Teleskopauswahl für Einsteiger - Newton oder SC?

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Neaira

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Hallo zusammen,

mein Mann und ich wollen in näherer Zukunft ein Teleskop kaufen, um mit diesem wunderschönen Hobby zu starten. Nun ist es als kompletter Neuling dabei natürlich nicht ganz leicht, dass passende auszusuchen. Deswegen hoffe ich, hier vielleicht ein bisschen Unterstützung und Ratschläge zu erhalten, was sinnvoll und eher nicht so sinnvoll ist.

Hauptsächlich liegt unser Fokus auf DeepSky, was auch recht zügig mit Astrofotografie (mit einer EOS von Canon)verknüpft werden soll. Automatische Nachfühung klar und, um den Anfangsfrust zu minimieren, auch ja zur computergesteuerten Anwahl der Objekte.

Wir waren vor ein paar Tagen bei einem Fachhändler (hauptsächlich Celestron), der uns nach einem längeren Gespräch zum Advanced VS C8 Newton Goto-Teleskop geraten hat.
Mit einem zweiten Okkular könne man mit diesem Teleskop auch recht gut die Planeten betrachten.

Nach ein bisschen Lektüre in Fachbüchern, sind wir nun aber ein wenig am Zweifeln, ob das die richtige Wahl für uns ist. In den Büchern wurden die Newton als recht empfindlich dargestellt, so das man die Spiegel angeblich öfter neu einstellen muss.

Als das "Non-plus-ultra" für nicht ganz so reiche Amateure wurden die Schmidt-Cassegrain-Teleskope emfohlen. Somit haben wir uns dann mal umgeschaut und würden nun stark zu diesem tendieren:Advanced VX C8 SC Goto-Telesko

Vielleicht kann uns hier jemand verraten, ob sich die noch höhere Ausgabe für das Schmidt-Cassegrain lohnt und kann uns ein bissl was dazu sagen. Ich gehe davon aus, dass der Händler damit gar nicht erst angefangen hat, weil ich am Anfang einen relativ niedrigen Preisrahmen gesetzt hatte.

(Außerdem denken wir noch über die Option EDGE HD nach, das wäre dann aber das i-Tüpfelchen. Falls also damit jemand Erfahrung hat... wir nehmen jede Info sehr gerne)

Vielen Dank vorab schonmal für eure Kommentare
Nea
 
Hallo Nea,

meiner Meinung nach könnt Ihr zwar mit einem C8 und besagter Montierung starten. Zwecks Deep-Sky und Planeten geht da schon ein bisschen was. Wollt ihr allerdings dann damit auch fotographieren, ist bei dieser Kombi schon einiges an Geschick und Hartnäckigkeit gefragt (aka Frustresistenz ;)).
Der C8 hat schon eine sehr lange Brennweite (2000mm), selbst mit Reducer (minimal um 1300mm). Das ist schon sportlich als Einsteiger, aber nicht unmöglich. Das C8 ist ein Schmidt-Cassegrain, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Inwieweit da ein Newton besser oder schlechter ist mag ich derzeit nicht beurteilen.

Generell etwas leichter tut ihr euch mit einem Teleskop mit kürzerer Brennweite. Typischerweise wird hier ein kleiner Refraktor (zum Beispiel ein 80ED) oder Newton empfohlen.

Was wollt ihr eigentlich genau fotographieren? Deep-Sky kann ja auch vieles sein - von der kleinen Galaxie zum großen Sternhaufen/Nebel.

Grüße
 
Hallo und willkommen!

Das ist leider so eine Frage, auf die Ihr von zehn Amateurastronomen zehn verschiedene Antworten bekommen werdet.

Also fange ich mal an: Für mich wäre das SC die bessere Wahl:

Erstens mag ich die fast komafreie Abbildung bei der optischen Beobachtung im SC lieber (fotografisch ist der Unterschied nicht so groß).

Zweitens ist das SC wesentlich kompakter, weswegen es die Montierung nicht so stark belastet und diese nicht so wackelt und schwingt. Ausserdem braucht es daheim weniger Platz und da ist es leider die meiste Zeit.

