Teleskop + Montierung für Astrofotografie-Einsteig

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Hallo,
Ich möchte in die Astrofotografie einsteigen, habe schon länger ein Meade ETX 70 für die visuelle Beobachtung, aber es soll was größeres her. Außerdem habe ich die Canon 650 D möchte diese verwenden.
Budget ist 1.300 Euro.

Diese würden mich interessieren :
http://www.teleskop-austria.at/shop...&kod=newt-250-120-sw-hq5&skod= 9&om=TELESKOPE

http://www.teleskop-austria.at/shop...&kod=newt-250-120-sw-hq6&skod= 9&om=TELESKOPE

Dazu habe ich eine Frage haben die beiden Montierungen eine Nachführung?
Brauche ich GoTo?
Brauche ich eine bessere Montierung ?
 
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Servus Namenloser,
beide von Dir verlinkte Montierungen haben eine 2-Achsteuerung, damit auch eine Nachführung. Allerdings keine Anschlußmöglichkeit für einen Autoguider und kein goto. Während man visuell sehr gut ohne goto leben kann, ist es für die Astrofotografie fast ein muß (ich hab es lange ohne goto probiert, es war ein Krampf).
Der 10" Skywatcher ist für beide von Dir verlinkten Montis zu schwer. Die EQ6 geht meines Erachtens fotografisch bis 8", die HEQ5 vielleicht bis 6".
Die beiden Montis, die Du aufführst, sind grundsätzlich astrofotografisch zu gebrauchen, allein die Optik würde ich einige Nummern kleiner wählen.
Hab mir letztens den 5"f5 Skywatcher PDS geholt, ein feines kleines Gerät. Hab drüber berichtet: http://forum.astronomie.de/phpapps/...85606/M42_erster_Test_Skywatcher_130#comments

Mit dem 70mm Refraktor als Leitrohr auf einer HEQ5pro (benutze ich, wenn ich unterwegs bin) sicher eine schöne Kombination.

Viele Grüße,

Gottfried
 
Danke Gottfried für deine schnelle Antwort,
bin übrigens der Clemens.

Mh da ich mit meinem kleinen ETX 70 sehr unzufrieden bin will ich eine relativ große Optik. Warum sind ist das Teleskop zu schwer?

Und mein Budget ist eben auch begrentzt :/
 
Hallo Clemens,

trenne die Optiken füür Visuelles Spechteln und Fotografie.

Beim visuellen Spechteln brauchst vor allem Öffnung, bei der Fotografie Stabilität und einen Autoguidereingang an der Steuerung der Montierung.

Die Traglastangaben der Montierungen bezieht sich immer auf visuell. Fotografisch mußt da mindestens 1/3 abziehen. Das sind Erfahrungswerte von sehr vielen Fotografen.

Was möchtest denn mit Deiner Canon 650 D fotografieren? Daraus ergibt sich die Brennweite fürs Teleskop. Was an Öffnung für visuell fehlen würde, machst fotografisch über die Belichtungszeit. Wir reden da über 5, 8 oder 10 Minuten am Stück. Ohne Astro-Umbau wirst aber von den roten Nebelanteilen (H-Alpha) nicht allzuviel aufs Bild bekommen...

 
Servus Clemens,

auf der HEQ5 geht ein 8"f5 Newton visuell grenzwertig, nur bei Windstille. Und auf der EQ6 ein 10" ebenso, grenzwertig visuell bei Windstille.
Der Astrofotografie Einstieg klappt umso besser, je weniger Ausschuß Du produzierst. Wenn Du eine Monti am oder über dem Limit fährst, steigt die Ausschußrate. Auch habe ich festgestelltz, dass ich mit meinem 8" Newton schärfere Bilder mache, seit ich statt der EQ6 eine schwerere Montierung benutze. Das bedeutet, dass ich mit dem 8" auf der EQ6 eigentlich schon über dem Limit war.
Da das Budget meistens begrenzt ist, rate ich Dir, die HEQ5pro, kostet etwas weniger als die EQ6, ist aber eine feine Monti, ich benutze sie neben meiner stationären, mit einem 5-6" Newton (Skywatcher pds). Die f5 Newtons bilden schon mit einem einfachen Komakorrektor sehr gut ab. Dein EtX70 ohne die Montierung kannst Du dann als Leitrohr verwenden (mit Dachrinnen-Schellen aus dem Baumarkt auf eine Montageplatte neben das Hauptteleskop). Damit könntest Du erfolgreich in die Astrofotografie einsteigen. Schau Dir einfach mal die Bilder im Forum oder bei Astrobin an, mit welchen Teleskopen und welchen Motierungen die gemacht wurden, dann bekommst Du ein wenig Gefühl dafür, was möglich ist. Händler neigen immer dazu, möglichst große Optiken auf möglichst günstigen Montierungen anzubieten. In der Praxis ist es gut, wenn Du die größte, schwerste und genaueste Montierung, die Du Dir leisten kannst und die Du gegebenenfalls transportieren kannst, kaufst und sie mit irgendeiner Opptik bestückst, die gut abbildet und die Montierung nicht überlastet. Optiken wechseln, Montierungen können, wenn sie gut sind bleiben.

