Teleskopersatz gesucht!

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sternengucker

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Hallo Fernglasspezialisten,

Ich beobachte derzeit sehr selten mit einem 8"-Newton auf Giro-II-Montierung.

Mir ist das fast immer zu umständlich zum Transportieren, wenn ich nur vor der Garage beobachte, stehe ich ziemlich im Licht. Der Einblick gefällt mir auch nicht so gut, je nach Position ändert sich ja die Höhe des Okulareinblicks.

Ausserdem strengt mich das monokulare Beobachten ziemlich an.

Ich habe zusätzlich ein Minolta 10x50 Fernglas. Das ist immer schnell zur Hand, allerdings wackelt alles ganz schön, wenn ich es nicht auf ein Fotostativ schnalle.

Meine überlegung war daher, mir ein anderes Fernglas zu kaufen. Es soll einen angenehmen Einblick ermöglichen (90 Grad?), eventuell stabilisiert sein, nicht so schwer, am besten aus der Hand verwendbar, eine gute Lichtstärke haben, damit auch Nebel oder grössere GXen erkennbar sind, und nicht zu klein vergrössern.

Alles in einem gibt es wohl nicht, am ehesten könnte ich wohl auf den Schrägeinblick verzichten, somit wäre es auch für Naturbeobachtungen ohne Stativ verwendbar.

Der Preis ist natürlich auch wichtig. Am liebsten würde ich meinen 8-Zöller mit Okus und vllt. Das Minolta dagegen "eintauschen", ohne was draufzulegen.

Also, wer kann mir bei meiner Entscheidung helfen, sucht zufällig jemand einen 8-Zöller, und will sein (von mir gesuchtes) Fernglas abgeben?
 
Ich habew grad mal die Preise für stabilisierte Gläser gesehen, vielleicht ist das etwas zuviel.

Wie wäre denn z.B. Ein Fujinon 7x50 zu beurteilen, wackelt das genauso wie ein 10x50? Welche Alternativen gäbe es noch?
 
Hallo,

schieb's nicht auf die Ferngläser. Das einzige was wackelt sind deine Hände. ;) 10-fach können durchaus noch mit ruhiger Hand gehalten werden. Sogar bei Minustemperaturen konnte ich letzte Nacht das 10x50 sehr ruhig halten, da gehen bis zu 10,3mag. Hin und wieder (bin eigentlich Stativfreund) beobachte ich in einem Gartenstuhl mit verstellbarer Lehne, in dem ich zurückgelehnt und mit Armen aufgestützt das Glas unverkrampft halten kann. Manche stützen auch das Fernglas irgendwo ab oder verwenden ein Schulterstativ.

Gruß - Nico
 
Ich würde auch nicht so schnell auf ein anderes Fernglas umsteigen. 10x50 ist ein Universalgerät. Das musst du erstmal "ausreizen"! Arbeite lieber an deiner Beobachtungstechnik (Stuhl, abstützen, evtl. Fotostativ).

Thomas
 
Hi,
also ich würde an deiner Stelle erst mal ein (gebrauchtes) Einbeinstativ anschaffen und mit dem 10x50 weiterbeobachten. Das kostet ja nicht die Welt. Die schon vorgeschlagene "Liegestuhlvariante" konnte ich in LaPalma auf dem Roque mit meinem Fujinon 10x50 schon mal ausprobieren... Das ist einfach geil :biggrin:
Ein Myauchi mit Schrägeinblick (da durfte ich auf dem Roque auch mal durchgucken :) ) wäre der nächste Schritt, wenn du auch mit dem Einbeinstativ nicht zufrieden bist. Die Myauchis haben aber eine eher noch kleiner Austrittspupille als ein 10x50.
Ein 7x50 Fujinon kann ich im Vergleich zum 10x50 aus eigener Erfahrung weniger empfehlen:
  • mit 7mm zu große AP
  • im Vergleich zum 10x50 Tunnelblick (das ist natürlich subjektiv...)
Grüße
Frank
 
Hallo nochmal,

heute morgen - ich war mal kurz vor halb 5 draußen - habe ich wieder folgende Erfahrung gemacht. Ich saß zurückgelehnt im Gartenstuhl und hielt mit den Armen aufgestützt das Fernglas in der Hand. Zuerst wackelte das Bild wie üblich - nicht viel, aber sichtbar -, doch nach kurzer Zeit wurde es zunehmend ruhiger, bis es schließlich ganz stand. Alles eine Sache der Übung und Entspannung denke ich mal.

Gruß - Nico
 
Zitat von frohnck:
Hi,
also ich würde an deiner Stelle erst mal ein (gebrauchtes) Einbeinstativ anschaffen und mit dem 10x50 weiterbeobachten. Das kostet ja nicht die Welt. Die schon vorgeschlagene "Liegestuhlvariante" konnte ich in LaPalma auf dem Roque mit meinem Fujinon 10x50 schon mal ausprobieren... Das ist einfach geil :biggrin:
Ein Myauchi mit Schrägeinblick (da durfte ich auf dem Roque auch mal durchgucken :) ) wäre der nächste Schritt, wenn du auch mit dem Einbeinstativ nicht zufrieden bist. Die Myauchis haben aber eine eher noch kleiner Austrittspupille als ein 10x50.
Ein 7x50 Fujinon kann ich im Vergleich zum 10x50 aus eigener Erfahrung weniger empfehlen:
  • mit 7mm zu große AP
  • im Vergleich zum 10x50 Tunnelblick (das ist natürlich subjektiv...)
Grüße
Frank

Hi, was wäre denn der Nachteil an der zu großen AP?
 
7 mm AP würde ich nur unter richtig duklem Himmel nutzen (oder mit Linienfilter am Teleskop). Bei kleinerer AP wird der Himmelshintergrund etwas dunkler, was unter lichtverschmutztem Himmel ein Vorteil ist.
 
hi,

Gegen Probleme mit dem einäugigen Sehen hilft z.B. auch eine
Augenklappe. Dann sieht man mit dem Beobachtungsauge das Objekt ,und dank der Augenklappe, kein Zweites Bild der Umbebung. So muss man nicht wie verrückt das eine Auge zusammenkneifen oder sich darauf konzentrieren, nur auf das angestrebte Beobachtungsobjekt zu achten. Ist ausserdem die günstigste Wariante, wenn man jemanden kennt der zur Fasching-Zeit als Pirat herumlief.

cs,
tobi
 
Hallo Tobi, das habe ich schon mal ausprobiert, ist nichts für mich. Ich komme einfach dauerhaft nicht mit dem einäugigen Beobachten klar.

Ein Bino-Ansatz wäre noch eine Alternative (wie oben geschrieben wurde), aber selbst wenn ich den hätte, bliebe die Ausrüstung wahrscheinlich noch immer häufig in der Garage stehen, und nicht davor :-(
 
Hallo Sternengucker,

hier mal mein Vorschlag für deine Situation:
Kauf dir einen Skywatcher 120/600 Großfeldrefraktor und einen Bino-Ansatz, dazu dann zwei gute 1,25" Okulare (z.Bsp: Vixen LVW 22mm oder Tele Vue Panoptic 24mm). Die Kombination ist leicht und kompakt genug um sie mit der Giro zu nutzen und man kann das ganze dann einfach in einem Stück raustragen.
Mit den oben genannten Okularen hast du dann ein Gesichtsfeld von 2,38 bzw. 2,7 Grad und bei der geringen Vergrößerung stört der Farbfehler des Refraktors auch nicht.
Für großflächige Deep-Sky Objekte ist dies sicher ein Genuß!


Gruss

Michael
 
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