Teleskop mit reflektierender Folie

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sindbad

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Könnte man eine reflektierende Folie straff über einen Ring spannen und dahinter einen Unterdruck erzeugen, der zu einer sphärischen (?) Wölbung führt? Ginge das auch mit dünnem Glas?

Tom
 
hmm,
gute idee, wenn es doch denn so einfach wäre, wären mit sicherheit schon andere auf die idee gekommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
ich schätze, dass das problem letztendlich die wölbung der folie seien wird, außerdem bilden sich am rand solce hässlichen faöten, die du auch mit straffen nicht wegbekommen wirst... fazit reflektionen in richtungen, in die du sie garantiert nicht haben willst... hmm, außerdem sollte es am ende ja ein parabolspiegel werden...
aber sellbst wenn du das realisieren könntest- du könndest den "raum" ja nicht komplett evakuieren, aber wie wirkt sich das auf temperaturschwankungen aus...
druckabfall- sollte man denn immer mit einem kompressor aufs feld fahren?

fragen über fragen
 
Klar gibt es viele Fragen. Aber entsprechende Folien, die extrem temperaturstabil und nicht labberig werden kann man kaufen. So ein Teleskop würde man vergrößerungstechnisch nicht allzuweit ausreizen können, aber für deepsky ist es vorstellbar. Es gibt viele Behälter, über die man Folie spannen kann. Sie sollte nicht zu dünn sein, um Falten zu vermeiden. Das sieht dann aus wie eine Trommel. Der Unterdruck läßt sich über eine einfache Saugpumpe realisieren. Vielleicht reicht eine Luftmatrazenpumpe, die pumpen und saugen kann. Die Druckkontrolle wird über ein Ventil geregelt. Theoretisch läßt sich mit variablem Unterdruck die Brennweite ändern.
 
Hi Sindbad,

nachdem sich damit hier sicher noch nie jemand beschäftigt hat, probiers aus und berichte.

CS

J.
 
Hi,

das haben schon einige Leute ausprobiert. Wenn Du an das Buch "Unusual Telescopes" (ungewöhnliche Teleskope, lohnt sich in jeder Hinsicht) herankommst, da ist das auch für eine dünne Glasplatte (erfolgreich) und Mylarfolie beschrieben.
In meinem Bekanntenkreis gibts ebenfalls zwei Leute, die das probiert haben, sie scheiterten allerdings an der Welligkeit am Rand.
Die Baader Sonnenfolie sollte gut geeignet sein, da sie recht homogen aufgebaut ist. Frag mal in den (geächteten und regulären) Nachbarforen nach, da gab es auch schon Diskussionen dazu.

Gruß
Julian
 
Hallo Tom,

in einer uralten Sky and Telescope habe ich mal einen Bericht über die Verwendung von Unterdruck und Fensterglas zu Herstellung eines Parabolspiegels gelesen. Das Fazit war dort, dass es recht gut funktioniert, wenn man nur ausreichend planes Glas bekommen kann.

MfG

Rainmaker
 
Hallo Tom,

das Thema wurde meines Wissens nach sogar mehr als einmal diskutiert
und für unbrauchbar befunden. Vielleicht hilft die Suchfunktion
weiter.
So kann ich aber einen Namen nennen: Jürgen Schmoll (hier als jschmoll
bekannt) hat sowas mal als "jugend forscht"-Projekt versucht zu bauen.
Die Versuche mit Folie sind trotz hohen materiellen Aufwandes
(leihweise von der Industrie zur Verfügung gestellt, also die erwähnte
Luftmatratzenpumpe ist da gar nix gegen) gescheitert. Es gelang nicht,
eine gute Oberfläche zu erzeugen.
Von Versuchen mit dünnen Glasplatten ist mir allerdings nichts bekannt.
Sicher müssen die schon vor der Biegung hinreichend parallel, homogen
und plan sein. Die Durchbiegung folgt, wenn ich mich recht entsinne,
einer Funktion vierter Ordnung, vielleicht geht's bei schwacher
Durchbiegung. Aber bei dem Aufwand, der für die Herstellung der
Glasplatte getrieben werden müßte (plane Flächen sind schwerer zu
schleifen als kugel/parabelförmige) lohnt sich wohl eher der Schliff
eines normalen Spiegels...

Grüße
Dixon
 
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