Viele Grüße

Gottfried
 
Servus Clemens,

wenn Du oben gelesen hättest, wüßtest Du, dass ich einen 10"f5 Newton (Tubusgewicht ca 17kg) visuell für grenzwertig, fotografisch für nicht empfehlenswert halte. Andere meinen anderes, aber, wenn Du Dich in entsprechenden Galerien oder bei Astrobin umschaust, wirst Du kaum vernünftige Fotos mit so einer Kombination finden. Sehr lange Ausschwingzeit (~5sec), 4-5 Gegengewichte, bei leichtem Wind lang anhaltende Schwingungen.
Wenn Du eine EQ6 möchtest, bist Du fotografisch mit einem 8"f4-5 am Limit, mehr kann ich Dir nicht anraten, es sei denn Du möchtest viel Mißerfolg in Deinem neuen Hobby.
Kannst Du übrigens auch in Österreich kaufen:
http://www.teleskop-austria.at/shop...&kod=newt-200-100-sw-ota&skod= 9&om=TELESKOPE

oder in München:
http://www.teleskop-express.de/shop...r-200P---200-1000mm-Parabol-Newton---OTA.html

Dieses Teleskop habe ich unter anderem, ebenso eine HEQ5, und das ist visuell am Limit, fotografisch nicht zu empfehlen, aber sowohl Lajos als auch Wolfi schnüren Dir sicher ein Paket mit der EQ6....

Viele Grüße,

Gottfried
 
Hallo Clemens,

fotografisch ist der 250er zu gross fuer die EQ6; da wirst du schlicht keinen Spass dran haben. Mit Leitrohr, Kamera, Doppelschiene etc. kommst du sofort ueber die Tragfaehigkeit. Zum Fotografieren muss die Optik auch nicht so gross sein.
Du musst auch daran denken, dass eine groessere Optik auch einen besseren Himmel erfordert. Nicht zuletzt deswegen besitzen viele Sterngucker zusaetzlich auch noch kleine Geraete.

CS
Christoph
 
Mehr als 8" würde ich der EQ6 ebenfalls nicht zumuten, ich nutze diese Kombination. Je weniger Brennweite um so einfacher in der Handhabung.
 
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Hi Clemens,

wenn Du mit dem 8"er fotografieren möchtest, brauchst für den noch nen passenden Komakorrektor und eine Guidingcam + ein 8x50 Sucher als Guidingrohr + Laptop mit Guidingproggy.

Ohne Komakorrektor durch den Newton hast auf etwa 1/3 des Bildfeldrandes massiv verzogene Sterne.

Ohne Autoguiding bist bei 1 Meter und mehr Brennweite auf wenige Sekunden Belichtungszeit begrenz, sonst hast Striche statt punktförmiger Sterne. Kommt von diversen bauartbedingten Fehlern, die völlig normal sind und ohne Autoguiding auch nicht abgestellt werden können.

Für erste Schritte würde ich Dir raten, Deine Kamera mit einem Normal- oder Teleobjektiv statt eines Teleskopes auf die EQ6 zu setzen. Und damit mal 1-3 Minuten zu belichten...
Schaut zwar witzig aus, bringt aber Erfolg und keinen Frust.

EQ6 + Steuerung mit Autoguidingeingang + 8" Newton fressen erstmal Dein Budget auf. Auch wenn Du gebraucht kaufst.

