Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebe Sternfreunde,
....ich weis ja nicht, wehm es noch so geht oder mal gegangen ist, aber ich muss mein Erlebnis hier loswerden, weil ich ja sonst niemanden kenne, der hier noch mitfühlen könnte:
Gestsern Abend, dem 26.6. gegen 22h verspricht der Himmel glasklar zu werden, letzte Cumuli verziehen sich und Jupiter grüßt schon zaghaft aus 190 Grad. Mit diesen Beobachtungen stellt sich bei mir eine Vorfreude ein, denn es ist ja Neumondnacht! Ich schlepp schonmal meine beiden Röhren (4"/f5 und 4"/f10) auf´s Krähenneschtle am Westgiebel des Hauses. Trotz all der Freude überschleicht mich langsam eine Müdigkeit, als hätt mir jemand Gift verabreicht. Ich mach mich über die ekelhafte Cola der Kinder her, bin ja kein Kaffee-fan. Nun hab ich mir ein Gegengift verabreicht. Schau mir den Jupiter mit beiden Röhrles an, mit zunehmender Dunkelheit verspricht sich da mehr...
Der Ursa Major, Arkturus, Gemma und auch Spica werden langsam sichtbar....ich muss noch schnell ein super-power-snap (Sekundenschläfchen) für 5 min halten, leg mich in die HOrizontale, tret mal kurz weg um gegen 23h wieder topfit auf´m Balkon zu stehen. Der Juppi eine Freude...doch heute will ich mich an Deep Sky ranwagen. Da steht gerade auch schön der M13 kurz vorm Giebel fast im Zenit, der macht sich in beiden Teleskopen nur als Nebelfleck sichtbar!!!!! Keine Randauflösungen, egal bei welcher Vergrößerung....ich bin enttäuscht! M3 nehm ich mir vor....man kann´s vergessen.....dann wie schon geahnt M51..keine Spur bei all den Zenitgeschichten wende und drehe ich mich, mein Teleskop stößt ständig ans STativbein, ich muss alles hin und her verrücken und verstellen. Dann sag ich mir: nein, du bist ganz brav, schleppst alles runter auf die mittlerweile leicht betaute Wiese hinter der Garage, vorsichtig leise, wegen der hochempfindlichen NAchbarin (warum hört sich Nachts jedes Geräusch denn so laaaauuut an?) Weg vom WEstgiebel seh ich wunderbar den Cygnus und die Lyra, Herkules, Drachen und den Adler....ich versuche den Nordamerikanebel mit dem 32 rein zu bekommen....nichts...auch nicht mit meinem Bresser Nachtglas von 1Kg (9X60) zoome ich vergelblich um den Schwan herum....dann versuch ichs mit dem Ringnebel in der Leier.....der Hintergrund macht sich im Astrofilter schön schwarz, die STerne kommen klar hervor, alles wirkt sehr räumlich, wirlich schön, aber kein Ringnebel!!!! Der Doppelstern in der Lyra lässt sich schön trennen, das Einzige was heute klappt!
Dann hol ich mir ne Isomatte und ein Kissen, es geht auf 01h zu, leg mich flach auf die Wiese, ein paar Ameisen erleben ein Erdbeben von 12,5 und beissen mich....Katzenpisse macht sich riechbar in diesen unteren Dimensionen. Ich verstelle mein Stativ so, dass es über meinem Gesicht steht, nehme den Zenitspiegel raus und versuchs mal so...das Blickfeld ist anders, auch die Schärfe ist nicht so überzeugend, fast kippt mir die Röhre ins Gesicht!!!!!!!!!Ich habe eh kaum Bewegungsfreiheit und stochere in der Leier herum! Neeee, ich krieche und robbe unterm Teleskop vor, nehm mir mein Nachtglas, klemms ins Fotostativ und stülpe mir dies auf die Brust im Liegen....na ja, da kommt langsam Spaß auf! Man könnte drunter einschlafen, wenn nicht diese Ameisen mit ihrer Schicksalskatastrophe zu tun hätten.....nee Leute, es geht auf 02h zu, ich will von mir nicht sagen lassen, ich hätte alles unversucht gelassen.....aber ich ahne langsam, dass ein Himmel von 4,6 mag und am Rande von Stuttgart schlicht weg zu vergessen ist.....ach ja, gegen 24h sah ich durch die Leier wieder so ein Pünktchen sausen, es raste aber nicht wie sonst zügig durchs All, sondern machte unregelmässige Bewegungen in Richtung Adler....ein solches aber viel helleres schwirrte auch durch Ursa Major in nordwestliche Richtung.....ich könnt ne ganze Sahnetorte ganz allein verdrücken....vor lauter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" /> mit müüüden Grüßen würd ich mich auf ein paar Trostworte freuen.....salü von Anette
....ich weis ja nicht, wehm es noch so geht oder mal gegangen ist, aber ich muss mein Erlebnis hier loswerden, weil ich ja sonst niemanden kenne, der hier noch mitfühlen könnte:
Gestsern Abend, dem 26.6. gegen 22h verspricht der Himmel glasklar zu werden, letzte Cumuli verziehen sich und Jupiter grüßt schon zaghaft aus 190 Grad. Mit diesen Beobachtungen stellt sich bei mir eine Vorfreude ein, denn es ist ja Neumondnacht! Ich schlepp schonmal meine beiden Röhren (4"/f5 und 4"/f10) auf´s Krähenneschtle am Westgiebel des Hauses. Trotz all der Freude überschleicht mich langsam eine Müdigkeit, als hätt mir jemand Gift verabreicht. Ich mach mich über die ekelhafte Cola der Kinder her, bin ja kein Kaffee-fan. Nun hab ich mir ein Gegengift verabreicht. Schau mir den Jupiter mit beiden Röhrles an, mit zunehmender Dunkelheit verspricht sich da mehr...
