Teleskopkauf? - Hilfe!!

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MichaelW

Neues Mitglied
Hallo,

ich bin neu hier und brauche auch gleich eure Hilfe. Als (Wieder)Einsteiger möchte ich mir jetzt ein brauchbares Teleskop zulegen. Ich habe mich hier zwar schon durch einige Beiträge gewühlt, bin aber noch nicht viel schlauer geworden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />

Aufgrund meines Standortes (Stadtrand, viel Streulicht) möchte ich hauptsächlich Mond und Planeten beobachten. Für ein bißchen DS soll es aber auch noch reichen und dafür müßte die Sache transportabel sein.

Ich habe schon kurz über einen Refraktor mit 110mm und f/10..f8 nachgedacht, tendiere im Moment aber mehr zu einem
SC. Wäre ein Celestron C6 (evtl. auch C8) eine gute Idee? Oder ist ein MC wie z.B. Intes Mikro M603 die bessere Wahl <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Vielleicht habt Ihr ja ein paar Tips für mich.

Schon mal vielen Dank für eure Mühe,
Michael
 
Hi Michael,
beschreibe doch Deine Forderungen noch mal etwas genauer. Was ist transportabel was ist die Grenze z.B.

Die Grundrichtung eher auf Planeten auslegen, ist nicht ungefährlich. Weil, Planeten hats nur wenige, die noch dazu die nächsten Jahre ungünstig stehen, also auch nicht so viel bringen. Bis das wieder kommt, dauert ein paar Jahre.
Wenn Deine Bedingungen bescheiden sind ist Transport und Dein Wille zum Transport m.E. erstes Thema.
Dann gehts weiter...
CS
 
Hallo Michael!
Hier hat Armin mal wieder recht. Ein SC ist nicht unbedingt ein Leichtgewicht, ansich ist es das schwerste aller Geräte. Zudem nicht unbedingt ein Planetengerät. Zudem solltest Du eines bedenken: beim Spiegelteleskop beginnt das richtige sehen bei 8", 6" halte ich auf Dauer als zu wenig.
Nun aber erstmal Deine Antwort auf Armin,

Gruß
Winfried
 
Hallo Michael,

Muss es ein SC-System sein?
Möchtest du nur beobachten oder auch fotographieren?
Muss es Celestron sein? (Planetenfotographie mit einer Webcam funktioniert auch mit teleskopen in azimutaler Aufstellung gut, falls du die Celestron advanced GT im Auge hast)
Wie viel Geld möchtest du ausgeben?
Was hälst du hiervon:
http://www.meade.de/produkte/teleskope/product.html?act=pdis&actid=0124093
oder hiervon:
http://www.meade.de/produkte/teleskope/product.html?act=pdis&actid=0124250
hat natürlich auch seine Reiz, aber für die Beobachtung von DS Objekten und sei es auch nur gelegentlich, würde ich etwas mehr Öffnung bevorzugen.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
@All
Vielen Dank für die schnellen Antworten!

@Antares
Hallo Armin,
mit Deiner Frage 'Was ist transportabel?' hast Du mein Problem genau auf den Punkt gebracht! Und wenn ich ehrlich bin habe ich darauf keine richtige Antwort. Natürlich könnte man einen Anhänger ans Auto bänseln und ein riesen Telelekop durch die Gegend karren, aber würde man das auch wirklich (regelmäßig) machen? Das andere Extrem wäre sicherlich ein kleines Instrument, das man auch mit in den Urlaub nehmen könnte. Mit dem C6 würde das evtl. schon gehen, war von mir aber eigentlich nicht geplant.

Für mich soll das Ganze 'kofferraumkompatibel' sein und höchstens eine Montierung der HEQ5-Klasse benötigen, d.h. zusammen nicht über 20kg wiegen und bei einer Länge < 1m ohne große Vorbereitung einzupacken sein. Noch wichtiger ist mir als Anfänger aber, daß das Gerät nach 20km Transport nicht gleich eine Grundüberholung benötigt!

Ansonsten hatte ich auch keine reine Planetenauslegung geplant, ich hatte mich nur bei der Öffnung (Refraktor, 110mm) an einer 'Planeten-Vergrößerung' orientiert und beim SC dann ohne groß zu überlegen 1" dazugetan. Was das Öffnungsverhälnis angeht galt früher (als ich vor 20 Jahren mit meinem 60mm-Schülerteleskop unterwegs war) f/10 noch als Universalgerät (d. h. kann nichts richtig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />). So ein Öffnungsverhälnis würde sich doch bei meinen Lichtverhältnissen ganz gut machen?


@Berberich
Hallo Winfried,
also wenn ich der Werbung glauben darf, sind die SCs gar nicht so schwer (C6 ca. 3.5 kg). Und die kurzen Knubbel stellen ja keine großen Anforderungen an die Montierung.

Kannst Du mir erklären warum die SCs für Planeten nicht so das Gelbe vom (Spiegel)Ei sind? Brennweite und Öffungsverhältnis würden doch dafür sprechen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> Ich hätte vermutet, daß das Problem eher im DS-Bereich liegt. Für DS wäre doch ein Gesichtsfeld von 3° nicht schlecht. Wegen der langen Brennweite der SCs schafft man das selbst mit den neuen Superduper-WW-Okularen nicht (bei 8" wird's dann noch schlimmer). Wäre da ein entsprechender Reducer sinnvoll?