Drittens ist das SC durch seinen riesiegen Spielraum beim Fokussieren sehr flexibel was das Anschliessen von Zubehör angeht. Binokularansätze, Herschelkeil, Projektionsadapter, Kamera, Off-Axis-Guider, alles kein Problem. Man braucht weder irgendwelche Glaswegkorrektoren, Verlängerungshülsen oder sonstigen Kram. Ausserdem sitzt das ganze Zubehör näher am Schwerpunkt und belastet Montierung und Nachführung weniger.

Und schliesslich und endlich finde ich, dass man in ein Fernrohr von hinten reinschaut und nicht oben an der Seite. Aber das ist jetzt kein objektives Kriterium :cool:

Viele Grüße
Maximilian
(1xC8, 2xC5 und noch ein ganz süßes kleines 3-Zoll SC von Bausch und Lomb liegen hier rum)
 
Hallo Nea,

das wichtigste zuerst: Ihr solltet nicht versuchen Astrofotografie und visuelle Beobachtung unter einen Hut zu bekommen und schon mal gar nicht zu anfang!

Hier ( klick mich! ) habe ich mal einen kleinen Guide zum Einstieg in die Astrofotografie geschrieben.

Grundsätzlich würde ich euch raten mit kleinen Brennweiten und kleinen Teleskopen in die Fotografie einzusteigen, allerdings machen diese Geräte (bis auf wenige Ausnahmen) nur bedingt visuell Spass.

Die größte Schwäche eines Schmidt-Cassegrain-Teleskops ist die lange Anpassungszeit an die Umgebungstemperatur. Ist man diesbezüglich zu ungeduldig schlägt das Tubusseeing unerbittlich zu und man bekommt kein sonderlich scharfes Bild. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Schmidtplatte selbst, die schon mal gern zutaut und dann ein weiteres Beobachten/Fotografieren unmöglich macht.

Für den visuellen Beobachter ist die hohe Obstruktion ebenfalls von Nachteil, da die hohe Abschattung durch den Fangspiegel auch einen deutlichen Kontrastverlust bedeutet. Bleibt noch das Öffnungsverhältnis von f/10 zu nennen, das für die Fotografie eigentlich ein Nogo ist.

Wenn ihr das Teleskop aber (permanent) im Garten stehen habt und somit das Auskühlen kein Problem ist, lässt sich mit einem passenden Reducer und einer Taukappenheizung auch damit sehr gut fotografieren. Allerdings nicht ohne Autoguider usw...
Ich nutze selbst auch ein SC und würde es auch nicht mehr hergeben!

Und ja, ein Newton muss auch geregelt kollimiert (justiert) werden, dafür hat er keine Platte die leicht zutaut und braucht auch nicht ganz so lang zum auskühlen. Je nach techn. Ausführung kann es aber sein, dass ihr beim fotografieren mehrmals pro Nacht nachfokusieren müsst...

Schaut euch mal auf meiner Seite www.13parsec.de um. Dort findet ihr zu jedem Bild auch das verwendete Equipment. Alternativ bietet astrobin.com auch die möglichkeit gezielt nach Equipment und den damit entstandenen Bildern zu suchen. Achtet dabei aber unbedingt auch auf die Belichtungszeiten und das technische Drumherum!

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo ihr Drei,

erstmal herzlichen Dank für eure Antworten.

Das jeder dazu seine eigene Meinung hat, war mir durchaus bewusst, aber von euren Antworten bin ich nun erstmal etwas verwirrt, muss ich zugeben :smiley60:

@fate187: Zb dachte ich, dass eine große Brennweite vorteilhaft sei. Inwiefern das ganz dann als "sportlich" für Anfänger zu sehen ist bzgl Fotografie, müsstet Ihr mir bitte noch ein wenig verdeutlichen, wenn möglich.

