Hi Namenloser,
also die Werbung als einzige Grundlage ist eigentlich keine besonders gute Sache.
Jedenfalls, gegenüber einem 127mm Mak ist ein 8" Dobson mit f/6 (200/1200) eigentlich immer im Vorteil. Der Dobs zeigt wegen der größeren Öffnung mehr Planetendetails und auch wesentlich mehr Deepsky-Objekte bzw. Details von Deepsky-Objekten.
Der 127er Mak hat als einzig großen Vorteil, dass er so klein ist. Mit Montierung allerdings muss man zugestehen, daß der Unterschied zum Dobson gar nicht so groß ist. Ein kleiner Vorteil des Mak ist, dass damit so ziemlich jedes Okular, auch das gammeligste, noch irgendwie funktioniert. Beim Dobson mit f/6 hingegen sollte man "Plastikokulare" aussen vor lassen, aber ansonsten funktionieren selbst die ganz günstigen Okulare gut. Zum Beispiel Plössls oder ED-Okulare.
Der Dobson hat hingegen optisch noch so einige Vorteile bei sich. Mit einem 2" Okular aus dem Bereich 30mm bis 40mm bekommt man einen sehr großen Himmelsausschnitt zu sehen, je nach Okular (und dessen Preis) über 2° also mehr als 4 mal den Vollmond nebeneinander. Das erleichtert nicht nur das Suchen, sondern es gibt auch ein paar schöne Objekte, die so ein Gesichtsfeld füllen. Der Doppelsternhaufen H&Chi ist so ein Ding.
Ich persönlich würde den Dobson wählen, allerdings würde ich empfehlen, das Gerät mal "life" anzuschauen, denn es ist nicht ganz klein und wer sich denkt, er bekommt das in den Wohnzimmerschrank, der wird sich wundern. Je nachdem, wenn man keine Rumpelkammer hat, ist so ein Dobson auch ein Möbelstück <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Am besten ihr sucht nach Anschluß zu Sternfreunden in Eurer nähe, so dass ihr die Geräte mal kennenlernt. Ein 8" f/6 Dobson ist sehr verbreitet, üblicherweise findet man die Geräte von GSO und Skywatcher, der Meade-Gitterrohr ist noch recht neu. Vielleicht gefällt Euch sogar ein "normaler" Dobson mit Volltubus besser. Aber das sollte man diskutieren, wenn ihr Euch konkret für so eine Optik entschieden habt.
Noch was zur Kollimation: Das ist sehr leicht zu erlernen und läuft bei vielen Sternfreunden so nebenbei ab, man spricht nicht darüber, wenn man's erstmal kann. Mit der Methode "barlowed Laser" (www.pteng.de) ist die Sache Narrensicher. Übrigens, wenn man den Gitterrohr-Dobs jedesmal auseinandernimmt, muß man auch jedes Mal neu justieren. Ein Dobson mit Volltubus wie von GSO oder Skywatcher hält seine Justage ganz gut, wenn man damit nicht an der Tür aneckt oder mit dem Auto über Waldwege rumpelt, muss man kaum was machen. Alle paar Monate mal kontrollieren.
Ansonsten nochmal Wiederholung: Anschluß suchen. Außerdem: Homepages studieren.
Bei
http://www.deepsky-brothers.de/ gibt es gute Einsteigerseiten, und ich selbst habe unter
www.svenwienstein.de auch eine gut gefüllte Einsteiger-Ecke.
Clear Skies
Sven