Teleskopberatung

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Dirk1974

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,
ich heiße Dirk und bin schon seit meiner Kindheit der Astronomie sehr verbunden. Hatte damals als junger Jugendlicher auch ein Refraktor von Bresser.
Ich habe die letzten Jahre wieder mit den Gedanken gespielt mir wieder ein Teleskop zuzulegen. Alleine um die Schönheit des nächtlichen Himmels meinen beiden jungen Söhnen näher zu bringen.
Ich möchte sowohl Planeten als auch Deep-Sky-Objekte beobachten. Vielleicht probiere ich auch mal Astrophotografie aus. Bei meinem Wunschteleskop handelt es sich um ein Newton.
Da ich mich jetzt erst seit gestern ernsthaft mit dem Thema "Teleskopkauf" befasse,würden mich fachmännischen Ratschläge zu meiner Auswahl sehr interessieren. Bin auch gerne für Alternativen zugänglich.
Hier wäre mal meine Auswahl:

Skywatcher Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD NEQ-3 Pro SynScan GoTo

und

Bresser Teleskop N 150/1200 Messier EXOS 2 GoTo

Was haltet ihr von diesen Teleskopen?
Danke für die Zeit die ihr euch nehmt!

 
Hallo Dirk,

Vielleicht könntest Du noch etwas über Deine Beobachtungsmöglichkeiten berichten.
Ich selbst habe mir einen 200/1200mm GSO Dobson zugelegt und bin sehr zufrieden damit. Vor allem die Bedienung und Stabilität gefällt mir. Ich habe ihn in der Garage stehen und somit ist er ausgekühlt und sofort einsatzbereit. Einfach raustragen, hinstellen und loslegen.
Und Aufnahmen von z.B. Mond, Planeten und andere helle Objekte habe ich mithilfe einer selbst gebauten Plattform auch schon reichlich gemacht (siehe meine Bilder hier im Forum).

Gruß,
Holger
 
Hallo,

wenn dann das Skywatcher aber mit ner anderen Montierung, zumindest wenn du dann mal knipsen willst.
Die trägt nicht so viel und für Fotografie sollte die Montierung eher überdimensioniert sein.

Kürzere Brennweite ist da auch besser da man ein größeres Feld hat.

DSO geht allerdings auch erst mit 8" los, zumindest macht es ab da visuell Spaß ... bei dunkelm Himmel.

Aber Sternhaufen, Planeten und Vorzeigenebel ala Orion gehen auch mit nem 6 Zöller.

Gruss
alffrommars
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Alf,

Zitat von alffrommars:
...DSO geht allerdings auch erst mit 8" los, zumindest macht es ab da visuell Spaß...

diese Verallgemeinerung ist völliger Blödsinn und entmutigt jeden Einsteiger, der sich kein großes Teleskop kaufen kann oder möchte. Bereits jedes Fernglas ermöglicht unvergessliche Deep Sky-Beobachtungen. Manche Objekte, die sehr großflächig sind, kommen mit einem Fernglas oder Richfielder mit 400 bis 500mm Brennweite und 2"-Okularen bei schwacher Vergrößerung überhaupt erst richtig eindrucksvoll zur Geltung.

Ich selbst bin ein solcher Richfield-Fan und bleibe bei Beobachtertreffen bei dunklem Himmel immer an solchen Geräten hängen, auch wenn Achtzöller am Start sind.

Zugegeben, viele Nebel und Galaxien sind dann nur kleine Nebelfleckchen, aber letztendlich hat jedes Fernrohr seinen Himmel und Einsatzbereich, bei dem es anderen, auch mitunter größeren Teleskopen, überlegen ist.

VG Christian

 
Hi Dirk,

kurz zu deinen Vorschlägen: der erste ist visuell recht gut montiert, fotografisch schon sehr hart an der Grenze, bestenfalls noch bei absoluter Windstille brauchbar.
Der zweite ist sogar visuell zu schwach montiert, um damit Spass zu haben. Weitere Kosten - die das Paket aus Optik + Montierung mit Beilagenokularen deutlich übertreffen - stehen Astrofotografisch an.