@Maximilian: wenn du als einziger geantwortet hättest, wäre es wohl das SC geworden :smiley47:

@ Sodiac: vielen Dank für die Verlinkung deiner Seite. Ich habs grade mal grob überflogen und werde mir die Seite definitiv noch genauer zu Gemüte führen.
Von dem Tau-Problem beim SC hör ich nun zum ersten Mal...

Insgesamt gesehen ist für mich das Betrachten durch das Teleskop halt das eine... auf lange Sicht möchte ich diese Eindrücke aber eben auch möglichst gut dauerhaft festhalten, sprich fotografieren. Mir ist absolut bewusst, dass ich nicht auf Anhieb preisverdächtige Fotos schießen werde und das es am Anfang alles sicher nicht einfach wird. Andererseits möchte ich halt auch nicht jetzt was kaufen und nach nem halben Jahr (übertrieben)direkt wieder aufrüsten müssen, um mehr erreichen zu können.

Ich weiß das ist nun alles sehr abstrakt und nicht besonders genau, aber vielleicht habt ihr eine ungefähre Vorstellung was ich damit meine.

Danke nochmals für eure Hilfe

 
Hallo Nea,

schön, dass Du Dich meldest.
Wir waren vor ein paar Tagen bei einem Fachhändler (hauptsächlich Celestron), der uns nach einem längeren Gespräch zum Advanced VS C8 Newton Goto-Teleskop geraten hat.
Mit einem zweiten Okkular könne man mit diesem Teleskop auch recht gut die Planeten betrachten.
Tja... ich nehme mal die Hand vor'm Gesicht weg. Bei sowas bin ich mit der Händlerberatung eigentlich gleich fertig. Egal ob das nun wirklich so gesagt wurde, aber Fakt ist: So ist es bei Dir hängengeblieben.
Es wird hier im Forum eigentlich recht oft erwähnt: Nach einiger Zeit des visuellen Beobachtens stellt man fest, dass das meiste Geld doch in den Okularen steckt. Ein so wichtiger Punkt, abgehandelt auf "na wenn man ein zweites nimmt"...
Die Fotografen werden wohl auch dahin tendieren, dass eine so richtig gewünschte CCD-Kamera teurer ist, als die meisten Teleskope, an denen sie so hängt. Aber... naja es gibt schon auch richtig teure Teleskope.

Nun zum Teleskop-Paket. Ich würde für visuelle Zwecke auf jeden Fall den Newton bevorzugen und wenn es Foto-Ambitionen gibt, dann scheint mir 200mm mit f/5 auch eine gute Wahl zu sein. Allerdings mit einem Fragezeichen, ob es in der Konfiguration auch wirklich zur Fotografie kommt! Da hat die gewählte Computer gesteuerte Montierung nämlich wenig Reserven. Würde man nun einen 150/750 Newton aufsetzen, dann würde ich da noch Reserven sehen, die gerade so das benötigte Foto-Zubehör zulassen.
Ich favorisiere hingegen eigentlich eher den Weg, zunächst mal ein Teleskop für visuelle Belange zu kaufen und dann später ein deutlich kleineres, leichteres, rein fotografisch ausgelegtes Gerät auf einer rein fotografisch ausgesuchten Montierung als Zweitgerät. Hat den Vorteil, dass man auch noch gucken kann, während die Kamera stur das am PC vorgeplante Belichtungsprogramm von 10 x 5 Minuten mit Rot-Filter, 10x 5 Minuten mit Grün-Filter und 15x 10 Minuten mit Bla-Filter durchzieht... (nur mal ein Beispiel).

Wenn man sich die Computersteuerung wünscht, dann kann man dieses Paket ganz gut hernehmen. Vor der Justage des Newtons soll man sich nicht fürchten, sondern das soll man lernen und als Vorteil erkennen. Bleibt man mit einem SC oder einem sonstigen Teleskop am Türrahmen hängen, muss man's nämlich genauso lernen, nur kann es ungleich komplizierter sein.
Aber die Computersteuerung nimmt einem sowieso nicht ab, sich mal mit dem Himmel auseinander zu setzen. Vollautomatisch klappt nämlich automatisch gar nicht so einfach wie gedacht. Falls man sich nämlich nach einer Weile auch zwischen den Sternbildern zurecht findet, dann mag das Computerdings als teures Spielzeug erscheinen. Dann hätte man nämlich eher einen Dobson für gut 1/4 des Geldes oder mit deutlich mehr Leistung für den halben Preis.

