teleskop mit 200mm öffnung

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ramses_r

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hallo zusammen!
ich bin schon seit längerer zeit auf der suche nach einem neuen teleskop...

meine vorgaben:
1. ich möchte deep-sky beobachtungen machen, sowie noch gute bilder von planeten erhalten
2. ich möchte später die möglichkeit haben mit meiner digitalkamera astrofotos zu machen.
3. komplett sollte das ganze nicht mehr als 1800€ kosten.

meine auswertung:
das teleskop sollte eine öffnung von 200mm haben. als montierung habe ich an die heq-5 oder eq-6 gedacht.

mögliche teleskope:
1. skywatcher newton 200/1000
2. gso newton 200/800
3. celestron c-8 (kommt auf 2000€ inkl. okularkoffer)

meine fragen:
1. welches teleskop würdet ihr mir empfehlen (kann auch eines sein, das nicht hier aufgeführt ist)?
2. wie ist die qualität der okulare und filter im koffer der celestron-aktion (das celestron ist nur wegen dieses koffers auf der liste)?
 
Hi Ramses,

da Du auch Planetenbeobachtung aufführst, fällt der GSO 200/800 schonmal heraus, da dieses Gerät spezialisiert ist auf DeepSky-Beobachtung und -Fotografie.

Ein sehr schöner Mittelweg ist das 200/1000, wenn Du einen guten Spiegel erwischst (Serienstreuung).

Das C8 ist für Planetenfotografie ganz brauchbar. Für DeepSky-Fotografie muß man schauen, wie weit man mit der afokalen Projektion kommt.

Du schreibst ja leider nicht, was Du fotografieren willst, ob Planeten oder DeepSky. Für Planeten ist eigentlich jede Digiknipse brauchbar, für DeepSky muß sie schon lange Belichten können, am besten 30 Sekunden oder noch länger. Da gibt es wenig Auswahl.

Überhaupt ist Deine Anforderung an Dein Teleskop die "Eierlegende Wollmilchsau". Das kann kein Teleskop liefern.
Du kannst mit einem DeepSky spezialisiertem 200/800 auch ganz wunderbar Planetenbeobachtung machen, nur gibt es eben andere Geräte mit 200mm Öffnung, die am Planeten besser sind. Andersrum hat das 200/800 seine Stärken in tollen Widefield-Möglichkeiten und in kurzen Belichtungszeiten bei der DeepSky-Fotografie.

Das 200/1000 ist ein Mittelweg zwischen kurzer Baulänge um die Montierung zu entlasten, fotografischer Eignung (kurze Belichtungszeiten) und Planetenteleskop (Obstruktion deutlich kleiner als bei f/4).

Das C8 setzt auf extrem kompakte Abmessungen und ist ein visueller Allrounder, während die Fotografie wegen der langen Brennweite (lange Belichtungszeit) leidet. Mit f/6,3-Redcuer wird die Belichtungszeit kürzer, aber das Kleinbild-Format wird nicht mehr komplett ausgeleuchtet. Das Spiegelshifting macht für die Nachführung einen Off-Axis-Guider statt eines Leitrohres notwendig. Für Planetenfotografie kann aber die lange Brennweite sehr willkommen sein.

Damit das ganze kein Roman wird, bitte ich Dich, im Board "Astrobilder Allgemein" die Threads (Suchfunktion!) zu durchstöbern, damit Du einen Eindruck davon bekommst, wie man die Digitalkamera am Teleskop verwenden kann. Stichworte: Digitalkamera, afokal, Okularprojektion

Hast Du Dir zu den genannten Geräten denn schonmal Testberichte durchgelesen?
Zum GSO 200/800 gibt es auf Meiner Homepage was: GSO 600 und auch das mit gleichen optischen Eckdaten versehene R200SS kann Dir einen Eindruck verschaffen.

Was die Montierung angeht: Wer mit 8" DeepSky-Fotografie machen möchte, sollte eine Montierung der Tragkraftklasse EQ-6, GP-DX, OTE-150,Gm-8,... anstreben. Die GP-DX und die Gm-8 geniessen einen guten Ruf, was Nachführgenauigkeit angeht. Bei der OTE muß es sich wohl erst noch zeigen, da sie recht neu ist. Mit der EQ-6 haben viele Leute nachführprobleme, im Selbstbau-Board findest Du unter diesem Stichwort viele Berichte, von Leuten, die z.B. Getriebe ausgetauscht haben, um die Ungenauigkeiten zu beseitigen.