@daniel_martins
Hallo Daniel,
nein, es muß kein SC sein. Ursprünglich hatte ich ja sogar einen Refraktor geplant. Allerdings scheint mir das SC/MC im
Moment noch der beste Kompromiß zu sein.

Und natürlich würde ich an das M603 meinen Fotoapparat dranschrauben (der Halter ist beim 603 ja schon da). Evtl.
würde ich auch so ein WebCam-Experiment starten aber mein Schwerpunkt liegt ganz klar bei der Beobachtung.

Das Thema Montierung wollte ich eigentlich erst angehen, wenn das Teleskop festgelegt ist. Es soll aber eine parallaktische Montierung werden, mit einer - zugegeben schlechten - azimutalen Montierung habe ich schon einmal Schiffbruch erlitten. Goto, GPS und Atomantrieb muß nicht sein, eine Nachführung soll sie aber schon haben (wenigstens für die Stundenachse).

Nein, es muß auch nicht Celestron sein. Mit deinem Link habe ich etwas weiter geforscht und festgestellt, daß es das Lx200R als Tubus gibt. Das könnte man ja dann an eine richtige Montierung basteln. Ist Meade denn so viel besser als Celestron (optisch und/oder mechanisch)?


Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu viele neue Fragen aufgeworfen!

Gruß,
Michael
 
Hallo Michael,

Mein Schwerpunkt liegt auch auf der Beobachtung (mit einem 14''LX200R wenn alles gut geht ist heute First Light). Ich habe oben Geräte mit azimutaler Montierung aufgelistet, da ich diese der Einfachheit halber für die Beobachtung bevorzuge. Die dabei auftretende Bildfeldrotation ist eher Geschmackssache. Ich bin zwar bisher noch nicht dazu gekommen mit meinem Gerät zu beobachten (mal abgesehen von der Umgebung) , aber die azimutale Gabelmontierung hat auch irgendwo ihre Grenzen (ist schon zu zweit schwer genug), nichtsdestotrotz ist das Einordnen mit Hilfe der ganzen Elektronik etwas einfacher und vorallem angenehmer, weil es keine Arbeit macht. Die Kombination der LX200R Optik mit einer deutschen Montierung ist eine sehr praktikable Lösung (auf cloudynights gibt es Fotos von Combos mit der CGE) aber sofern du dich für sowas entscheidest, solltest du dir genau überlegen welche Montierung du wählst. Nichts ist ärgerlicher als eine wackelige deutsche Montierung mit einer zu hohen Aufladung.
Die LX200R OTAs sind um einiges schwerer als die Celestron OTAs, dies hat mehrere Gründe: Die Meade Geräte haben eine Hauptspiegelklemmung welche in Verbindung mit dem Microfocusierer das Spiegelshifting je nachdem ob geklemmt oder nicht aufhebt bzw. auf ein erträgliches Maß reduziert.
Was spricht nun für oder gegen Celestron oder Meade?
Für Celestron:
+eine relativ leichte Bauweise
+manche OTAs sind auch mit Kohlefasertuben lieferbar welche im Vergleich zu Aluminium einen deutlich geringeren Wärmeausdehnungskoeffinzient haben
+auch kleiner als 8'' lieferbar
+ein groes Angebot an diversen Montageschien für die meisten gängigen Montierungen
+Fastar-Option(falls man dies so schreibt)(nicht bei allen)
die Nachteile:
-bis auf einige Ausnahmen(z.B C14 Optik) durch Meade überholtes Optik-Design(SC)
-keine Hauptspiegelklemmung
-lange Auskühlzeiten

zu Meade:
die Vorteile:
+Hauptspiegelklemmung
+ARC Design ist einem herkömmlichen SC überlegen
+bei Kauf des ganzen Systems Microfocusierer im Lieferumfang
Die Nachteile:
-Ziemlich schwer
-lange Auskühlzeit

Ob Measde oder Celestron ist je nach Ansicht eine Glaubensfrage. Was jedoch zutrifft ist das überlegene Optikdesign(ARC) der LX200R, welches beinahe kein Koma und keinen Astigmatismus produziert (richtige Kollimation vorausgestzt).
Im folgenden Link dürfte auch etwas zur Optik drinstehen (einfach meine Beiträge ansehen):
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/516518/an/0/page/0#516518
Ich habe der überlegenen Optik willen nach einem zurückgesendeten 12''RCX400(habe halt Pech gehabt(Zustand)) wegen schlechter Verfügbarkeit der RCX-Systeme(zu diesem Zeitpunkt) das Angebot erhalten ein 14''LX200R zu nehmen und es getan. Mit f/10 ist es zwar keine Deep-Sky Kanone aber für die Plantenbeobachtung dürfte es nicht schlecht geeignet sein. Die lange Brennweite (bei mir 3,5m) hat zwar was das Gesichtsfeld angeht so ihre Nachteile aber für hohe Vergrößerungen ist sie sehr angenehm da man mit langbrennweitigeren Okularen auskommt welche mehr Augenabstand haben was wiederum für Brillenträger von Vorteil ist. Immerhin kann man ja für etwas mehr Deep-Sky Spaß einen Reducer einsetzen , allerdings haben sich für die LX200R welche von Vixen und AP bewährt.
Mit welcher azimutalen Montierung hattest du denn Probleme?
Die deutsche Montierung hat natürlich eine hohe Flexibilität und die Komponenten lassen sich zerlegen(Stativ, Montierung, Gewichte, Tubus) aber nur zum Beobachten würde ich den azimutalen Modus und sei es auch nur wegen der Enblickposition bevorzugen.