Was ein SC angeht: Das schränkt mich visuell viel zu sehr ein. Fotografisch mit Edge HD nicht mehr so stark, aber die Problematik einer voll ausgelasteten Montierung, die mit Leitrohr dann überfordert ist, ist hier genauso vorhanden. Edge HD bedeutet aber auch ein Leitrohr - oder sollte es dafür wirklich per Trick 17 noch einen Off Axis Guider geben? Wenn aber das teuer SC mit nochmal teurem Edge HD dann dazu führt, dass dann die ohnehin schon teure Computer-Montierung durch eine noch teurere ersetzt werden müsste, dann bricht dieses Modell faktisch zusammen. Das Ergebnis würde sein: Visuell wird mit dem SC beobachtet, also mit einem Gerät, was bezüglich Himmelsausschnitt und Bildhelligkeit faktisch spürbare Einschränkung bedeutet, und was nie primär für visuelle Zwecke beschafft wurde, das Edge HD liegt brach und es würde dann doch noch eine kleine, leichte Foto-Optik beschafft, die auf der vorhandenen Montierung einsetzbar ist. Oder aber es wird zu einer wesentlich teureren Foto-Montierung gegriffen - bei der es sich aber auch fragt, wieviel Equipment man dann mitnehmen will. Ein SC braucht immer eine recht große Montierung. Der Newton 8" f/5 auch.
Es mag wie immer die Standard-Empfehlung sein, aber gerade zu zweit würde ich nicht 5 Minuten oder 10 Minuten auf den Bildschirm starren, bis die nächste Belichtung kommt. Ich würde einen schnell aufgebauten Dobson neben den Fotokram stellen und Photonen mit der eigenen Netzhaut "zur privaten, nicht öffentlichen Verwendung" sammeln, und großen Spaß haben, während ein paar Meter weiter der Fotokrempel vor sich hin tickert. Bis man zum Beispiel einen 80mm ED Refraktor photografisch ausgereizt hat, mögen ein paar Jahre ins Land gehen.

Ansonsten sei angemerkt: Wenn ihr eher fotografisch über Edge HD nachdenkt, anstatt Euch naheliegend mit den benötigten Okularbrennweiten zu beschäftigen, dann könnte das fotografische Interesse eventuell größer sein, als die Lust am Beobachten. Dann besser alles nochmal überdenken und das visuelle vielleicht komplett außer Acht lassen. Ist auch ein Ansatz.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Nea,

noch ein Nachschlag zum sich überschneidenden Post:
Insgesamt gesehen ist für mich das Betrachten durch das Teleskop halt das eine... auf lange Sicht möchte ich diese Eindrücke aber eben auch möglichst gut dauerhaft festhalten, sprich fotografieren. Mir ist absolut bewusst, dass ich nicht auf Anhieb preisverdächtige Fotos schießen werde und das es am Anfang alles sicher nicht einfach wird. Andererseits möchte ich halt auch nicht jetzt was kaufen und nach nem halben Jahr (übertrieben)direkt wieder aufrüsten müssen, um mehr erreichen zu können.
Das wird so nicht sein. Die visuellen Eindrücke am Teleskop sind völlig verschieden von den fotografischen Ergebnissen. Die Ausnahme davon sind die Planeten des Sonnensystems. Ansonsten fehlt Dir bei der Beobachtung der Farbeindruck und vor allem fotografisch rot erscheinende Strukturen werden mit dem Auge beobachtet derart viel schwächer sein, dass sie bei den meisten Objekten gänzlich unbeobachtbar bleiben.
Lesefutter: http://www.svenwienstein.de/HTML/was_sieht_man_im_teleskop-.html

