Teleskop und die Sonne

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sahnetorte

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Hallo...

Was passiert eigendlich wenn ich jetzt 3-4 Stunden draußen mit mein Teleskop sitze und die Sonne beobachte,.

Was passiert eigendlich mit den Teleskop bei den Sonnen einstrahlungen. Da meins ja schwarz ist wird es auch so richtig Heiß..
Verformt sich es? Schädigt die Sonne mein Teleskop? Wie am besten Schützen..

Vielen Dank
 
Hallo Sahnetorte,

wichtig ist vor allem ein Objektivsonnenfilter, der wie der Staubdeckel vor die Öffnung gesetzt wird und diese komplett bedeckt. Bei Okularprojektion können die heute häufig eingesetzten Plastik-Komponenten und Verkittungen von Objektiven und Okularen beschädigt werden. Mit einem Objektivsonnenfilter ist das Gerät sicher.

Finger weg von Okularsonnenfiltern. Diese können ohne Vorwarnung platzen und zur sofortigen Erblindung führen.

Der dunkle Tubus führt vor allem zu ungünstiger Thermik, was zu einer starken Unruhe des Bildes (Seeing) führt. Für die Sonnenbeobachtung würde ich das Gerät außen mit Alufolie auskleiden. Das wirkt Wunder.

Übrigens sind Raumsonden aus dem gleichen Grund außen mit einer reflektierenden, metallischen Oberfläche versehen.

VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Thomas!
Den Sonnenfilter habe ich auch mal genutzt! Ist vollkommen ausreichend für die weißlichbeobachtung!
Das sich das Teleskop verzieht oder ähnliches sollte selbst bei direkter Einstrahlung nich der Fall sein! War bei mir zumindest nicht so!
Achte nur bitte darauf das die Schrauben ordentlich fest sitzen!
Habe immernoch einen Streifen Paketband rumgezogen! Sicher ist Sicher!
LG und viel Spaß damit!
Alex
 
Hi Thomas,

was Du wohl meinst, ist die Sonnenbeobachtung im h-alpha Bereich, anstatt "nur" im Weisslicht. Dafür berappt man in ganz klein so rund 1000 Euro, nach oben wie immer offen. Die meisten pendeln sich in einem Bereich so zwischen 2000 und 6000 Euro ein.
Also die günstigste Variante wäre da wohl das pst von coronado.
Aber wenn es "nur" Granulation oder detaillierte Sonnenflecken sein sollen - dazu reicht die Baaderfolie vollkmmen aus. Falls Du einen guten Refraktor hast, könnte man auch noch über einen Herschelkeil nachdenken, die sind mittlerweile ja auch bezahlbar.
Wenn man unsren Stern in Gelb oder Rot ansprechender findet, kann man ja noch ein ensprechendes Planetenfilter dazwischenschrauben. Mehr erkennt man damit aber auch nicht.

cs
Jürgen

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

bei der Sonne habe ich das noch nicht probiert, aber am Mond konnte ich sogar bei Spiegelteleskopen mit einem Grünfilter feine Details etwas deutlicher erkennen, als mit einem Neutralgraufilter vergleichbarer Dichte. Der Effekt wurde von Mitbeobachtern ebenfalls wahrgenommen.

Die Ursache liegt meiner Vermutung nach darin, dass das Auge im grünen Spektralbereich am empfindlichsten ist.

Ich kann mir daher sehr gut vorstellen, dass feine Details in den Sonnenflecken und der Granulation mit einem Grünfilter deutlicher erkennbar sind als mit Filterfolie "pur".

VG Christian
 
Hallo Thomas!
Also für eine rote und grüne Sonne benötigst du lediglich okular-farbfilter!
Wie jürgen schon geschrieben hat wirst du Proturberanzen, sprich Explosionen am Sonnenrand nur mit H-Alpha sehen können.
Die kleinste Variante (also ein PST) kostet z.B. aktuell so um die 700€ wenn du es aus den USA importierst.
Mit einem grün- bzw. blau-filter wirst du die Sonnenflecken aber schon um einiges detailierter sehen können.

CS Alex
 
Hallo Zusammen,

Ich weis nicht ob das mit in den Thread passt.
Aber ich habe mal eine Doku gesehen.
War wegen des SoFi Hypes vor einigen Jahren.

Da ging es um die Korona-Aufnahmen.

Da hieß es man könne Quasi auch eine künstliche SoFi imitieren,
um ähnliche Aufnahmen/Beobachtungen zu machen.

NATÜRLICH AUCH MIT SONNENFILTERFOLIE.

Die künstliche SoFi würde dann mittels einfacher Blende (Pappscheibe oder ähnliches)erzeugt,
die man einfach vor das Objektiv hängt.
Diese muss dann natürlich bestimmte (angepasste) Abmaße haben,
die ausprobiert werden müssten, damit man nur die Sonne selber verdeckt, und nicht die Korona gleich mit.

Funktioniert das wirklich ?


Gruß
Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,



Nein, das funktioniert nicht.

Schon alleine diese Aussage:


und


Ist ein Widerspruch in sich.

Das Gas der Korona ist ein leuchtschwaches Plasma, das in
seiner vollen Ausdehnung nur bei einer totalen Sonnenfinsternis
zu sehen ist.
Mit einer Filterfolie filterst du natürlich dann auch die
Korona aus...

Die Korona kann mit speziellen Koronagrafen sichtbar gemacht
werden.

Mit dieser Methode kann aber nur die innere Korona gesehen
werden, die äußere Korona in ihrer gesamten Ausdehnung kann
auch mit dieser Methode nicht sichtbar gemacht werden.


Fraglich ist es aber, ob es bei unserer Luftverschmutzung mit
dem Eintrag von vielen Aerosolen, überhaupt noch möglich ist,
die innere Korona auf diese Art und Weise zu beobachten.
Denn die Luftverschmutzung erzeugt Streulicht in der
Atmosphäre, dadurch verliert/vermischt sich das Licht der
inneren Korona mit dem Streulicht der Atmosphäre.
Eventuell kann nur noch an Standorten in hohen Gebirgen mit
sehr sauberer Luft die innere Korona so gesehen werden.


Die künstliche SoFi würde dann mittels einfacher Blende (Pappscheibe oder ähnliches)erzeugt,
die man einfach vor das Objektiv hängt.

Das geht physikalisch einfach nicht.
Mit einer einfachen Blende vor dem Objektiv erzeugst du nur
einen Schatten, sonst nichts.

Fazit:
Mit Amateurmitteln ist die Korona nicht zu sehen.


Anders sieht es bei Satelliten aus, siehe z.B. SoHo.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hi Gerd,
Zitat von *entfernt*:
Fraglich ist es aber, ob es bei unserer Luftverschmutzung mit
dem Eintrag von vielen Aerosolen, überhaupt noch möglich ist,
die innere Korona auf diese Art und Weise zu beobachten.
Denn die Luftverschmutzung erzeugt Streulicht in der
Atmosphäre, dadurch verliert/vermischt sich das Licht der
inneren Korona mit dem Streulicht der Atmosphäre.
das wäre eigentlich mal recht interessant, wenn auch potentiell deprimierend.
Kantenfilter oder gar eine Kegelblende wirft man doch nicht weg, das gibt es bestimmt noch unter ambitionierten Amateuren oder Volkssternwarten. Und das zugehörige Teleskop erst recht. Da wären Beobachtungsberichte wirklich spannend und leider wohl auch ernüchternd.

cs
Jürgen
 
Na, die Koronographen hat es auf Observatorien gegeben, die sehr hoch gelegen waren.
Mit Kantenfiltern und Kegelblenden allein, war es bei diesen Geräten nicht getan, das sind eher die Zubehöre von Protuberanzenansätzen.
Ich weiß nicht, ob es überhaupt noch Koronographen auf der Erde gibt, die in Betrieb sind.

Grüße

*entfernt*
 
Hi,

2005 hat es an der Sternwarte Stuttgart am 7" Starfirerefraktor noch wunderbar mit der Kegelblendenmethode funktioniert. Visuell war da die Sonne als schwazer Kreis mit hauchzartem Rand und Protuberanzen zu sehen. Man mußte lediglich den richtigen Kegel (Sonnendurchmesser/Jahreszeit) verwenden. Von der eigentlichen Korona war aber da auch nix zu sehen. Und wber wer hat schon nen 7" Starfire Refraktor und eine Kegelblendenaperatur als Amateur bei sich zu Hause.

Ein PST oder Lunt ist da wesentlich preiswerter, kann von einer vernünftig dimensionierten Montierung getragen werden. Aber auch mit diesen Teleskopen ist keine Korona zu sehen. Nur Protuberanzen, Granulation und Sonnenflecken...
 
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