Ich hoffe ich konnte dir ein Bisschen helfen,
in diesem Sinne

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Meade SC (oder Celestron) und Planeten:
an Daniel: Du wirst den Unterschied noch feststellen (SC zu Newton am Planeten). Ich habe das Meade 12" SC mit Pohhöhenwiege in der Sternwarte. Vorteile: kurze Bauweise, computergesteuert, findet (mit THE SKY) wirklich alles, ist im Deep Sky Bereich verhältnismäßig gut.
Nachteile: 35% Obstruktion nehmen mir die Brillanz am Planeten, das Bild ist nicht ganz so scharf wie am Newton. (Habe alternativ den Galaxy Dobson 12" f:5).
Vergrößern kann ich bis maximal 600-fach, aber höchstens 2x im Jahr. Das ist allerdings beim Newton nicht viel anders.

Der Newton: (wenn er nicht stationär steht) ist schneller aufgebaut, braucht keinen Strom, dafür Köpfchen (findet halt nichts von selbst). Ist universeller einsetzbar, kann gut kollimiert werden (3 Minuten), beim SC habe ich dafür eine ganze Nacht gebraucht, denn, siehe da, er muß auch mal kollimiert werden.
Angesprochen hast Du schon das Tubusseeing und das Wabern im Tubus beim SC, das sich nicht ganz vermeiden läßt (auch nicht durch einen Lüfter).

Ergo fällt eine Entscheidung schwer. Ich habe mich zu folgendem entschlossen:

Fotografie: Meade SC ohne Reducer (klappt nicht, leuchtet nicht mal APS aus)
Visuell: Galaxy 12" Dobson und für Planeten Galaxy 8" f:6
Gut, das sind 3 Teleskope, aber ich mache das schon seit über 20 Jahren, da kommt halt was zusammen.

Ganz lieb ist mir aber das FG Miyauchi 20x77. Das steht am meisten draußen.

Gruß
Winfried
 
Hi Michael,
und genau am Thema Transport kann man sich tot diskutieren.
Letztlich aber, ist das der Punkt wo man am wenigsten helfen kann, weil das jeder nach seiner Meinung beurteilt.

Ich sag einfach mal ich dazu meine/erlebt habe.

Ich habe auch eher mäßigere Bedingungen zu Hause. Trotzdem geht da auch bei DS etwas. Wenngleich - und das ist einfach so - natürlich mit Abstrichen. Manches kann man mit Öffnung kompensieren, manches nicht.
Die Konsequenz ist, man fährt raus - brauche auch ca. 35 Minuten mit dem Auto zum nächsten guten Platz.
Wenn man das einmal macht und dann die Objekte vergleicht im Anblick, wird man, weil man sehen will, dazu geneigt sein öfter zu fahren. Ich tue es, auch unter der Woche und ich meine es lohnt sich.

Du kennst Dich selbst am besten, Du weißt wie "faul" Du bist oder nicht.

Guter Himmel wird Dir vllt ein mag bringen - evtl. sogar mehr. Das entspricht - ohne die weiteren Vorteile ( große Ap Nutzung ) einem Sprung von 8 auf 12,5".
Oder 5" zu 8".

Insofern wäre, wenn Du Bereitschaft zum fahren aufbringst die riesen Öffnung nicht zwingend notwendig. Denn die steht dem Transportgedanken entgegen, erst recht wenn es parallaktisch sein soll. Unter 20 Kilo wird es kleiner bleiben müssen als 8". Weil schon die HEQ5 mit Ihren 10 Kilo Gegengewichten und Stativ zus geschätzte 25 Kilo hat.

Öffnung und geringes Gewicht ist als Kombi am ehesten der Dobson und das in einer Reisevariante. Wäre sowas denn denkbar für Dich?
CS
 