Dein Vorhaben wird Dir also nicht gelingen - was eigentlich sehr schön ist, denn dann gibt es immer wieder einen Grund, den Himmel life zu erleben, anstatt auf Fotos aus der Konserve zu schauen. Es kann aber natürlich sein, dass Dir das visuelle Erlebnis zu flau ausfällt. Die Gefahr besteht einfach.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Nea,

m. E. können in einem Forum nur kleine Teilaspekte, bzw. ganz spezifische Fragen zu einem umfassenden Themas wie Astrofotografie diskutiert / geklärt werden. Einfach weil keiner Zeit hat, ein Werk wie dieses 'reinzuhacken:

http://oculum.de/oculum/titel.asp?ID=1501201617151290&Nr=89

Kauft Euch das Buch, lest es, fragt, wenn Ihr was nicht versteht und Ihr spart Euch vermutlich sehr, sehr viel Geld und Zeit.


Ergänzend für die Theorie i.e.S. würde ich mir dieses Kompendium zulegen:

http://www.astronomie-buch.de/inhalt_kompendium.htm

Danach sollte klar sein, welches Instrument für welche Zwecke warum Sinn macht... und warum der Trend bei den Astro-Infizierten zum 2./3. Instrument geht. ;)
 
Hi Nea,

ganz klar gar nix kaufen, sondern erst mal vorbereiten.

D.h. lesen, lesen und Kontakte zu Privatleuten suchen und mitgucken und Erfahrungen sammeln. Gerne auch mal bei Fotografen anfragen und dem Treiben eines Fotografen beiwohnen.

Dann bekommt das Thema viel mehr Gestalt und Griffigkeit.
Und so entwickelt sich auch langsam eine Entscheidung und kein Schnellschuss mit anschließendem Frust.

Der Himmel rennt nicht weg und zu Weihnachten sind die Teleksope vllt sogar als Angebot zu haben :)
CS
 
Hallo nochmal,

erstmal sorry das ich mich jetzt erst nochmal melde. Vielen Dank für all eure Antworten.

Speziell die Buchtipps haben wir nun auch noch erst umgesetzt (das Kompendium stand eh auf unserer Liste) und werden uns da mal durchwühlen, um euch dann wieder mit naiven Fragen zu belästigen :smiley47:

Allerdings möchte ich doch noch eines anmerken:
Ansonsten sei angemerkt: Wenn ihr eher fotografisch über Edge HD nachdenkt, anstatt Euch naheliegend mit den benötigten Okularbrennweiten zu beschäftigen,...
Es war nur eine ganz normale Frage, ob Edge HD sich lohnen könnte, was weder die Beschäftigung mit Okularbrennweiten noch allem sonstigem für Astrofotografie etc. nötigem Wissen ausschließen sollte. Bei so einer Formulierung kann man sich dann leider doch etwas angegriffen fühlen, hätte man sicher auch anderes rüberbringen können.

Nichtsdesto trotz herzlichen Dank für all die Tipps. Ich hoffe wir bekommen dann in näherer Zukunft weitere Hilfe von euch.

LG, Nea
 
Hi Nea,

ich denke das war bei den Kollegen anders gemeint.

Wenn ein Händler als ultimatives Gerät ein SC empfiehlt, dann ist das schlicht nicht seriös. Ein Käufer der besser vorbereitet ist und sich mit den Grundthemen auskennt,
würde dem Händler unmittelbar contra geben können. Und dann ist die Frage mit oder ohne EdgeHD obsolet.
Das ist der Punkt.

Ein SC ist beim heutigen Stand der Dinge ein fauler Kompromiss in nahezu allen Belangen. Nur die Kompaktheit ist ein eindeutiges Pro - das einizge.

Die in Rede stehenden Geräte kosten nicht wenig. Wäre schade wenn am Ende wegen fehlender Vorbereitung das falsche gekauft wird.
Ich nur darum geht es - bei allen Beiträgen hier ;)
CS
 
Hi Antares,

danke für den Erklärungsversuch, nur der Händler hat uns nie zum SC geraten ;-)(Hab ich auch meiner Meinung nach nie so dargestellt). Wir haben nach dem Besuch bei ihm nur etwas in Fachliteratur gelesen und da schien das SC die bessere Wahl zu sein. Deswegen auch unsere Nachfrage hier, ob das denn wirklich der Fall ist.