Die nächste Anschaffung wäre dann eine Autoguidercam und zum Schluß der passende Komakorrektor...
 
ok danke, also was wüde mich ca das zubehör kosten ?
und ein tutorial o.ä. mit begriffserklärungen und währe schön
 
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Hallo Clemens,

das 200er und die EQ6 sind schon mal eine gute Wahl.
Zu deinem Preis kannst du z.B. sowas bekommen:

8", EQ6, SkyScan

Bei diesem Angebot ist auch die Handsteuerbox ("SkyScan")fuer das Goto dabei, so dass du nicht staendig einen Laptop mit dir rumschleppen musst. Die Box kostet sonst etwa 200 Euro. Vermutlich wuerde der Laden in Oestereich dir auch ein vergleichbares Komplettangebot machen (und ein Okular muss auch drin sein).

Fuer den Anfang brauchst du einen T2-Kamera-Adapter fuer 20 Euro und damit kannst du schon erste Mond- und Planeten-Aufnahmen machen. Wie Fee schon sagte, kannst du auch einfach die Kamera oben drauf schrauben (Adapter!) und Uebersichtsfotos machen.

Spaeter kannst du dir schrittweise ein umfangreiches Equipment zu astronomischen Preisen zulegen, wenn du moechtest. Was das dann kostet, ist schwer zu sagen, weil es einfach zu viele unterschiedliche Produkte, je nach Vorliebe gibt.

CS
Christoph
 
Danke Christoph für deine Beratung ja genau auf so ein Angebot habe ich es abgeshen ;)

Ja ich werde in nächster Zeit mal im Shop vorbeischauen und mir ein Angebot unterbreiten lassen.

Ja hab mich in sachen autoguiding und der gleichen schon etwas informiert.

Danke ich glaube mit so einer Knfiguration kann ich anfangs nichts falscjh machen.

lg
Clemens
 
Hallo Clemens,

gern geschehen. Aber um die gute Fee zu ergaenzen: bei der "Piggy-Back"-Fotografie bleibt das Teleskop auf der Montierung und dient als Leitrohr fuer die Kamera, die mit einem Adapter mormalerweise auf einer der Rohrschellen befestigt wird. Damit kann man dann auch laenger belichten und schoene Bilder von groesseren Deep-Sky-Objekten machen. Dafuer empfielt sich ein beleuchtetes Fadenkreuz-Okular.

Natuerlich kann man eine Kamera auch so auf eine einfache Montierug stellen und kurz belichten.

CS
Christoph
 
Servus Clemens,

das Paket mit dem GSO Newton und der EQ6 synscan ist heiß. Erstens ist goto zum Fotografieren wirklich ein nützliches Hilfsmittel, zweitens ist der GSO-Newton mit dem etwas größeren Fangspiegel ein Teleskop, dass den Chip einer APSC dslr schon ziemlich gut ausleuchtet. Flats wirst Du doch irgendwann machen möchten. Der 8"f5 ist auch etwas leichter zu justieren als ein f4 und bildet auch mit einem einfachen Koma-Korrektor wie dem alten Baader mpcc bis in die Ecken des APSC Feldes gut ab. 8"f5 mit mpcc an ha und chi mit der Canon Eos 1000da: http://www.astrobin.com/full/24900/?mod=none
Den mpcc bekommst Du gebraucht mittlerweile für ca. 70 Euro, da würde ich keinen Adapter für 20 Euro kaufen, sondern gleich nen alten mpcc.
Autoguiding wird finanziell noch mal ein saurer Apfel. Da brauchst Du entweder ein Leitrohr mit Halterung und/oder Excenter, oder einen off axis Guider, eine kleine Kamera (Webcam oder Autoguidingcam) sowie entweder ein Laptop mit entsprechender (freeware) software und Verbindungskabel. Mein Weg: gebrauchter Refraktor mit schlimmen Asti als Leitrohr, da werden 50-100 Euros fällig. Webcam als guidingcam, gabs für ca. 100 Euro incl. Adapter und IR-Sperrfilter im Set bei einem bayerischen Händler, hat mir mal meine Frau geschenkt, das ganze mit guidemaster (wahlweise auch phd, je nach Geschmack) und los geht es. Schön ist auch der stand-allone guider von Lacerta, http://www.teleskop-austria.at/shop...=foto-aut-sag-la&skod= 42&om=Astro-Fotografie
allerdings kostet der auch schon richtig Geld. Das Skywatcher stand allone Autoguider-Teil lieber nicht, das kann nicht subpixelgenau guiden, da ist die Nachführgenauigkeit deutlich schlechter.