Für Planetenfotografie sind HEQ-5 und EQ-6 uneingeschränkt verwendbar.

Übrigens, ich persönlich halte unter den geläufigen 8"-Teleskopen das Vixen VC200L (nicht VMC) für den besten Allrounder. Das Teleskop bietet eine solide visuelle Leistung und ist gleichzeitig für Fotografie bestens ausgelegt. Es dürfte aber mit Deiner Preisvorstellung kollidieren.

Clear Skies
Sven
 
Hallo!
Du möchtest Deep-Sky machen? Wollte ich auch mal, und bin mit einem 10''er (f/4.5) Dobson eingestiegen. Schnell musste ich merken, dass es hier *viel* zu hell für so ein hochgeöffnetes System ist: Der Himmel im Okular war immer hellgrau, und das macht absolut *null* Kontrast. Abhilfe hätte natürlich gebracht, mit dem Teil unter dunklen Himmel zu fahren, z.B in die Eifel. Aber dafür habe ich keine Zeit, ich muss Schichtdienst leisten. Die allermeisten Beobachten finden also tatsächlich im heimischen, lichtumfluteten Garten statt. Und hier gilt nun: Weniger Öffnung kann mehr sein. Ich habe mir jetzt einen Refraktor mit 102mm Öffnung von Synta gekauft, und bin sehr zufrieden. Das Teil zeigt mir unter meinen Bedingungen einfach mehr. Also, nicht nur jedes Teleskop hat seinen Himmel, sondern auch jeder Himmel wohl sein Teleskop. Oder noch anders gesagt: "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was bessres findet";-)
 
Ach, zu deiner Frage nach der Qualität von Celestron:
Ich hatte mal an Zoom-Okular und einen LPR-Filter von Celestron. Seitdem mache ich einen großen Bogen um alles, wo Celestron draufsteht. Das mag aber sicher nicht repräsentativ sein, denn mein chinesischer Hersteller, mit dessen Refraktor ich sehr zufrieden, liefert wohl auch für die.
 
Hi Jochen,

so eng sollte man das nicht sehen. Mein Bericht Stadtastronomie gibt einige Hinweise, was auch mit f/4 aus der Stadt heraus möglich ist.
Es ist ausserdem schlicht falsch, dies am Öffnungsverhältnis festzumachen. Entscheidend ist die AP. Ob ich die nun bei f/4 mit einem 20mm Oku, oder bei f/10 mit einem 50mm Oku bleibt sich völlig gleich.

Clear Skies
Sven
 
Hi Jochen,

schon wieder ich.
Das wäre aber naiv, wenn man anhand gerade dieser 2 Produkte auf die ganze Marke schliessen würde.

Der LPR ist ein Filter, der eher fotografisch denn visuell zu gebrauchen ist. Wie alle Breitbandfilter, angefangen vom Urvater Lumicon DeepSky bis hin zu hochspezialisierten IDAS.

Zoomokulare sind schon immer ein Punkt zum deuteln und kriteln gewesen, es gibt nur wenige, die allgemein für zufriedenstellend oder gar gut gehalten werden.
Als praktischen Kontrapunkt bachte man, was im Okulare-Board vom Thomas Stelzman derzeit über die X-Cel berichtet wird.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jott_Jott


Seitdem mache ich einen großen Bogen um alles, wo Celestron draufsteht. Das mag aber sicher nicht repräsentativ sein,

Das ist es wirklich nicht!
Bei Celestron eine Aussage zu machen ist nicht so einfach wie bei anderen Marken.
Celestron ist ein Hersteller, der seine Palette auch nach unten hin abrunden wollte, weswegen bei den Chinesen von Synta eingekauft wurde.
So ist eigentlich alles an Refraktoren und Newtonteleskopen eigentlich ein Synta Produkt, wo dann lediglich der Tubus schwarz gefärbt wurde und der Celestron Schriftzug drauf steht.
Die Celestron eigenen Produkte kenne ich eigentlich nur als hochwertige Gerätschaften. Dies sind dann vor allem deren SCs, Maks und auch die eigenen Montierungen. Aber auch die älteren Geräte, die Schmidt-Newtons und Schmidt-Kameras und nicht zuletzt auch Zubehörteile.

gruß,
André

 
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