Hallo Berberich,
an Daniel: Du wirst den Unterschied noch feststellen (SC zu Newton am Planeten).
Danke für deine Nachsicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Ich habe auch schon öfters die Möglichkeit gehabt durch hochwertige Geräte mit äußerst niedriger Obstruktion zu sehen und war demendsprechend von der Schärfe aber vielmehr dem Kontrast beeindruckt. Dennoch: Ein kleines bis mittelgroßes Gerät mit einer äußerst niedrigen Obstruktion kann auch am Planeten zumindest was das Detailerkennungsvermögen bei einer nicht allzu großen Szintillation(du weist was ich meine(Seeing)ist nur kein schöner Satz geworden) betrifft nicht mit einem Gerät mithalten welches zB. 3x so viel Licht sammelt. Dass ein gleich großer Newton einem gleich großen SC (gute Kollimation vorausgesetzt(für beide)) überlegen ist steht natürlich außer Frage. Ich binn mir dennoch ziemlich sicher, dass mein 14''LX200R bei guter Kollimation deinem 12'' Newton überlegen ist, irgendwas müssen das Fehlen von Koma und die 2'' mehr Durchmesser auch bewirken. Bitte versteh mich nicht falsch, ich möchte dein Gerät nicht schlechtreden, zumahl ich mir früher oder später auch einem Dobson zulegen werde(da kannst du mich dann beraten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />) da mein Gerät immerhin satte 85 Kilogramm (Gesamtgewicht) auf die Waage bringt. Ich hebe das Gerät zwar nie alleine (Gott bewahre) aber es ist auch zu zweit schon schwer genug.
Ich wäre dir sehr verbunden wenn du die genaue Obstruktion deines Dobsons angeben könntest, denn immerhin handelt es sich um ein f/5 Gerät und wenn mich nicht alles täuscht hat so ein lichtstarkes System auch eine nicht zu verachtende Obstruktion im Vergleich zu langsameren Systemen.
Nichtsdestotrotz schilderst du deine langjährigen Erfahrungen welche ich als solche respektiere und nicht in Frage stelle. Erfahrungen sind Erfahrungen und jeder Mensch macht individuelle und hat nicht das Recht andere als unsinnig abzutun.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hi Daniel,
Du übersiehst bei Deinem Vergleich eines:
Ein Newton in der Größe 12" ist nicht hoch obstruiert, auch wenn er schnell ist.
Guck Dir meinen 12,5" an. Er hat grade mal einen FS von 60mm, also klar unter 20% Obstruktion. Und trotzdem ist er groß genug um das Feld eines 31iger Naglers gut auszuleuchten.
In dem bereich spielt Obstruktion kaum mehr ein nagative Rolle.
CS
 
Hallo Antares,

ich habe meine Idee von einem Fotonewton her abgeleitet welcher ja ein schnelles Öffnungsverhältnis aufweist und zur besseren Bildausleuchtung einen großen Fangspiegel besitzt. Selbstverständlich ist mir klar, dass diese Annahme nicht ganz richtig ist, da man Fotoequipment und eine auf visuelle Anwendungen abgestimmte Ausrüstung nicht miteinander vergleichen kann. Irre ich mich oder wird der Fangspiegel bei schnelleren Öffnungsverhältnissen nicht größer als bei langsamen (vgl. f/10 zu f/5 Newton)?
Naja, bei mir ist der Fangspiegeldurchmesser fast doppelt so groß, also kann ich von 20% Obstruktion nur träumen.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Daniel,
einen 12" Newton bekommst du auf eine Obstruktion von 18%, ohne daß Du auf das 31mm Nagler verzichten mußt. Das ist dem SC haushoch überlegen, wobei ich das SC nicht abwerte, ich habe ja selbst das 12" von Meade, das nicht unwesentlich kleiner als das Deine ist. JEDES Teleskop hat seinen Himmel.
Gut oder schlecht, das stimmt hier nicht. Nur Praktisch oder unpraktisch, das is die Devise.
Praktisch ist, daß ich eine Sternwarte habe und das SC unverrückbar fest steht.
Praktisch ist, daß ich einen 12" Dobson habe, den ich ins Auto schmeiße und auf ein Teleskoptreffen fahre. Das würde ich mit dem SC niemals machen, zumal es mittels Laser genau montiert ist und ich diese Prozedur nicht noch einmal machen möchte.
Viele Amateurastronomen müssen fahren, um an Standorte zu kommen, an denen sie was sehen. Ich nicht. Genau da liegt der Grund für das SC.
Wenn ich bedenke, was ich früher alles angestellt habe, bis mein 8" SC genordet und richtig ausgerichtet war, dann bin ich heute froh, das alles (beim Dob) hinter mir zu haben: auspacken, Rockerbox auf den Boden geknallt, Röhre drauf, Okular rein und los geht`s, macht 3 Minuten.
- Wie gesagt, jedes Gerät hat seinen Himmel (und seinen spezifischen Aufstellungsort).

Gruß
Winfried
 
Hi Daniel,
bei gleicher Öffnung wird der FS schon größer. So hat ein 8" f/4 von GSo z.B. einen 63mm FS, wenn ich nicht irre. Der Hofheim Reisedob auch mit 8" f/4 hat schon nur noch ca. 26% Obstruktion. Ein 8" f/6 kann noch weniger haben - immer visuell. Fotografisch hast immer größere FS. Oder auch wenn der Newton fürs Bino gucken gebaut ist.

Kurz, man muß das mit der Obstuktion am Newton sehr differenziert betrachten.
CS
 
An Berberich:

Da stimme ich dir natürlich zu, du weist, dass es nicht mein Ziel war eines deiner Geräte schlechtzureden( diskriminieren ist ein zu hartes Wort für einen ohnehin nicht erfolgten Ausspruch), es ist mir nur um den Vergleich in Bezug auf die Obstruktion gegangen, also nichts für ungut. Dass man mit einem Dobson wesentlich mobiler ist steht natürlich außer Frage. In diesem Sinne ist mir klar, dass ein visuell ausgelegter Newton eine geringer Obstruktion aufweist als ein SC, zumahl beim SC noch die Fangspiegelfassung hinzukommt.

