genutzte Newtons sollten unter 25%, besser noch unter 20% bleiben, wie beim 114/900 z. B. (22mm bzw. 19%). Der 127/1000 ist so gesehen visuell nicht so günstig konstruiert. Für Foto ist der relativ große Fangspiegel zwar schlau, aber wer macht mit einem f/8-Gerät schon Fotos? (Laaaange Belichtungszeiten, dafür dann sehr steife und sehr genaulaufende Montierung nötig, EXTREM teuer im Vergleich, dann würde man auch auf eine spezielle Fotooptik setzen...).

Dann gabs da noch so eine Formel zum Kontrastdurchmesser: Öffnung-Abschattung: da wäre der 114/900 bei 114mm-22mm=92mm, der 127/1000 bei 127mm-40mm=87mm. Auch hier sieht das 127er Gerät nicht so gut aus.

Schließlich: die genannten Teleskope haben dank ihres langen Öffnungsverhältnisses (114/900 etwa= 127/1000 etwa = 1/8, man sagt f/8, "Blende 8", Öffnungszahl 8) gerade noch vertretbare shpärische Spiegel (Form: Kugelschale). Eigentlich sollen Newtons parabolische Spiegel haben, der Unterschied bei solch kleinen Hauptspiegeln und f/8 zur Kugelschale ist aber sehr gering. Sphärische Spiegel sind in der Massenfertigung niederpreisig und recht genau - an der Sphäre, leider nicht an der Parabel. Für perfekte Höchstvergrößerung am Planeten, Mond ist eine Parabel stark anzuraten oder das Öffnungsverhältnis sehr sehr lang zu wählen (120/1500 und mehr). Nun ist dieser Sphäre-Parabel-Unterschied für den 114/900 näher an der Parabel als beim 127/1000. Wenn der 114/900 also gerade gut beugungsbegrenzt ist (Strehl 80%), so ist dies für den 127/1000 nochmals schwieriger. Kommen dann noch leichte Dejustage, ein nicht so perfekt planer Fangspiegel (ist für den 22er auch niederpreisiger als für den 40er machbar) hinzu, ists mit der Beugungsbegrenzheit schnell vorbei. Im Hochvergrößerungsbereich dann also Einbruch: flaue Bilder, keine neuen Details.

Resümmierend würde ich also den bewährten, niederpreisigen, geringabgeschatteten und ausreichend auf Astro-3 montierten 114/900 vorziehen.

Das 127/1000-Gerät bietet zwar etwas mehr Öffnung (und damit theoretischer Auflösung), ist aber wg. geringerem Kontrastdurchmesser, höherer Abschattung durch den Fangspiegel, zu erwartender Oberflächenqualitäten bei den anderen Maßen (und damit Genauigkeitsforderungen) und höheren Anforderungen an die Montierung nicht unbedingt in der Lage diese theoretisch mögliche etwas höhere Auflösung an das Auge weiterzugeben. Im Hochvergrößerungsbereich gibt es vermutlich relative Probleme (Abschattung, Konstrastdurchmesser, Oberflächengenauigkeiten), im niedrigen Vergrößerungsbereich liefert das Gerät auch keine erkennbaren Vorteile gegenüber dem 114/900: Das Feld ist wegen der 1000er Brennweite mit einem 32er Super-Plössl sogar etwas kleiner als bei dem 114/900, die flächenobjektbezogene "Lichtmenge" (AP) gleich.

Ich würde meinen: mehr Kosten, m. E. untermontiert und keine wirklichen Vorteile erkennbar.

Soviel zu diesem Vergleich. Allerdings meine ich, daß Dir 1. Grundlagenwissen und 2. Kontakte zu Sternfreunden und das Probieren von Geräten und Gespräche über Himmel, Objekte, Geräte, Okulare und den ganzen Rest wesentlich mehr bringen, als knappe Texte hier im Web zu Fragen, die "vielleicht nicht im Sinne nachhaltig freudvollen Einstiegs" gestellt sind. Im Gespräch hat man einfach eine ganz andere Rückkopplung, ob etwas tiefgreifend verstanden wurde, als hier...

Klare Himmel, Top-Bedingungen und einen besonnenen Einstieg wünscht Dir

Matthias.
 
moin,

mensch, schreibt doch nicht immer solche romane, ihr überfrachtet unsere einsteiger <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
hab selber ein 114/900 und ich kann sagen, greif zu ner EQ3 oder besser. das ganze system ist noch recht transportabel, ein größeres will ich nicht rumschleppen wollen. außerdem nimmt es nicht soviel platz weg, wenn man es mal ne zeitlang nicht nutzen kann... bei ebay sind glaube grad 2 114ner newtons von vixen drin. man muß ja nicht immer marke kaufen, aber wenn du das forum mal so durchforstest, dann siehste schnell, das es doch schon qualität ist was man da fürs geld bekommt. meistens kostet so ein gebrauchtes vixen in etwa das, was ein neues newton anderer hersteller kostet. da das ganze recht teuer ist, kann man davon asugehen das es sorgsam behandelt wurde und daher meist in einem top zustand ist. aus diesem grund habe ich mir ein gebrauchtes vixen anstelle eines neuen bressers oder TS gekauft...

tschau norman
 
Hi Ralf,
einen 114/900 newton ist ein imho immer noch ein schönes Einstiegsgerät. Damit ist einiges machbar.
Allerdings mit rd 1m Länge übt es Helekärfte aus, welche die Montierung anders foredern als es kurze Geräte tun.
Auch aus praktischen Erfahrungen kann ich Dir sagen, die EQ2 wird kräftig wackeln und ist zu wenig.
Die Astro 3 ist etwas stabiler und geht zur Not noch. Wichtig hierbei ist, dass das eine beiliegende Gegengewicht nicht reicht. Vixen gab bei der baugleichen Cosmostar auch ein größeres Gewicht mit. Für die Astro 3 müßtest eines zus. kaufen oder ne hantelscheibe umfunktionieren.
Gut aufgehoben sind diese Newton auf einer EQ3, Skyview oder Vixen NP und größer.
Diese Montis sind immer noch recht handlich und leicht, aber deutlich stabiler wie die Astro 3.
Meine 114/900er hatte ich auf EQ3 - so ist der N auch auf der Hp zu sehen.

Okulare sind ein weiteres Thema, die man aber von Gerät abhängig behandelt. Wenn der Newton feststeht, dann ist die imho preiswerteste Lösung ein 32mm Plössl, ein 10mm Barium oder Super-Kellner und eine 1,5/2x Barlow-Linse.
Andere Lösungen kosten mehr würden aber ggf. gezieltere Investitionen sein und ggf. auch spezielle Okularforderungen unterbringen können.

CS
 
Also ich hab mich jetzt mal für das gerät entschieden, auch wenn es auf dem Stativ nicht optimal steht.
Für einen ersten Blick in die Sterne sollte es mal ausreichen.
Da ich es über die oben genannte EBAy Auktion ersteigert habe ist es vom Budget her doch sehr gut ausgefallen, d.h. wenn es mir doch zu sehr wackelt kann ich mir ja vom restlichen Budget noch ein besser geeignetes Stativ erwerben.

Nochmals danke für eure Hilfe - auch wenn ich sie nicht 100% befolgt hab. Aber ich denke ich hab damit zumindest mal ein qualitativ hochwertiges gerät erworben und mein Einstieg scheitert nicht an mangelnder Qualität des eigentlichen Geräts weil es schlechte optische Eigenschaften hat..
 
Hallo,

bevor du dich voreilig entscheidest: was nuetzt dir eine gute optische Qualitaet, wenn du sie nicht ausspielen kannst, weil (nicht nur bei hohen Vergroesserungen) das Bild staendig zittert?
Ich denke, du verspielst dir die optische Qualitaet und eventuell den Spass am Hobby, wenn die Zusammenstellung nicht passt.
Zu einem guten Teleskop gehoert mehr als ein guter Tubus ...

Gruesse,

Martin
 
Ich kann den einwand sehr gut verstehen, dennoch:
wie gesagt, das Budget dürfte noch für ein gescheites Stativ reichen... und jemand mit einem kleineren Teleskop freut sich bestimmt, wenn er/sie dann ein richtiges Stativ für sein/ihr Rohr bekommt.
 
Montierung, klar.
Irgendwann lern ich es noch, versprochen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Nun haben wir ja schon eine Weile nichts mehr vom Albsucher gehört. Liegts am bescheidenen Wetter oder an der grenzwertigen Qualität der Montierung ... ;-) ???

Ist doch immer wieder interessant, dass jemand fragt: "Taugt dieses Gerät was?" ... und egal was er dann zu lesen bekommt, kauft er am Ende i.d.R. genau das, was er schon zu Beginn "im Auge" hatte.
 
Ui, da ist ja noch einiges im Fred hinzugekommen...
Aber okay, hab mich lange nicht gemeldet, also wirds nun Zeit.
Inzwischen hab ich das Teleskop über die EBy-Auktion ersteigert. Ein vergleichbarer Kauf beim Händler mit Aufpreis für bessere Montierung wäre um ca. 200€ teurer geworden, auch wenn alles dann neu gewesen wäre. Vergleich hinkt ja, geb ich zu, aber ich bin ja Einsteiger. Und wenns auch etwas wackeliger ist al es sein sollte bin ich doch bisher sehr zufrieden. Hab die Teleskopfüße inzwischen mit Sand etwas gefestigt.
Vom sehen her klappts auch ganz gut, wobei ich mich bisher hauptsächlich mal mit dem Mond beschäftigt hab. Da der eh grad da ist und auch den "Rest" des Himmels doch recht stark erhellt machts wohl auch Sinn. Achja, Jupiter hab ich auch schon bemerkt, der ist ja grad abends ein wenig zu sehen.
Kontakt hab ich inzwischen zu Sternenfreunden meiner Nähe, denke da kann ich noch viel lernen.
Nochmals: ich hab euren Rat nicht "in den Wind" geschossen, auch ne Vorliebe für ein bestimmtes Gerät lag nicht vor, es war lediglich eine Frage des Budgets das man so als Einsteiger ausgeben möchte. Auch wenn die Monti ein wenig grenzwertig IST bin ich dennoch zufrieden bisher.SO wackelig ist sie dann auch wieder nicht, hatte sie schon bei recht gutem Wind draußen stehen und hatte ein sehr gutes und nicht verwackeltes Bild.
Insofern nochmals danke für all eure bisherigen und zukünftigen Tipps!
 
Hallo Albsucher,

doch nicht das für 86 Öre? Nicht schlecht und herzlichen Glückwunsch. Das mit dem Sand war schon mal gut. Versuch mal, das Ding auf Waschmaschinenvibrationsdämpfer ( die deutsche Sprache ist klasse, gell?) zu setzen. Das sind so runde Kunstoffpads. Ich bilde mir ein, das bringt was. Ich wünsche allzeit frohes beobachten.

Tschüss Bernhard
 
@bernsky
Doch, genau das hab ich erstanden. Hat wirklich preis- leistungsmäßig gut hingehauen. OK, die Monti ist grade mal noch so akzeptabel, aber es geht wirklich noch.
Die Idee mit den Vibrationsdämpfern muß ich mir mal ansehen, hab schon überlegt was man da statt der recht kleinen Spitzen nehmen kann dass das mehr Auflagefläche hat.
 
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