Einer der wichtigen Eckpunkte wurde schon angesprochen: deine Beobachtungsbedingungen. Damit kannst Du die recht gut abklopfen: http://www.herzberger-teleskoptreffen.de/skyguide/grenzgr.php
Ferner wäre das Alter deiner Kinder interessant bzw. ob man ihnen zutrauen kann, ein Teleskop selbstständig zu bedienen/nachzuführen.
Und wie üblich, das (Anfangs)Budget.

Kurz zur Astrofotografie:
Sonne/Mond/Planeten lässt sich mit einer eher visuellen Ausrüstung sehr gut vereinbaren und ist auch gut bezahlbar.
Bei "Deepsky" sieht das ein wenig anderst aus - entweder muss man fotografisch Abstriche machen, oder visuell. Am besten trennt man beides, das kostet lustigerweise sogar weniger, als ein "Universalkompromiss". Wenn eh schon eine Kameraausrüstung inkl. brauchbarer Festbrennweiten da ist - und man bei denen bleiben möchte - ist da je nach Anspruch ein Einstieg ab 400-800 Euro möglich. 'So richtig', dann auch mit Teleskop, liegt man eher im Bereich zwischen 2000 und 3000Euro. Das ist dann noch nix edles mit CCD, wirklich präziser Montierung und einer entsprechenden Optik, sondern das Minimum, mit dem man eine Chance hat. Und diese Chance lässt sich mit Erfahrung wirklich gut nutzen bzw. man kann Aufnahmen erarbeiten, die einen von den Socken reissen. Der Sprung nach Oben ist da recht groß (also vom Budget her), der Sprung nach unten aber auch (also was das fertige Bild angeht, wenn man zu arg spart).
Wenn es nur ein klein wenig DS sein soll, reicht ja die vorhandene Kamera und eine Barndoor vollkommen aus. und auch das kann man steigern.

cs
Jürgen
 
Hallo!
Also ich wohne auf dem Dorf.Die nächste Stadt ist 6 km entfernt. Auf meiner Terrasse ist es verhälnismäßig dunkel.
Mit Mühe kann ich den Andromedanebel erkennen. Ich habe die Möglichkeit ein bisschen außerhalb zu fahren( So zu sagen auf ein Feld) Dort sind da nähere Lichtverschmutzungen wie Laternen und Straßenbeleuchtungen nicht mehr vorhanden.
Ich hoffe das ist für euch eine Aussage.
Wie ich sehe ist das Thema Astrophotografie doch umfassender als ich dachte. Ich dachte ich schließe eine Kamera an und mit der Motorsteuerung zieht das Teleskop immer nach. Wie gesagt ist jetzt bei mir nicht so wichtig.

Meine Söhne sind 8 und 5. Der 5 jährige wäre später mal dran. Aber meinem Ältesten würde ich dann öfters mal durchspiggeln lassen. Er schaut auch verdammt gerne mit mir Dokus über den Weltraum an.Aber ich kaufe das Teleskop letztendlich für mich.

Wie ich eure Tendenz verstehe, neigt ihr eher zum SkyWatcher.Richtig? Das Teleskop würde dann übrigens bei nichtgebraucht in meinem Hobbyraum stehen.
Zum Thema Budget:Ich würde bis 1000€ ausgeben.



 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dirk,

herzlich willkommen!

Zitat von Dirk1974:
Skywatcher Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD NEQ-3 Pro SynScan GoTo

und

Bresser Teleskop N 150/1200 Messier EXOS 2 GoTo

Was haltet ihr von diesen Teleskopen?
Beide Instrumente haben Vor- und Nachteile. Der Skywatcher ist etwas schwach montiert, möchte präzise justiert werden und braucht gute Okulare, wenn der Bildfeldrand scharf sein soll . Er hat aber einen Auszug mit Untersetzung, ergibt mehr wahres Bildfeld und bietet kurze Belichtungszeiten, wenn mal fotografiert werden soll.