Der Ursa Major, Arkturus, Gemma und auch Spica werden langsam sichtbar....ich muss noch schnell ein super-power-snap (Sekundenschläfchen) für 5 min halten, leg mich in die HOrizontale, tret mal kurz weg um gegen 23h wieder topfit auf´m Balkon zu stehen. Der Juppi eine Freude...doch heute will ich mich an Deep Sky ranwagen. Da steht gerade auch schön der M13 kurz vorm Giebel fast im Zenit, der macht sich in beiden Teleskopen nur als Nebelfleck sichtbar!!!!! Keine Randauflösungen, egal bei welcher Vergrößerung....ich bin enttäuscht! M3 nehm ich mir vor....man kann´s vergessen.....dann wie schon geahnt M51..keine Spur bei all den Zenitgeschichten wende und drehe ich mich, mein Teleskop stößt ständig ans STativbein, ich muss alles hin und her verrücken und verstellen. Dann sag ich mir: nein, du bist ganz brav, schleppst alles runter auf die mittlerweile leicht betaute Wiese hinter der Garage, vorsichtig leise, wegen der hochempfindlichen NAchbarin (warum hört sich Nachts jedes Geräusch denn so laaaauuut an?) Weg vom WEstgiebel seh ich wunderbar den Cygnus und die Lyra, Herkules, Drachen und den Adler....ich versuche den Nordamerikanebel mit dem 32 rein zu bekommen....nichts...auch nicht mit meinem Bresser Nachtglas von 1Kg (9X60) zoome ich vergelblich um den Schwan herum....dann versuch ichs mit dem Ringnebel in der Leier.....der Hintergrund macht sich im Astrofilter schön schwarz, die STerne kommen klar hervor, alles wirkt sehr räumlich, wirlich schön, aber kein Ringnebel!!!! Der Doppelstern in der Lyra lässt sich schön trennen, das Einzige was heute klappt!
Dann hol ich mir ne Isomatte und ein Kissen, es geht auf 01h zu, leg mich flach auf die Wiese, ein paar Ameisen erleben ein Erdbeben von 12,5 und beissen mich....Katzenpisse macht sich riechbar in diesen unteren Dimensionen. Ich verstelle mein Stativ so, dass es über meinem Gesicht steht, nehme den Zenitspiegel raus und versuchs mal so...das Blickfeld ist anders, auch die Schärfe ist nicht so überzeugend, fast kippt mir die Röhre ins Gesicht!!!!!!!!!Ich habe eh kaum Bewegungsfreiheit und stochere in der Leier herum! Neeee, ich krieche und robbe unterm Teleskop vor, nehm mir mein Nachtglas, klemms ins Fotostativ und stülpe mir dies auf die Brust im Liegen....na ja, da kommt langsam Spaß auf! Man könnte drunter einschlafen, wenn nicht diese Ameisen mit ihrer Schicksalskatastrophe zu tun hätten.....nee Leute, es geht auf 02h zu, ich will von mir nicht sagen lassen, ich hätte alles unversucht gelassen.....aber ich ahne langsam, dass ein Himmel von 4,6 mag und am Rande von Stuttgart schlicht weg zu vergessen ist.....ach ja, gegen 24h sah ich durch die Leier wieder so ein Pünktchen sausen, es raste aber nicht wie sonst zügig durchs All, sondern machte unregelmässige Bewegungen in Richtung Adler....ein solches aber viel helleres schwirrte auch durch Ursa Major in nordwestliche Richtung.....ich könnt ne ganze Sahnetorte ganz allein verdrücken....vor lauter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" /> mit müüüden Grüßen würd ich mich auf ein paar Trostworte freuen.....salü von Anette