An Antares:

bei gleicher Öffnung wird der FS schon größer. So hat ein 8" f/4 von GSo z.B. einen 63mm FS, wenn ich nicht irre. Der Hofheim Reisedob auch mit 8" f/4 hat schon nur noch ca. 26% Obstruktion. Ein 8" f/6 kann noch weniger haben - immer visuell.
Dies habe ich gemeint, wenn es auch nicht in dem Maße zutrifft wie ich es erwartet habe. Soll heißen, dass meine Annahmen nicht ganz vom richtigen Standpunkt ausgegangen sind.
Dies war der eigentliche Hintergrundgedanke. Es ist zwar dem Vergleich nicht dienlich, aber ich habe in Bezug auf den Fangspiegel immer die ASA-Astrographen im Gedächtnis gehabt welche mit ihren schnellen Öffnungsverhältnissen und zur besseren Ausleuchtung des Bildfeldes einem relativ großen FS besitzen.
Selbstverständlich ist mir klar, dass man zwischen der Bildfeldausleuchtung für visuelle und fotographische Anwendungen differenzieren muss.


In diesem Sine danke für die Erläuterungen und schöne Grüße
Daniel Martins
 
Siehst Du Daniel,
da liegt auch der Haken, um den immer wieder gestritten wird:
will ich sehen, btauche ich einen kleinen Fangspiegel.
will ich fotografieren, einen großen.

...und beides geht nun mal nicht gemeinsam, daher hat eben jedes Teleskop seinen eigenen Himmel und jemanden, der durchschaut (die Kamera oder der Mensch)...

Gruß
Winfried
 
Hallo Berberich,

Du hast die Quintessenz schön zusammengefasst, damit sollte dies wohl erledigt sein.
will ich sehen, btauche ich einen kleinen Fangspiegel.
will ich fotografieren, einen großen.

...und beides geht nun mal nicht gemeinsam
Natürlich geht dies, mit einem mittelgroßen Fangspiegel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />

WO IST EIGENTLICH DER THREADSTARTER MICHAEL HINVERSCHWUNDEN?

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
@daniel_martins
Hallo Daniel - Du hast gerufen?
Was Du brauchst ist übrigens ein aufblasbarer Fangspiegel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />

Ich habe deine Diskussion mit Winfried schon gelesen, kann da aber nicht so ganz folgen. Für das bei DS interessante Lichtsammelvermögen ist doch die Fläche interessant, da kommt's doch auf ein paar Prozent mehr oder weniger lineare Obstruktion nicht an. Sind da nicht die Umgebungsverhältnisse viel entscheidender?
Bei der Auflösung bzw. Beugung spielt zwar der Durchmesser (bzw. der Kehrwert) eine Rolle, aber seit Ihr mit euren 12- bzw. 14-Zöllern nicht schon weg von dem, was die Atmosphäre üblicherweise hergibt?
Ansonsten halte ich mich da jetzt raus, Ihr kennt euch da auf jeden Fall besser aus.

Hat es denn mit dem First Light denn geklappt? Kannst Du von zu Hause aus beobachten oder willst Du das Gerät noch transportieren? Ich bin Deinem Link mal gefolgt und habe auch die Threads bei Cloudynights durchstöbert. Du scheinst da aber nicht der Einzige zu sein, der mit der Pech hatte Fertigungsqualität von Meade.

Ich hab' da noch eine Frage zu den LX200Rs. Bei dem von Dir erwähnten 'Mikrofokussierer' handelt es sich doch um eine Art Okularauszug um das Problem des Spiegelshiftings zu umsegeln? Grundsätzlich wird aber doch immer noch über die HS-Verstellung fokussiert? Ist/war das Shifting bei den Meades so schlimm, daß man auf den Trick mit dem Auszug zurückgreifen muß?


@Antares
Hallo Armin,
das mit den 20kg muß man nicht aufs Gramm genau sehen. Ich habe mir nur vorgestellt mit 2 Wassereimern über den Acker
zu laufen und da ist für mich dann irgendwo die Grenze (ok, das war jetzt nicht sehr wissenschaftlich abgeleitet). Es ist ja auch ein Unterschied, ob ich das Ganze aus handlichen 5kg-Teilen (Stativ, Montierung, Tubus, Gegengewichte) zusammensetzen kann, ob ich mit einem 1,5m (Newton)Tubus durch die Gegend jongliere oder. wie bei den von Daniel vorgeschlagenen gabelmontierten Teilen, Optik und Montierung zusammen handlen muß.

Im Moment tendiere ich auch zu einer kleineren (6")Öffnung. Wenn Winfried und Daniel aber recht haben und man mindestens
8" für DS-Beobachtungen braucht, dann wäre ein kleineres Gerät natürlich eine glatte Fehlinvestition. Auf der anderen Seite muß ich als Anfänger auch nicht gleich die Zeitungen in den umliegenden 3 Galaxien lesen können (man will sich ja noch steigern können <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />).

Mit den Dobsons habe ich mich noch nicht beschäftigt. Meinst Du mit Reise-Version das Zeltstangen-Design?


Gruß
Michael
 
Nun gut, Michael,
ich bin mehr für`s handfeste. Konnte mich (weil ich`s auch nicht brauche) mit den Gitterrohrdobsons noch nicht anfreunden, ich halte sie erst ab 14" für sinnvoll.

An Deinen 2 Wassereimern kommst Du aber so und so nicht vorbei! Ob Du nun 2 Eimer schleppst oder 10 Kleine Eimerchen, das bleibt sich gleich. Von den 10 hast Du auf Deinem Weg zum Beobachtungsplatz aber vielleicht 3 verloren?...

Spaß beiseite. Sehe ich es richtig, dann braucht man im Feld draußen:
-Teleskop mit Umterbau, was auch immer. Sind auf jeden Fall mindestens 2 Teile.
- Klappstuhl und Klapptisch (wohin mit den Sternkarten, dem Himmelsatlas, dem Okularkoffer???
Beim Parallaktisch montierten Teleskop auch noch Batteriekasten (sehr schwer) und das ganze Kabelzeugs.

Ergo ist es Wurscht, was Du auf`s Feld schleppst, es ist immer mehr als man denkt.

Sehen? - Natürlich, mit 4-6 Zoll sieht man auch was. Aber wenn Du vom späteren Aufrüsten sprichst ist entscheidend, mit was man anfängt. Hast Du 5", dann rüstet man auf 8" auf. Hat man 8", dann wäre ein 12" ideal. Und das ist dann ein Gerät, zu dem Du natürlich ein eigenes Auto brauchst, das wirst du ja (später) eh haben.
Und der 12" ist dann das Gerät, das für ein ganz langes Leben reicht. Ergo fängt man mit 8" f:6 an. Die Diskussionen in den Foren waren schon oft da und viele haben ihr 4" Dobson oder parallaktisch als das Gelbe vom Ei gelobt. Warum wohl? - Sie haben noch nie durch ein 8" geschaut!
Doch da gibt es die "Alten Hasen" wie Günther, Armin u.a.
Leider hören die "jungspunde" zu selten auf die Alten. - Warum sollen sie auch, haben wir ja früher auch nicht anders gemacht....

Tendenz: 8" f:6 wäre der ideale Einstieg. Oftmals bleibt mein 12" Galaxy in der Sternwarte und ich beobachte, wenns sich nur um eine oder 2 Stunden handelt, doch lieber mit dem 8er, einfach, weil er leichter ist. Will ich`s dann genau wissen, dann kommt der 12er halt nach...
Und dann stehen eben 2 Teleskope und mein Fernglas draussen und die Nacht wird lang...

Gruß
Winfried
 
Hallo Michael,

Ja habe ich. Es fällt auf, dass immer öfter (besonders bei den "Einsteigerfragestellungen"(was ist schon ein Einsteiger?)) die Threadstarter nach dem Aufflammen einer solchen "internen Diskussion" einfach von der Bildfläche verschwinden. Vielleicht wird es dann uninteressant oder weicht zu sehr von der eigentlichen Fragestellung ab, keine Ahnung. Aus diesem Grund mein Ruf, da du dich schon länger nicht gemeldet hast. Schön, dass du trotz allem bei der Sache bleibst.
Was Du brauchst ist übrigens ein aufblasbarer Fangspiegel
wer weiß schon was die Zukunft so alles bringen mag.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />
Für das bei DS interessante Lichtsammelvermögen ist doch die Fläche interessant, da kommt's doch auf ein paar Prozent mehr oder weniger lineare Obstruktion nicht an. Sind da nicht die Umgebungsverhältnisse viel entscheidender?
Selbstverständlich, in erster Linie kommt es auf die lichtsammelnde Fläche an. Die Angelegenheit mit der Obstruktion gestaltet sich etwas komplizierter wie du an dem vorangegangen Postings siehst. Bei der Fotographie steht neben dem Öffnungsverhältnis die Bildausleuchtung im Vordergrund, deswegen findet man hier größere Fangspiegel. Für visuelle Anwendungen ist man wie Berberich schon sagte geneigt Systeme mit einem Fangspiegel welcher das Bildfeld gerade noch ausleuchtet und dabei so wenig obstruiert wie möglich zu bevorzugen. Die paar Prozent Obstruktion sind der Knackpunkt. Auch wenn Berberich der Auffassung ist, dass der Unterschied der Lichtsammelleistung zwischem seinen Dobson und dem 14''LX200R nur marginaler Natur ist, so bin ich anderer Meinug. Ein 14'' Gerät sammelt ca. 3X so viel Licht wie ein 8'' Gerät. Ein 12'' Gerät "nur" ca. 2,2X so viel licht wie die 8'' Optik. Und wenn mein System auch eine sehr viel höhere Obstruktion hat wie der Dobson von Berberich, so gleicht sich dies im Detailerkennungsvermögen durch das doch etwas größere Lichtsammelvermögen der 14'' Optik mehr als aus und wenn der Dobson nur aberwitzige 10% Obstruktion hätte würde er wegen seines Lichtsammelvermögens trotzdem nicht mithalten können.(Verzeih mir Berberich, selbstverständlich dreht sich der Spieß um wen ein 16'' oder mehr Instrument ins Spiel kommt)
Der Einfachheit halber habe ich bei meiner Rechnung nur den Haupspiegel berücksichtigt ohne die FS Fläche abzuziehen um auf die wirkungsvolle Öffnug zu kommen. Sollte die Rechnung jemanden stören so bitte ich ihn sich zu melden, dann rechne ich gerne mit den "realen" Werten. Außerdem produziert jeder herkömmliche Newton Spikes, welche ich nicht mag und deswegen gerne etwas mehr Obstruktion in Kauf nehme. Die paar % hin oder her, du hast natürlich Recht, die Umgebungsbedingungen sind für die maximal erreichbare Grenzgröße wichtiger und wirken sich natürlich stärker aus. Eine glaubhafte Beurteilung der Obstruktionsfrage ist bei der Beobachtung ohnehin nur möglich, wenn zwei Geräte selber Öffnung vorliegen, die Bedingungen identisch sind und nur die Obstruktion unterschiedlich ist. Im Endeffekt spielt ja die Austrittspupille für die DS-Beobachtug auch eine entscheidene Rolle, viel wichtger als die Obstruktion.
seit Ihr mit euren 12- bzw. 14-Zöllern nicht schon weg von dem, was die Atmosphäre üblicherweise hergibt?
Dies ist Ansichtssache.
Ansonsten halte ich mich da jetzt raus, Ihr kennt euch da auf jeden Fall besser aus.
Ui, ui, ui, ganz falsche Annahme. Ich maße mir nicht den Kenntnisstand von Antares oder Sven Wienstein oder Berberich an (die ja doch schon sehr lange dabei sind), dies heißt aber nicht, dass ich unwissend bin. Wissen und Erfahrung sind zwi Paar Schuhe, das eine lernt man wenn man mit möglichst viel Motivation an die Problemstellungen herangeht, das andere braucht Zeit und beruht auf dem erworbenen Wissen. Also kannst du ruhig immer mitschreiben, zudem ist Wissen zu einem gewissen Prozentsatz theoretischer Natur, die Erfahrung aber in der Regel praktischer Natur. Und was ist besser als eigene Erfahrungen mit dem eigenen Kenntnisstand zu verbinden?
Hat es denn mit dem First Light denn geklappt?
Nett, dass du fragst, leider nicht. Später sind doch noch Wolken aufgezogen und aufgrund des enormen Gewichts des Gerätes habe ich beschlossen es gut sein zu lassen. Für mein First Light (ein besonderer Augenblick der in Erinnerung bleibt) möchte ich eine ganze Nacht nutzen und nicht nur eine Wolkenlücke von 5 Minuten mit der Aussicht auf baldigen Regen.
Kannst Du von zu Hause aus beobachten oder willst Du das Gerät noch transportieren?
Bisher habe ich kein so großes Gerät besessen, deswegen hat sich diese Frage nie so richtig gestellt. Wenn ich mein Equipment teste (zB.First Light) mache ich dies immer gerne im Garten zu Hause um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Der Himmel bei mir ist nicht der beste, in guten Nächten erreiche ich ca. 4,7-4,8 Magnituden. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit für die Beobachtung von zb: Galaxien einen dunklen Himmel aufzusuchen welcher ja nicht zu ersetzen ist. So gesehen bin ich gezwungen das Gerät zu transportieren. Kugelsternhaufen und offene Sternhaufen sowie Emissionsnebel mit einem entsprechendem Linienfilter haben bei meinen Bedingungen mit einem 8'' Gerät immer recht gut funktioniert. Das 14'' Gerät ist groß und schwer, wenn ich nicht hin und wieder im Garten beobachten könnte oder immer jemanden hätte derr mir beim Tragen hilft könnte ich sowas nicht haben. Ich würde nie auf die Idee kommen es alleine zu heben, dazu ist mir meine Gesundheit zu wichtig. Ob ich raus fahre oder nicht hängt von meiner Gemütslage ab und weniger von der Öffnung (ist zumindest bei mir so).
Du scheinst da aber nicht der Einzige zu sein, der mit der Pech hatte Fertigungsqualität von Meade
Leider. Man muss dazu sagen, dass die Qualitätskontrollen von Meade USA nicht die besten sind. Tatsache ist, dass dies in den USA häufiger vorkommt als hier, da die Geräte bei dr Ankunft in Europa auch noch kontrolliert werden (zunmindest stichprobenartig). Das dir sowas bei Meade im äußersten Fall auch geschehen könnte ist aber kein Grund zur Sorge. Bei Meade bist du da auf der sichersten Seite. Wenn was nicht passt ruf bei Meade an, nenn dein Problem und in der Regel ist die Sache dann erledigt. Die sind da sehr entgegenkommend und bemüht, auch wenn manches durch lange Lieferzeiten lange dauert. Wenn dein Gerät nach dem Kauf nicht in Ordung ist und du es zurückschickst wird es bei dir zu Hause geholt und eine Neues an die selbe Adresse geliefert, den Versand zahlt Meade (dies lernt man erst recht zu schätzen wenn das verpackte Equipment über 120kg auf die Waage bringt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />).
Bei dem von Dir erwähnten 'Mikrofokussierer' handelt es sich doch um eine Art Okularauszug um das Problem des Spiegelshiftings zu umsegeln? Grundsätzlich wird aber doch immer noch über die HS-Verstellung fokussiert? Ist/war das Shifting bei den Meades so schlimm, daß man auf den Trick mit dem Auszug zurückgreifen muß?
Selbstverständlich wird in erster Linie über den HS fokusiert. Wenn man dann ungefähr im Fokus ist klemmt man den HS fest und erledigt die Feinkorrekturen mit dem MF. Dies ist bei hohen Vergrößerungen sehr praktisch, außerdem wird bei Schwenks über den Himmel ein Verkippen des Spiegels vermieden und der Fokus bleibt in der Regel erhalten. Bis 300 fach benötige ich den MF nicht, darüber ist er jedoch recht hilfreich, einfach der Genauigkeit halber. Trotzdem: Die Halteschrauben für okularseitiges Zubehör sind einfach grässlich!!
Wenn Winfried und Daniel aber recht haben und man mindestens
8" für DS-Beobachtungen braucht, dann wäre ein kleineres Gerät natürlich eine glatte Fehlinvestition
Die Frage ist was heißt hier viel sehen? Einen Kugelsternhaufen sieht man auch in einer 80mm Optik, allerdings als Nebelfleck. Das mit den 8'' bezieht sich auf die Details. Selbstverständlich kann man auch mit kleinen Öffnungen oder dem Fernglas unter guten Bedingungen sehr viel sehen, für Strukturen benötigt man allerdings Öffnung.
Ich würde sofern ich weiß was ich will, gleich richtig einsteigen, kommt hinterher in der Regel billiger. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Hui, dies war aber lang.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Leute,

VBrsicht mit den Äußerungen, diese Aussage

::::::::Wenn Winfried und Daniel aber recht haben und man mindestens 8" für DS-Beobachtungen
braucht, dann wäre ein kleineres Gerät natürlich eine glatte Fehlinvestition::::::::::

ist schlicht falsch.

Deepsky fängt schon mit dem bloßen Auge an und geht über Fernglas und kleine Öffnung bis zum
20-Zöller oder was gerade Ende Fahnenstanfge ist.

Sternfeld, Großfeld, Spaziergänge durch die Milschstraße, kleine Wattebäuschchen und großflächige Nebel,
das geht schon sehr erbaulich mit einem Fernglas und ein kurzer 4-5 Zöller mit dem erreichbaren
Maximalfeld von über 4° ist da sehr sehr sinnvoll.
Die kleinen Wattebäuschchen in die Sterne eines Kugelsternhaufens aufzulösen oder
bei GX Ansätze von Spiralarmen/Dunkelbändern zu sehen, das geht mit 6-8" los und ist am günstigsten
mit einem Dobson zu machen.
Da werden aber brennweitenbedingt die Gesichtsfelder für manche großflächigen Objekte mit
zunehmender Öffnung schnell zu klein.

CS
*entfernt*
 
Man muß unterscheiden, Günther.
Wer einsteigt in dieses Hobby, der möchte ja meist mehr sehen, als man sehen kann, derjenige geht oft von nicht erreichbaren Fotos aus. Ergo: zuerst das Teleskop, so denke ich.
Wer einige Zeit mit 8" beobachtet hat und mal gesehen hat, wie groß die M31 wirklich ist, dem macht es DANN auch Spaß, sich ein gutes Astroglas zuzulegen. Am Anfang, denke ich, steht aber die Neugierde, mal einen Kugelhaufen aufgelöst oder eine Galaxie eben nicht nur als verschwommenes Fleckchen zu sehen.
So jedenfalls ist es mir ergangen, jahrelang. Nun, da ich schon so viel gesehen habe, schaue ich mir den Himmel auch gerne mit dem 20x77 an und habe meine Freude daran, da ich weiß, wie es "im Original" aussieht.

Gruß
Winfried
 
Hi Michel,
ja ich meinte damit das Gitterrohrdesign bei Dobsons, so wie ich einen z.B. habe. Der wiegt total mit Rockerbox nur noch 19 Kilo und ist für mich komlett auf einmal zu tragen. Zusammengebaut.
Sowas gibts käuflich bei Hofheim Instruments, Astroopik Martini oder Traveldob.de z.B. Oder aber einfach mal nach Reisedobsons suchen.
Google hilft <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Daneben habe ich u.a. auch einen 8" auf einer HEQ5. Wie gesagt Montierung, Stativ und Gegengewichte wiegen schon mehr.

Deepsky fängt nicht erst bei 8" an, aber 8" ist das Tor dazu.
Ich kann auch mit einem 80mm Apo Galaxien sehen, aber mit 8" sind sie halt detaillierter. Das zu beschreiben, so das Du eine Vorstellung davon hast ist nicht möglich. Du mußt das selbst sehen im Vergleich.
Als Orientierung, wenn auch nur per Beschreibung guck mal auf meine HP unter Beobachtungsziel Deepsky.
CS
 
Hi Daniel,
das Du Dich mit dem Thema Obtruktion mal nicht vertust.
Auch wenn ein 14er mehr Licht sammelt, so kann ein gering obstruiertes 12" System da ggf. sogar besser sein.
In das Seherlebnis geht nicht nur die Lichtsammlung ein, sondern auch in hohem Maße Kontrastleistung. Und da siehst schnell anders aus.
Nicht umsonst sind unobstruierte Apos im Bildergebnis ähnlich großen obstruierten System i.d.R. sogar überlegen.

Aber das ist ein anderes, nicht zum Thread passendes Thema.

CS
 
Hallo Antares,

In das Seherlebnis geht nicht nur die Lichtsammlung ein, sondern auch in hohem Maße Kontrastleistung. Und da siehst schnell anders aus.
Mir war doch bekannt, dass ich irgenwas vergessen habe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
Vielen Dank für den Hinweis, ich hätte darauf eingehen sollen. Für mich gehört es schon zum Thema Obstruktion, nur nicht zum Thread, da hast du natürlich Recht.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
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