Der Bresser hat einen einfachen Auszug, kann weniger wahres Gesichtsfeld ermöglichen und würde in der Astrofotografie längere Belichtungszeiten erforderlich machen. Er ist aber stärker montiert, toleriert mehr Fehler bei der Justage (und Herstellung), kommt mit einfachen Okularen zurecht und hat weniger Obstruktion und somit mehr Kontrast.

Was ich mich aber frage: Muß es eine GoTo-Montierung sein? Eine einfache parallaktische Montierung reicht in Kombination mit einem ordentlichen Himmelsatlas zum Aufsuchen vieler Objekte und eventuell auch für Huckepackaufnahmen, GoTo kann man immer noch hinzukaufen. Wie wäre es mit einem 150/750 oder 150/900 auf einer EQ5 mit Einachssteuerung? Na gut, Zweiachsig ist nicht viel teurer. Falls kein Händler die passende Kombination führt, kannst Du Dir sie zusammenstellen lassen. Das gesparte Geld kann man in Zubehör wie Okulare und Nebelfilter stecken.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Dirk,

nun hast du doch schon mal einige wichtige Angaben gemacht.

ICH würde dir zu keinem der beiden Geräte raten.
Bist du dir wirklich sicher, dass es GoTo sein muss? Damit verlässt du dich nur auf die Technik und lernst den Himmel wahrscheinlich nie kennen. Und wer sich verlässt, ist, wenn die Technik streikt, auch verlassen... ;-)

An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall zu einem Dobson greifen. Bei deinem Budget zu einem 8" f6. Das ist ja mittlerweile quasi die Standardempfehlung hier, aber auch nicht ganz ohne Grund.
Dazu dann noch einige gute Okulare und etwas Zubehör. Da bekommst du bei deinem Budget schon eine super Ausstattung.
Wenn dir eine automatische Nachführung wichtig ist (ich finde das toll, andere halten es für unnötig) wäre auch noch eine einfache aber gut funktionierende EQ-Plattform drin.
Für einen 10" Dobson müsstest du etwas tiefer in die Tasche greifen, da du dann auch höhenwertige Okulare benötigst. Ich sag mal grob 1.500€ mit allem drum und dran.

Nun der Haken bei meiner Empfehlung:
In Sachen Astrophotographie bist du etwas beschränkt. Es würden "nur" Mond- und Planetenaufnahmen gehen. Dafür bräuchtest du eine Kamera und eine Barlow. Rechne noch mal grob mit 600€.
Wenn du tatsächlich DeepSpace-Objekte vernünftig (durch ein Teleskop) ablichten möchtest, brauchst du für den Anfang eine STABILE Montierung, ein kleines Teleskop mit Feldkorrektur und Autoguiding. Ich sag mal da geht der Spaß erst so richtig bei 3.500€ los, dafür kannst du die Ausrüstung aber niemals so sinnvoll visuell einsetzten wie den Eingangs genannten Dobson.


Viele Grüße
Alex
 
Wollte mich nur kurz melden. War die letzten beiden Wochen ziemlich beschäftigt. Ich werde mir jetzt die Dinge die ihr mir vorgeschlagen habt genauer anschauen bzw mich genauer informieren bzw. einlesen. Möchte hier in diesem Forum nicht jede Kleinigkeit erfragen. Ihr habt mit sicher besseres zu tun.
Vielen dank erstmals für eure tolle Hilfe und Ratschläge!!
DANKE!


 
Hallo Dirk,

wenn Du aus Steinmauern in Baden bist, so hast Du gleich in deiner Nähe mind 2-3 Amateure, die dir diverse Geräte zeigen können. Falls Du Interesse hast kannst Du mir eine Mail an feldstecher2015 :smiley47:t-online.de senden, da PM bei dir noch nicht geht.

Viele Grüße

Matthias
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben