Moin Andreas!
> Also zB ob man damit Galaxien sehen kann und Jupitermonde oder doch eher nur den Mond oder so.
Pauschal gesagt: mit einer 70-mm-Optik kann man bspw. so gut wie alle in diesen Breiten erreichbaren Messier-Objekte erkennen. Darunter sind bekanntermaßen Offene Haufen, Kugelsternhaufen, Galaxien, Planetarische Nebel, Reflexionsnebel und ein SN-Überrest (M1). <lufthol>

Außerdem gehen damit natürlich die großen Planeten bis hin zu Neptun - daneben die kleinen Planeten (Asteroiden) und helle Kometen bis ca. +9 mag. Wenn das nicht Auswahl genug ist...
Der Mond bietet sich ann, sobald sich die Schattenwürfe zeigen. Einen Mondfilter brauchst Du bei 70 mm noch nicht. Viel eher sind bessere Okulare angesagt. Einfache WW-Okulare tun's bei so einem Gerät schon, evtl. auch solide Plössl (Preis neu um 30-60 EUR/Stück). Mit drei Festbrennweiten fängt man meistens an: 32/25 + 12/10 + 7/6 mm.
Da ich mir gerade selbst letzte Woche einen Bresser 70/900 mm-Refraktor günstig in der Bucht abgeschossen habe, noch ein Hinweis aus eigener Erfahrung. Ich prüfe bei solchen Refraktoren die Ausrichtung des Auszuges immer zuerst mit einem Laser. Bei meinem Instrument zeigte sich, daß der Laserstrahl ein Fingerbreit nach oben außerhalb der Objektivlinsenmitte zeigte. Sowas habe ich früher bei anderen Geräten auch schon gesehen. Mit den Stellmadenschrauben oben am Auszug war die Sache in Sekunden behoben. Diese Maßnahme sollte man durchführen, denn das Bild im Okular wird es einem danken.
Zweites Manko war der mitgelieferte, extrem billige Zenitspiegel. Der lenkte nämlich auch nicht um 90° ab... :augenrubbel: Da der Spiegel geklebt war und keine Verstellmöglichkeit bot, wurde er kurzerhand entsorgt. Anfang der Woche kommt dann ein Marken-Zenitspiegel, der allein das Dreifache des neuerstandenen Refraktors kosten wird. Mit ein bißchen Zukauf bei solchen Optiken muß man also rechnen.