Der Händler hat ganz klar zum Newton geraten, nur da ich vorher eine relativ niedrige Kostengrenze gesetzt hatte, war ich halt nach dem Lesen nicht mehr so sicher, ob er das SC weggelassen hatte wegen der noch höheren Kosten. Und wie schon geschrieben, das Edge HD wäre halt das Schmankerl gewesen, das wir uns evtl. noch geleistet hätten sofern es sich lohnen würde. Aber das ist ganz alleine auf unsren Mist gewachsen, der Händler hatte damit nix zu tun.

Ich will hier auch niemandem irgendwas unterstellen... ich fand den einen Satz halt etwas unglücklich formuliert. Denn das dieses Hobby viel Einarbeitung und Lernwillen erfordert ist uns schon klar. Und ich weiß auch, dass es teilweise etwas naive Aussagen/Fragen gibt, die ich hier formuliere. So ganz tief stecke ich eben noch nicht drin, auch weil mir bisher die Zeit fehlte, mich mit den Büchern zu befassen.

Aber das ändert sich spätestens nächste Woche.

LG, Nea

 
Hallo Nea,

passend zu deinem Namen kann ich dir noch das Kursprogramm der Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl ans Herz legen.

http://snh.rp-online.de/kurse.html

Da sind auch Themen zur Astrofotografie dabei. Weiß jetzt nicht wo in NRW ihr wohnt aber vielleicht ist es nicht so weit weg.

VG
Klaus
 
Hallo Nea,

der Satz scheint aber nicht gewirkt zu haben. Der Sinn dahinter war, einen Anstoß zur Selstreflexion zu geben: Ist Foto vielleicht dem Empfinden nach spannender? Dann konsequent daran denken. Falls nicht, konsequent ans Beobachten denken. Denkanstöße müssen nicht immer bequem sein. Klappt halt nicht immer.

Clear Skies
Sven
 
OT:

Hallo zusammen,

ich bewundere immer diejenigen, die hier seitenweise Beratung schreiben und viel Freizeit und Herzblut investieren; beispielsweise Sven, Günther, Antares, um nur einige zu nennen.

Wenn ich allerdings die Einsteigerberatung und deren Themen über das letzte Jahr (auch im blauen Forum) betrachte, dann ist das, stark vereinfacht, für mich immer die selbe "Leier".

Wäre es nicht effizienter, Kernaussagen/Empfehlungen zu Instrumenten, Astro-Fotografie und Literatur bzw. Links zusammenzutragen / zu kopieren und oben anzupinnen?

Hätte den Vorteil, dass man immer darauf verweisen könnte, wenn wieder mal ein Einsteiger mit "wilden" Anforderungen ankommt:
"Ich will vermutlich 3m Brennweite, mindestens 8 besser 12" Öffnung, Mond-, Planeten und Deepsky beobachten, das ganze natürlich mit dem gleichen Equipment fotografieren und das alles soll sofort möglich sein und 300,- oder was auch immer nicht überschreiten und ach ja, im Rucksack transportabel soll es natürlich auch sein."

 
Hallo Peter,

da grinse ich über die alten Monty Python Recken:
"Ja, wir sind alle verscheiden!"
"Ich nich!"
Und im gleichen nochmal:
Ich denke, die meisten Fragesteller haben den Wunsch, dass genau ihr ganz persönliches Problem gelöst wird, und ich bin mir sicher, dass die vorherige Suche (den Satz meine ich nicht ironisch) immer nur ganz andere Antworten auf ganz andere Fragen zutage gefördert hat.
Sicher wird hier auch manches Problem immer neu gelöst, das erst die Beratung durch den Fach- äh, nein Fast-, ach Quatsch, doch Fachhändler, also sagen wir durch den professionellen Händler, dessen Beratung nicht immer vom Fach ist --- also Probleme, die erst durch die wunderliche Beratung von Händlern und deren Angestellten ins Spiel kommen lösen wir hier gerne auch mehrfach...

