Teleskopauswahl

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starbase135

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Hallo,

nachdem ich einige Erfahrungen mit dem LIDL-Scope gesammelt habe (Mond, Saturn, Jupiter, Deep Sky), möchte ich mir ein größeres Teleskop anschaffen. Ich will sowohl Planeten als auch Deep Sky Beobachtungen machen, wobei der Fokus etwas mehr in Deep Sky liegt. Mein Limit liegt bei 700 Euro. Habe mir folgendes ausgesucht:

1. Skywatcher 250/1200mm Pyrex Dobson (Ich denke das Preis/Leistungsverhältnis ist in Anbetracht von Pyrex als Spiegelträgermaterial sehr gut und die Spiegelqualität soll auch nicht schlechter als bei GSO sein. Außerdem könnte ich den Tubus später auf eine EQ6 setzten.)
Zum Scope

2. Orion Newton 200/1000mm auf Sky Pro (Ich denke auch hier ist das Preis/Leistungsverhälnis sehr gut. Die Sky Pro ist ja in etwa vergleichbar mit der HEQ5, bis auf dass keine Nachführmotoren eingebaut sind und die Sky Pro könnte mir auch für andere Teleskope dienen. Interessieren würde mich die optische Qualität von Orion Newtons.) Zum Scope

3. Nexstar 130 SLT (Ich weiß natürlich, dass ich dabei Abstriche im Deep Sky Bereich machen würde und sehr viel Geld für Elektronik, statt für die Optik, ausgebe , aber die Transportabilität und natürlich die GOTO-Funktion interessieren mich. Denn ich tue mich noch immer recht schwer Objekte am Himmel zu finden.) Zum Scope

Es wäre toll, wenn ihr mich ein bisschen beraten könntet, was denn nun wirklich das beste Teleskop ist, was man sich nach einem LIDL-Scope kaufen kann.
 
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Hi,
mit 700 Euro würde ich bei den Vorgaben keines der 3 Geräte nehmen sondern einen 8" f/6 Dobson kaufen und mit dem Restgeld Zubehör kaufen, als da wäre:
- ein 2 " Übersichtsokular
- weitere Okulare je nach Bedarf - bevorzugt WW
- Nebelfilter
- Jusiterhilfe
Je nach dem was Du brauchst, wird Dein Budget schon hier nimmer ausreichen um Dich vollständig auszustatten.

Warum die anderen nicht?
1) Mit f/4,8 ist dieses Scope Okularkritisch. Grade im größeren Brennweitenbereich werden da die Okulare sehr teuer, wenn sie wirklich gut sein sollen - Budget.
2) Das die Skypro HEQ5 verleichbar ist, halte ich eher für ne fromme Werbeaussage, denn Realität. Weitehrin tritt mit den f/5 Gerät wieder die Okluarfrage auf, Dein Budget ist aber schon weg.
3) Für mich, der ich grundsätzlich immer das Seherlebnis als vorderste Priorität habe, die schlechteste Kombination aus optischen Gesichtspunkten. Wer kompakte Maße und Goto als Forderung stellt, wird das ganz anders sehen. Hier sehe ich keine Ausbaumöglichkeiten, wieder die f/5 Okularfrage und für ambitionierteres DS-beobachten schlicht zu wenig Öffnung.
CS
 
700 Euro ist das Telekop-Limit. Für Zubehör, wie Okulare, Filter, usw. hab ich noch extra Geld. Für den 8" Newton könnte ich auch noch eine HEQ5 verkraften. Kleine Zwischenfrage: Brauch ich überhaupt Nebelfilter, wenn ich unter pechschwarzem Landhimmel beobachte?
 
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Hi,
ah ok.
Wenns es nur fürs Scope ist und noch separates Geld für die Okulare da ist, dann würde ich zum 10" greifen.
Nebelfilter, braucht man auch unter Landhimmel - besser gesagt kann man brauchen. Sie dunkeln ja nicht hauptsächlich das Streulicht oder Störlich weg, sondern Sie filtern alle Wellenlängen weg bis auf wenige bestimmte, die den Wellenlängen entsprechen, in welchen die jeweiligen Objekte hauptsächlich strahlen. Unter dunklem Himmel entscheidet der Filter wohl seltener über die Frage sehen oder nicht sehen, dafür aber immer noch, und das oft sehr deutlich, über die Frage etwas sehen oder viel sehen.
Für ambitionierte DS-beobachtung ist ein Nebelfilter m.E. ein Muß. Mit superdunklem Himmel kann man sich vielleicht eher auf einen Typ beschränken - in meinen Augen dann den UHC.
CS
 
Das Nexstar 130 SLT fliegt auf jeden Fall erst mal raus. Die Frage ist nun, ob es ein 8" Newton auf HEQ5 oder der 10" Pyrex Dobson von Skywatcher wird.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,
und da bist Du bei ner Grundfrage angekommen. Dob oder parallaktisch.
Das solltem an m.E. vorher probieren und selbst erleben. Einem liegt dies dem anderen das andere.
Hast Du Möglichkeiten dazu?
Wenn nein, dann wäre das Treffpunktboard ne gute Anlaufstelle um Gleichgesinnte zu finden.
CS
 
Hallo Starbase,

ich würde (und habe) mich für den 8"er auf Monti entscheiden. Dafür gibt es zwei Gründe.

1. 10" zeigen nicht so unendlich mehr als ein 8"er. Etwas schon, aber es ist kein Beinbruch wenn einem die 2" fehlen.

2. Mit einem Dobson bist Du mehr oder weniger auf visuelles Beobachten festgelegt. Eine Monti dagegen, also dein 8"-Angebot, bietet Dir viel mehr Möglichkeiten. Und Du weist ja heute noch nicht was Dir in einem Jahr so Spass macht. Ich habe zuviel Dobsonianer umschwenken gesehen als das ich glaube, das ein Dobson unter 12" wirklich Sinn macht. Der größte Vorteil den ich bei einem parallaktisch montierten Gerät sehe ist der, daß automatisch nachgeführt wird. Du kannst also stundenlang auf ein Objekt blicken ohne das Teleskop auch nur anfassen zu müssen. Dann kannst Du erste und zweite Gehversuche in Sachen Fotografie machen.

Zu dem Punkt F5=schneller Newton kann ich Dir aus Erfahrung sagen, daß es stimmt daß diese Geräte okularkritisch sind. AAABBER: Das siehst Du in den ersten Jahren nicht, dazu bist du viel zu sehr mit anderen Dungen beschaftigt und zweitens fehlt Dir der Vergleich. Ich habe zwei Jahre mit einen Erfle-2"-32mm-Oku sowie dem Satz der Skywatcher-Goldkanten-Okus gearbeitet. Und eigentlich habe ich auch alles gesehen und war hellauf begeistert. Erst vor ein paar Wochen, ich gönnte mit zwei Speers Waler, und da fiel mir der Unterschied wirklich auf. Aber ein MUSS war das nicht (mal abgesehen davon das das Weihnachtsgeld weg MUSS). Das Problem sind nicht die kurzen Brennweiten, das Problem ist es ein gutes 30mm-Weitwinkel-Oku (>70°) in 2"-Ausführung zu bekommen ohne mein PKW in Zahlung geben zu müssen.

Die Orion-Geräte sind zweifelsfrei empfehlenswert.
Das alles spricht meines Erachtens für ein parallaktisch montiertes Teleskop. Und bitte vergiss GOTO. Das kann eine feine Sache sein, ich denke aber das es bei vielen Anfängern zur, entschuldigt den Ausdruck, Verblödung führt. Es ist sinnvoll bei der Fotografie um nach Schwenks (Kamera scharf stellen) wieder das Objekt der Begierde schön zentriert zu bekommen, oder wenn man zum verrecken das Galaxiechen nicht findet. Bei einem "Anfänger" führt es aber zuerst zu schnellen Beobachtungeerfolgen, dann aber dazu, daß dieser sich nicht mehr mit so Dingen wie Sternnavigation oder ganz allgemein mit den Sternbildern auseinander setzt. Ist Goto mal im Ar..Eimer, ist es zappenduster im Oku!
Was die SkyView betrifft habe ich eine ganz eigene Meinung. Die muss nicht richtig sein, ich finde sie für mcih aber schlüssig.
Warum? Nun, ich halte die SkyView für eine aufgemotzte EQ-5, mit aussenliegenden Motoren die wunderbar abreisssen können. Zweitens habe ich den 8"er mit Leitrohr und Kamera und aufgeschnallten 7AH-Akku auf der HEQ-5 gehabt. Geht gut nach einigen kleineren Verbesserungen wie neuer Prismenschiene und Zusatzgegengewicht. Und dann kannst Du die HEQ-5 mit GOTO und schnelleren Motoren zur HEQ-5 SkyScan aufrüsten, oder ihr via MCU-Update manieren beibringen (Stichworte wie Mikroschrittbetrieb, PEC, IntellyTrack und saugünstig)...später mal! Und Du kannst die HEQ-5 tunen bis zur wirklichen Langzeitbelichtungstauglichkeit. Ich bin mir nicht sicher ob das mit dem Witz SkyView möglich ist. Nichts gegen die SkyView, aber meineserachtens wurde die auf den Markt geschmissen um die HEQ-5 herausnehmen zu können. Die HEQ-5 war einfach zu gut für ihren Preis.

Ach noch etwas, solltest Du dich für parallaktisch montiert entscheiden, dann denke auch gleich mal über eine EQ-6 nach. Dann bist Du wirklich aus der "Gefahrenzone" herraus, allerdings auch ein paar Mäuse mehr los und musst ordentlich schleppen. Die HEQ-5 passt in einen Baumarkt-Alukoffer. Die EQ-6 braucht da schon was ordentlich größeres. Solch ein Gespann fahre ich, 8"-F5 mit ED-80 und dem ganzen anderen Krempel macht ca. 18Kg auf EQ-6. Und die grinst immer noch! Und ich auch!

CS
 
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