Weiter viel Spaß wünscht

Gottfried
 
Hi Clemens,

Mond paßt wunderbar mit DSLR. :)

Aber Planeten sind mit DSLR nicht der Bringer. Bei der originalen Brennweite von 1 Meter sind Planeten blos ein Punkt. Für Planeten brauchst 3-4 Meter Brennweite, damit Du Details erkennen kannst. Die Brennweite verlängert man mit Okularprojektion oder Barlow-Linsen. Und dann nimmt man nicht die DSLR, sondern eine Webcam oder eine höherwertige Planetenkamera. Eine, die nur 1-3 Mega Pixel hat. Die paar Pixel können dann schnell und unkomprimiert auf den Laptop ausgelesen werden. Mit 30, 60 oder noch mehr Bilder pro Sekunde. Dazu nimmt man innerhalb von 2 Minuten einen Film mit 1200 oder 1800 Bildern auf. Davon sind dann 5, 10 oder 20% scharf und unverzerrt, aber verrauscht. Das AVI mit den vielen Bildern wird durch ein Freewareprogramm gejagt, das die aussortiert und übereinander legt zu einem Summenbild. Das Summenbild wird dann nach allen Regeln der Kunst geschärft, kontrastverstörkt und entrauscht. Und dann hast ein schönes Planetenbild mit sakrisch viel Detail... :super:

Deepsky-Objekte dagegen brauchen vor allem viel Belichtungszeit. Weil sie meist zappenduster sind. 1 Minute, 2 Minuten oder auch 5, 8, 10 Minuten sollte man da pro Einzelbelichtung mit der DSLR draufhalten...

Du kannst bei der Beschaffung einer Planetenkamera darauf achten, daß Du sie auch als Guidingcam verwenden kannst. Dann hättest Du 2 Fliegen mit einer Klappe. ;)

Z. B. so eine :)

Ohne Laptop Deepsky fotografieren wird doppelt so teuer. Denn dann brauchst einen Standalone Guider wie den MGEN...

Der Laptop beim Fotografieren erledigt jedoch nicht nur das Autoguiding. Er ist auch sehr hilfreich beim Scharfstellen. USB-Kabel rein in die Kamera und alles vom Laptop aus berührungslos steuern. Wenn Deine DSLR über Liveview verfügt, kannst das ganz bequehm mit einer Batinovmaske und einem Hellen Stern direkt am Laptopbildschirm machen. Vorteil: Du drückst nicht an der Kamera rum und verkippst sie im OAZ, hast immer die selbe Bildorientierung... Aber auch ohne Liveview geht mit Laptop das Scharfstellen deutlich besser als über die Lupenfunktion am Kameramonitor - die Kamera guckt ja Richtung Himmel, Du müßtest also von "unten" auf das Display gucken...
 
Hi Fee
Zitat von Sternenfee123:
Aber Planeten sind mit DSLR nicht der Bringer.
Jein. Gegen eine gewöhnliche Webcam wie der icam sind die seit der 550d praktisch ebenbürtig - die können Videos pixelgerecht aufzeichnen und verlangen eben nicht unbedingt nach einem Laptop; nachteilig sind eben die Videoformate der DSLR, die erstmal umgewandelt werden müssen. Dafür eben der Vorteil, auch ohne Läppi mal schnell was ablichten zu können.

Aber wie Du schon geschrieben hast: Eine hochwertige SW-Planetencamera gibt auch nen guten Autoguider ab. Also wäre die Entscheidung eher dahingehend, ob mittelfristig ein Stand-alone Guider angeschafft wird oder ob eh das Laptop dabei ist. Letzteres würde klar für eine sw-Kamera für Planeten und Guiding sprechen.

cs
Jürgen
 
Hallo Clemens,

jetzt mal meine kleine Dreingabe. Ich halte ein Setup 1000mm Brennweite und einer
EOS 650D (Pixelgröße 4,3 my) für nicht "Einsteigertauglich". Damit kommst du auf eine
Auflösung von deutlich unter 1" . Das ist schon erheblich unter "tollen Seeing". Du rennst damit
schon in Richtung "Oversampling". Du sollstet das Foto-Setup schon gut aufeinander
abstimmen. Wenn du um die 1,5" Auflösung erreichst, hast du das Setup meiner Meinung nach
schon sehr gut getroffen. Das wäre dann bei deiner EOS etwa 500mm - 600mm Brennweite.
Das ist schon eine gute Auflösung unter unseren Bedingungen.
Du kannst natürlich auch die Variante mehr Brennweite (fetteres Scope) wählen. Dann aber auch
eine passende Kamera mit größeren Pixeln. Aber wozu ? Für Deep Sky holst du dir so nur mehr
Probleme ins Setup.
p.s gilt natürlich für Deep Sky Fotografie
Grüße und CS
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Also meine Kamera hat ein Liveview und ich hab einen Laptop mit Windows 7, Mac OSX und Linux Ubuntu ;)

Mh puh naja also ich hätte gerne ein Alroundersetup da ich auch gerne Planeten und Deep Sky Fotografieren möchte.

Das mit dem Autoguiding ist mir bewusst das ich so etwas brauche, also wäre eine kombination aus Planetencam und Guidingcam sinvoll.

Das ganze Equitment muss ich ja nicht gleichzeitig kaufen kann ja mal ein Teleskop und die Montierung kaufen anfangs visuell beobachten und dann im laufe der Zeit das zubehör zusammen kaufen.

P.S. Danke euch allen für eure kompetente Beratung :)
LG
Clemens
 
Oder wäre auch ein Achromat oder ein ED Achromat eine überlegung ?

Diese Buatypen haben ja eine relativ kleine Öffnung was sind da die Vorteile und Nachteile gegenüber eine Spiegelteleskop?


LG
Clemens
 
Zitat von KlimburgStellar:
Oder wäre auch ein Achromat oder ein ED Achromat eine überlegung ?

Diese Buatypen haben ja eine relativ kleine Öffnung was sind da die Vorteile und Nachteile gegenüber eine Spiegelteleskop?

Auf jeden Fall.
(ED-)Apos liefern ein tolles Bild und haben keine Obstruktion durch einen Fangspiegel. Der Fangspiegel stoert visuell etwas bei geringer Vergroesserung und grossem Oeffnungsverhaeltnis.

Beim Fotgrafieren kommt das ganze Geraffel ans Ende des Teleskops und nicht vorne an die Seite, was die Ballance einfacher macht und die Montierung deutlich weniger beansprucht. Auch finden manche die Orientierung am Himmel mit einem Refraktor einfacher, weil man hinten reinschaut und nicht wie beim Newton doppelt umdenken muss.

Ausserdem sind Apos recht handlich und in der Regel sehr hochwertig, was automatisch dazu fuehrt, dass man ihn oefter benutzt. Wie oben schon gesagt, geben die Beobachtungsbedingungen nicht immer die Moeglichkeit, ein Geraet mit grosser Oeffnung auch auszunutzen. Dann ist das Bild in kleinen Geraeten einfach besser.

Apos sind ideal fuer Uebersichtsbeoachtungen, da passt die Andromedar-Galaxie schon mal ganz ins Bildfeld (nicht bei allen, kommt natuerlich auf die Brennweite und das Okular an).
Auch beim Mond gibt es wenig besseres. Falls man sich dann spaeter doch noch einen guenstigen Newton kauft, hat man schon ein super Leitrohr.

Nachteilig ist natuerlich die geringere Oeffnung. Bei guten Himmel sieht man mit einem grossen Newton die Spiralarme von Galaxien, waehrend ein kleiner Apo nur einen diffusen Nebel zeigt. Solche Details kommen dann erst beim Foto raus, wobei man natuerlich etwas laenger belichten muss.

CS
Christoph
 
Mh .. Danke für deine Antwort, aber für mich ist glaub ich ist ein Spiegelteleskop besser, da es leistungsfähiger ist.

Und vielleicht kann ma sich aich mal einen ED zulegen ;)

LG
Clemens
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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