Clear Skies
Sven
 
Hi Nea,

gut, alsooooo...
Bevor Ihr nun zu Bücherwürmern und Leseratten werdet, sei mir ein Verweis auf ein paar für Euch hoffentlich passenden Beiträge meiner Homepage gestattet.
Ich denke damit könntet Ihr einen Schritt voran kommen.

Erste Gedanken, sprich Fragen an den Suchenden:
http://www.deepsky-brothers.de/Fragen an den Suchenden.htm

Beobachtungsziel Deepsky:
http://www.deepsky-brothers.de/Deepsky.htm

Teleskopwahl:
http://www.deepsky-brothers.de/teleskopwahl.htm

Warum praktische Erfahrungen vor dem Kauf:
http://www.deepsky-brothers.de/Warum praktische Erfahrungen.htm

Auch Sven hier hat ne umfangreiche Einsteigerecke, die auch lesenswert ist.
CS

 
Hi Peter,

erstmal danke.
Sicher wäre es effizienter.

Vor dem Hintergrund habe ich die HP gemacht, aber letztlich scheint es nicht zu reichen (wenn ich davon ausgehe, dass die gängigen Einsteigerseiten im Net gefunden und gelesen werden).
Warum, weiß ich nicht.

Vllt ist es die individuelle Ansprache, die sich viele wünschen oder aber eben auch die Tatsache, dass Astronomie machen schwer zu greifen ist, wenn man es nie erlebt hat.
Ein Aspekt ist sicher die enorme Bandbreite an Erwartungen und die ebensogroße Bandbreite an Möglichkeiten Astro zu machen, die es unmöglich machen ab einer gewissen Tiefe allgemeingültige Aussagen zu fixieren.

Insofern gibt es letztlich "3 Goldene Regeln" zu denen man raten kann:
1. Keine Schnellschüsse (Spontankäufe) machen
2. Ein paar Basics zu Teleskop, Okularen etc anlesen
3. Probegucken bei anderen Amateuren

cs

 
Hallo Nea,

meine bisher gemachten Erfahrungen haben mir gezeigt: Du triffst nicht die eine richtige Entscheidung. Du triffst eine Entscheidung aufgrund der Erfahrungen und Eindrücke, die Du bisher gemacht hast. Mach Dich also besser frei von der Idee, dass Du - oder einer Deiner Berater - die richtige Entscheidung triffst. Du wirst weitere Erfahrungen sammeln und vielleicht später zu einer anderen Entscheidung finden, die ist nicht richtiger oder besser - sie basiert nur auf noch mehr Erfahrungen und Deiner Weiterentwicklung; und das ist gut so.

Ich lese seit 10 Jahren intensiv hier im Forum mit. Die Beiträge sind zahlreich und haben ein breites Spektrum. Wie in jedem Forum muß man die Spreu vom Weizen trennen, das braucht Zeit, nimm sie Dir.
Oftmals läuft es so ab: Euphorie, Schnellkauf, danach Beratung im Forum, Verkauf und Neuanschaffung, ob Zufriedenheit und Glücksgefühle bleiben?

So sollte es sein: Forenbeiträge lesen, abwarten und verarbeiten, Sternwarte besuchen, Stammtische der Vereine
aufsuchen (gibt es in NRW reichlich, AVR, Sternfreunde Münster etc. bin selbst aus Oer-Erkenschwick), Teleskoptreffen besuchen
und durch so viele Teleskope und Okulare blicken, wie es geht. Es geht nichts über das Live-Erlebnis unter freiem dunklen Himmel, danach wieder abwarten und sich selbst reflektieren.

Es könnten solche Gedanken aufkommen:

Hmh, alle hatten so schöne Teleskope, aber irgenwie zeigten alle das gleiche Bild vom Jupiter. Das Bild des Planeten hat mir im 5-Zoll Refraktor gut gefallen, besser als im 8-Zoll SC.
Woran kann das liegen ?
Fehlende Beobachtungerfahrung, schlechte Kollimation des SC oder einfach nur schei... Planetenwetter.

oder auch:

Mein Gott sind aber schon große Trümmer die Teleskope, und dann die Schlepperei. Jeden Abend beobachten wäre toll! Oder nur am Wochenende (innerer Schweinehund)! Möchte ich beweglich sein mit dem ganzen Geraffel oder lieber eine kleine Sternwarte im Garten ? Die bindet mich aber an meinen Standort (bei mir im Ruhrgebiet nicht der beste).

Nach dem Kauf rücken der Alltag und die Lebensumstände in den Vordergrund.

Das Budget legt die Grenzen des Equipments fest, wenn ihr sofort anfangen wollt. Ansonsten hilft sparen, dranbleiben und nach und nach dazukaufen.

Nochmals meine Empfehlung:
Nutze den Erfahrungsschatz der Experten hier im Forum oder im blauen Nachbarforum. Allesamt begeisterte Astronomen mit 1-60jährjiger Erfahrung und unterschiedlichen Lebensläufen, was die Teleskop-Findung angeht. Aber lass Dich nicht verunsichern, wenn Du anderer Meinung bist. Finde DEIN Teleskop, das, das im Budget liegt und das DICH begeistert. Und denk daran, es kann, muss aber nicht für´s Leben sein.

Viele Grüße
Markus

 
Hallo,

Zitat von Antares:
.... aber letztlich scheint es nicht zu reichen ...
Warum, weiß ich nicht.
auch wenn´s jetzt OT wird. Die Leute wissen nicht - bildlich gesprochen - daß man mit einem Traktor nicht auf der Autobahn fahren kann und mit einem Porsche nicht pflügen. Sagst Du´s Ihnen, sagen sie, was soll ich jetzt machen?

Daraus ist Ihnen kein Vorwurf zu machen. Sie können nicht wissen, wie es sich anfühlt, allein mit einem Refraktor, Newton oder Dobson auf dem Feld zu stehen. Zu klein, zu groß, zu umständlich, oder, oder.....

Da hilft letztendlich keine noch so gute Beratung. Das erinnert mich an den Spruch " Das erste Haus baut man für seinen Feind, das zweite für seinen Freund und das dritte für sich selbst". D.h., man weiß erst mir der Zeit, was für einem persönlich das richtige ist.

Gruß Uwe
 
Hallo Nea

Mit einem C8 lässt sich gut starten, aber ich würde den Tubus als Occasion kaufen und dann eine gute, teurere Montierung (Bsp. AVX von Celestron). Siehe auch den Post von mir bei diesem Thema. Ich stieg vor ca. 2 Jahren wieder mit einem gebrauchten C8 ein nach meiner Jugendzeit und konnte gut mit den Nachteilen eines SC leben. Die Montierung musste ich aber sehr schnell auswechseln, weil es ein Frust war ohne die nötige Stabilität und GoTo. Die Kollegen haben eigentlich schon alles erwähnt, aber den Input mit dem Hineinschauen von hinten finde ich zum Bsp. noch wichtig resp. ist nicht zu unterschätzen ;-) Alles andere wie Fotografie, Nachführung, Laptop, etc. kommt dann Schritt für Schritt dazu.

Gruss
David
 
Hallo Nea!
Zitat von Neaira:
In den Büchern wurden die Newton als recht empfindlich dargestellt, so das man die Spiegel angeblich öfter neu einstellen muss.
Ja, nach einem Transport wird man vermutlich kollimieren müssen. Da sich dabei nur die Spiegelverkippung merklich verstellt, ist ein Laser ausreichend, und dazu maximal 5 Minuten Zeit.

Allerdings hat der schneller Newton im DS-Bereich den Vorteil deutlich geringerer Belichtungszeiten, wodurch man die 5 Minuten zügig wieder herausholt.

Grüße

fquadrat
 
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